Bloodbowl Long Time League – Part I

Seid gegrüßt, Freunde des einzig wahren Ballsports!

Zur Zeit findet eine Langzeitliga meines örtlichen Plastikfigurendealers statt und ich mische mit.
Diesmal waren auch nicht-GW-Figuren erlaubt und damit hatte ich eine Motiviation meine Chaoszwerge fertig zu bemalen.
Ich präsentiere euch die Mannschaft von Wadentester United:

Ähnlichkeiten mit echten Personen sind natürlich fast zufällig.

Mein erstes Spiel fand gegen die Goblin Mannschaft der Infected Mushrooms statt.

Der Spielbericht

Im Stadion der Infected Mushrooms warteten 20.000 Goblinfans auf das Spiel – nur um festzustellen, dass die Wadentester mit sage und schreibe 80.000 Fans in ihr Stadion einfielen.
Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden sogar noch mehrere Fans am Betreten des Stadions gehindert. Bei ihnen sollen verdächtige Gegenstände gefunden worden sein. In den (noch stehenden) Kneipen um das Stadion herum, flüstern einige hinter vorgehaltender Hand, dass diese Fans Teile eines Flugabwehrsystems ins Stadion schmuggeln wollten. Diese kuriose Theorie deckt sich mit dem bekannten fliegender-Goblin-Trauma des Coaches der Wadentester.

Die Mushrooms gewannen in der Zwischenzeit den Münzwurf um den ersten Drive und entschieden sich auch erstmal in die Offensive zu gehen.

1. Halbzeit

Nachdem beide Mannschaften Aufstellung bezogen hatten und der Ball in der Luft war, artete die Choreographie der Fans in eine ausgewachsene Pitch Invasion aus.
Als sich der Staub legte, standen nur noch 4 Goblins auf der Seite der Mushrooms. Beide Trolle und der Fanatic befanden sich unter den Opfern der gewaltbereiten enthusiastischen Fans. Letzerer musste sogar bewusstlos vom Feld getragen werden.
Auf der Seite der Wadentester hatte es den Minotaurus Harry Bane erwischt, der in einer konzentrierten Aktion der Mushroom Fans zu Boden gebracht wurde.

Keiner Seite blieb Zeit sich am Leid des jeweiligen Gegners zu ergötzen – obwohl einige neutrale Beobachter schwören, dass sie von der Trainerbank der Wadentester ein manisches Kichern vernahmen. Die Goblins machten sich daran, den Ball mit Jump’n’Runna Joe, dem Pogoer der Mushrooms, zu sichern.

Hack’n’Slasha Harry, um den die Fans der Wadentester bei der Pitch Invasion einen Bogen gemacht hatten, entschloss sich, etwas gegen die Überzahl der Chaoszwerge zu tun und schwang seine Kettensäge gegen Marcel Umspitzer. Der Chaoszwerge ging zu Boden und nur seinem Dickschädel war es zu verdanken, dass er auf dem Feld bleiben konnte. Im Gegenzug wurde der vor Spielfreude sprühende Looney von einem der Chaoszwerge k.o. gehauen.

Ihre Überzahl auf dem Feld ausnutzend, nahmen die Wadentester die verbliebenen, noch stehenden Gegner in enge Manndeckung. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich, denn die Goblins versagten beim Versuch sich von den Gegnern zu lösen. Ein weiterer Goblin wurde bewusstlos vom Spielfeld getragen, aber auch die Anhänger der Infected Mushrooms hatten Grund zur Schadenfreude, als einer der Hobgoblins beim Versuch sich aus der Tacklezone eines Trolls zu lösen, mit der Nase voran im Rasen landete.

Beiden Trolle der Mushrooms erwiesen sich als Aktivposten im Spiel der Goblins. Sie brachten zuverlässig Spieler der Wadentester zu Boden – sogar, wenn sie einmal nicht angebrüllt wurden.

Unfaire Spielweise? – Es ist Bloodbowl!

Bomb’a’man Bob machte kichernd eine seiner Bomben bereit, um Jump’n’Runna Joe den Weg zum Touchdown freizusprengen. Dummerweise wurde der ungenaue Pass des Goblins von Leon Gorefetzer abgefangen! (Ja, ein Zwerg macht einen Intercept – mit 2 Tackelzonen!) Der Chaoszwerg jubelte aber nur bis ihm dämmerte, dass die brennende Lunte nichts Gutes bedeuten konnte. Sein Versuch die Bombe Richtung Jump’n’Runna Joe weiterzuwerfen scheiterte kläglich und die Bombe fiel ihm vor die Füße. Eine kleine Explosion später lag Leon Gorefetzer mit dem Gesicht im Dreck. Der Jubel der Mushroom Fans verstummte aber abrupt. Beide Trolle und ein weiterer Goblin waren ebenfalls von der Explosion erfasst und zu Boden geworfen worden.

Die Wadentester entschlossen sich nun mal besser Ernst zu machen, bevor die Goblins weitere unschöne Überraschungen hervorzauberten. Mit einem schnellen Spielzug im vierten Drive erzielte Jonathan Bah den ersten Touchdown des Spiels, nachdem man Jump’n’Runna Joe erfolgreich vom Ball getrennt hatte.

Bestechung? Ein unschönes Wort für eine goldene Brücke.

Als die Infected Mushrooms wieder aufs Feld marschierten, um Aufstellung zu beziehen, tauchte am Spielfeldrand plötzlich ein herrenloser Sack Gold auf. Der Fanatic Mosh Pit Pete betrat just in dem Moment unschuldig pfeifend das Spielfeld, als der Schiedsrichter mit dem Konfiszieren eben jenes Goldes beschäftigt war. So konnte der Fanatic seine (kaum) versteckte Waffe erneut aufs Spielfeld bringen.
Wer sie nicht übersah, war Leon Gorefetzer, der Bekanntschaft mit dem unangenehmerem Ende der Waffe machte, aber dank seines Dickschädels auf dem Feld verblieb. Der Fanatic versuchte auch noch Harry Bane umzusemmeln, aber er wirbelte nur an dem staunenden Minotaurus vorbei.
Dieser schaffte es im Gegenzug den Fanatic auf die Hörner zu nehmen – sehr zu seinem Ärger überlebte der Fanatic aber und wurde nur bewusstlos geprügelt.

Die Versuche der Goblins den Ball in Richtung Touchdownzone der Wadentester zu bekommen sahen gar nicht mal so schlecht aus. Auf beiden Seiten brachen die Goblins durch und rannten um ihr Leben. Jump’n’Runna Joe warf einen Pass auf den Goblin, der in der Nähe der linken Außenlinie der Chaoszwerge entlang rannte. Zum Erstaunen aller kam der Pass an und wurde sogar gefangen.
Mats Brummels gelang es nur im Vollsprint den enteilten Goblin zu Boden zu reißen.
Die Hobgoblins schwärmten wieder aus um einen Konter zu starten, doch der Pass von Jerome Boahpeng scheiterte kläglich.
Erst im zweiten Versuch gelang es Jonathan Bah den Ball auf Javier Marifetz zu passen, der im letzten Drive der ersten Halbzeit den zweiten Touchdown für die Wadentester erzielte.

2. Halbzeit

Mit einer konfortablen 2:0 Führung in der Hinterhand zogen die Chaoszwerge genüsslich ihr Offensivspiel gegen die sechs Goblins und den einen Troll auf, die nach der Halbzeit bei Bewusstsein / spielfähig / nicht des Feldes verwiesen waren.

Besonders aktiv zeigte sich erneut Jump’n’Runna Joe, der todesmutig über die Spieler der Wadentester hinwegsprang um an den ballführenden Hobgoblin zu kommen. Dass er mit dem Gesicht im Dreck landete störte das Jubeln auf den Rängen über die wahnwitzige Aktion nur unwesentlich.

Aus einer sicheren Abwehr heraus versuchten die Hobgoblins noch ein paar Bonuspunkte durch Passspiel abzugreifen, aber sie scheiterten kläglich. Im Gegenzug schafften es die verbliebenen Goblins nicht, an den Ball zu kommen.

Jerome Boahpeng rannte mit dem Ball bis runter an die Touchdownlinie. Dort provozierte der Hobgoblin die Fans beider Seiten immer wieder mit angedeuteten Touchdowns, die er im letzten Moment wieder abbrach, um die Uhr weiter herunterlaufen zu lassen. „Bester Nachbar“ Sprechchöre schallten von Rängen und die Mushrooms schafften es erst im 6. Drive der 2. Halbzeit genug Druck auf den Hobgoblin aufzubauen, um ihn zum Touchdown zu bringen.

Spielerische Überlegenheit

In der Zwischenzeit schaffte es Mats Brummels einen der Goblins vom Feld zu treten während Harry Bane es auch in mehreren Anläufen nicht hinbekam einen der Goblins vom Feld zu befördern. Eine Tatsache, die auf den Rängen für einigen Spott sorgte. Coach Ketzer wies in geradezu darwinistischer Weisheit darauf hin, dass die verbliebenden Goblins eindeutig die zähsten des Teams sein mussten.
Besser als Harry Bane machte es Tre Bucheta, der Troll der Mushrooms. Er ließ seine Fans nochmal jubeln, indem er Sebastien Heuler per Choke Slam so tief in den Rasen rammte, dass Coach Ketzer für einen Moment der Meinung war, dass es besser wäre den Hobgoblin in dem Krater zu belassen und selbigen einfach mit Erde aufzufüllen. Der Mannschaftsarzt Quacksalber der Wadentester versicherte dem Coach aber, dass Heuler wieder einsatzfähig sein würde. Man müsse nur alles wieder reingestopfen, zusammen tackern und etwas warten, bis die wichtigsten Dinge wieder zusammengewachsen waren. Die medizinische Abteilung ist zuversichtlich, dass das beim übernächsten Spiel der Fall sein würde.

Mats Brummels, erreichte nun Betriebstemperatur. Er nahm Rache und beförderte einen Goblin mit einem eleganten Tritt gegen den Kopf in die Krankenstation.

Mit einem 0:3 Rückstand, Unterzahl und einem letzten Drive zur Verfügung verstanden nun auch langsam die Goblins, dass das Spiel verloren war. Sie versuchten noch ein paar Schönheitspunkte durch ein Passspiel zu erschleichen, aber das wollte nun auch nicht mehr gelingen.

Nach dem Spiel wurden von angeblich unabhängigen Experten Jump’n’Runna Joe und Jonathan Bah zum MVP der jeweiligen Mannschaft gewählt – danach waren besagte Experten aber nicht mehr auffindbar.

Das sagen die Trainer

Der Trainer der Infected Mushrooms haderte vor allem mit dem Publikum. „Eine Pitch Invasion ist zwar schön anzusehen und wir danken den Fans für diese beeindruckende Choreografie, aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse erwies sich die Unentschlossenheit unserer Ordner im Stadion als Eigentor. Von da ab war es sehr schwer, mit einer derart dezimierten Truppe noch Druck aufzubauen.“
Coach Ketzer sah das naturgemäß anders. „Ich lade einige unserer Fans zum nächsten Mannschaftstraining ein. Einige der Taktiken, die bei der Pitch Invasion angewendet wurden, waren sehr beeindrucken. Besonders die Art und Weise, wie die beiden Trolle zu Boden gebracht wurden, sollten wir in unser Playbook aufnehmen. Unzufrieden ist heute nur der Priester des Khorne, für den zu wenig Blut floss und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Wenn es gegen Goblins geht erwarte ich ein paar abgerissene Schädel mehr!“

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