Archiv für den Monat: August 2019

Bloodbowl Long Time League – Teil IV

Bloodbowl Long Time League. 5. Spieltag.

Moment… der 5? Ja, es gibt in meiner Division ein Team zu wenig, deswegen musste ich einen Spieltag lang aussetzen. Dies ist auch der letzte Spieltag der Hinrunde und das Team der Wadentester United sollte gegen die Dunkelelfen der Falrach Strikers antreten. Beide Teams waren bislang ohne Niederlage durch die Division gewalzt. Für einen von beiden, sollte heute also die Siegesserie beendet sein.

Die Fans beider Mannschaften fielen in ein zufällig ausgewähltes und ziemlich durchschnittliches Stadion ein. Unter den 26000 Zuschauern war die Mehrheit für die Dunkelelfen – ein durchaus neues Gefühl für die Chaoszwerge.

Dazu kam noch, dass die Wertung der Dunkelelfen so hoch war, dass die Wadentester ein Keg-Babe und einen Magier anheuern konnten.

Zwar gewannen die Zwerge, die sich für das Spiel aufgrund des Teamvalue der Elfen ein Keg-Babe und einen Magier leisten konnten, den Coin Toss, entschieden sich aber trotzdem dafür, erstmal in die Defensive zu gehen.

Die Dunkelelfen legten gleich mal los, als ob Khaine selbst im Publikum saß. Ein massiver Angriff über die linke Flanke der Wadentester ließ gleich zwei Spieler mit dem Gesicht im Dreck liegen. Derart provoziert antworteten die Chaoszwerge ebenfalls mit „robustem Körpereinsatz“, der dazu führte, dass einer der Elfen benommen zu Boden ging.

Es folgte die kurioseste Runde, die ich in dieser Liga erlebt habe. (bis jetzt…)

Ein Elf versuchte einen Dodge – und würfelte eine 1. Der Reroll zeigte ebenfalls eine 1 an. Ich würfelte für die Rüstung des glücklosen Elfen und erzielte einen 1er Pasch. Ich zog nach dem daraus resultierenden Turnover ein wenig meine Leute in Stellung und wollte anfangen zu Prügeln. Ich würfelt einen Doubleskull – Reroll – Doubleskull.

Immer diese konstanten Reminder, warum man mich „Würfelgott Ketzer“ nennt.

Aber wenn Nuffle es so will…

Immerhin warf der angemietete Zauberer einen Feuerball auf den Ballträger der Elfen und sorge so dafür, dass sie nicht völlig ungestört durchrennen konnten.

Die Striker nahmen den Ball aber mit einer Hexe sofort wieder auf, versagten aber wieder bei einem Dodge und dieses Mal musste einer der Elfen Blitzer mit einer Niggeling Injury rausgetragen werden.

Mats Brummels grätschte einen weiteren Elfen raus und setzte die Strikers damit so stark unter Druck, dass diese im 4 Drive den Touchdown erzielen mussten, ohne die Option zu haben, noch ein bisschen auf Zeit zu spielen.

Nach dem ersten Touchdown gegen sich in diesem Turnier, versuchten die Wadentester nun noch in der ersten Halbzeit den Ausgleich zu erzielen. Dazu schoben sie sich mühsam über ihre linke Seite und prügelten die Elfen nieder, die sich geschickt in den Weg stellten und das Vorrücken zu einer schweren Aufgabe machten. Der Druck auf den ballführenden Jonathan Bah war groß und wurde noch größer als zuerst Mats Brummels verletzt vom Platz getragen wurde und kurz darauf Maximilian Flöpp KO ging, nachdem er und ein Elf sich gegenseitig unsanft zu Boden brachten.
Im letzten Drive der ersten Halbzeit sah es düster aus für die Wadentester. Ihr Ballträger war in einem Knäul von Spielern beider Seiten. Coach Ketzer versuchte ihn durch einen Chainpush freizubekommen, aber der Elfe weigerte sich schlicht und ergreifend, trotz bösen Blick (und dem Einsatz eines Rerolls) zu Boden zu gehen.

Mit einem „Zeit für Helden“, brach Bah dann aus dem Käfig aus. Ein Dodge in ein gefährdetes Feld, ein weiterer Dodge und 2 Go-for-its. (5+, 3+, 2+, 2+ um das mal in Zahlen zu übersetzen) Unter den ungläubigen Blicken der Elfenfans und dem Johlen der Fans der Chaoszwerge, schaffte der Hobgoblin diese nicht ganz einfache Aufgabe – und sah dabei auch noch gut aus!

Nuffle wollte es so!

1:1 zur Halbzeit. Ein wahnsinnig spannendes Spiel, in dem es bisher fast nach Plan für den Ketzer lief, der nun eine Halbzeit Zeit hatte, das 2:1 zu erzielen und die Uhr herunterzuspielen.

Der Kick der Elfen geriet zu kurz und der Touchback ging an die Chaoszwerge.

Beide Seiten versuchten ihre Spieler in eine vorteilhafte Position zu bewegen. Im dritten Drive nahm das Spiel dann seine entscheidende Wendung: Harry Bane krachte in einen Elfen und drohte zu Boden zu gehen – und das tat er dann auch, da er nicht auf Coach Ketzer hören und sich die Aktion nochmal durch den Kopf gehen lassen wollte.

Der Turnover erwischte die Wadentester eiskalt.

Der Ballführende Spieler wurde vom Ball getrennt, eine der Hexenkriegerinnen schnappte sich die Pille und lief damit in Richtung der Touchdownzone. Zwar revanchierte sich der Bull Centaur noch, indem er nach einem vollen Sprint gerade noch so an die davon eilende Elfe heran kam und zu Fall bringen konnte. Der Ball sprang ins Aus, was durchaus beabsichtigt war. Aber Coach Ketzer hatte nicht mit dem Enthusiasmus der Fans der Dunkelelfen gerechnet, die den Ball wieder aufs Spielfeld beförderten – zurück zu dem Knäul aus Spielern, wo die Hexenkriegerin in aufgenommen hatte.

Es gelang den Wadentestern nicht, den Ball zu sichern und die Striker erhöhten den Druck mit jeder Runde mehr. Zum großen Pech für Coach Ketzer, verbrachte der Minotaurus 4 Drives hintereinander damit am Boden liegen zu bleiben, was für eine empfindliche Unterzahl in Ballnähe sorgte. (Bestimmt war er hungrig und wollte etwas Gras fressen. Der Ernährungsplan für diesen Spieler musste dringend umgestellt werden.)

Im 7. Drive der zweiten Halbzeit passierte schließlich, was sich nicht mehr verhindern ließ. Die Striker schafften den 2 Touchdown in diesem Spiel und feierten in ihrem letzten Drive auch noch ihre Überlegenheit, in dem sie den Minotaurus wieder mit dem Gesicht in den Dreck schickten, den Bull Centauren KO schlugen und Javier Martifetz töteten, bevor die Hexenkriegerin kalt lächelnd noch einen Pass warf.

Coach Ketzer war nach diesem schweißtreibenden Spiel fast genauso geschafft wie seine Spieler. Schließlich hatte der Trainer der Dunkelelfen ihm doch einiges abverlangt. „Ich kann nicht sagen, dass mich diese Niederlage allzusehr ärgert. Eine Serie musste reißen und auch wenn es schade ist, dass es MEINE Serie war, die riss, so war es doch ein hochgradig spannendes Spiel, das jederzeit in die eine oder andere Richtung hätte kippen können. Das Team hatte ein bisschen Pech, aber das wird im Rückspiel sicher anders aussehen!“