Nurgle will nicht, dass ihr dieses Modell seht!

Vielleicht ist es nicht Nurgle, sondern einer der anderen Chaos Götter. Odersogar der Imperator selbst. Jedenfalls entschuldige ich mich mal für diese Buzzfeed / Bild-Zeitung / Clickbait-Überschrift, aber ich konnte nicht widerstehen, denn zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass das Modell nicht fertig werden soll.

Der Grund war der Stab. Das blöde Ding ist mir insgesamt 5x (!) abgebrochen. 2x unten und 3x oben. Natürlich hab ich das gestiftet, aber das schien nicht zu helfen. 

Gut, man könnte natürlich einfach darauf achten, dass das Modell nicht runterfällt, mitsamt Painthandle umkippt, man es mit dem Ärmel oder einem anderen Modell umschmeißt. Aber hey, das wäre ja der Easy-Mode. 

Immerhin hat mich das dazu animiert meinen Painthandle zu magnetisieren.

 

Zurück zum Thema:

Ich hatte Bock ein weiteres Nurgle Modell zu bemalen, nachdem ich den Lord of Contagion ja schon bemalt und sogar Spaß dabei hatte. Nur musste ich feststellen, dass der Lord damals wohl als One-Shot gedacht war, denn ich hatte mir keinerlei Aufzeichnungen darüber gemacht, was ich für Farben verwendet habe. 

 

 

Das Nachzustellen war zumindest für die Grüne Rüstung nicht so schwer. Falls es euch interessiert: 
tiefster Schatten: Castellan Green + Khorne Red + einen Hauch von Schwarz
Schatten: Castellan Green
Mittelton: Castellan Green + Death Guard Green
Erster Highlight: Death Guard Green
Zweiter Highlight: Death Guard Green + Screaming Skull

 

 

Komplizierter wurde es bei dem Stoff. Ich konnte mich beim besten Willen nicht erinnern wie ich den bei dem Lord bemalt hatte. Am Ende war es Pink Horror in den Highlights – die Schatten habe ich über Zugabe von Black Templar und einem Hauch von Blau abgedunkelt.

Auch habe ich hier wieder nicht den klassischen GW Ansatz gewählt, sondern mir eine Lichtquelle über dem Modell vorgestellt und meine Highlights entsprechend gesetzt. Dabei bin ich nicht strikt nach physikalischer Korrektheit gegangen, sondern hab auch mal ein Highlight gesetzt, wo es einfach gut aussah. 

Im Gegensatz zum Lord habe ich bei dem Vogel da einen Ultra Matte Varnish verwendet. (vor dem Auftragen der Metallfarben natürlich!)

Nicht einfach nur White…

…sondern Apothecary White.

Im März habe ich eine ganze Einheit bemalt und dabei auf Contrast Farben gesetzt.
Warum? Ach, eigentlich tatsächlich einfach nur, weil ich was mit den Farben bemalen wollte. Es klingt ja immer so einfach. „One thick coat“ und fertig. Also über die eine möglichst dünne und gleichmäßige Grundierung.
Ich hatte noch einen Rest Wraithbone Spray und grundierte die Figuren damit. Danach noch etwas mit dem Pinsel ausbessern und es konnte losgehen.

Doch Halt. Was habe ich überhaupt bemalt?

Ich hatte mir vor längerer Zeit eine Necromunda Gang vom Haus Cawdor besorgt.
Zwar spiele ich kein Necromunda, aber man kann ja nie wissen. Zudem wollte ich sie als Kultisten für meine World Eaters. Gar nicht mal so sehr, weil sie dafür predestiniert sind, sondern eher weil mir der Hintergrund so gut gefällt.

Cawdor hat einige Waffen, die den Wächerspeeren des Adeptus Custodes nachempfunden sind und das setzte für mich ein wenig das Thema.

Für mich sind die Jungs erstmal Gläubige, die von einem geschickten (dunklen) Apostel auf die Idee gebracht wurden, dass Khorne ihre Anbetung verdient hat. Und nachdem sie dann mal die WAHREN Gläubigen des Khorne gesehen (und überlebt) haben, wollen sie diese in gewisser Weise kopieren.

Mit diesem Hintergrund im Kopf entschloss ich mich also die Cawdor Jungs im Farbschema meiner 30k World Eaters zu bemalen: weiß/blau mit roten Akzenten.

Nach diesem Trupp kann ich eins sagen: Apothecary White und ich werden keine Freunde mehr.

Ich mag die Contrast Farben. Man kann echt viele interessante Dinge damit tun. Was man aber nur mit einigen Farben tun sollte ist: Sie so verwenden, wie von GW vorgesehen.
Für mich persönlich ganz schlimm ist dieses Apothecary White. Ich hatte erwartet, dass es ein wärmerer Ton wäre, aber es ist ein recht kühles Weiß, besonders, wenn man es ein wenig (und da reichen wirklich winzige Mengen) zu dick aufträgt. Nimmt man aber nicht genug, dann sieht man gar nix – oder nur Flecken.
Außerdem gefielen mir die Kantenakzente, die von der Contrastfarbe gemacht wurden, nicht mal im Ansatz.
Aber die arbeitete ich sowieso überall nach. Contrast ist (teilweise) als Mittelton und für Schatten geeignet, aber für Highlights nicht so ganz. Dafür nimmt man dann die Standardfarben.

Sieht ihr diesen Panzer? Ich möchte ihn nicht mehr sehen!

Und dafür haben die Primaris Space Marines ihre Eradicators. 

So. Zweiter Monat, zweiter Beitrag, zweite Einheit. 

Für mich als ursprünglichen Chaos Spieler ist das immer noch ein seltsames Gefühl „loyale“ Space Marines zu bemalen. Ich tröste mich einfach mit dem Gedanken, dass es Nachfahren von Horus sind – wer weiß, was die in Zukunft anstellen. Aber ich muss ja zugeben, dass mir die Primaris Modelle gefallen: schnörkellos, extrem hoher Wiedererkennungswert und die Proportionen passen auch besser als bei den alten Marines – egal ob Chaos oder loyal. 

Das Einzige was mich etwas stört ist, dass die schweren Gravis Panzerungen einen Primaris wuchtiger aussehen lassen als die guten alten Terminatoren, die für mich eigenlich noch immer die coolsten Modelle sind. 

Naja. Dafür haben die Eradicators Meltergewehre, was sie zu DER Panzerjägereinheit im Infanterie Bereich der Space Marines macht. Für meine Chaos Marines hätte ich früher sowas wie Havocs oder Obliterators genommen. Meistens letzteres.
Wo wir es gerade von Obliteratoren haben: warum sind die Eradicators im Vergleich mit den Oblis eigentlich so verdammt billig?

Egal… hier sind sie: 

Arschba… nein, Moment… Mal des Khorne

Frohes Neues zusammen.

Ich habe euch in den letzten Wochen ein Modell vorenthalten, das ich intern gern als mein „Magnum Opus“ betitelt habe. Meine Frau brachte es nüchterner auf den Punkt. „Dass du das Teil überhaupt noch sehen kannst…“

Tatsächlich war ich bereits mal an dem Punkt den Knaben nicht mehr sehen zu können, aber das ist ein paar Jahre her. Damals versuchte ich mit bescheideneren Kenntnissen irgendwas aus dem Modell zu machen und gab schließlich frustriert auf.

Jetzt ein paar Jahre (wie die Zeit vergeht…) versuchte ich es nochmal. Diesmal versuchte ich gar nicht erst irgendwelche passenden Farben zu finden. Ich schnappte mir ein Vallejo „Bloody Red“ als Midtone für die Haut und mixte mir meine Schatten und Highlights selbst.

Ähnlich ging ich bei der Rüstung vor.

Was mich erstmal aus dem Tritt brachte war schließlich die Axt. Die hatte mir schon damals ins Grübeln gebracht. Was sollte ich mit dem Teil anstellen? Metall? Ein Goldton wäre mir zusammen mit der Rüstung zu viel geworden. Silber fand ich nicht passend und außerdem wollte ich keinen zweiten Metallton hinzufügen.

Schließlich griff ich eine ältere Idee von mir auf, nach der ich das Schwert eines Bloodletters in einem ganz dunklen Blau bemalt habe.

An dem ersten Bild könnt ihr vielleicht schon erahnen, warum ich euch meinen Dämonenprinzen so lange vorenthalten habe: Ich hatte große Schwierigkeiten mit meinem Photofon Bilder zu schießen, die auch etwa das wiedergaben, was ich gemalt hatte. Ich bin eigenlich noch immer nicht zu 100% zufrieden, aber ich will sie endlich zeigen.

Ich bin bei dem schlecht gelaunten Kerl mal ein bisschen von dem Standard abgewichen, mit dem ich z.B. meine Sons of Luna bemale. Statt dem ‚Eavy Metal Stil bin ich, wie bei meinem Bloodbowl Team eher auf eine „Lichtquelle von Oben“ gegangen. Die Highlights und Schatten auf dem Knaben kommen also nicht durch ein physisches Licht, sondern sind von mir aufgetragen.

Ich habe hier noch ein leicht überbelichtetes Bild, auf dem das vielleicht auch in Bereichen sichtbar wird, die nicht so gut zu sehen sind. Zumindest hoffe ich das. Aber die Tatsache, dass die Farben und Farbverläufe auf den Bildern einfach nicht so rauskommen, wie ich sie gemalt habe, ist wie erwähnt der Grund dafür, dass ich dieses Model nicht schon längst hier präsentiert habe.

Lebenszeichen

Ja ja, es war ganz schön still auf dieser Seite in den letzten Wochen. Schande über mich, aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich nicht komplett untätig gewesen bin.

Was habe ich also vorzuweisen? Wahrscheinlich weniger als ihr euch erhofft habt, oder befürchtet, je nach Sichtweise. Ich habe den Trupp Space Marines für die Sons of Luna fertig bepinselt. Den ganzen 10-Space-Marine Trupp. 

Vollständiger 10 Mann Trupp Infiltratoren. Sons of Luna, 10. Kompanie, 2. Zug
Sons of Luna Infiltrator Trupp – 10. Kompanie, 2. Zug

Innerhalb des Trupps habe ich mich ein klein wenig verkünstelt. Zum einen die winzigen, kleinen Bildschirme beim Sani und beim Sergeant und zum anderen die Rauchgranate – die finde ich besonders gelungen. Im Gegensatz zu den Bildern des Sergants und des Sanis. Besser hab ich es aber leider nicht hinbekommen.

Außerdem bin ich am überlegen wie ich den World Eaters Look ein wenig aufwerten kann. Ich glaube sogar, ein paar Erfolge vorweisen zu können. Ich muss das nur noch etwas besser mit dem Blending hinbekommen. Das ist nämlich leider nicht ganz so einfach wie sie es einem in YouTube Videos erzählen. Ich brauche noch Übung.

Eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle Work-in-Progress-Bilder zeigen, aber leider sind meine Aufnahmen nichts geworden. Ich werde dies nachreichen. Immerhin habe ich so schon mal einen Grund einen weiteren Beitrag zu schreiben.

Reicht das als Ausrede? Nein? Gut, eine Ausrede habe ich noch: Der neue Editor von WordPress ist źumindest für mich SO WAS VON UNÜBERSICHTLICH. Ich könnte den Hassknecht machen. Im Ernst… da hat man sich alles so eingerichtet, dass man arbeiten kann und dann zerhauen die mir alles mit einem Update. Warum muss man den Leuten einen anderen Editor überstülpen, ob sie nun wollen oder nicht? So was nervt wie Sau! Und die Alternative? Läuft bei mir nicht sauber. Insult to injury: sie nennen es auch noch Gutenberg. Soll wohl an den Erfinder des Buchdrucks erinnern, mich erinnert es eher an einen gewissen ehemaligen Verteidigungsminister…

Irgend ein Wortspiel mit Viren oder Seuchen…

… nur leider will mir keins einfallen, das noch irgendein Niveau halten kann.

Sei es drum. Wie angekündigt habe ich in den letzten Malsessions dem Seuchengott gehuldigt. Aus gegebenem Anlass.

Dieser Anlass ist nicht (nur) die aktuelle Pandemie, sondern auch irgend so ein YouTuber namens Darren Lathem. Keine Ahnung ob ihr schon mal was von dem gehört habt… (Falls nicht, sind die einzigen beiden Ausreden, die ich gelten lasse, sind: „tot“ oder „im Knast“!)

Jedenfalls hat mich die Art, wie Darren die Rüstung in seiner Meisterklasse bemalt hat, echt angemacht.

Außerdem wollte ich noch etwas anderes versuchen: mehr mit selbst gemischter Farbe malen.

Ich habe also Death Guard Green genommen und dann mit ein paar anderen Farben gemischt um die Schatten und Highlights zu malen. Dabei habe ich nicht auf Schwarz oder Weiß zurück gegriffen (ich glaube sogar, ich habe kein reines Schwarz oder Weiß auf dem Modell verwendet).

Das Ergebnis könnt ihr einmal in voller Pracht sehen und einmal in Schwarz/Weiß.

Warum dieses Schwarz/Weiß-Bild? Eine sehr gute Frage, imaginäre Person, mit der ich mich gerade unterhalte.

Das Schwarz/Weiß-Bild habe ich gemacht um abschätzen zu können, ob ich genug Kontrast in den Farben habe.

Hier der Lord of Contagion von allen vier Seiten.

Was mir auffiel – und zwar bei beiden Lords of Contagion, die ich bemalte – war ihre Größe.

Der Kollege da oben steht auf einem 2 Zoll Base und braucht das auch. Lord Felthius steht auf einem 1,5 Zoll Base und hätte sich über was Größeres gefreut.

Das wirft die Frage auf: Wie groß ist diese Figur im Vergleich zu einem Space Marine – oder einem Primaris. Nun… das kann ich beantworten:

Es tut mir fast schon weh zu sehen, wie unpassend klein selbst die (relativ neuen) MK IV Figuren neben den (noch neueren) Primaris und Nurgle Terminatoren ausfallen.

Bloodbowl Team – Die Mooswald Memmen

Schöne Grüße an alle in Quarantäne und im Home Office.

Zuerst einmal die Stimme der Vernunft: Bleibt zu Hause. Steckt niemanden an. Gefährtet nicht euch und andere!

Das waren zwar wenige Worte, aber ich meine sie so, wie ich sie sage!

Dank Beruf und Familie gehöre ich leider nicht zu denen, die in diesen Zeiten von „Corona Ferien“ (echt jetzt, Leute???) reden können. Im Gegenteil. Daher war es die vergangenen Wochen hier relativ still. Aber nicht nur das Geldverdienen und meine Liebsten hielten mich vom posten ab – nein, ich war auch richtig produktiv im Kampf gegen das Plastikgrau.

Erlaubt mir an dieser Stelle etwas Erwartungsmanagement zu begtreiben: ich war richtig produktiv – für meine Verhältnisse!

Ich präsentiere euch hier und heute die Mooswald Memmen. Ein Bloodbowl Team, das nach den Regeln der Waldelfen aufgebaut ist und nur aus Slaanesh Dämonen besteht:

14 Modelle in einem Monat? Na, nicht ganz. es waren 12… die glatzköpfige Werferin (?) war mein Mastermodell für das Farbschema und die Technik. Das Modell für den 2. Wardancer (auf dem Bild links) habe ich separat im März bemalt.

Bei den 12 anderen habe ich aber eine Bemalung wie am Fließband versucht (Batch Painting). Erst alle Grundiert, dann bei allen ein Basecoat und so weiter… Ich muss sagen, das ist eine sehr schnelle Art und Weise mehrere Figuren zu bemalen mit ein paar Einschränkungen.

  • Nutzt dafür unbedingt eine Wet Palette! Wenn ihr bei Modell 7 im Schritt Nr. 4 plötzlich merkt: au, da habe ich aber bei Schritt 2 was vergessen, dann könnt ihr den Pinsel einfach in die Farbe tauchen und müsst nicht erst den Pott rausholen bzw. vielleicht sogar die Farbe anmischen.
  • Macht euch mit dem Arbeitsablauf vertraut! Ihr solltet genau wissen, was ihr in welcher Reihenfolge macht.
  • Ich finde die Qualität leidet ein wenig. Man ist eher geneigt zu sagen: „Meh – passt scho“, wenn man am 10. Modell die Klauen bemalt und man sich nicht sicher ist, ob man nicht doch nochmal glazen sollte.

Für die 12 Modelle hab ich insgesamt – vom Zusammenbau bis zur Fertigstellung – etwas um die 50 Stunden gebraucht. Den zweiten Wardancer hab ich einzeln bemalt um herauszubekommen, ob ich nun schneller bin. Für den hab ich 2 1/2 – 3 Stunden gebraucht – also nicht wirklich schneller. Dafür sauberer.

Die Leute, die mit den Bloodbowl Regeln vertrauter sind, werden wahrscheinlich schon herumhüpfen und mir sagen: Ketzer, das sind 14 Modelle! So viele bekommst du nicht in ein Starterteam rein – es sei denn, du verzichtest auf Rerolls. Und selbst dann wird’s nicht reichen.

Ja, ich weiß. Ich habe auch nur deswegen ein paar mehr bemalt, weil ich mir zum einen noch nicht sicher war, wie genau mein Startteam aussehen wird und zum anderen, weil ich ja noch ein paar Spieler nachkaufen werden.

Das Team werde ich auch noch weiter ausbauen. Da kommt noch ein Big Guy rein und ich werde ein paar Bannerträger als Spielzugsmarker und so weiter anmalen. Außerdem: Fluff! Ihr wollt sicher wissen, warum ich ein Bloodbowl Team mit so nem dämlichen Namen aufstelle. (Außer weil ich’s kann und es lustig ist.)

Aber jetzt werde ich mich aus gegebenem Anlass erstmal kurz bei der Death Guard blicken lassen. Bis dahin.

Bleibt gesund!

Neues Jahr – neue Armeen?

Erstmal: frohes Neues.

Und auch in diesem Jahr stelle ich mich dem Kampf gegen das Plastikgrau und den Gussrahmen!

Das Jahr geht sogar gut los. Ich habe es geschafft zwei – naja eigentlich sogar drei Modelle in diesem Jahr fertig zu stellen. Wenn ich in dem Tempo weiter male, dann komme ich auf – äh… zwei im Sinn… Minus Raumtemperatur… quadrieren zur Wurzel aus… – 36 Modelle??? Das wäre ja wieder weniger als 2019.

Also gut, ich muss meine Ziele etwas weiter stecken. Mein Vorsatz für 2020 ist also: mehr malen.

Nun bin ich so ein kleiner Hobbyschmetterling, der von Projekt zu Projekt flattert. Da muss ich mich etwas einbremsen. Ich habe Momentan drei Projekte auf dem Maltisch und das ist immer noch eines zuviel.

Daher mein Pl… meine Idee:

  • zuerst will ich ein neues Bloodbowl Team bemalen. Im März geht die neue Saison los und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken ein paar Dämonetten zu nehmen und diese als ein Elfenteam (Dunkelelfen? Waldelfen – damit ich auch einen „Big Guy“ bemalen kann?) zu spielen. Das ist für mich ein sehr enger Zeitplan. Mal sehen was ich da machen kann. Als Bonus kann ich diese Modelle ja sogar noch für 40k, 30k, AoS oder 9. Edition nutzen!
  • Die Sons of Luna aus der Shadowspear Box bemalen. Ich sagte ja schon, dass mir das Schema gefällt und die Primaris so erfrischend anders zu bemalen sind.
  • Die World Eaters müssen jetzt mal warten. So sehr es mir in den Fingern juckt da wieder Modelle zu bemalen, so sehr denke ich „Meh!“, wenn ich eine der Figuren in die Hand nehme.

Bloodbowl und Sons of Luna sind also die beiden Projekte, mit denen ich mich erstmal beschäftige.

Für Bloodbowl habe ich ein „Mastermodel“ bemalt. An das Schema will ich mich halten, wenn ich den Rest des Teams bemale. Leider kann ich es nicht zeigen. Als ich die Bilder machte, entdeckte ich eine Stelle die ich vergessen hatte – außerdem eine 2. an der ich nacharbeiten musste. Ich reiche da was nach.

Für die Sons of Luna habe ich zwei Infiltrators bemalt. Die kann ich euch zeigen:

Noch ein paar Worte zu der Bemalung der Modelle.

Im Vergleich zum Testmodell habe ich ein paar Änderungen vorgenommen:

  • ich habe die goldenen Details in einem anderen Goldton bemalt.
  • die Recess Farbe in den Vertiefungen der Modelle ist kein reines Schwarz, sondern ein gemischtes, sehr dunkles Rot. Man sieht den Unterschied nicht, aber es wirkt anders.
  • die Highlights an der grünen Panzerung sind nun stärker und heller.
  • dafür sind die Highlights an der schwarzen Panzerung nicht mehr so kräftig.

Für den Imp… nein, ich kanns nicht.

Des Ketzers Ketzereien erreichen einen neuen Höhepunkt! Oder so ähnlich. Eigentlich kann hier doch eh nichts schocken.

Jedenfalls hatte ich doch diese Primaris Marines für mein Alpha Legion Kill Team bemalt. Ihr erinnert euch vielleicht. Nun, ich hatte noch 2 Intercessors übrig und außerdem ein Pot mit Lupercal Green und Sons of Horus Green.

Beides sind neue Farben, die – zusammen mit einigen anderen – im Zuge des Contrast Releases rausgebracht wurden.

In der Vergangenheit hatte ich auch mal einen Chaos Space Marine in dem Farbschema bemalt, was damals von Duncan Rhodes als Sons of Horus Farbschema vorgeschlagen wurde. Es gefiel mir damals nicht, da mir das Grün zu – naja – Grün war. Es war ein sehr satter Ton. Man hätte sich natürlich selbst was anmischen können, aber für einen Grundton bei einer Armee hätte ich lieber etwas aus dem Topf.

Die beiden neuen Farben gefielen mir zumindest auf Bildern besser und ich klebte einen der beiden Intercessors zusammen, um die Farben mal live zu testen.

Und was soll ich sagen?

Ich finde den Farbton aber sowas von gelungen! Seht selbst:

Jaaaaa, ich schreibe da Sons of Luna und ich verrate euch auch warum. Während ich Farbe auf das Modell klatschte hatte ich Spaß. Das Farbschema war so unverbraucht für mich. Ich wollte unbedingt noch mehr davon malen. Und schon fing es in meinem Kopf an zu arbeiten.

Ein Primaris in den Farben der Sons of Horus. Konnte das sein? Mal abgesehen von der (langweiligen) Möglichkeit, dass das alles nur Zufall sein konnte, spukte mein Hirn noch eine andere Möglichkeit aus.

Es gab da diese Unterhaltung zwischen Belisarius Cawl und Roboute Guilliman, in der Cawl erwähnte, dass er die Gensaat aller (!) 20 (!!) Legionen hat. Guilliman erteilte den Befehl, dass nur die Gensaat der loyalen Orden für das Primaris Programm verwendet werden dürfe.

Aber: was ist, wenn Cawl das nicht getan an? Was, wenn dieser Techpriest, der mehr logische Maschine als Mensch ist, zu dem Entschluss kommt, dass die Effektivität der Lunar Wolves / Sons of Horus so herausragend war, dass er ihre Gensaat einfach nutzen musste? Oder wenn einer seiner „verschmolzenen Seelen“ dies veranlasste?

So kam ich auf die Sons of Luna.

Ich ließ mich von ein paar Bilden inspirieren und erdachte mir ein Ordenssymbol, ein System für die Kompanie und Einheitsmarkierung sowie für zugewiesene Schlachtfeldrolle. Ich bin ein Nerd…

Nachdem ich das Modell in dem Zustand hatte, den ihr da oben sehen könnt, habe ich tatsächlich noch weiter gemacht. Ich ergänzte die Schrift auf dem Reinheitssiegel, fügte ein paar Abnutzungseffekte zu.

Theoretisch braucht er nur noch einen Namen – wobei, das geht dann doch zu weit.

Und jetzt muss ich mich um die Modelle aus der Shadowspear Box kümmern.

Mustert die Legion (Teil 3)

Hm. Vielleicht sollte ich den Titel des Beitrags noch editieren. So wie es aussieht, bin ich von einer Legion ungefähr so weit entfernt wie die Bundesregierung von einem brauchbaren Klimaschutz.

Aber warum bekomme ich es nicht hin die Modelle wie am Fließband zu bemalen?

Doch der Reihe nach.

Im Juli letzten Jahres (!) wollte ich bei einer Challenge des örtlichen GWs mitmachen. Das Ziel: 250 Punkte pro Monat zu bemalen.

Ich habe es nicht einen einzigen Monat geschafft – und das obwohl ich es echt versucht habe. Vorgenommen hatte ich mir im ersten Monat: einen Chaos Lord mit Plasmapistole und Chainaxe, 4 Berserker mit Chainsaw / Chainaxe, einen Berserker Champion mit Powerfist / Chainsword und ein Rhino Transporter.

Geschafft habe ich… den Lord (hier Destroyer genannt. Entliehen aus Kill Team Elites), den Champion und einen weiteren Berserker.

Das hat mich ziemlich frustriert muss ich sagen und ich stürzte mich sehr dankbar auf die Ablenkung, die mir Kill Team und Bloodbowl bot.

Nun habe ich mich mal dazu gezwungen zumindest die Infanterie fertig zu bemalen.

So. Wenn ihr nur fertige Modelle sehen wolltet, könnt ihr an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wenn ihr ein wenig tiefer in den Kaninchenbau vordringen wollt, dann lest weiter über meine Theorie, warum das bei mir so langsam voran geht. Denn das sind tatsächlich Dinge, über die man sich beim Recess Shading wunderbar Gedanken machen kann.

Meine Arbeitshypothese: Es ist mein Stil, das Farbschema und das Modell.

Klar Ketzer… die Tatsache, dass du so langsam bist, ist also, zusammengefasst, die Tatsache, dass du ein Modell bemalst.

Gut, so kann man das verstehen, also muss ich etwas ins Detail.

Mein Stil

Der Stil, mit dem ich diese Modelle bemale ist der gleiche der in den Bemalvideos von Duncan, Peachy und Nick propagiert wird. Base, Shade, Layer, Highlight. Im Prinzip ist das der ‚eavy Metal Stil. An dieser Stelle nochmal deutlich: Stil! Nicht Qualität!

Und was ist der ‚eavy Metal Stil?

  • Edge Highlighting. Jede Ecke und jede Kante wird mit einem Highlight hervorgehoben. Und da wo es keine Kante gibt, wird manchmal eine eingefügt. (Mach ich z.B. auch an den Schulterpanzern. Die dünne, hellblaue Linie?)
  • Layering. Die einzelnen Farbschichten werden per Layering aufgetragen. Es findet kein bis wenig blending statt.
  • Clean. Die Einheiten sehen meistens sehr sauber aus. Starkes Weathering ist eher ungewöhnlich für diesen Stil.
  • Kein OSL (Object Source Lighting). Das Licht scheint von überall zu kommen

Der Stil ist jetzt von Haus aus schon mal nicht für seine Geschwindigkeit bekannt. Er setzt auf starke Kontraste, wie Blacklining, Recess Shading und Edge Highlighting. Das ist aufwendig und führt mich direkt zum zweiten Punkt

Mein Farbschema

Eigentlich könnte ich mich selbst schlagen. Da hab ich mir so viele Gedanken darüber gemacht, warum ich mit dem Black Legion Farbschema nicht glücklich wurde. Ich kam zum Ergebnis: es ist das schwarze Farbschema. Schwarz ist einfach sau schwer zu malen – und was mach ich? ich wende mich der nächsten Nicht-Farbe zu: weiß. Die mir die gleichen Probleme wie schwarz beschert – nur halt in heller.

Egal… was bremst mich da aus? Es ist das Recess-Shading. Bei vielen anderen Farben sorgt das Shading eher für einen Übergang von der Farbe zum Schatten und wenn man da nicht ganz so genau ist, dann ist das jetzt nicht die große Dramatik.

Auf Weiß sieht man aber diese kleinen Fehler und Unsauberkeiten und das bedeutet ich muss nacharbeiten, wenn ich irgendwo was versaut habe. Und wie gut funktioniert das mit weißer Farbe auf schwarzer? Eben.

Das Model

Die Modelle sind zum Teil alt und ich kann nicht sagen, dass sie gut gealtert sind. (Die Berserker sind irgendwas zwischen 20 und 25 Jahre alt!) Dazu kam das Gefühl bereits 100 Mal diese Modelle bemalt zu haben.

Das alles drohte mir den Spaß am Bemalen zu nehmen.

Das es anders geht fiel mir an vielen anderen Modellen auf, die ich „so nebenbei“ bemalt habe. Zum Beispiel die Death Guard Marines, die umgebauten Modelle, die Bloodbowl Modelle – und ja, sogar die Primaris Marines für Kill Team.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Shadowspear hat mir neue Chaos Space Marines beschert. Ich habe die zu Berserkern umgebaut und werde sie demnächst bemalen. Ich hoffe schwer, dass mir diese Modelle mehr Spaß machen, als die alten Berserker.

Darüber hinaus befolge ich ein paar Tipps, die ich so im Internet von professionellen Bemalern aufgeschnappt habe.

Ich werde die Zahl meiner „Projekte“ auf 2 begrenzen. Momentan habe ich zu viel Ablenkung auf meinem Tisch.

Bei dem einen oder anderen Projekt werde ich versuchen mir Herausforderungen zu setzen. Sei es mal ein kleiner Freehand, oder ein besonderer Farbverlauf… solche Sachen.

Ich hoffe, dass ich damit öfters mal etwas mit Farbe posten kann.