Archiv für den Monat: April 2019

Der zweite Teil ist immer besser! – Part I

siehe Terminator 2 …

Hä? Was hat das mit diesem Blog zu tun? Und überhaupt… was war in deinem Kaffee, Ketzer? – Milch und Zucker hoffe ich und ich beziehe mich mit diesem Titel auf das Update des Codex Chaos Space Marines und später noch auf Vigilus brennt!. Dem zweiten Teil der Vigilus Bücher.

Ich musste diesen Post auf 2 Teile aufspalten – zum einen weil es thematisch passt wie Energiefaust auf Auge und zum anderen muss ich gestehen, dass das ganze ein bisschen lang wurde.

Außerdem muss ich euch noch ein Bild von meinem Alpha Legionär nachreichen – dieses mal ganz ohne Photoshop (außer zum Zurechtschneiden)

Ich habe leider keine passenden Decals gefunden und nach einigen Trockenübungen habe ich mich zu einem Freehand entschieden. Ist jetzt sicher nicht mega spektakulär, aber ich finde es ist gut geworden.

Back to topic.

Für den Fall dass ihr die letzten Tage/Woche unter nem Stein verbracht habt: GW hat den Codex neu rausgebracht und ein paar Änderungen vorgenommen.

Und Änderungen sind doch immer was tolles.

Mit diesem neuen Schinken hat man endlich alle Punktkosten wieder übersichtlich in einem Buch und auch die Powerlevel einiger Einheiten wurden angepasst – falls ihr damit spielt.

Die coolste Neuerung in meinen Augen ist eigentlich etwas, was sowas von überfällig war – Chaos Space Marines haben endlich ihre Thunderhammer aus der Prä-Heresy Ära gefunden. (Ich hatte mich ja schon mal gefragt, was mit den Dingern passiert ist.)

Ich kann Chaoslords in Power Armour (keine Terminatoren) endlich mit diesen Waffen ausstatten – und nicht nur die. Theoretisch könnte man ganze Einheiten an Chosen mit Thunderhammers ausstatten – für die Hammer-Fetischisten ein absoluter Traum. Und alle anderen bekommen mit der Waffe Zugang zu einem Item, das quasi eine E-Faust mit einem fixem Schadenswert von 3 ist. Muss ich noch ein Bild zeichnen?

Bleiben wir bei der Ausrüstung und schauen wir mal staunend auf die Rotorcannon Reaper Chaincannon – eine Art Heavy Bolter auf Steroiden. Kürzere Reichweite aber mehr als 2,5 mal so viel Schuss! (2,6666… mal so viel um genau zu sein) Kostet zwar auch doppelt so viel wie der Heavy Bolter aber dafür bietet das Ding fast genug Dakka für einen Ork.

… oder Alien 2 …

(okay, der heißt eigentlich Aliens ohne die 2 aber mit dem s für den Plural)

Es gibt aber nicht nur neues Bling-Bling für uns Chaoten. Es gibt sogar neue Jungs, die das neue Bling-Bling aufs Schlachtfeld tragen können.

Als erstes sei hier mal der neue Lord-Discordant genannt. Das ist die Anwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen Warpsmith die Medikamente gebe, die sich sich der durchschnittliche Tour-de-France Fahrer reinpfeift, ihn dann auf eine unheilige Mischung aus dämonischem Reittier und Läufer setze.

Das Modell hat bei einigen Betrachtern wohl für einen Evilgasm gesorgt und diese Leute stellen interessante Dinge an um dieses Modell irgendwie in ihre Armee zu quetschen, denn nüchtern betrachtet finde ich den Kollegen recht speziell.

Dazu gibt es einen Master of Executions – eine HQ Auswahl, bei der der Name Programm ist. Das Modell ist… Geschmacksache, aber die Regeln sind nicht zu verachten. Eine absolute Maschine, wenn man gegen Armeen mit vielen Charaktermodellen spielt und sich an das ABC der World Eater hält. (Always Be Charging)

… oder Zurück in die Zukunft 2 …

Die größten Änderungen der altbekannten Einheiten haben wahrscheinlich die Havocs durchgemacht. Sie haben nun eine Toughness von 5 und gelten immer als stationär, wenn sie ihre schweren Waffen abfeuern. Und der Champion trägt nun von Haus aus eine Spezialwaffe. Eine Einheit besteht immer nur aus 5 Mann – man kann keine zusätzlichen „Ablativlebenspunkte“ in From von zusätzlichen Havocs dazu kaufen, denen man Bolter und Nahkampfwaffe mitgibt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die neuen Regeln für die Havocs echt gefallen. 4 von denen mit Heavy Bolter und nem Champ mit Flamer ist echt eine Option. Wenn man ein paar Punkte über hat und mehr ballern will, dann gibt man denen 4 Reaper Chaincannons mit denen sie eine Bedrohungsweite von satten 30″ haben. Blobs? Welche Blobs?

Dazu kommen die Einheiten aus Shadowspear – also der Master of Possession, die Greater Possessed, sowie der Venomcrawler.

… oder Der Pate 2 …

und dann gibt es da ja noch Vigilus brennt!. Das Buch ist der 2. Teil (und passt daher wunderbar zum Artikel) zu dem Buch Vigilus kämpft und beschreibt die Invasion Abbaddons.

In dem Buch gibt es einige hübsche Regeln, Artefarkte und Strategems, die vor allem Spieler der Black Legion ansprechen dürften. Zusätzlich gibt es diese Dinge auch noch für die bekannteren/beliebteren Renegate Chapters. Red Corsairs seien hier besonders genannt.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu all dem gibt es noch Regeln für Special Detachments. Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber mir persönlich gefallen die Regeln für den Host Raptorial wirklich hervorragend, da sie die Raptoren, die bisher eher ein Nischendasein fristeten zu einer interessanten Option machen.

… oder Mad Max 2 …

Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall ist es (passend zum Schatten) der Dark Apostel. Dem haben sie dunkle (ha!) Gebete verpasst. (Hey, hab ich nicht schon mal über sowas geschrieben?)

Das klingt zwar irgendwie cool, ist aber ein mehr oder weniger versteckter Nerf. Zwar hat er immer noch ein Gebet, dass den gleichen Effekt hat wie seine Aura, nur kostet er jetzt deutlich mehr und es gelingt nur auf die 3+ also nur noch in 2/3 aller Fälle. Oder um es noch deutlicher zu machen: die alte Aura, die er füher dauerhaft hatte, zündet jetzt nur noch mit 66% Wahrscheinlichkeit. Es gibt die Möglichkeit dem Apostel für ein paar Punkte mehr 2 Ministranten zu spendiert. Die steigern die Effektivität immerhin auf eine 2+ / 1/6 / 83% Wahrscheinlickeit, aber so wie ich das verstehe, muss ich dann noch 2 zusätzliche Plätze im Rhino frei halten. Wobei man noch dazu sagen muss, dass er innerhalb eines Transporters keine Gebete wirken kann. Das schränkt seine Brauchbarkeit für mich irgendwie ein.

… oder Matrix 2 – hm. nein, moment, da stimmt was nicht …

Keine Fortsetzung, ohne Verwirrung! Hierfür sind die Obliterators zuständig.
Das ganze fing an im Index Chaos, wo die Jungs 65 Punkte kosteten und ziemlich… durchschnittlich waren.
Dann wurden sie besser und billiger. In Shadowspear bekam man Obliterators präsentiert, die wohl immer fleißig ihr Gemüse gegessen hatten aber 115 Punkte kosten (für einen von denen!)
Codex Chaos Space Marines II bringt das ganze jetzt zusammen – buchstäblich. Die aufgepumpten Obliterators aus Shadowspear zum Preis der alten Jungs… das April FAQ hat das korrigiert und wieder auf 115 Punkte gesetzt.

Und jetzt komme ich nochmal zurück zu Vigilus brennt!.

Es ist – ja…, also es ist – wie soll ich sagen?

In meinen Augen ist es ein Paradebeispiel dafür, dass GW es nicht schafft, seinen Fluff anständig fortzuführen! Es ist sogar so schlimm, dass ich sagen muss, dieses Buch hat mich genervt!

Der Bereich mit den Regeln ist ja schön und gut, aber so einen mutlosen Fluff wie die Invasion der Black Legion hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich fasse es mal so zusammen wie ich es verstanden habe:

An dieser Stelle eine dicke Spoilerwarnung!

Da ist ein Planet, der von Orks überfallen wird. Das wiederum löst einen Aufstand durch Genestealers aus und das wiederum ruft die Space Wolfs auf den Plan, die Eldar mischen sich ein, woraufhin die Ultramarines ein Wörtchen mitreden. Roboute Guilliman stampft wie ein trotziges Kind auf und sagt: Vigilus darf nicht fallen. Daraufhin lässt sich Marneus Calgar zum Primaris aufwerten und schwingt sich zum Oberbefehlshaber der wilden Schulhofschlägerei auf. Dann bemerkt man, dass sich zusätzlich zu dem ganzen Tohuwabohu auch noch ein paar Chaos Space Marines auf dem Planeten eingerichtet haben. Und deren Obermotz macht ernst und sagt: in 80 Tagen kommt Papa Abaddon und der sackt den Planeten ein!

Soweit Teil 1.

Bloodbowl Long Time League – Part II

Weiter geht es mit der Bloodbowl Long Time League vom Kainskind.

Der zweite Spieltag steht an und das Team der Wadentester United muss diesmal gegen Bonecrushers ran – ein Chaos Pact Team mit 3 Big Guys.

Der Spielbericht

Mein Team ist personell unverändert – alle 12 Spieler haben das letzte Spiel überlebt nur Sebastien Heuler muss aufgrund seiner erlittenen Verletzung aussetzen.

Jonathan Bah hat sich im letzten Spiel ein Level-up verdient und bekam die Fähigkeit „Sure Hands“, die ihm sicher noch helfen wird.

1. Halbzeit

Zu perfektem Bloodbowl Wetter pilgerten 16000 Fans ins Stadion und auch an diesem Spieltag waren die Fans der Wadentester in der Überzahl.

Die Bonecrushers gewannen den Cointoss und entschieden sich für die Offensive.

Beim Kickoff offenbarte sich das brillante Coaching der Bonecrushers, welches ihnen für diese Halbzeit einen zusätzlichen Re-Roll einbrachte. Der Abschlag der Wadentester landete weit in der Hälfte der Bonecrusher, auf deren linker Flanke.

Dort sorgte der Spieler mit der Nummer 3 gleich mal für Action. Honka Handschuh beförderte einen der Hobgoblins mit dem Gesicht voran in den Dreck des Spielfelds und sorgte so gleich mal für einen Vorteil für die Chaos Reneganten. Allerdings schien der Oger, Harmann Hackebeil, von dem ganzen Gewusel vor ihm zu verwirrt zu sein um auf die Aufforderung, doch einen der Chaoszwerge vor ihm zu vermöbeln, zu reagieren.

Richtig schlecht machte es aber Bob Würger. Der Marauder mit der Nummer 4 versuchte einen der Chaoszwerge umzuhauen, wurde aber von diesem ausgekontert und KO geschlagen.

Ähnlich holprig war der Start der Wadentester. Der Minotaurus, Harry Bane, wäre bei seinem Blitz gegen den Minotaurus der Bonecrusher beinahe selbst zu Boden gegangen und nur ein beherztes coaching (das tatsächlich wirkte) verhinderte, einen unschönen Turnover für die Wadentester.

Leon Gorefetzer, der gerade noch Bob Würger KO geschlagen hatte, bewegte sich auf die bedrohte Seite der Wadentester um dort für Verstärkung zu sorgen.

Dort wurde die Situation immer bedrohlicher, denn Honka Handschuh sorgte gleich im 2. Drive für die zweite durchbrochene Rüstung. Dieses Mal landete Marco Reis benommen am Boden.

Das Blatt wendet sich!

Marcel Umspitzer gelang einen Gegner so zu treffen, dass dieser nur noch vom Platz getragen werden konnte.

Im Gegenzug versuchten der Troll und der Renegade Ork der Bonecrushers Harry Bane zu faulen, der zuvor nach einem Tackel nicht wieder auf die Beine gekommen war. Der Schiedsrichter schaute zwar nicht hin, aber die Rüstung des Minotauren hielt – auch wenn sie bedenklich knirschte.

Nun waren es die Bonecrusher, die plötzlich in Bedrängnis gerieten. Die Wadentester schafften es zwar eine numerische Überlegenheit um den Ballträger herum zu erzeugen, aber die Anwesenheit des Ogers bereitete Coach Ketzer doch einiges Kopfzerbrechen.

Am Ende des 6. Drives war es dann ein Chainpush, der die Entscheidung zugunsten der Wadentester brachte.

Mit einem „Zeit für Helden“, beorderte Coach Ketzer Maximilian Flöpp ins Getümmel, wo dieser nach 2 Go-for-its einen Block ohne Unterstützung gegen den Renegade Elfen der Bonecrushers durchzog. Dieser gelang und Flöpp drückte den Elfen ins Getümmel. Dadurch wurde einer der Marauders aus der Tacklezone geschoben und Jonathan Bah gelang nach einem einfachen Dodge die Ballaufnahme und der Touchdown.

Die euphorischen Fans der Wadentester sorgten beim Kick-off für einen weiteren Re-Roll für ihr Team.

Die Bonecrusher mussten den Drive mit gleich 3 Mann weniger beginnen, da neben ihrem verletzen Marauder noch 2 weitere Spieler nach einem KO noch nicht wieder aufgewacht waren.

Der Coach der Bonecrushers befahl den Spielzug „Fliegende Goblins“ und stellte entsprechend auf. Allerdings scheiterte der Spielzug bereits bei der Ballaufnahme und sorgte für einen frühen Turnover. Dies nutzten die Chaoszwerge um sofort wieder Druck aufzubauen. Es gelang den Bonecrushers nicht mal im Ansatz sich zu befreien und die Folge war der 2. Touchdown der Wadentester nach einem weiteren Turnover durch einen verpatzten Block. Den Punkt erzielte Maximilian Flöpp, der nach seiner erfolgreichen Heldentat wohl noch „on fire“ war.

Erneut gingen die Wadentester also mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeit.

2. Halbzeit

Auf den Rängen herrschte eine solche Euphorie, dass die randalierenden feiernden Fans den Wiederanpfiff der Partie völlig übertönten. Erst mit Beginn des 2. Drives bekamen die Spieler mit, dass das Match wieder lief und die Bonecrushers traten das Spielgerät in die Hälfte der Wadentester.

Die 2. Halbzeit begann genau wie die 1. – Harry Bane verpatzte seinen Blitz. Dieses Mal, griff Coach Ketzer aber nicht ein sondern sah zu, wie sich die beiden Minotauren gegenseitig zu Boden beförderten.

Der Kick der Bonecrushers war kurz von der Touchdownlinie der Wadentester runtergekommen und Hobgoblins machten sich daran ihn zu sichern und nach vorne zu tragen.

Die Offensive der Chaoszwerge wurde ruhig und kontrolliert vorgetragen. Trotz der Versuche der Bonecrushers, gelang es ihnen nicht das vorrücken der Wadentester zu verhinden. Erschwert wurde dem Coach diese Aufgabe auch noch durch seine eigenen Big Guys, die immer wieder dumm durch die Gegend glotzten oder ihre Gegner anmuhten, statt das zu tun, was sie sollten.

Es gelang den Bonecrushern nochmal Druck auf die Hobgoblins aufzubauen, die in ihre Hälfte eindrangen. Ein Handoff von Bah an Boahpeng sorgte jedoch dafür, dass der Hobgoblin durchbrechen und im 7. Drive das 3:0 erzielen konnte.

Das Spiel war damit entschieden und der Coach der Bonecrushers versuchte noch das Beste aus der Situation zu machen und ließ seine Spieler das Passen üben.

Das sagen die Trainer

Der Coch der Bonecrushers war sichtlich unzufrieden. Er haderte mit den frühen Ausfällen und dem Unvermögen seiner Big Guys das zu tun, was er von ihnen erwartete.

Das Gegenprogramm sollte eigentlich Coach Ketzer darstellen, der nach zwei Spielen mit insgesamt 6:0 Touchdowns zufrieden sein sollte. „Meine Mannschaft spielt zwar gut, aber ich vermisse noch den letzten Biss.“, gab dieser aber zur Überraschung aller zu Protokoll. „Das hier ist Bloodbowl, bei Khorne! Wo bleiben die abgerissenen Gliedmaßen? Als nächstes steht ein Spiel gegen die Nugles Nuggets an. Da kommen wir mit „gut spielen“ nicht weit. Einige Spieler müssen sich mal klar machen, dass sie hier nicht in einem Elfenteam spielen!“

Bloodbowl Long Time League – Part I

Seid gegrüßt, Freunde des einzig wahren Ballsports!

Zur Zeit findet eine Langzeitliga meines örtlichen Plastikfigurendealers statt und ich mische mit.
Diesmal waren auch nicht-GW-Figuren erlaubt und damit hatte ich eine Motiviation meine Chaoszwerge fertig zu bemalen.
Ich präsentiere euch die Mannschaft von Wadentester United:

Ähnlichkeiten mit echten Personen sind natürlich fast zufällig.

Mein erstes Spiel fand gegen die Goblin Mannschaft der Infected Mushrooms statt.

Der Spielbericht

Im Stadion der Infected Mushrooms warteten 20.000 Goblinfans auf das Spiel – nur um festzustellen, dass die Wadentester mit sage und schreibe 80.000 Fans in ihr Stadion einfielen.
Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden sogar noch mehrere Fans am Betreten des Stadions gehindert. Bei ihnen sollen verdächtige Gegenstände gefunden worden sein. In den (noch stehenden) Kneipen um das Stadion herum, flüstern einige hinter vorgehaltender Hand, dass diese Fans Teile eines Flugabwehrsystems ins Stadion schmuggeln wollten. Diese kuriose Theorie deckt sich mit dem bekannten fliegender-Goblin-Trauma des Coaches der Wadentester.

Die Mushrooms gewannen in der Zwischenzeit den Münzwurf um den ersten Drive und entschieden sich auch erstmal in die Offensive zu gehen.

1. Halbzeit

Nachdem beide Mannschaften Aufstellung bezogen hatten und der Ball in der Luft war, artete die Choreographie der Fans in eine ausgewachsene Pitch Invasion aus.
Als sich der Staub legte, standen nur noch 4 Goblins auf der Seite der Mushrooms. Beide Trolle und der Fanatic befanden sich unter den Opfern der gewaltbereiten enthusiastischen Fans. Letzerer musste sogar bewusstlos vom Feld getragen werden.
Auf der Seite der Wadentester hatte es den Minotaurus Harry Bane erwischt, der in einer konzentrierten Aktion der Mushroom Fans zu Boden gebracht wurde.

Keiner Seite blieb Zeit sich am Leid des jeweiligen Gegners zu ergötzen – obwohl einige neutrale Beobachter schwören, dass sie von der Trainerbank der Wadentester ein manisches Kichern vernahmen. Die Goblins machten sich daran, den Ball mit Jump’n’Runna Joe, dem Pogoer der Mushrooms, zu sichern.

Hack’n’Slasha Harry, um den die Fans der Wadentester bei der Pitch Invasion einen Bogen gemacht hatten, entschloss sich, etwas gegen die Überzahl der Chaoszwerge zu tun und schwang seine Kettensäge gegen Marcel Umspitzer. Der Chaoszwerge ging zu Boden und nur seinem Dickschädel war es zu verdanken, dass er auf dem Feld bleiben konnte. Im Gegenzug wurde der vor Spielfreude sprühende Looney von einem der Chaoszwerge k.o. gehauen.

Ihre Überzahl auf dem Feld ausnutzend, nahmen die Wadentester die verbliebenen, noch stehenden Gegner in enge Manndeckung. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich, denn die Goblins versagten beim Versuch sich von den Gegnern zu lösen. Ein weiterer Goblin wurde bewusstlos vom Spielfeld getragen, aber auch die Anhänger der Infected Mushrooms hatten Grund zur Schadenfreude, als einer der Hobgoblins beim Versuch sich aus der Tacklezone eines Trolls zu lösen, mit der Nase voran im Rasen landete.

Beiden Trolle der Mushrooms erwiesen sich als Aktivposten im Spiel der Goblins. Sie brachten zuverlässig Spieler der Wadentester zu Boden – sogar, wenn sie einmal nicht angebrüllt wurden.

Unfaire Spielweise? – Es ist Bloodbowl!

Bomb’a’man Bob machte kichernd eine seiner Bomben bereit, um Jump’n’Runna Joe den Weg zum Touchdown freizusprengen. Dummerweise wurde der ungenaue Pass des Goblins von Leon Gorefetzer abgefangen! (Ja, ein Zwerg macht einen Intercept – mit 2 Tackelzonen!) Der Chaoszwerg jubelte aber nur bis ihm dämmerte, dass die brennende Lunte nichts Gutes bedeuten konnte. Sein Versuch die Bombe Richtung Jump’n’Runna Joe weiterzuwerfen scheiterte kläglich und die Bombe fiel ihm vor die Füße. Eine kleine Explosion später lag Leon Gorefetzer mit dem Gesicht im Dreck. Der Jubel der Mushroom Fans verstummte aber abrupt. Beide Trolle und ein weiterer Goblin waren ebenfalls von der Explosion erfasst und zu Boden geworfen worden.

Die Wadentester entschlossen sich nun mal besser Ernst zu machen, bevor die Goblins weitere unschöne Überraschungen hervorzauberten. Mit einem schnellen Spielzug im vierten Drive erzielte Jonathan Bah den ersten Touchdown des Spiels, nachdem man Jump’n’Runna Joe erfolgreich vom Ball getrennt hatte.

Bestechung? Ein unschönes Wort für eine goldene Brücke.

Als die Infected Mushrooms wieder aufs Feld marschierten, um Aufstellung zu beziehen, tauchte am Spielfeldrand plötzlich ein herrenloser Sack Gold auf. Der Fanatic Mosh Pit Pete betrat just in dem Moment unschuldig pfeifend das Spielfeld, als der Schiedsrichter mit dem Konfiszieren eben jenes Goldes beschäftigt war. So konnte der Fanatic seine (kaum) versteckte Waffe erneut aufs Spielfeld bringen.
Wer sie nicht übersah, war Leon Gorefetzer, der Bekanntschaft mit dem unangenehmerem Ende der Waffe machte, aber dank seines Dickschädels auf dem Feld verblieb. Der Fanatic versuchte auch noch Harry Bane umzusemmeln, aber er wirbelte nur an dem staunenden Minotaurus vorbei.
Dieser schaffte es im Gegenzug den Fanatic auf die Hörner zu nehmen – sehr zu seinem Ärger überlebte der Fanatic aber und wurde nur bewusstlos geprügelt.

Die Versuche der Goblins den Ball in Richtung Touchdownzone der Wadentester zu bekommen sahen gar nicht mal so schlecht aus. Auf beiden Seiten brachen die Goblins durch und rannten um ihr Leben. Jump’n’Runna Joe warf einen Pass auf den Goblin, der in der Nähe der linken Außenlinie der Chaoszwerge entlang rannte. Zum Erstaunen aller kam der Pass an und wurde sogar gefangen.
Mats Brummels gelang es nur im Vollsprint den enteilten Goblin zu Boden zu reißen.
Die Hobgoblins schwärmten wieder aus um einen Konter zu starten, doch der Pass von Jerome Boahpeng scheiterte kläglich.
Erst im zweiten Versuch gelang es Jonathan Bah den Ball auf Javier Marifetz zu passen, der im letzten Drive der ersten Halbzeit den zweiten Touchdown für die Wadentester erzielte.

2. Halbzeit

Mit einer konfortablen 2:0 Führung in der Hinterhand zogen die Chaoszwerge genüsslich ihr Offensivspiel gegen die sechs Goblins und den einen Troll auf, die nach der Halbzeit bei Bewusstsein / spielfähig / nicht des Feldes verwiesen waren.

Besonders aktiv zeigte sich erneut Jump’n’Runna Joe, der todesmutig über die Spieler der Wadentester hinwegsprang um an den ballführenden Hobgoblin zu kommen. Dass er mit dem Gesicht im Dreck landete störte das Jubeln auf den Rängen über die wahnwitzige Aktion nur unwesentlich.

Aus einer sicheren Abwehr heraus versuchten die Hobgoblins noch ein paar Bonuspunkte durch Passspiel abzugreifen, aber sie scheiterten kläglich. Im Gegenzug schafften es die verbliebenen Goblins nicht, an den Ball zu kommen.

Jerome Boahpeng rannte mit dem Ball bis runter an die Touchdownlinie. Dort provozierte der Hobgoblin die Fans beider Seiten immer wieder mit angedeuteten Touchdowns, die er im letzten Moment wieder abbrach, um die Uhr weiter herunterlaufen zu lassen. „Bester Nachbar“ Sprechchöre schallten von Rängen und die Mushrooms schafften es erst im 6. Drive der 2. Halbzeit genug Druck auf den Hobgoblin aufzubauen, um ihn zum Touchdown zu bringen.

Spielerische Überlegenheit

In der Zwischenzeit schaffte es Mats Brummels einen der Goblins vom Feld zu treten während Harry Bane es auch in mehreren Anläufen nicht hinbekam einen der Goblins vom Feld zu befördern. Eine Tatsache, die auf den Rängen für einigen Spott sorgte. Coach Ketzer wies in geradezu darwinistischer Weisheit darauf hin, dass die verbliebenden Goblins eindeutig die zähsten des Teams sein mussten.
Besser als Harry Bane machte es Tre Bucheta, der Troll der Mushrooms. Er ließ seine Fans nochmal jubeln, indem er Sebastien Heuler per Choke Slam so tief in den Rasen rammte, dass Coach Ketzer für einen Moment der Meinung war, dass es besser wäre den Hobgoblin in dem Krater zu belassen und selbigen einfach mit Erde aufzufüllen. Der Mannschaftsarzt Quacksalber der Wadentester versicherte dem Coach aber, dass Heuler wieder einsatzfähig sein würde. Man müsse nur alles wieder reingestopfen, zusammen tackern und etwas warten, bis die wichtigsten Dinge wieder zusammengewachsen waren. Die medizinische Abteilung ist zuversichtlich, dass das beim übernächsten Spiel der Fall sein würde.

Mats Brummels, erreichte nun Betriebstemperatur. Er nahm Rache und beförderte einen Goblin mit einem eleganten Tritt gegen den Kopf in die Krankenstation.

Mit einem 0:3 Rückstand, Unterzahl und einem letzten Drive zur Verfügung verstanden nun auch langsam die Goblins, dass das Spiel verloren war. Sie versuchten noch ein paar Schönheitspunkte durch ein Passspiel zu erschleichen, aber das wollte nun auch nicht mehr gelingen.

Nach dem Spiel wurden von angeblich unabhängigen Experten Jump’n’Runna Joe und Jonathan Bah zum MVP der jeweiligen Mannschaft gewählt – danach waren besagte Experten aber nicht mehr auffindbar.

Das sagen die Trainer

Der Trainer der Infected Mushrooms haderte vor allem mit dem Publikum. „Eine Pitch Invasion ist zwar schön anzusehen und wir danken den Fans für diese beeindruckende Choreografie, aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse erwies sich die Unentschlossenheit unserer Ordner im Stadion als Eigentor. Von da ab war es sehr schwer, mit einer derart dezimierten Truppe noch Druck aufzubauen.“
Coach Ketzer sah das naturgemäß anders. „Ich lade einige unserer Fans zum nächsten Mannschaftstraining ein. Einige der Taktiken, die bei der Pitch Invasion angewendet wurden, waren sehr beeindrucken. Besonders die Art und Weise, wie die beiden Trolle zu Boden gebracht wurden, sollten wir in unser Playbook aufnehmen. Unzufrieden ist heute nur der Priester des Khorne, für den zu wenig Blut floss und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Wenn es gegen Goblins geht erwarte ich ein paar abgerissene Schädel mehr!“