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Mustert die Legion (Teil 3)

Hm. Vielleicht sollte ich den Titel des Beitrags noch editieren. So wie es aussieht, bin ich von einer Legion ungefähr so weit entfernt wie die Bundesregierung von einem brauchbaren Klimaschutz.

Aber warum bekomme ich es nicht hin die Modelle wie am Fließband zu bemalen?

Doch der Reihe nach.

Im Juli letzten Jahres (!) wollte ich bei einer Challenge des örtlichen GWs mitmachen. Das Ziel: 250 Punkte pro Monat zu bemalen.

Ich habe es nicht einen einzigen Monat geschafft – und das obwohl ich es echt versucht habe. Vorgenommen hatte ich mir im ersten Monat: einen Chaos Lord mit Plasmapistole und Chainaxe, 4 Berserker mit Chainsaw / Chainaxe, einen Berserker Champion mit Powerfist / Chainsword und ein Rhino Transporter.

Geschafft habe ich… den Lord (hier Destroyer genannt. Entliehen aus Kill Team Elites), den Champion und einen weiteren Berserker.

Das hat mich ziemlich frustriert muss ich sagen und ich stürzte mich sehr dankbar auf die Ablenkung, die mir Kill Team und Bloodbowl bot.

Nun habe ich mich mal dazu gezwungen zumindest die Infanterie fertig zu bemalen.

So. Wenn ihr nur fertige Modelle sehen wolltet, könnt ihr an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wenn ihr ein wenig tiefer in den Kaninchenbau vordringen wollt, dann lest weiter über meine Theorie, warum das bei mir so langsam voran geht. Denn das sind tatsächlich Dinge, über die man sich beim Recess Shading wunderbar Gedanken machen kann.

Meine Arbeitshypothese: Es ist mein Stil, das Farbschema und das Modell.

Klar Ketzer… die Tatsache, dass du so langsam bist, ist also, zusammengefasst, die Tatsache, dass du ein Modell bemalst.

Gut, so kann man das verstehen, also muss ich etwas ins Detail.

Mein Stil

Der Stil, mit dem ich diese Modelle bemale ist der gleiche der in den Bemalvideos von Duncan, Peachy und Nick propagiert wird. Base, Shade, Layer, Highlight. Im Prinzip ist das der ‚eavy Metal Stil. An dieser Stelle nochmal deutlich: Stil! Nicht Qualität!

Und was ist der ‚eavy Metal Stil?

  • Edge Highlighting. Jede Ecke und jede Kante wird mit einem Highlight hervorgehoben. Und da wo es keine Kante gibt, wird manchmal eine eingefügt. (Mach ich z.B. auch an den Schulterpanzern. Die dünne, hellblaue Linie?)
  • Layering. Die einzelnen Farbschichten werden per Layering aufgetragen. Es findet kein bis wenig blending statt.
  • Clean. Die Einheiten sehen meistens sehr sauber aus. Starkes Weathering ist eher ungewöhnlich für diesen Stil.
  • Kein OSL (Object Source Lighting). Das Licht scheint von überall zu kommen

Der Stil ist jetzt von Haus aus schon mal nicht für seine Geschwindigkeit bekannt. Er setzt auf starke Kontraste, wie Blacklining, Recess Shading und Edge Highlighting. Das ist aufwendig und führt mich direkt zum zweiten Punkt

Mein Farbschema

Eigentlich könnte ich mich selbst schlagen. Da hab ich mir so viele Gedanken darüber gemacht, warum ich mit dem Black Legion Farbschema nicht glücklich wurde. Ich kam zum Ergebnis: es ist das schwarze Farbschema. Schwarz ist einfach sau schwer zu malen – und was mach ich? ich wende mich der nächsten Nicht-Farbe zu: weiß. Die mir die gleichen Probleme wie schwarz beschert – nur halt in heller.

Egal… was bremst mich da aus? Es ist das Recess-Shading. Bei vielen anderen Farben sorgt das Shading eher für einen Übergang von der Farbe zum Schatten und wenn man da nicht ganz so genau ist, dann ist das jetzt nicht die große Dramatik.

Auf Weiß sieht man aber diese kleinen Fehler und Unsauberkeiten und das bedeutet ich muss nacharbeiten, wenn ich irgendwo was versaut habe. Und wie gut funktioniert das mit weißer Farbe auf schwarzer? Eben.

Das Model

Die Modelle sind zum Teil alt und ich kann nicht sagen, dass sie gut gealtert sind. (Die Berserker sind irgendwas zwischen 20 und 25 Jahre alt!) Dazu kam das Gefühl bereits 100 Mal diese Modelle bemalt zu haben.

Das alles drohte mir den Spaß am Bemalen zu nehmen.

Das es anders geht fiel mir an vielen anderen Modellen auf, die ich „so nebenbei“ bemalt habe. Zum Beispiel die Death Guard Marines, die umgebauten Modelle, die Bloodbowl Modelle – und ja, sogar die Primaris Marines für Kill Team.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Shadowspear hat mir neue Chaos Space Marines beschert. Ich habe die zu Berserkern umgebaut und werde sie demnächst bemalen. Ich hoffe schwer, dass mir diese Modelle mehr Spaß machen, als die alten Berserker.

Darüber hinaus befolge ich ein paar Tipps, die ich so im Internet von professionellen Bemalern aufgeschnappt habe.

Ich werde die Zahl meiner „Projekte“ auf 2 begrenzen. Momentan habe ich zu viel Ablenkung auf meinem Tisch.

Bei dem einen oder anderen Projekt werde ich versuchen mir Herausforderungen zu setzen. Sei es mal ein kleiner Freehand, oder ein besonderer Farbverlauf… solche Sachen.

Ich hoffe, dass ich damit öfters mal etwas mit Farbe posten kann.

Bunt und in Farbe

Heute gibt es von mir nur ein kurzes Update.

Ich komme kaum zum Malen und wenn, dann ist es so warm, dass ich es nicht lange durchhalte, bevor ich zerfließe.

Trotzdem wollte ich euch ein paar Sachen zeigen.

Da wäre zum einen mein Umbau von Lord Felthius. Ich hatte den Rohling ja bereits in einem älteren Post mal vorgeführt und auch schon angekündigt, dass es etwas länger dauern wird, bis er bemalt ist. Hier mal der Rohbau – zur Erinnerung wovon ich rede:

Was den Umbau angeht: werft einen Blick in den Originalpost…

Es hat wirklich etwas länger gedauert, da ich etwas mit der Farbkombo gekämpft habe. Mal gefiel mir die Innenseite des Umhangs nicht, dann war er zu „flashy“, zu wenig „flashy“ und so weiter. Schließlich entschied ich mich von dem GW Farbschema etwas Abstand zu nehmen und dann kam das hier heraus:

Angemessen widerlich? Ich hoffe doch.

Den Knaben habe ich noch fertig gestellt, bevor die neuen Contrastfarben heraus kamen. Und auch wenn ich sicherlich keine Referenz bin, auf die man sich berufen sollte, wollte ich ein paar Worte dazu sagen.

Einige bezeichnen sie als „glorifizierte Shades“.

Ich sage dazu: Pfff… selbst wenn ich sie darauf reduziere muss ich sagen: sie funktionieren. Es sind keine klassischen Shades. Man kann sie als solche nutzen, oder man kann kreativ werden und noch ganz andere Dinge anstellen, als nur zu Shaden. Ich bin SEHR gespannt was die Community da alles erfinden wird. Ich habe schon Leute gesehen, die mit den Contrast Farben non-metallic-metal gemalt haben.

Unterm Strich finde sie eine ganz nützliche Ergänzung für die Farbpalette. Und man kann sie auch „nur“ dazu nutzen um Dinge schnell zu bemalen.

Mit den neuen Farben habe ich drei Bloodreavers angemalt. Naja gut, ein paar „klassische“ Farben kamen auch noch zum Einsatz – aber zu 90% sind das Contrast Farben. Es ging – verglichen zu meiner sonstigen Malgeschwindigkeit – rasend schnell. Ich muss mal wühlen, ob ich nicht noch sieben weitere habe, denn es sind ganz passende Kultisten, oder?

Der zweite Teil ist immer besser! – Part II

öhm… Bad Boys 2 – verdammt…

80 Tage später kommt also ER. Der große! Der Böse! Der Erfolgreiche… na gut wir wollen mal nicht übertreiben. Also Ezekyle Abaddon kommt nach Vigilus. Bei seinem stilvollem Auftritt hilft ihm sein altes Schlachtschiff der Gloriana-Klasse – die Vengeful Spirit. Merkt euch bitte dieses Detail, das ist wichtig.

Da die Vengeful Spirit im Fluff anscheinend zu so einer Art Super-Duper-Nonplusultra Schlachtschiff aufgewertet wurde schaffen es die imperialen Verteidiger nicht, die anrückende Chaosflotte aufzuhalten – achja und nebenbei wird Marneus Calgar von einem Slaanesh Dämonen ein Herz durchbohrt und die Kehle herausgerissen.

Das reicht aber selbstverständlich nicht um einen Primaris Space Marines von seinem Format zu töten und gefühlt am nächsten Tag steht er wieder als Anführer der freien Welt – Verzeihung… des Imperiums auf Vigilus da. Nur seine Stimme klingt n bissel rauer. Aber wer von uns kennt das nicht… dieses Halskratzen, nachdem man sich eine neue Kehle zulegen musste.

Die Chaoten gehen zu einer geheimen Basis, die sich in einem der auffälligsten Merkmale des ganzen Planeten „verbirgt“ (true Story!), in der ein paar gefallene Dark Angles auf einer Superwaffe sitzen (und zwar seit Jahrhunderten). Diese generiert ein schwarzes Loch zwischen Vigilus und seinem Mond.

Nebenbei werden ein paar unnütze Reneganten Space Marines auf ein geheimes Lager des Adeptus Mechanicus losgelassen und anschließend zusammen mit dem Lager selbst atomisiert und zwar von Abbaddon, bzw. der Vengeful Spirit – denn Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Marneus „Sexy-Voice“ Calgar aber ficht das alles nicht an. Er mischt ein paar Eldar auf, verbrüdert sich mit denen – in dem er ihnen beim Powwow von seinem Treffen mit den Ynnari erzählt und zieht sie auf seine Seite. Ich vermute ja, dass ihm das nur gelang, weil während dem Meeting irgendwas geraucht wurde, was sowohl Eldar als auch Space Marine glücklich machte – den Rest erledigte seine neue Schlafzimmerstimme.

Kurz danach verschwinden einige – eigentlich nicht ganz unwichtige – Verbündete von Calgar. Pikanterweise sind das alles Leute, auf die die neuen, spitzohrigen Verbündeten einen Hass hatten, aber ein Schelm wer böses dabei denkt. Und ein Ketzer wer da parallelen zwischen Marneus und Ezekyle sieht. Stichwort: Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Die Eldar bringen ihre eigene Superwaffe mit zur Party und Marneus läd Adaddon zum Kaffeeklatsch mit Watschen ein. Die beiden geben sich aufs Maul, Eze bekommt ne Faust in seine Horus-Cos-Play Fresse, einen Schlag gegen seine Terminatorrüstung und im Gegenzug tötet er fast Calgar.

Jap. Nur fast.

Denn gerade als er Calgar den Rest geben will, kommt Haarken an und petzt einen Angriff auf die Vengeful Spirit, die deswegen gleich fliehen will.

An dieser Stelle hauen wir mal kurz die Pause rein, denn ich will schnell sagen, was da passiert ist. Die Geheimwaffe der Eldar war nämlich ein Stealthschiff, und dass hat man mit imperialen (!) Vortex Raketen beladen und in das Schiffchen von Abbaddon gelenkt. Lassen wir das mal für einen Moment so stehen.

Statt nun also einfach schnell mit Drach’nyen zuzustechen oder ein paar Boltschüsse zu bemühen und damit Papa Schlumpf endültig zu erledigen, schrumpft Abbaddons angeblich überragender strategischer und taktischer Intellekt auf 4 Worte zusammen. Hier für euch ganz exklusiv und nur auf dieser Seite: Die Gedanken Abbaddons in diesem Moment:

Mit genau diesen Worten im Kopf verschwindet Abbaddon also schneller als das letzte Fläschchen Plastikkleber während einer Bastelsession, lässt dabei Calgar lebend zurück und vernichtet bei seiner Flucht auch noch versehentlich ein Drittel seiner Flotte, was dem Imperium ermöglicht Vigilus zurückzuerobern.

Highlander 2! – nein, okay, ich gebe auf.

Puh… okay, das artete etwas aus. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich mich, während ich diese Geschichte las, schwer an meine schlimmsten Befürchtungen aus meinem ALLER ERSTEN POST in diesem Blog erinnert fühlte.

Ich verstehe etwas wie Vigilus eigentlich als Versuch die Geschichte weiterzuführen. Etwas, das man zuletzt mit den Gathering Storm Büchern hinbekommen hat.
Vigilus brennt! hingegen fühlt sich so an, als wolle es gar nichts ändern.
GW hat Marneus Calgar und Abbaddon jeweils eine neue Figur spendiert, also konnte man keinen der beiden sterben lassen. Okay, das schränkt den Handlungsrahmen ein wenig ein und mir war klar, dass die Geschichte BESTENFALLS in einem Patt enden würde. Aber ich hatte zumindest die Hoffnung, dass sie es ein wenig subtiler darstellen würden.

Ein Beispiel gefällig?

Sieg Imperium (grober Entwurf):

Abbaddon treibt die Klaue des Horus durch beide Herzen von Calgar und tötet ihn. Das Duell hat Abbaddon aber so viel Aufmerksamkeit gekostet, dass die Ultramarines ihn einkreisen konnten – er flieht um nicht getötet zu werden und muss kurz darauf auch aus dem System fliehen, weil Guilliman mit Verstärkung anrückt.
Guilliman hat Cawl dabei, der den Leichnam von Calgar birgt und ihn mit irgendwelchem Tech-Hokuspokus wiederbelebt.

Sieg Chaos:

Abbaddon schaut mit einem grausamen lachen auf den zerschmetterten Körper seines Feindes. Ein feines Lächeln umspielt seine Lippen. „Gut gespielt, Marneus, gut gespielt. Aber es spielt keine Rolle. Denn das hier wird dein heiliges Terra auch nicht retten.“
Der selbst ernannte Warmaster des Chaos trat lachend von seinem geschlagenen Gegner zurück und verschwand in einem Lichtblitz.
Viele Lichtjahre entfernt begab sich der Planetenkiller über Sangua Terra in Schussposition.

So. Bumm. Sache erledigt.

Tatsächlich wird die Sache mit dem Planetenkiller über Sangua Terra angedeutet. Aber eben nur das – eine Andeutung. Keine endgültige Sache. Gut, man kann jetzt sagen, dass meine Zeilen es auch nur andeuten. Aber es ist definitiv mehr als „Die Astrophaten haben Albträume von einem Schiff dass sich Sangua Terra nähert und das der Planetenkiller sein könnte“ – Gähn!

Der Unterschied besteht außerdem darin, dass in meiner Variante Abbaddon als Sieger darsteht, da ihm die Eroberung Vigilus völlig egal war. Vigilus war nur dazu da um Kräfte zu binden und sein wahres Angriffsziel zu verschleiern. Das würde doch irgendwie mehr nach einem genialen strategischen Schachzug klingen als das was GW da hingebuttert hat.

So wie die Geschichte geschrieben steht, liest sich das einfach nur als hätten wir es hier mit einem typischen Dienstag im Leben von Failbaddon dem Armlosen zu tun.

Man versagt trotz:

  • einer Superwaffe, die ein schwarzes Loch generiert (und allein über diesen Punkt könnte ich noch einen ganzen Artikel schreiben, denn das war so komplett Hanebüchen umgesetzt)
  • einem schier unaufhaltbaren Schlachtschiff aus einer Zeit wo alles besser und aus Holz war.
  • einer verdammten Flotte im Orbit die einfach alles in Schutt und Asche bombardieren könnte.
  • numerischer Überlegenheit.
  • Verteidigern, die von allen Seiten belagert und erschöpft waren.

Das soll also der große Warmaster des Chaos sein? Horus Erbe? Der große, böse Junge vor dem alle Angst haben? Lächerlich!

Nein, GW. Da habt ihr nur diesen Versager wieder auferstehen lassen, der 13 Anläufe gebraucht hat um einen einzigen Planeten zu erobern – trotz der Macht der Verräterlegionen, Sterblichen und Dämonen im Hintergrund – und es am Ende immer noch nicht geschafft hat, weil ihm schließlich nichts besseres einfiel, als mit kaputten Spielzeug um sich zu werfen und alles kaputt zu machen, weil er seinen Willen nicht haben konnte.

Der zweite Teil ist immer besser! – Part I

siehe Terminator 2 …

Hä? Was hat das mit diesem Blog zu tun? Und überhaupt… was war in deinem Kaffee, Ketzer? – Milch und Zucker hoffe ich und ich beziehe mich mit diesem Titel auf das Update des Codex Chaos Space Marines und später noch auf Vigilus brennt!. Dem zweiten Teil der Vigilus Bücher.

Ich musste diesen Post auf 2 Teile aufspalten – zum einen weil es thematisch passt wie Energiefaust auf Auge und zum anderen muss ich gestehen, dass das ganze ein bisschen lang wurde.

Außerdem muss ich euch noch ein Bild von meinem Alpha Legionär nachreichen – dieses mal ganz ohne Photoshop (außer zum Zurechtschneiden)

Ich habe leider keine passenden Decals gefunden und nach einigen Trockenübungen habe ich mich zu einem Freehand entschieden. Ist jetzt sicher nicht mega spektakulär, aber ich finde es ist gut geworden.

Back to topic.

Für den Fall dass ihr die letzten Tage/Woche unter nem Stein verbracht habt: GW hat den Codex neu rausgebracht und ein paar Änderungen vorgenommen.

Und Änderungen sind doch immer was tolles.

Mit diesem neuen Schinken hat man endlich alle Punktkosten wieder übersichtlich in einem Buch und auch die Powerlevel einiger Einheiten wurden angepasst – falls ihr damit spielt.

Die coolste Neuerung in meinen Augen ist eigentlich etwas, was sowas von überfällig war – Chaos Space Marines haben endlich ihre Thunderhammer aus der Prä-Heresy Ära gefunden. (Ich hatte mich ja schon mal gefragt, was mit den Dingern passiert ist.)

Ich kann Chaoslords in Power Armour (keine Terminatoren) endlich mit diesen Waffen ausstatten – und nicht nur die. Theoretisch könnte man ganze Einheiten an Chosen mit Thunderhammers ausstatten – für die Hammer-Fetischisten ein absoluter Traum. Und alle anderen bekommen mit der Waffe Zugang zu einem Item, das quasi eine E-Faust mit einem fixem Schadenswert von 3 ist. Muss ich noch ein Bild zeichnen?

Bleiben wir bei der Ausrüstung und schauen wir mal staunend auf die Rotorcannon Reaper Chaincannon – eine Art Heavy Bolter auf Steroiden. Kürzere Reichweite aber mehr als 2,5 mal so viel Schuss! (2,6666… mal so viel um genau zu sein) Kostet zwar auch doppelt so viel wie der Heavy Bolter aber dafür bietet das Ding fast genug Dakka für einen Ork.

… oder Alien 2 …

(okay, der heißt eigentlich Aliens ohne die 2 aber mit dem s für den Plural)

Es gibt aber nicht nur neues Bling-Bling für uns Chaoten. Es gibt sogar neue Jungs, die das neue Bling-Bling aufs Schlachtfeld tragen können.

Als erstes sei hier mal der neue Lord-Discordant genannt. Das ist die Anwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen Warpsmith die Medikamente gebe, die sich sich der durchschnittliche Tour-de-France Fahrer reinpfeift, ihn dann auf eine unheilige Mischung aus dämonischem Reittier und Läufer setze.

Das Modell hat bei einigen Betrachtern wohl für einen Evilgasm gesorgt und diese Leute stellen interessante Dinge an um dieses Modell irgendwie in ihre Armee zu quetschen, denn nüchtern betrachtet finde ich den Kollegen recht speziell.

Dazu gibt es einen Master of Executions – eine HQ Auswahl, bei der der Name Programm ist. Das Modell ist… Geschmacksache, aber die Regeln sind nicht zu verachten. Eine absolute Maschine, wenn man gegen Armeen mit vielen Charaktermodellen spielt und sich an das ABC der World Eater hält. (Always Be Charging)

… oder Zurück in die Zukunft 2 …

Die größten Änderungen der altbekannten Einheiten haben wahrscheinlich die Havocs durchgemacht. Sie haben nun eine Toughness von 5 und gelten immer als stationär, wenn sie ihre schweren Waffen abfeuern. Und der Champion trägt nun von Haus aus eine Spezialwaffe. Eine Einheit besteht immer nur aus 5 Mann – man kann keine zusätzlichen „Ablativlebenspunkte“ in From von zusätzlichen Havocs dazu kaufen, denen man Bolter und Nahkampfwaffe mitgibt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die neuen Regeln für die Havocs echt gefallen. 4 von denen mit Heavy Bolter und nem Champ mit Flamer ist echt eine Option. Wenn man ein paar Punkte über hat und mehr ballern will, dann gibt man denen 4 Reaper Chaincannons mit denen sie eine Bedrohungsweite von satten 30″ haben. Blobs? Welche Blobs?

Dazu kommen die Einheiten aus Shadowspear – also der Master of Possession, die Greater Possessed, sowie der Venomcrawler.

… oder Der Pate 2 …

und dann gibt es da ja noch Vigilus brennt!. Das Buch ist der 2. Teil (und passt daher wunderbar zum Artikel) zu dem Buch Vigilus kämpft und beschreibt die Invasion Abbaddons.

In dem Buch gibt es einige hübsche Regeln, Artefarkte und Strategems, die vor allem Spieler der Black Legion ansprechen dürften. Zusätzlich gibt es diese Dinge auch noch für die bekannteren/beliebteren Renegate Chapters. Red Corsairs seien hier besonders genannt.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu all dem gibt es noch Regeln für Special Detachments. Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber mir persönlich gefallen die Regeln für den Host Raptorial wirklich hervorragend, da sie die Raptoren, die bisher eher ein Nischendasein fristeten zu einer interessanten Option machen.

… oder Mad Max 2 …

Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall ist es (passend zum Schatten) der Dark Apostel. Dem haben sie dunkle (ha!) Gebete verpasst. (Hey, hab ich nicht schon mal über sowas geschrieben?)

Das klingt zwar irgendwie cool, ist aber ein mehr oder weniger versteckter Nerf. Zwar hat er immer noch ein Gebet, dass den gleichen Effekt hat wie seine Aura, nur kostet er jetzt deutlich mehr und es gelingt nur auf die 3+ also nur noch in 2/3 aller Fälle. Oder um es noch deutlicher zu machen: die alte Aura, die er füher dauerhaft hatte, zündet jetzt nur noch mit 66% Wahrscheinlichkeit. Es gibt die Möglichkeit dem Apostel für ein paar Punkte mehr 2 Ministranten zu spendiert. Die steigern die Effektivität immerhin auf eine 2+ / 1/6 / 83% Wahrscheinlickeit, aber so wie ich das verstehe, muss ich dann noch 2 zusätzliche Plätze im Rhino frei halten. Wobei man noch dazu sagen muss, dass er innerhalb eines Transporters keine Gebete wirken kann. Das schränkt seine Brauchbarkeit für mich irgendwie ein.

… oder Matrix 2 – hm. nein, moment, da stimmt was nicht …

Keine Fortsetzung, ohne Verwirrung! Hierfür sind die Obliterators zuständig.
Das ganze fing an im Index Chaos, wo die Jungs 65 Punkte kosteten und ziemlich… durchschnittlich waren.
Dann wurden sie besser und billiger. In Shadowspear bekam man Obliterators präsentiert, die wohl immer fleißig ihr Gemüse gegessen hatten aber 115 Punkte kosten (für einen von denen!)
Codex Chaos Space Marines II bringt das ganze jetzt zusammen – buchstäblich. Die aufgepumpten Obliterators aus Shadowspear zum Preis der alten Jungs… das April FAQ hat das korrigiert und wieder auf 115 Punkte gesetzt.

Und jetzt komme ich nochmal zurück zu Vigilus brennt!.

Es ist – ja…, also es ist – wie soll ich sagen?

In meinen Augen ist es ein Paradebeispiel dafür, dass GW es nicht schafft, seinen Fluff anständig fortzuführen! Es ist sogar so schlimm, dass ich sagen muss, dieses Buch hat mich genervt!

Der Bereich mit den Regeln ist ja schön und gut, aber so einen mutlosen Fluff wie die Invasion der Black Legion hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich fasse es mal so zusammen wie ich es verstanden habe:

An dieser Stelle eine dicke Spoilerwarnung!

Da ist ein Planet, der von Orks überfallen wird. Das wiederum löst einen Aufstand durch Genestealers aus und das wiederum ruft die Space Wolfs auf den Plan, die Eldar mischen sich ein, woraufhin die Ultramarines ein Wörtchen mitreden. Roboute Guilliman stampft wie ein trotziges Kind auf und sagt: Vigilus darf nicht fallen. Daraufhin lässt sich Marneus Calgar zum Primaris aufwerten und schwingt sich zum Oberbefehlshaber der wilden Schulhofschlägerei auf. Dann bemerkt man, dass sich zusätzlich zu dem ganzen Tohuwabohu auch noch ein paar Chaos Space Marines auf dem Planeten eingerichtet haben. Und deren Obermotz macht ernst und sagt: in 80 Tagen kommt Papa Abaddon und der sackt den Planeten ein!

Soweit Teil 1.

Alpha Legion und Beta Blödsinn

Wow. Der erste Blogbeitrag in diesem Jahr und gleich 2 Themen über die ich mich genötigt sehe zu schreiben. Ich fange mal mit dem Negativen an, um mit dem Positiven abschließen zu können. So gebe ich dem geneigten Leser auch ein gutes Gefühl zum Abschluss.

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber GW hat ein paar Beta Regeln für Warhammer 40k rausgebracht – das ist nicht das erste Mal, aber dieses Mal kann ich nicht anders und muss mir an den Kopf greifen.

Für alle, die nicht wissen wovon ich rede:

Bolter-Beta

Das sind die aktuellen Beta Regeln für Bolter und je länger ich darüber nachdenke, desto unverständlicher werden sie für mich.

Ich höre euch sagen: „Also gut, Ketzerlein, nimm dir einen Kaffee und erzähle dem Inquisitor was dich plagt“? Gerne doch, den Kaffee bitte mit Milch und Zucker.

Ich spiele Chaos Space Marines (World Eaters um genau zu sein, falls ihr es noch nicht wusstet) also rede ich auch nur darüber. Mag sein, dass für die Anhänger des falschen Imperators und für andere Legionen andere Maßstäbe gelten, bzw. es da andere Schmerzen mit den Regeln gibt, aber darüber sollen sich bitte andere auslassen. Zunächsteinmal frage mich ernsthaft, was GW mit dieser Regel erreichen will. Im White Dwarf schrieben sie zu dem Thema, dass sie damit Einheiten stärken wollen, die sonst nicht so sehr berücksichtigt werden.

Über welche Einheiten reden wir hier also?

Chaos Space Marines

Als erstes kommen mir da die völlig gewöhnlichen Chaos Space Marines in den Sinn. Für alle, die sich fragen, wen ich meine: das ist die andere Standardauswahl im Codex Chaos Space Marines. Nein, nicht die Cultisten – die anderen! Doch doch, da gibt es noch einen weiteren Eintrag, schaut nochmal nach.

Was im Namen von Khornes Magengeschwür sollen die Standard Chaos Space Marines mit dieser Regel anfangen? Sie können 2 mal schießen – toll. Auch außerhalb der halben Reichweite – noch toller. Wenn sie stehen bleiben – äh… wa? Und das ganze für 65 Punkte (für 5 Marines mit 5 Lebenspunkten und 5 Modellen), während ich für 50 Punkte 10 Cultists (mit 10 Lebenspunkten und 10 Modellen) bekomme, die genauso viele Schüsse auf lange Reichweite raushauen können – und doppelt so viele auf kurze Reichweite. (Okay, nur mit Stärke 3 und nur auf die 4+, aber das macht den Kohl auch nicht mehr Fett). Ich bin nicht beeindruckt.

Was sind denn Space Marines – egal ob loyal oder chaotisch? Schocktruppen!
Die krachen mit Drop Pods direkt in die Gulaschkanone der gegnerischen Armee, stürmen vorwärts (d.h. sie bewegen sich!) und verpassen dem Gegner mehrere neue Körperöffnungen.
Und GW liefert mir eine Regel, die mir nur dann hilft, wenn ich alles statisch lasse???

Egal. Ich hab Khorne Berserker. Die sind auch Standardauswahlen für meine World Eaters.

Chosen

In einem Forum las ich von einem der meinte: „Aber Chosen könnten davon profitieren. Geben wir ihnen Combibolter und Chainaxes und freuen uns über bessere Khorne Berserker.“

Ich hätte da ein Rhino voller Berserker, die da ein paar Worte dazu zu schlagen zu sagen hätten.

Sie führen an, dass sie:

  • nicht zu Fuß gehen
  • selbst wenn sie zu Fuß gehen würden, (weil man ihnen ihr Rhino weggesprengt hat) niemals stationär bleiben würden um zu ballern
  • Bolter für Pussys und Slaaneshanbeter sind
  • genausoviele Punkte kosten, wie ein Chosen mit Combibolter und Kettenaxt
  • zwei mal pro Runde kämpfen können
  • RAAAAAAAAAAAAH! Blut für den Blutgott!

*hust* Also weiter im Text.

Terminatoren

Ja, die Jungs profitieren tatsächlich. Warum? Weil sie immer als stationär gelten, wenn sie ihre Bolter abfeuern. Das macht einen Unterschied – wenn man sie denn tatsächlich übers Schlachtfeld spazieren lässt.

Was macht man aber mit Terminatoren? Man stopft sie in einen Land Raider oder man teleportiert sie als Schocktruppe mitten in die Gegner rein. Egal wie, sie werden wohl eher auf kurze Distanz losballern und da bringt ihnen diese blöde Regel – richtig – gar nix.

Die Reaper Autocannon, die ich zwar optisch ganz cool finde, aber sonst eher „Meh!“ ist, wird damit übrigens noch weiter entwertet. Der Combi-Bolter haut nun schließlich die gleiche Anzahl an Schuss raus. (Mit weniger Stärke und weniger Durchschlag, aber dem gleichen Schaden. Für 10 Punkte weniger.)

Dreadn… Helbrutes

Jup, man kann denen Combibolter geben. Sogar 2, wenn man auf 2 Nahkampfwaffen setzt.
Jup, sie gelten immer als Stationär.
Jup, es ist kompletter Schwachsinn.
Entweder will ich mit den Boxen-auf-Stelzen nämlich schnell in den Nahkampf (und sprinte daher statt zu schießen) oder ich habe sowieso überzeugendere Geschütze ans Chassis geschweißt als das Erbsengewehr. Ein Bolterschuss oder zwei von nem Helbrute… ich glaube nicht, dass das kriegsentscheidend ist.

Seuchenmarines

Joa, das sind doch die Jungs, die sowieso auf kurze Reichweite am effektivsten sind, oder? Nuff said.

Noise Marines

Wenn ihr die mit Boltern aufstellt, habt ihr möglichweise den Eintrag für Sonic Blaster und Blastmaster übersehen?

Rubric Marines

Woah! Now you are talking.

Die finden die Regel toll. Aber wieso? Weil ihre Bolter von Haus aus besser sind. -2 auf Rüstung? Autsch! Noch heftiger als die Staubteufel des Tzeentch sind nun übrigens die Scarab Cult Terminators. Und da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht, was man hier noch an Buffs durch Psi- und Strategem-Schweinereien draufsetzen kann. Nur wie bei allen anderen Kulteinheiten gilt: Was hab ich als World Eater Spieler davon? Nüscht!

Bikes

Gleiches Problem wie bei Terminatoren. Man gibt denen ja in der Regel Spezialwaffen wie Melter, Flamer, Plasmawerfer und will möglichst nah ran. Vielleicht profitieren sie eine Runde davon, aber das wars dann auch schon.

Havocs

Sie bleiben meistens stationär, aber wieviele Bolter oder Kombibolter habt ihr in den Trupps?

Fahrzeuge

Land Raider, Vindicator, Predator… ja is ja alles nett. 2 Schuss mehr für 2 Punkte pro Modell. Kann man machen, wenn man die Punkte über hat.

Am nettesten finde ich noch die Rhinos mit zusätzlichem Kombibolter und Havok Raketenwerfer. Das ist etwa die gleiche Feuerkraft die ein 5 Mann Chaos Space Marine Trupp mit schwerem Bolter aufbringen kann – für lächerliche 80 Punkte (bei Toughness 7 und 10 Lebenspunkten – von der Transportfähigkeit ganz zu schweigen)

Alles in allem also:

Sorry, das ist mir einfach zu wenig. Momentan ist ein Teil der Community vielleicht gerade etwas in Euphorie verfallen und kommt mit ungewöhnlichen Ideen ums Eck, z.B. 10 Biker nur mit Kombiboltern und Mal des Slaanesh, damit mal 2x schießen kann. Das hat schon vorher funktioniert, nur dass man halt n bissel näher ran gefahren ist. Faktisch hat das „damals“ wohl schon kaum jemand gemacht. Der Feld-, Wald- und Wiesenbolter ist dank einem Rüstungswurfmodifikator von 0 einfach zu schwach – daran ändert auch nichts, dass er auf lange Reichweite nun genausooft schießen kann wie auf kurze Distanz. Deswegen lässt wohl kaum jemand zugunsten der Chaos Space Marines die Cultists im Schrank.

Mein Urteil in einem Wort: Unterwältigend.

GW wollte eine Antwort von den Spielern. Ich habe das Angebot angenommen und denen was dazu geschrieben. Sie wollten es so.

So, kommen wir zu erfreulicheren Dingen.

Ich habe mal wieder ein Modell bemalt*: Mein erstes Mitglied für das Kill Team Alpharius.

Ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, in welchen Farben ich die Alpha Legion bemalen soll. Das metallisch blaue Farbschema, das Forgeworld zum Teil verwendet bekommt man ohne Airbrush und Tints kaum hin. Außerdem sieht das Schema zwar cool aus, aber für ein Einsatzteam, das hinter feindlichen Linien operiert, war mir das zu auffällig.

Das Blau mit den grünen Rändern, das unter anderem im Codex verwendet wurde war mir zu… plump? unpassend? Ich weiß nicht was das richtige Wort ist, es gefällt mir einfach nicht. Der Kantenakzent ist zu hart und überhaupt.

Nach einigem rumprobieren kam ich schließlich zu diesem Schema hier:

Ich muss unbedingt mal schauen, ob ich nicht noch irgendwelche Abziehbilder für die Schulterpanzer habe – die sehen noch etwas plump aus. Und ich traue mir nicht zu, das Legionszeichen per Freehand draufzuklatschen.

Das Bild muss sowieso nochmal gemacht werden. Ich habe beim Zuschneiden der Bilder festgestellt, dass ich noch eine Orientierungslinie auf dem Brustpanzer hatte, die nicht übermalt wurde. Ich habe es mittlerweile zwar nachgeholt, für den Blog war ich aber mal so frei und habe mit einem Bildbearbeitungstool die Linie entfernt.

Ihr werdet den Anblick also nochmal ertragen müssen.

*Naja gut, es waren mehr als dieses eine. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

Kill Team - Alpharius Complete

Kill Team – Alpharius

Seit ich den Roman „Legion“ von Dan Abnett gelesen hatte, konnte ich ein gewisses Bedürfnis ein Alpha Legion Team aufzustellen nicht leugnen. Aber keine ganze Armee. Zum einen scheint das zur Zeit sowieso jeder zu machen – oder habt ihr in letzter Zeit keine infiltrierende Alpha Legion Berserker und/oder Kultisten gesehen? (Das ist eine Fangfrage, denn natürlich habt ihr das nicht… Es gibt keine ja auch keine solche Legion! – die freundliche Inquisition ]I[ ) Und zum anderen hänge ich noch an meinen World Eaters.

Dann kam (schon wieder) das Regelwerk für „Kill Team“ raus. Im Gegensatz zum alten „Kill Team“ (über das ich hier geschrieben habe) hat sich bei der neuen Version n bissel was geändert. Unter anderem hat man nun die Möglichkeit aus seinen Standardauswahlen das Team zusammenzustellen.

Für Chaoten bedeutet das mal wieder: Standard Chaos Space Marines (keine Kulteinheiten, sofern du nicht Death Guard oder Thousand Sons spielst) und Kultisten. Über das Kanonenfutter die sterblichen Diener des Chaos habe ich ja schon mehrfach mit den Augen gerollt – ich versuche aber mal etwas Fluffiges zusammenzustellen.

Die Theorie

Angeführt wird das Kill Team – selbstverständlich – von einem Chaos Space Marine Champion. Nennen wir ihn… Alpharius. (Natürlich, wie auch sonst)

Die Spezialisten sollten ebenfalls Chaos Space Marines sein – die Vorstellung, dass ein Feld-, Wald- und Wiesenkultist in einem Bereich spezialisierter ist als ein Space Marine ist einfach … falsch.

Also nehmen wir 3 weitere Chaos Space Marines und überlegen uns, was könnten das für Figuren sein. Denken wir also Hollywood.

Übersetzt in Modelle bedeutet das, …

Wenn ich schon nur so ne kleine Truppe zusammen stelle, dann will ich da auch n bissel was Besonderes haben. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich seit einiger Zeit die Primaris Modelle, die die Loyalisten aufs Feld stellen können, bewundere.

Dafür gibt es 2 Gründe:

  1. die Größe der Figuren, die den „True Scale“ Marines recht nahe kommt. Wenn ich diese für das Kill Team verwenden würde, würden sie diese jämmerlichen Kustisten deutlich überragen.
  2. die schlichte Eleganz der Modelle. Kein Schnickschnack – aber auch nicht völlig schmucklos mit Anlehnung an das MK IV Rüstungsdesign.

Ich bekam über ein bekanntes Onlineauktionshaus meine Finger an ein paar Figuren und zückte das Bastelmesser.

Ich habe versucht die „andere Loyalität“ der Space Marines hervorzuheben. Das ging bei diesen Modellen ganz einfach: Adler an Brust und ggf. noch am Bolter entfernen und fertig. Schwieriger wurde es, sie ein bisschen in die Chaos Ecke zu rücken und dabei nur auf die Dinge zurückzugreifen, die meine Bits-Box hergab, denn in der Fantasie hätte man noch mehr machen können.

Das Ergebnis

Nachdem ich bei einem Anführer jetzt nicht sooooo viel Auswahl habe, beschloss ich nur, ihn nicht mit Nahkampfwaffen auszustatten. Ein Bolter mit Zielfernrohr war doch schon ein guter Anfang. Für das Chaos Feeling bekam er einen Anhänger an den Schulterpanzer und ein Backpack aus dem Chaos Space Marine Gussrahmen. Sah aber noch nicht beeindruckend genug aus. Also machte ich den Bolter ein wenig „barbarischer“. Ein Gurtmagazin und ein Bajonett später war ich zufrieden.

Als nächstes wollte ich einen Scharfschützen, denn ein hinterhältiger Sniper ist doch perfekt für eine Legion wie die 20. Zuerst wollte ich ihm eine schwere Waffe geben, entschied mich dann aber doch für den Plasmawerfer. Für das Chaos Feeling montierte ich 2 Schädel mit Ketten an das Rückenmodul.

Den schweren Bolter gab ich stattdessen einem Sprengstoffexperten. Mir gefiel die Idee, dass der Kerl mit der schweren Waffe auch einen Hang dazu hat, Dinge in die Luft zu jagen. Für das Chaos-Bling sorgt der Lendenschurz eines Chaos Terminator Generals. Das Dakka wird präsentiert durch einen schweren Bolter aus der Betrayl at Calth Box. Genau wie die Granate.

Einer fehlt noch…

Und als letztes… hm. Ein Veteran? Oder doch die offensichtliche Kombo „schwerer Bolter/Experte für schwere Waffen“? Dafür einen Sprengstoff-Heini mit Bolter?

Nein, nein, nein. Denkt größer! Ich will einen Chaos Space Marine, der in den Jahrtausenden des langen Krieges irgendwann mal eine falsche Entscheidung getroffen hatte (okay, eine mehr als die anderen) und vollständig dem Wahnsinn anheimgefallen ist. Ich will den durchgeknallten Schlächter, der nur im Team geduldet wird, weil er gut in dem ist, was er tut (und sich niemand traut ihm zu sagen, dass er raus ist).

Auftritt des Zeloten. Ein Chaos Space Marine mit Boltpistole/Kettenschwert und – weil ich’s kann – mit Mal des Khorne. Damit ist er der einzige der 4, der einem Gott geweiht ist. Der Rest rennt ohne Mal durch die Gegend – es ist schließlich die Alpha Legion. Die wissen wahrscheinlich nicht mal mehr selbst auf welcher Seite sie eigentlich stehen.

Ja, er ist wahnsinnig. Ja, er ist Khorne verfallen. Aber er ist immer noch Mitglied der Alpha Legion und Teil eines Teams das hinter den feindlichen Linien operiert. Also konnte ich es nicht übertreiben, mit Bunny-Ear-Helmen, Stacheln und mehr Schädel als manche Leute Haare auf dem Kopf haben. Ich denke den Spagat habe ich hinbekommen.

Das sollte der Kern meines Killteams sein. Eine kleine Einheit weit hinter den feindlichen Linien, mit dem Auftrag Chaos und Terror zu verbreiten.

Die menschlichen Opferga … Die Kultisten.

Die Alpha Legion, so wie sie in dem Roman dargestellt wurde, greift sehr intensiv auf „akquirierte“ Verbündete zurück. Dafür nehme ich die Kultisten.

Für diese dachte ich mir: Endlich eine Gelegenheit die hübschen Forge World Renegades zu verbauen. Falsch gedacht. Die Oberkörper passten hinten und vorne nicht mit den Armen der Cadianern zusammen – obwohl sie das tun sollten. Ich habe 10 dieser Modelle durchprobiert und nur 2 gefunden, bei denen die Arme halbwegs passten. Schon wieder Pech mit Forgeworld… Einigermaßen frustriert stattete ich noch 2 mit Nahkampfwaffen aus, plünderte bei den Kultisten aus der Dark Vengance Box und den Rest baute ich aus den Genestealer Kult Killteam aus der Box zusammen.

Herausgekommen ist ein „bunter Haufen“ von zusammengewürfelten Rüstungsdesigns, der zur Anwerbungsmethodik der Alpha Legion passt: Wenn du was kannst, dann nehmen wir dich in unsere Reihen auf. Egal, wo du vorher warst.

Ich hätte gern 2 oder sogar 3 Kultisten Champions in das Team aufgenommen um zu zeigen, dass die Truppen aus zwei verschiedenen Kulten zusammen gezogen wurde. Leider lassen das die Standardregeln nicht zu. Also nahm ich einen Champion und 2 weitere normale Kultisten, gab ihnen Nahkampfwaffen und Mal des Khorne. Das sollten die fanatischsten Jünger des Kultes sein.

Ich hatte noch 4 weitere „Normalos“ und die Option 2 weitere Gunner anzuheuern. Die „Normalos“ rüstete ich auch genau so aus: Autogun und fertig. Die beiden Gunner hingegen, gehen mit einem Heavy Stubber und einen Flammenwerfer aus dem Haus.

Tatsächlich bin ich noch am überlegen, ob ich nicht komplett auf die Genestealercult Modelle gehen soll. Die machen schon was her. Andererseits mag ich den zusammengewürfelten Look.

Hier nochmal das komplette Team in all seiner noch-nicht-bemalten Pracht. Über das bemalen jammere ich dann ein anderes Mal.

wie von Forgeworld – nur anders

Moin zusammen, der Ketzer schreibt mal wieder (was jetzt nicht SO überraschend sein dürfte auf dieser Seite.)

Ich hatte ja bereits angedeutet, dass ich mich mit einem Forgeworld Modell beschäftigt habe. Es war ein Modell, das schon sehr lange meinen Shelf-of-Shame zierte: Lord Zhufor the Impaler – meiner bescheidenen Meinung nach das beste Modell, das bisher für die World Eaters raus kam. (Ja, besser als Angron oder Khârn the Bloody)

Man könnte sich nun fragen: hey, wenn du so auf dieses Modell abfährst, warum schmückte es dann nur deinen Maltisch?

Dazu kann ich nur sagen: Ha… wenn es wenigstens die ganze Zeit meinen Maltisch geschmückt hätte. Die Wahrheit war viel finsterer: Ich habe das Ding in einen Karton gepackt wo ich es nicht mehr sehen musste.

Klingt paradox? Ist es vielleicht auch, aber lasst mich erklären:
Das Modell war nicht mein erstes Forgeworld Model. Das war ein Cybot (Ja, die hießen damals noch Cybot und ich nenne sie auch nachwievor so!) Ich wusste also was mich mit Resin erwartet, trotzdem hat mich der Klumpen echt fertig gemacht.

Zum einen war er nicht sonderlich sauber gegossen. Am hinteren Bein und an den Füßen waren z.B. dermaßen viel Gussreste, dass ich Probleme hatte zu unterscheiden, wo das Modell aufhörte und wo der Gussrest anfing. Aber das war nur ein Teil dessen was es mir echt schwer machte an dem Modell zu arbeiten. Die erste Farbschicht, die ich über die schwarze Grundierung auftrug, war rot – weil Berserker ja rot sind… und das Originalbild ja auch. Wer bin ich, dass ich das anders malen könnte? Und soll ich euch was sagen? Es sah sch… lecht aus. Der Detailreichtum des Modells schüchterte mich mit meinen bescheidenen Malkünsten zusätzlich ein – und so landete es erstmal in einer dunklen Box.

Mit der 8. Edition bekam der gute (ha!) Lord Zhufor neue Regeln. Regeln die mir echt gut gefielen und so zog ich das Modell nochmal aus der Vergessenheit heraus und nahm mir ganz fest vor, das Thema zu einem guten Ende zu bringen.

Entfärben (funktioniert hervorragend mit handelsüblichem Sterillium) und neu Grundieren war nicht der Aufwand. Schwierig wurde es danach – das Entfernen der restlichen Gußgrate war etwas für Fortgeschrittene. Zum Teil musste ich auch wieder mit Green Stuff ausbessern, weil ich in der Vergangenheit beim Entfernen wohl übereifrig war.
Und danach das Malen. Von unten nach oben. Erst das eine Bein, dann das andere und so weiter…

Das Ergebnis? Ich bin sehr zufrieden, aber seht selbst.

Ich habe es gewagt das Modell in einer anderen Farbe als „Berseker Rot“ zu bemalen. Bei dem Base hab ich ein wenig experimentiert. Ich wollte einen härteren Kontrast zu dem hellen weiß und gold/bronze Ton, der das Modell dominiert. Also versuchte ich mich an einem Marmoreffekt, den ich abschließend mit einem glänzenden Finish versiegelte. Ich hoffe, dass so der Eindruck entsteht, dass das Modell auf den Überresten eines zerstörten Marmorblocks steht. Vielleicht war das mal ein imperiales Heiligtum?

Wenn ihr genau hinseht, bemerkt ihr vielleicht, dass ich ein paar Sachen weggelassen habe. So fehlt zum einen ein Paar Ketten mit Schädel an der Faust und zum anderen das Trophäengestänge mit den Überresten des Kommisars.

Die Ketten und Schädel ließ ich weg, da ich sie nicht mehr hatte. Vielleicht irgendwo in den Niederungen meiner Bitzbox… aber ehrlich gesagt vermisse ich dieses Detail nicht.
Die Trophäe mit dem Kommissar hingegen ließ ich bewusst weg.
Warum?

Ein Wort: Verhältnismäßigkeit.

Auch wenn ich einsehe, dass es einen genetisch aufgepeppelten Supersoldaten in einer taktischen Cybotrüstung, wahrscheinlich nicht wirklich juckt, ob er ein paar Kilo mehr oder weniger durch die Gegend schleppt, so finde es doch sehr unwürdig für einen Champion des Khorne sich mit den Überresten eines normalen Menschen zu schmücken. Kommissar hin oder her – das ist doch kein würdiger Gegner mit dem man sich brüsten kann. Das ist ein Sterblicher – kein Space Marine Chapter Master oder sowas.

Da verwende ich das Teil doch lieber dazu um mal einen Missionsmarker zu basteln.

Zwar büßt die Figur damit etwas an Höhe ein, aber dafür hab ich sie ja auch auf etwas gestellt.

Was kommt jetzt als nächstes? Nun, ich beteilige mich an einer Challenge meines örtlichen GW Ladens: 250 Punkte pro Monat bis zu einer 1000 Punkte Armee.

Ich fand die Idee ganz witzig. Mal sehen, ob ich durchhalte. Chaos Space Marines sind zum Glück punktetechnisch nicht grad billig – es sollte sich also in Grenzen halten, was den Malaufwand angeht und nun kann ich endlich ein paar Sachen bemalen, die ich schon länger bemalen wollte. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten.

Quick and Dirty – aber vor allem: Dirty!

So, und wer jetzt an einen Song von Christina Aguilera aus dem Jahre 2002 denkt: Browser schließen und sich selbst mit einem Netzwerkkabel geißeln, bis der Ohrwurm weg ist.

Die Inquisition dankt für Ihre freundliche Mithilfe.

Hier geht es um die wichtigen Dinge im Leben: hartes, fummeliges Bemalen von kleinen Figuren, nicht um halbnackte Frauen, die zu hirnzermarternder Musik tanzen, verdammt nochmal.

Nachdem das geklärt ist, kommen wir nochmal zurück zur Überschrift. Nachdem ich ein Forgeworld Modell bemalt hatte, was schon seit Jahren auf seine Fertigstellung wartete (dazu komme ich aber erst im nächsten Blogeintrag) hatte ich das dringende Bedürfnis wirklich was anderes zu machen. Wie schon erwähnt hatte ich mir ein paar Easy-2-Build Modelle der Death Guard zugelegt. (daher Dirty – falls ihr es immer noch nicht gerafft habt!)

Als erstes widmete ich mich den 3 Seuchenmarines – und war ziemlich überrascht.

Games Workshop sollte diese Kits nicht einfach nur „Easy-2-Build“ nennen, sondern vielleicht sogar „Easy-2-Paint“. Ich weiß nicht wie es anderen ergeht, die sich diesen Modellen annehmen und vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade noch ein detailverliebtes Forgeworld Modell in den Malfingern hatte, aber diese Modelle waren wirklich vergleichsweise einfach zu bemalen.

Ja, da musste ich doch tatsächlich bei Standardtruppen ein Bild von der Rückseite schießen. Das liegt zwar auch an der MK III Rüstung, die diese Jungs ins Feld tragen, aber eben nicht nur. Denn man muss zugeben: Easy-2-Build heißt nicht, dass die Modelle eine miese Qualität haben. MK III hin oder her – GW hätte es sich wirklich einfacher machen können. Dass sie es nicht getan haben, hat mich angenehm überrascht. Ich hatte eher sowas wie die Dark Angles Standard-Marines aus der Dark Vengeance Box erwartet – schlicht, schnörkellos und unauffällig. Ich habe in einigen Foren gelesen, dass ein paar Leute wohl Probleme mit der Qualität des Plastiks hatten. Da war die Rede von „spröde“, „bricht leicht“ und so weiter.

Daher ein Wort zu der Frage, ob ich Probleme mit der Qualität hatte: Nein!

Ich weiß, dass ich bei der Bemalung sorgfältiger hätte sein können, ein paar Kantenakzente sauberer und deutlicher setzen sollte und so weiter… aber ich wollte mich da wirklich nicht verausgaben. Quasi eine Lockerungsübung.

Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr auf irgendwelchen einschlägigen Seiten unterwegs seid und euch die bemalten Modelle von anderen Leuten anseht. Da gibt es dann immer „that guy“, der ein monstermäßiges Modell präsentiert: umgebaut, in ‚eavy Metal Qualität bemalt und einem Kinnladen-herunterklapp-Faktor von 11. Und darunter schreibt er dann: „Weiß nicht so recht… is ganz OK geworden… nix für die Vitrine… Tabletop Qualität halt“

Ich bin wirklich nicht „that guy“. Deswegen darf ich hoffentlich sagen: ich hab die 3 Marines in Tabletop-Qualität bemalt. In die Vitrine kommt bei mir aber eh alles… schon mal allein damit es nicht zustaubt. (Zumindest, sobald ich wieder eine Vitrine habe.)

Und sonst so?

Wie auch immer. Ich muss sagen, ich bin ein bissel angefixt von dem einfachen, aber doch ganz effektivem Farbschema mit dem ich die Death Guard da bepinselt habe. Aus der besagten Dark Vengeance Box hab ich unter anderem noch einen Dreadnaught Hellbrute, mit dem ich bisher nicht wusste was ich mit ihm anstellen soll, da mir diese Verschmelzung aus Kampfläufer und überwucherndem Fleisch nicht so recht für meine World Eaters gefallen wollte. Für die Death Guard hingegen könnte das ganz passend sein. Ich werd den wohl mal mit dem Farbschema bepinseln.

Aber fürchtet euch nicht (ha!) – an meine World Eaters habe ich natürlich in den vergangenen Wochen auch gedacht. Ich habe zwar nicht viel gemalt, aber dafür umso mehr gebastelt und mein Shelf of Shame mit zusammen gebauten, grundierten Figuren befüllt. Nun muss ich „nur noch“ mal wieder malen…

Gesichtsgrätsche des Nurgle

Im letzten Beitrag hab ich ja schon angedeutet, dass ich ab und an auch mal was anderes bemalen muss und nicht stumpf 100 World Eaters am Stück bemalen kann. (Wie machen das nur andere Leute? Ich bewundere eure Bemalausdauer!)

Als kleines „Zwischenprojekt“ habe ich mir ein paar „Easy to Build“ Death Guard Marines zugelegt und zwar die Plague Marines und Lord Felthius und seine Tainted Cohort.

Moment Ketzer, Nurgle?

Ja, der Gott der Krankheiten und des Verfalls ist ein großzügiger Gott, der seine Anhänger (und den Rest auch) nur allzugerne mit seinen „Segnungen“ beschenkt.

Ob man es will oder nicht, plötzlich hat man eine Seuche an der Backe, gegen die eine ausgewachsene Männergrippe einfach nicht anstinken kann. Und dann kann man sich es halt aussuchen: Sich daran erfreuen und Nurgle für seine Segnung danken oder Antibiotika futtern wie Smarties – wobei die Smarties wahrscheinlich ähnlich gut wirken, aber das ist eine andere Geschichte. Das Ergebnis ist das gleiche in der finsteren und fernen Zukunft: deine Seele kannste vergessen.

Aber Nurgle ist auch ein fröhlicher Gott. Er leidet nicht unter cholerischen Wutanfällen wie Khorne, der verkopften Humorlosigkeit eines Tzeentch oder … was auch immer Slaaneshs Problem ist.

Geht was schief? Einmal milde lächeln, vielleicht noch ein großväterliches Lachen und weiter geht’s. Als Gott der Krankheiten weiß er ja, wie schlecht Stress und Ärger für die Gesundheit sind.

Ich vermute (lies: Ich hoffe inständig), dass Games Workshop einfach nur vor hatte, die fröhliche Unbekümmertheit des Nurgle auf seine Anhänger zu transportieren.

Denn, wenn das nicht ihr Plan war, dann möchte ich bei Khornes zorngeschwillter Pulsader wissen, was DAS hier ist:

Ja, das hier ist derzeit das einzige Modell eines Lord of Contagion außerhalb der Grundbox, aber das meine ich nicht.

Ich meine das Gesicht des Modells! (Falls ihr es Anhand des Titels dieses Beitrags nicht eh schon erraten habt). Im Ernst Leute, was haben die Designer bei GW da bitte geraucht? Und wie tief hat da das Quality Management geschlafen?

Für den Preis ist das ein echt nettes Modell – bis auf den Schädel und damit meine ich das Ding da zwischen seinen Schultern! Als ich das Modell das erste mal sah schossen mir 2 Gedanken durch den Kopf.

  1. Ich hoffe, dass das nur ein unglückliches Foto ist.
  2. Das hier:

Mittlerweile gibt es ein paar schön bemalte Versionen dieses Modells im Internet. Respekt, Leute, dass ihr das durchgezogen habt.

Für mich war der Erwerb dieses Modells und seiner Begleitung aber eher sowas wie Katastrophentourismus. Ich MUSSTE einfach sehen, ob es wirklich so schlimm ist. Und was soll ich sagen? Es ist schlimm! Zum Glück (und ich hatte mich vorher extra mit Bildern des Gußrahmens rückversichert) war es recht einfach den Kopf des Modells zu entfernen und gegen etwas anderes zu ersetzen.

Der schwierigste Teil war für mich zu entscheiden, was ich als Ersatz nehme. Diese Modelle sind groß. Bei Gelegenheit möchte ich mal ein paar Bilder machen um zu zeigen WIE groß sie sind. Leider wirkten viele Köpfe daher etwas verloren, passten nicht in diese recht spezielle Form der Cataphractii Rüstung oder waren einfach nicht „Nurgelig“ genug.

Meine Lösung war dann dies hier:

Der Kopf stammt aus dem Terminatorgußrahmen – der einzige Kopf ohne Helm darin. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Der Kopf passt größentechnisch, sieht chaotisch genug aus und gibt dem Modell irgendwie ein anderes Flair. Er schaut nicht mehr in die Ferne, sondern auf das Ding in seiner Hand. Es wirkt dadurch auf mich in sich geschlossener und ein wenig arroganter oder erhabener.

Es wird ein wenig dauern, bis ich da Farbe dran geklatscht habe, aber sobald ich das durch habe, werde ich euch natürlich über das Endergebnis informieren.

a World Eater Legion Tactical Sergeant / Aspiring Champion

Mustert die Legion! (Teil 2)

Ein neues Jahr und immer noch viele Modelle, die es zu bemalen gilt. Fangen wir also an. Wie ich zuletzt schon schrieb habe ich 2 HQ Auswahlen zur Verfügung, die darauf brennen ein paar Jungs durch die Gegend zu scheuchen. (Und Schädel zu sammeln)

Ich fange bei der Armee mit etwas sehr Ungewöhnlichem an: Taktische Trupps der Chaos Space Marines.

Aber moment, Ketzer! Du willst doch World Eaters spielen. Und alle World Eaters sind Berserker! – Jaja, trotzdem fange ich mit taktischen Trupps an, denn ich brauche eine nicht ganz unwichtige Sache: Einheiten, die im Fahrwasser meiner vorstürmenden Hauptarmee Missionsziele kontrollieren und das sollen keine Kultisten sein.

Wahrscheinlich werde ich früher oder später eine oder zwei Einheiten Kultisten bemalen, aber ich will es ganz ehrlich sagen: Ich spiel hier nach dem Codex Heretic Astartes – Chaos Space Marines und nicht Codex Kulstisten. Also sollte meine Standardauswahl auch Chaos Space Marines beinhalten.

Ja gut, und Berserker. Aber die kommen später.

Fangen wir mit den „Object Grabbern“ an.

Eigentlich hätte ich jetzt gern 3 Blöcke aus jeweils 10 (oder mehr) Chaos Space Marines hingestellt. 3 Dinge sprechen aber dagegen:

erstens: Ich bin viel zu langsam um jetzt schon 30 (oder mehr) Chaos Space Marines bemalt zu haben.

zweitens: ich würde durchdrehen, wenn ich 30 (oder mehr) Chaos Space Marines am Stück bemalen würde, ohne zwischendurch irgendwas anderes mit Farbe zu bekleckern

drittens: warum um alles in der Welt sollte ich 10 Mann Trupps (oder größeres) überhaupt nehmen?

Ein kurzer Ausflug in den Codex

Die Kombination aus dem Bedürfnis, nützliche Command Points (CP) horten zu wollen und der Tatsache, dass Chaos Space Marines (CSM) nicht so billig wie Imperiale Garde oder Kultisten (seufz) sind, ist schon mal ein Grund für den sogenannten MSU (Many Small Units / Multible Small Unit) Spam.

Der nächste Grund ist für mich: welche Vorteile hätte ich denn von großen CSM Blobs. Die einzigen, die mir jetzt in den Sinn kommen, wären:

  • eine kleine Einheit ist zu schnell ausgelöscht.
  • eine größere Einheit stellt eine größere Gefahr dar. (Mehr Attacken, mehr Schüsse, mehr Durchhaltevermögen, mehr nutzen, wenn man mal Strategems nutzt)

Okay, das sind valide Punkte. Aber sind die auch gültig für Einheiten, die nicht die Hauptgefahr meiner Armee darstellen?

Ich glaube, dass die kleinen taktischen Trupps gleich mehrere Rollen erfüllen können:

  • Object Grabber
  • günstige CP Beschaffer
  • Bubble Wrap und Raumabeckung gegen nervige Schocktruppen / Infiltratoren
  • Spezialwaffen ins Feld zu führen, ohne gleich High Prio Ziel zu sein.

Große Einheiten haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber für den Anfang wollte ich schnelle (Mal)Erfolge, die auch einen gewissen Nutzen haben. Daher habe ich mich für die kleinen Einheiten entschieden.

Zurück zu den Modellen

Das waren meine Hintergedanken, als ich also anfing einige Modelle aus der Betrayl at Calth Box und einigen ehemaligen Black Legion Einheiten zu bemalen. Hier die Ergebnisse:

Aus den ehemals schwarzen Legionären habe ich mal einen 6 Mann Trupp gebaut. Mein Hintergedanke war: man kann sie als 5 Mann Trupp mit Melter (mit oder ohne Champion mit E-Klaue), als reinen 5 Mann Nahkampf Trupp ohne Spezialwaffe aber mit Champion mit E-Klaue oder eben als 6 Mann Nahkampftrupp mit zusätzlichem Melter aufstellen.

Ganz schön vielseitig für so nen kleinen Trupp, was?

Der Champion bekam eine Energieklaue aus der Betrayl at Calth Box, weil ich die zum einen einfach mal verwenden wollte und weil ich wissen wollte, wie kompatibel diese mit den alten CSM Bausätzen ist. Außerdem verleiht er dem Trupp ein bisschen mehr Bums im Nahkampf.

Ein Melter, zum einen, weil ich schon ein Modell dafür hatte und zum anderen, weil ich einen gehörigen Respekt vor feindlichen Fahrzeugen habe und etwas haben wollte um diese Dinge zu bedrohen.

Natürlich bekam dieser Trupp (wie auch die anderen) ein Mal des Khorne.

Kommen wir zu den Jungs in MK IV Rüstung, die ja auch für 30k (naturgemäß) passend sind.

Der Champion von „Trupp 2“ bekam von mir eine goldene Helmverzierung verpasst und der Helmschmuck wurde zum Iro gedreht, um eine Brücke zu dem Exalted Champion, den ich im vorherigen Beitrag gezeigt habe, zu schlagen.

Beide Trupps bekamen jeweils einen Rakenwerfer spendiert, den ich für eine sehr vielseitige Waffe halte, die sowohl gegen leichte Infanterie, als auch gegen Fahrzeuge oder schwere Infanterie einsetzbar ist. Und der Zuckerguss auf dem Raketenwerfer-Kuchen ist die Möglichkeit die Gefechtsoption „Flugabwehrrakete“ einzusetzen um etwas gegen diese nervigen Flieger zu haben.

Da ein Trupp mit schwerer Waffe dazu neigt einem Nahkampf aus dem Weg zu gehen und die Trupps von ihrer Rolle her auch eher im hinteren Bereich des Schlachtfeld zu finden sind, fand ich Bolter ganz angemessen.

Wenn es sein muss, kann ich den Trupp natürlich auch als einen einzelnen 10 Mann Trupp mit 2 Raketenwerfern aufstellen.

Ich habe das Gefühl, dass diese 3 Bilder auch irgendwie ein Problem der großen Infanterie Blöcke visualisieren: Man kann mit 2 kleinen 5-Mann-Trupps die gleiche Mannstärke, mit der gleichen Feuerkraft zu den gleichen Punktkosten aufstellen und braucht nur noch eine weitere Einheit (und 2 HQ Auswahlen, die das Teure an dem Ganzen sind) um ein Battalion Detachment auszufüllen und die begehrten 3 CPs zu kassieren. Und man bekommt sogar einen zusätzlichen Aspiring Champion obendrauf im Vergleich zum 10 Mann Trupp.

Für 30k muss ich nochmal 2 weitere Standardjungs bemalen um die Rakenwerfer zu ersetzen und somit auf einen taktischen Trupp mit Vexilla und zusätzlicher Nahkampfwaffe aus der Zeit der Horus Heresy zu kommen.