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a World Eater Legion Tactical Sergeant / Aspiring Champion

Mustert die Legion! (Teil 2)

Ein neues Jahr und immer noch viele Modelle, die es zu bemalen gilt. Fangen wir also an. Wie ich zuletzt schon schrieb habe ich 2 HQ Auswahlen zur Verfügung, die darauf brennen ein paar Jungs durch die Gegend zu scheuchen. (Und Schädel zu sammeln)

Ich fange bei der Armee mit etwas sehr Ungewöhnlichem an: Taktische Trupps der Chaos Space Marines.

Aber moment, Ketzer! Du willst doch World Eaters spielen. Und alle World Eaters sind Berserker! – Jaja, trotzdem fange ich mit taktischen Trupps an, denn ich brauche eine nicht ganz unwichtige Sache: Einheiten, die im Fahrwasser meiner vorstürmenden Hauptarmee Missionsziele kontrollieren und das sollen keine Kultisten sein.

Wahrscheinlich werde ich früher oder später eine oder zwei Einheiten Kultisten bemalen, aber ich will es ganz ehrlich sagen: Ich spiel hier nach dem Codex Heretic Astartes – Chaos Space Marines und nicht Codex Kulstisten. Also sollte meine Standardauswahl auch Chaos Space Marines beinhalten.

Ja gut, und Berserker. Aber die kommen später.

Fangen wir mit den „Object Grabbern“ an.

Eigentlich hätte ich jetzt gern 3 Blöcke aus jeweils 10 (oder mehr) Chaos Space Marines hingestellt. 3 Dinge sprechen aber dagegen:

erstens: Ich bin viel zu langsam um jetzt schon 30 (oder mehr) Chaos Space Marines bemalt zu haben.

zweitens: ich würde durchdrehen, wenn ich 30 (oder mehr) Chaos Space Marines am Stück bemalen würde, ohne zwischendurch irgendwas anderes mit Farbe zu bekleckern

drittens: warum um alles in der Welt sollte ich 10 Mann Trupps (oder größeres) überhaupt nehmen?

Ein kurzer Ausflug in den Codex

Die Kombination aus dem Bedürfnis, nützliche Command Points (CP) horten zu wollen und der Tatsache, dass Chaos Space Marines (CSM) nicht so billig wie Imperiale Garde oder Kultisten (seufz) sind, ist schon mal ein Grund für den sogenannten MSU (Many Small Units / Multible Small Unit) Spam.

Der nächste Grund ist für mich: welche Vorteile hätte ich denn von großen CSM Blobs. Die einzigen, die mir jetzt in den Sinn kommen, wären:

  • eine kleine Einheit ist zu schnell ausgelöscht.
  • eine größere Einheit stellt eine größere Gefahr dar. (Mehr Attacken, mehr Schüsse, mehr Durchhaltevermögen, mehr nutzen, wenn man mal Strategems nutzt)

Okay, das sind valide Punkte. Aber sind die auch gültig für Einheiten, die nicht die Hauptgefahr meiner Armee darstellen?

Ich glaube, dass die kleinen taktischen Trupps gleich mehrere Rollen erfüllen können:

  • Object Grabber
  • günstige CP Beschaffer
  • Bubble Wrap und Raumabeckung gegen nervige Schocktruppen / Infiltratoren
  • Spezialwaffen ins Feld zu führen, ohne gleich High Prio Ziel zu sein.

Große Einheiten haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber für den Anfang wollte ich schnelle (Mal)Erfolge, die auch einen gewissen Nutzen haben. Daher habe ich mich für die kleinen Einheiten entschieden.

Zurück zu den Modellen

Das waren meine Hintergedanken, als ich also anfing einige Modelle aus der Betrayl at Calth Box und einigen ehemaligen Black Legion Einheiten zu bemalen. Hier die Ergebnisse:

Aus den ehemals schwarzen Legionären habe ich mal einen 6 Mann Trupp gebaut. Mein Hintergedanke war: man kann sie als 5 Mann Trupp mit Melter (mit oder ohne Champion mit E-Klaue), als reinen 5 Mann Nahkampf Trupp ohne Spezialwaffe aber mit Champion mit E-Klaue oder eben als 6 Mann Nahkampftrupp mit zusätzlichem Melter aufstellen.

Ganz schön vielseitig für so nen kleinen Trupp, was?

Der Champion bekam eine Energieklaue aus der Betrayl at Calth Box, weil ich die zum einen einfach mal verwenden wollte und weil ich wissen wollte, wie kompatibel diese mit den alten CSM Bausätzen ist. Außerdem verleiht er dem Trupp ein bisschen mehr Bums im Nahkampf.

Ein Melter, zum einen, weil ich schon ein Modell dafür hatte und zum anderen, weil ich einen gehörigen Respekt vor feindlichen Fahrzeugen habe und etwas haben wollte um diese Dinge zu bedrohen.

Natürlich bekam dieser Trupp (wie auch die anderen) ein Mal des Khorne.

Kommen wir zu den Jungs in MK IV Rüstung, die ja auch für 30k (naturgemäß) passend sind.

Der Champion von „Trupp 2“ bekam von mir eine goldene Helmverzierung verpasst und der Helmschmuck wurde zum Iro gedreht, um eine Brücke zu dem Exalted Champion, den ich im vorherigen Beitrag gezeigt habe, zu schlagen.

Beide Trupps bekamen jeweils einen Rakenwerfer spendiert, den ich für eine sehr vielseitige Waffe halte, die sowohl gegen leichte Infanterie, als auch gegen Fahrzeuge oder schwere Infanterie einsetzbar ist. Und der Zuckerguss auf dem Raketenwerfer-Kuchen ist die Möglichkeit die Gefechtsoption „Flugabwehrrakete“ einzusetzen um etwas gegen diese nervigen Flieger zu haben.

Da ein Trupp mit schwerer Waffe dazu neigt einem Nahkampf aus dem Weg zu gehen und die Trupps von ihrer Rolle her auch eher im hinteren Bereich des Schlachtfeld zu finden sind, fand ich Bolter ganz angemessen.

Wenn es sein muss, kann ich den Trupp natürlich auch als einen einzelnen 10 Mann Trupp mit 2 Raketenwerfern aufstellen.

Ich habe das Gefühl, dass diese 3 Bilder auch irgendwie ein Problem der großen Infanterie Blöcke visualisieren: Man kann mit 2 kleinen 5-Mann-Trupps die gleiche Mannstärke, mit der gleichen Feuerkraft zu den gleichen Punktkosten aufstellen und braucht nur noch eine weitere Einheit (und 2 HQ Auswahlen, die das Teure an dem Ganzen sind) um ein Battalion Detachment auszufüllen und die begehrten 3 CPs zu kassieren. Und man bekommt sogar einen zusätzlichen Aspiring Champion obendrauf im Vergleich zum 10 Mann Trupp.

Für 30k muss ich nochmal 2 weitere Standardjungs bemalen um die Rakenwerfer zu ersetzen und somit auf einen taktischen Trupp mit Vexilla und zusätzlicher Nahkampfwaffe aus der Zeit der Horus Heresy zu kommen.

World Eaters Praetor / Chaos Lord - Conversion of Praetor Tribune

Mustert die Legion! (Teil 1)

Heute soll es zur Abwechslung mal wieder um Modelle gehen.

Tatsächlich hab ich in den letzten Wochen ein paar Figuren bemalt bekommen. Dass ich nicht gleich einen „Hurra, seht her!“ Post abgelassen habe, lag zu einem gewissen Teil auch daran, dass ich darauf hingewiesen wurde, dass die Bilder, die ich von meinen Modellen gemacht habe, eher… suboptimal waren.

Ich hoffe, die neuen Bilder sind etwas besser. Der Zeitaufwand die Bilder zu machen, zu bearbeiten und zurechtzuschneiden, ist momentan noch größer als ich gedacht hatte, aber ich lerne dazu – daher würde ich mich über Feedback freuen.

Fangen wir mit dem an, was für mich eine Armee der Chaos Space Marines ausmacht.

Das sind sicherlich auch Chaos Space Marines und Terminatoren, aber vor allem sind es die Anführer dieser Armee. Mehr noch als bei ihren loyalen Gegenstücken sind es die Generäle, die eine Chaos Armee definieren, denn es waren schon immer die Bösewichte, die es den Protagonisten überhaupt erst ermöglicht haben, zu Helden zu werden.

Stellt euch doch mal James Bond ohne Goldfinger vor („No, Mr Bond, I expect you to die!“). Oder „Das Schweigen der Lämmer“ ohne Hannibal („Ich genoss seine Leber mit Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti“) Lector.

Die Liste kann man noch ein wenig fortführen, aber ich erspare euch das an der Stelle. Es soll ja auch nur zeigen, dass es einen angemessenen Bösewichts braucht.

Bei den Chaos Space Marines gibt es auch ikonische Bösewichte. Abaddon, Khârn, usw.

Die limitierenden Faktoren für die Erschaffung eines Bösewichtes sind für mich:

  • die Auswahl der Modelle
  • meine eigene (Un)Fähigkeit zu richtig kreativen Umbauten.

Daher muss ich auf das zurückgreifen, was es quasi von der Stange gibt.

Ich möchte mich nicht zu sehr beschweren, denn die Auswahl,  die sich einem bietet, ist da schon recht groß.

Beispielsweise hat Forgeworld da mal was rausgebracht:

Und lustigerweise haben sie ihn schon in den Farben der World Eater bemalt:

Einige Leute im Internet kritisieren vor allem den Kopf des Modells als unpassend und geht man vom Fluff der World Eater aus, glaube ich, irgendwo mal gelesen zu haben, dass sie sich einerseits ihre Köpfe kahl rasierten und andererseits, dass sie den Helm aufbehielten.

Der Bursche da hat weder ne Glatze noch trägt er den Helm, aber sein Gesicht (das mich an irgendwen erinnert) ist sehr passend für einen World Eater. Was mich persönlich mehr störte war die Waffe, die nicht so richtig zu meiner Vorstellung passte. Sie wirkte so… filigran? subtil? Ich weiß nicht genau was mich da stört, aber es passt eher zu einem Thousand Son. Wäre es nur eine Axt gewesen…

Egal, eine falsche Waffe ist nichts, was ein scharfes Messer und etwas Klebstoff nicht korrigieren können.

Nachdem die Hemmung, so ein Modell zu beschädigen dann endlich überwunden und die Farbe rangeklatscht war, kam das hier dabei raus:

Streitflegel statt Klinge – ich fand, das war eine angemessene Waffe für einen Praetor / Lord der World Eaters. Der Teil mit Kette und Kugel stammt aus dem Bausatz für die Chaosbarbaren. Die Parierstange der ursprünglichen Klinge ließ ich dran. Ich finde damit sieht die Waffe etwas exotischer aus.

Im 30k Setting wäre das regeltechnisch ein Thunderhammer. In 40k…

Eigentlich wüsste ich gern mal, wie es so abläuft, wenn Space Marines abtrünnig werden. Kommt da der Chapter Master an und sagt: „Werft die Thunderhammer, die Sturmschilde, die Gravguns und so weiter in die Land Raider Varianten, parkt diese zusammen mit den Razorbacks und Dreadnought Varianten und den Drop Pods in einem alten Frachter und lenkt diesen in die Sonne. Wir laufen über zum Chaos!“?

Sogar im Codex Heretic Astartes ist ein Bild von einem Iron Warror Lord zu sehen, der einen Tunderhammer trägt. Regeltechnisch aber…

Egal, sei es drum.

Back to topic

In 40k habe ich 2 Optionen den Burschen aufzustellen.

Variante 1: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit 2 Lightning Claws.

Variante 2: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit der „Black Mace“

Ich persönlich bevorzuge die erste Variante mit den Lightning Claws, da ich das eine Artefarkt, für das ich nichts zahlen muss, eigentlich fest vergeben habe. Als Word Eater Spieler ist das natürlich das Brass Collar of Borghaster, solange ich nichts anderes bekomme, was diese ganzen Smite-Caster etwas unterdrückt.

But wait – there’s more!

Wo ich gerade dabei war Dr. Frankenstein-mäßig die Waffen von Modellen zu bearbeiten…

Ich hatte da noch dieses Modell von Kutha Sedd aus der Betrayal at Calth Box und ich wollte etwas damit machen. Ursprünglich hatte ich schon mal den Umhang mit Farbe bedacht, um an diesem meine Bemaltechnik von Stoff auszuprobieren. Dann dachte ich mir aber: Hey, wenn ich den Umhang schon so weit habe, dann kann ich den Rest auch noch machen. Und bei der Gelegenheit habe ich mich auch um diesen Streitkolben gekümmert.

Die Mischung aus Glefe und Schwert wirkt exotisch genug um von einem Anführer der Legion geschwungen zu werden, deren Primarch im Prinzip ein Gladiator war. Die Klinge stammt von irgendwas von den Stormcast Eternals. Ich glaube, es waren die Prosecutor, genau weiß ich es nicht, da ich sie aus ner fremden Bitsbox gefischt hatte.

Außerdem habe ich den Helmschmuck um 90° gedreht, da mir die ursprüngliche Ausrichtung als viel zu unpraktisch für einen Nahkämpfer erschien. Dazu kommt, dass der Helm des Forgeworld Khârns ebenfalls den „Iro“ aufweist, wenn auch mit deutlich kürzerem Haarbusch.

Zu Zeiten der Horus Heresy würde ich ihn als Consul aufstellen. Ein Champion / Centurion / Delegatus mit Plasmapistole und meisterhaften Energieschwert, während er 10.000 Jahre später als Exalted Champion mit ähnlicher Bewaffnung (Schwert/Plasmapistole) auftritt.

Das wären schon mal 2 HQ Einheiten, die man sogar für beide Spielsysteme benutzen kann. Die eher dezenten Umbauten finde ich gut gelungen, wenn ich mir hier mal selbst auf die Schulter klopfen darf.

Als nächstes brauchen wir etwas was die beiden auch rumkommandieren können.

Alles neu macht die 8. Edition

Hier war es recht still in den letzten Wochen. Hatte der Ketzer nix zu meckern? Hat er Besuch von der Inquisition bekommen? Nein, ich muss euch enttäuschen, ich wurde nicht „erleuchtet“. Vielmehr waren es die gewaltigen Schatten, die die aufkommende 8. Edition vorauswarf, die mich ein wenig verharren ließen. Ich war drauf und dran ein wenig Fan-Fiction zu meinen Jungs zu schreiben. (Hey – weg mit den Mistgabeln, so schlecht wird das nicht!) Dann sah ich die Karte der zerrissenen Galaxie und dachte: „Oh… okay, da passiert was!“ 

Nun wollte ich nicht, dass mein geschreibsel frontal mit dem von GW gesetzten Fluff kollidiert – oder zumindest nicht mehr als absolut nötig. Also habe ich die Story auf Halde gelegt. 

Über die Regeln und Neuigkeiten die so durchsickerten wollte ich nichts schreiben, weil ich dachte: na mal sehen was der Kontext ist. 

Neue Modelle habe ich kaum zu zeigen. Ich habe ein paar Chaos Space Marines auf andere Bases gesetzt (keine „grüne Wiese“ Bases mehr) und magere 2 oder 3 Figuren fertig bekommen. Die Bilder reiche ich nach. 

Das Finalspiel von Bloodbowl hab ich sang und klanglos verloren. Ich hatte mir Notizen gemacht, aber die müssen meine Wellensittiche zerrupft haben, denn ich finde sie nicht mehr. 

Okay Ketzer, du warst also zu faul zum schreiben. Schon verstanden. Nun ist die 8. Edition aber schon 2 Wochen draußen und du schreibst erst heute was? Was ist deine Entschuldigung?

The Good

Ich wollte nicht über etwas schreiben, was ich noch nicht gespielt hatte. Gut, ich habe immer noch kein richtiges tiefgehendes Spiel gemacht, aber ein paar Dinge habe ich bereits festgestellt. 

  1. Teufel auch, spielt sich das Spiel schnell!
  2. Bye, bye Formationen. Ich werde euch vermissen. NICHT!
  3. Die Regeln sind erstaunlich harmonisch. Keine Diskussionen, ob man nun in Front oder in der Seite eines Fahrzeugs steht. Die Flieger wurden vernünftig angepasst. 
  4. Ich kann diesen nervigen Land Raider sogar mit meinen Buttermessern platt machen!
  5. Achte auf deine Sonderregeln!

Also alles gut in der finsteren Zukunft des 41. Jahrtausends? 

Von den Grundregeln her, kann ich nur in den Chor derer einstimmen, die ein Loblied auf diese 8. Edition singen. Nein, ehrlich! Ich finde das klasse, was sie da zurecht gezimmert haben. Die Story von Warhammer 40.000 geht sogar weiter, ohne dass es das befürchtete Gemurkse wird. 

Gut, es gibt ein paar Dinge, die mir unrund vorkommen: da wäre die Sache mit den Re-Rolls, die VOR den Modifiern gemacht werden (Gewöhnungssache) und Plasmawaffen, die (im Overcharge Modus) bei einer 1 das komplette Fahrzeug töten. (Ich denke, dass das noch abgeschwächt wird.)

The Bad

Aber: (!!!)

Mal im ernst, liebes neues Games Workshop, eure Art des Sadismus würde auch Slaanesh einen Schauder über den Rücken laufen lassen. 

Ich meine, ihr bringt 2012 einen Codex „Chaos Space Marines“ raus, der quasi „Dead on Arrival“ war. Gut, der fliegende Truthahn des Chaos aka. Heldrake war ne Zeitlang gefürchtet, aber den habt ihr dann auch in Grund und Boden generft und euch dann 4 Jahre die Ohren zugehalten und das Gejammer, das aus der Ecke der Chaosanhänger kam, ignoriert und lieber nochmal Codizes für alles andere veröffentlicht, ob nötig oder nicht… 

Liebe Leser, wenn ihr glaubt, dass das bereits das Perfide an der Sache war, die GW da abgezogen hat, dann irrt ihr euch. Das war nämlich nur der Auftakt!

Ende 2016 veröffentlichen sie nämlich endlich das, wonach die gebeutelten Chaosanhängern so lange gelechzt haben: Die Codexergänzung „Traitor Legions“! Endlich machte es wieder Sinn seine stacheligen Jungs ins Feld zu führen. Für…

nicht!

mal!

6!

Monate!!!

Dann nämlich kam die 8. Edition um die Ecke gewackelt und macht alles obsolet.

Versteht mich nicht falsch. Ich trauere den Formationen in keinster weise nach. Das ist nicht das, worum es mir geht. Was bei mir für erhöhten Blutdruck sorgt, ist Folgendes: Schaut euch doch mal bitte die Regeln für die „World Eaters“ an! 2 Doppelseiten! In Worten: zwei! Doppelseiten! Eine davon mit alt bekanntem Fluff-bla-bla. Eine mit den „Sonderregeln“, die schlicht und ergreifend keiner weiteren Erwähnung wert sind und neben den beiden Bildern eh kaum auffallen, sowie 2 Datenblätter… eins für Khârn und eins für die Berserker, die bereits weiter vorne erwähnt werden, nur diesmal mit dem Symbol für Standardauswahlen.

That's all Folks!

Keine besonderen Waffen, die Angron selbst noch geschwungen hat. Keine besonderen Einheiten. (*hust* Kultterminatoren, Red Butchers, Rampagers *hust*)

Und als ob das noch nicht ärgerlich genug wäre, haben wir noch etwas, was mich schon früher angekäst hat: Kein Schutz vor PSI Kräften! Ehrlich, wieso?

Jetzt kommt mir nicht mit „Die PSI-Phase ist doch eh nicht mehr so mächtig wie sie mal war“. Es gibt da draußen in der Welt-Weiten-Warteschleife Überlegungen zu reinen Smite-Listen. SO schlecht kann es also nicht sein.

Ihr merkt schon, die Stimmung bei mir drohte zu kippen. Das Mantra „irgendwann kommt ein neuer Codex“ hatte man sich als Chaosanhänger bereits in den letzten 4 Jahren vorgebetet – nur um dann so herbe enttäuscht zu werden. Jetzt sollte das wieder so losgehen? Oder soll ich einfach ne andere Legion spielen?

The Ugly Manufacturer.

Die Rettung meiner Stimmung kam aus einer etwas unerwarteten Richtung: Forgeworld!

Die Jungs, die so teure Resinklumpen herstellen (und die ich durch die Bank weg fast alle geil finde!) haben natürlich auch einen Codex für das Zeug herausgebracht, den sie so über die Jahre hinweg herausgebracht haben. 

Unter den Datenblättern findet sich u.a. der Eintrag für Lord Zhufor (ein absolut geiles Model!) und der Knabe kann etwas, was ihn für mich quasi zum Auto-Include macht: er kann bannen. Nicht selbst casten, aber bannen, denn Khorne wacht über seinen treuen Diener. 

Das erinnert mich an meine Gedanken, die ich mir mal über die Priester Khornes gemacht hatte. 

Gut, er gehört der Fraktion „Skulltaker“ an, statt World Eaters, aber ich bin sicher, meine Mitspieler werden nicht auf die Barrikaden gehen, wenn ich das Modell Weiß-Blau bemale.

Die Verräterlegionen sind wieder da!

Bumm! Da sind sie! Am Samstag dem 10.12. hat GW uns Chaosanhängern ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Ein eigener Codex Eine neue Codex Ergänzung, die uns Chaosjüngern endlich wieder das geben soll, worauf wir seit zig Jahren warten: Regeln für die Verräterlegionen!

Bevor ich mich der Euphorie hingebe, will ich ein paar Sätze über die negativen Dinge loswerden. Bedenkt dabei bitte, dass ich aus der Sicht eines World Eater Spielers auf die Sache schaue. Und für diesen steht nicht viel neues in dem Codex. Das meiste davon ist bisher verteilt über diverse andere Codices. Die Formationen stammen zum größten Teil aus den Büchern: Black Legion, Traitor’s Hate oder Wrath of Magnus. Die neuen Regeln für die Thousand Sons finden sich ebenfalls in Wrath of Magnus. Und die Regeln für die Formationen hätte man auch mit etwas gesundem Menschenverstand aus Traitor’s Hate ableiten können – wie gesagt: aus der Sicht eines World Eater Spielers.

Es gibt nicht wenige Leute die sagen, dass ein „aber“ in einem Satz alles vorangestellte irrelevant macht. Ich stimme dem zu.

ABER:

Games Workshop hat mit diesem Codex dieser Codex Ergänzung sehr viel richtig gemacht. Eine DER Hauptschwächen des Codex Chaos war für mich immer die Standardauswahl – die Chaos Space Marines. Sie sind im Verhältnis zu teuer und zu fragil wenn es um den Moralwert ging. Die Lösung für das Problem war in meinen Augen schon immer die Option „Veteranen des langen Kriegs“ und die Legionäre der World Eaters (wie auch andere) bekommen diese Option nun kostenlos – und sie verleiht ihnen noch weitere Boni. Gut, alles muss das Mal des Khorne kaufen und bekommt es nicht kostenlos ans Revert geheftet weil die Einheit 8 Mann stark ist und ich habe weder Cult-Terminatoren, noch Red Butchers noch Rampagers (die letzten beiden sind Forgeworld Einheiten für 30k) und auch keinen Zugriff auf tolles Zeug aus den Zeiten des großen Kreuzzugs (was haben die eigentlich mit den Sachen angestellt?), dafür aber solide und dennoch fluffige Regeln, eigene Begabungen für den Kriegsherren und sogar eigene Artefakte, die es mir erlauben Chaos Space Marines in den Farben der World Eaters auf die Platte zu stellen.

Und die Farben meiner World Eaters sind weiß und blau!

Tut mir leid, lieber Leser, aber mir fiel kein besserer Übergang ein.

Was ich sagen will: Ich will auch in der Finsternis der fernen Zukunft die Farben der Pre-Heresy ins Feld führen. Erwähnte ich ja bereits.

Und ich werde mir sogar etwas ausdenken, warum das so ist.

Aber das gibt es dann das nächste mal…

Dömonenprimarch Magnus der Rote

Sie kommen! Von einem Dämonenprimarch und Auserkorenen.

Die Gerüchte waren also wahr. Die Primarchen kommen. Und als erster kehrt sogar ein Dämonenprimarch zurück. Seit ein paar Tagen sind die ersten Bilder raus:

Sie zeigen Magnus den Roten in seiner Dämonenprinzen-Form.

Hm. Was soll man davon halten? Einerseits cool, andererseits… nein, ich weiß nicht was mich stört. Vielleicht weil ich im ersten Augenblick dachte: naja, ein etwas humanoider und massiverer Herrscher des Wandels. Vielleicht begeistere ich mich auch nicht ganz so sehr für den Knaben, weil er der falschen Gottheit angehört.

Insgesamt finde ich das Modell, nach allem was man sehen kann, aber schon verdammt cool – auch wenn ich es mir wohl eher nicht zulegen werde.

Was bedeutet das Modell dann für mich, dass ich nen Eintrag darüber schreibe?

Erstens: Ich schreibe gern. Also: duh!

Zweitens: Es gibt ein wenig die Richtung vor, in die die neuen Dämonenprimarchen wohl gehen werden. Für Angron erwarte ich also eine unheilige Kreuzung aus He-Man (wo sogar noch die Muskeln Muskeln haben) und einem Bloodthirster. Eine Idee, die wohl auch schon andere Modellbauer hatten, die mehr Talent im Umbauen von Modellen haben als ich je haben werde. Besonders erwähnen möchte ich hier KrautScientist, dessen Blog ich regelmäßig lese und bewundere (und auch schon die eine oder andere Idee geklaut entliehen habe). Seine Interpretation des Primarchen der 12. Legion solltet ihr euch ansehen: KrautScientists Angron

Drittens: Hier hole ich etwas die Kristallkugel raus. Schaut euch nochmal das Bild der Verpackung von Magnus an. Was steht da ganz oben über dem Namen des Modells? Da steht „Thousand Sons“! Wie, das ist nichts besonderes? Natürlich gehört er zu den Thousand Sons. Er ist ihr Primarch. Jaja. ABER: Bei anderen Boxen steht da an der Stelle die Fraktion / Armee, der er zugehört. Und da steht nicht: „Daemons of Chaos / Tzeentch“ oder „Chaos Space Marines“ da steht klipp und klar die Legion! Heißt das, dass GW uns endlich mit Regeln für die Legionen beschenkt? Ich bin gespannt!

Und außerdem…

Außerdem wollte ich euch einen kurzen Einblick geben, wie weit ich mit meinem Killteam gekommen bin. Die kurze Antwort: nicht sehr weit.

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich ein langsamer Maler bin und zuletzt hatte ich mich mit einem Modell aus der AoS Box verkünstelt:

Waaaas? Der Ketzer spielt AoS? Das ist … Ketzerei? Ja, also genau das, was ich dürfte. Aber in dem Fall: nein, ich spiele (noch) kein AoS – ich verwende die Modelle für Spiele nach den Regeln von „The 9th Age“. (Siehe hier). Ich erwähne dieses Community-Made Project hier aber ausdrücklich schon mal, da ich später nochmal auf ein paar Ideen zurück kommen möchte, die aus dem System kommen.

Zurück zu „Grim Dark“

Nichtsdestotrotz habe ich in den vergangenen Wochen ein paar Modelle bemalt. Da wären 2 Auserkorene aus der Dark Vengeance Box. Die Modelle sind wirklich schön modelliert, dynamisch und individuell. Ursprünglich hatte ich vor sie für das Kill Team zu bemalen, aber ihre Ausrüstung passt nicht. Leider scheue ich davor zurück sie auseinander zu nehmen, da ich die „original“ Modelle schon gern im Schrank haben möchte, bevor ich sie mit meinem eher begrenzen Umbautalent verschandel. Vielleicht komm ich ja nochmal an ne Ladung von denen ran. Die „Kollegen“, die ihr da unten seht, werden wohl mal Truppen Champions bzw. Apostel oder ganz was anderes…

Zusätzlich kommen noch 2 „Rank and File“ Marines. Eigentlich sollten beide für die Auserkorenen zurecht gemacht werden, der Melter Heini braucht aber noch etwas Zuwendung. Meiner Meinung nach fehlt da noch n bissel Lametta für nen Auserkorenen. Ich werde wohl einen anderen zum Melta-Boy für meine Auserkorenen basteln. Der zweite Marine gefällt mir ganz gut für die Rolle eines Auserkorenen, der kein Speziallist ist.

Eine Sache noch

Übrigens, für den Fall dass ihr euch über den Grasteppich auf den Bases wundert: Ich stelle mir vor, dass der Trupp tief hinter den feindlichen Linien operiert. Also in einer Gegend, die noch nicht zu Schlacke zerbombt wurde – daher der Grasteppich. War das ne Ausrede um meine mangelhaften Basegestaltungsfähigkeiten zu vertuschen?

Ein Wort: ja.

Aber keine ganz schlechte, oder? Nein? Na gut, ich gelobe Besserung.

Regeln vs. Fluff und ein Killteam

Ah, die epische UND ethische Schlacht.

Worum geht es heute?

Wie im letzten Beitrag angekündigt, will ich mir ein (paar) Killteam(s) zulegen. Das Killteam System an sich ist ne tolle Sache: 200 Punkte, keine Terminatoren (okay, das tut mir weh, aber was soll’s) oder andere Figuren mit 2+ Rüstungswurf, keine Fahrzeuge die nen gewissen Panzerungswert überschreiten und so weiter. Tatsächlich wird mit der Einschränkung und dem Punkelimit so ziemlich alles erschlagen was zu nervig ist (Diverse Tau Battlesuits und Deathstars). Man wählt einfach etwas aus dem Elite / Standard / Sturm Slot aus und tadaa: 40k in 40 Minuten.

Mit solchen kleinen Teams spielt man dann Missionen, die vielleicht hinter feindlichen Linien stattfinden. Wer denkt da nicht an kleine Elite-Teams aus diversen Filmen? Für 200 Punkte bekommt man im klassischen Chaos Space Marine Codex ein paar echt tolle Optionen für dieses Feeling – namentlich erwähnt sollen hier die Auserkorenen sein.

Stellen wir uns doch mal vor, dass wir ein böser, böser Chaosgeneral sind. Und stellen wir uns weiter vor, dass es da etwas gibt, das erledigt werden muss. Es ist wichtig, es ist blutig und ich kann nicht selbst gehen und ich habe auch keine Möglichkeit schwere Dinge wie Cybots, Termies oder ähnliches einzusetzen. An wen also wenden wir uns? Doch sicherlich an die Jungs, die die Veteranen meiner Armee sind. Die Truppen, die schon auf Istvaan mit mir angestoßen haben und meinen inneren Kreis bilden.

Und das sind für mich die Auserkorenen: Abgebrühte Veteranen unzähliger Schlachten. Die Vertrauten eines Chaosgenerals und die Elite, die er losschickt, wenn er will, dass irgendwem demnächst ein echtes Unglück passiert.

Versuchen wir also den Fluff in Regeln zu übersetzen:

Auserkorene mit Granaten, Bolter, Boltpistole und Nahkampfwaffe (7x)

Champion mit Granaten, Bolter, Boltpistole und Nahkampfwaffe (1x)

Mal des Khorne (8x)

Melta (1x)

Plasmawerfer (1x)

Lightning Claw (1x )

 

Macht genau 200 Punkte. Yay! Und es sind 8 – ein Zeichen! (Für die, die es nicht wussten: 8 ist die heilige Zahl Khornes.) Ich habe einen Champion, der das Team anführt und das Vertrauen seines Generals verdient hat. Ihm zur Seite steht ein Meisterschütze mit einem Plasmawerfer, ein Nahkämpfer mit einer Energieklaue und ein… keine Ahnung was ich mit dem Melta-Burschen mache, aber da fällt mir sicher auch noch was ein, gleich nachdem ich meinen Evilgasm hatte und mein bestes wahnsinniges Lachen anstimmen konnte – oder bis ich einen „Taktikartikel“ im Internet lese. Leider tat ich letzteres. Versteht bitte die Anführungszeichen um den „Taktikartikel“ nicht falsch, denn im Prinzip schrieb der gute Mann da nichts Verkehrtes, aber er schrieb nur über Regeln und deren effizienter Nutzung. Das Konstrukt drum herum, die Idee davon ein erzählerisches Spiel aufzuziehen, scheint er zumindest ausblenden zu können.

Das Meta-Play schlägt zurück

In dem Artikel ging man wie gesagt total anders an das Thema ran. Okay, das kann ich auch, man war ja mal Turnierspieler. Setzen wir also die Min-Max-Brille auf und interessieren wir uns nur mal für die maximale Effizienz der Einheit.

Ich persönlich – und auch der Autor des Taktikartikels – würde an der Stelle nach der Maxime gehen: Boys over Toys!

Also streichen wir das Mal des Khorne und den Melter, dann bekommen wir einen zusätzlichen Mann rein. Macht 9 Auserkorene und 8 Punkte über, für die man vielleicht nen Flammenwerfer bekommt.

Gut, nächster Schritt: Nehmen wir die 9 Auserkorenen und treten sie in die Tonne, denn das was 8 Auserkorene können, können auch 12 Chaos Space Marines mit 2 Plasmawerfern. Der „Nahkampfspezialist“ bekommt zu seinem Bolter und seiner Boltpistole noch ne Nahkampfwaffe und ich hab noch 2 Punkte über.

Ich könnte auch 10 CSM nehmen, einer mit Nahkampfwaffe, einer mit Melter und der Trupp bekommt einen Rhino mit nem Havok Rakentenwerfer spendiert.

Gut… die beiden Varianten könnte ich noch mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber wenden wir uns doch mal der anderen Standardauswahl zu – den gefürchteten Kultisten!

Kultisten? Ja, klar. Kennt man. Das ist dieses Kanonenfutter… Billig und man kann die Einheiten recht groß machen und… ooooooh, spätestens jetzt geht uns ein Lichtlein auf. In 200 Punkte steck ich nämlich 40 Kultisten rein und hab noch Punkte über. Die Jungs können so gut wie nichts und sterben wie die Fliegen, aber es sind 40 Stück!

Während mein Killteam „Fluffbunnys“ nach 4 Verlusten wohl den … äh… taktischen Rückzug antreten wird, juckt das die Kultisten mal so ziemlich gar nicht. Man verschwendet an sie keine unnötigen Punkte für solche „fluffigen“ Sachen wie einem Mal des Khorne. Wenn es jetzt ein Mal des Nurgle wäre, könnte man darüber nachdenken. Gibt immerhin +1 auf den Widerstand. Kultisten mit Widerstand 4 – das ist ne Hausnummer.

Aber welcher General schickt bitte ne Horde Kultisten in den Kampf? Das machen doch nur diese Weicheier von den Word Bearers, oder die Alpha Legion. Wobei ich da eigentlich auch eher eine gemischte Gruppe sehen würde. Ein paar Kultisten, die an der Seite ihrer genetisch modifizierten Halbgötter auf die Mission gehen um da als Ablativschild zu dienen. Und Kultisten mit dem Mal des Nurgle? Seit wann schickt die Deathguard Seuchenzombies um die Arbeit echter Krieger zu erledigen?

Mist, ich bin schon wieder in den Fluff abgedriftet. Es sollte doch nur darum gehen, ob man was auf dem Spielfeld damit reißen kann und nicht um so perverse Dinge wie Hintergrund.

Stopp!

An dem Punkt verliere ich nämlich regelmäßig das Interesse am Spielen. Wenn ich effektiv spielen will, sollte ich schon mal die Finger von Chaos Space Marines lassen, denn die sind zu teuer, haben Probleme mit dem Moralwert und so fort.

Spieler, die ihren Fokus auf diese Dinge legen, haben mich dazu gebracht eine sehr ausgedehnte Pause in 40k einzulegen. Ich möchte sie nicht dafür verurteilen. Es gehört durchaus etwas dazu diese Kombos zu erkennen, die sich gegenseitig Buffen und jemand, der es ohne Hilfe einer Internetliste schafft eine Deathstar-Armee zusammenzunageln, hat durchaus Respekt verdient. Es ist nur nicht meine Art zu spielen. Gewinnen macht Spaß – das verstehe ich. Aber richtig Spaß machen doch die Spiele bei denen Ausgang bis zur letzten Runde offen bleibt. Bei denen man sich auf Augenhöhe mit seinen Kämpfern begibt, coole Szenen hat, über die man hinterher noch spricht. Hat man leider nur so selten, aber man erinnert sich daran.

Werde ich nun also 40 Kultisten anmalen? Oder stelle ich ein paar Chaos-Jungs auf nem Moloch hin und sage: „Jaja, regeltechnisch sind das zwar Biker mit dem Mal des Nurgle, aber flufftechnisch sind es einfach nur Molochreiter, die ich mit diesem Kniff darstelle.“?

Ein Wort: Nein.

(Diese „ein-Wort-Antworten“ auf meine eigenen rhetorischen Fragen ziehen sich durch…)

Ich werde mir ein paar Auserkorene zusammenstellen und vielleicht das 10-Mann-Team mit einem Rhino, aber da muss ich nochmal Rücksprache mit meinem Fluff halten. World Eaters ohne ein Mal des Khorne?

Nah, ich glaube das ist Stoff für einen eigenen Artikel.

Bis dahin – mögen euch die Würfel gewogen sein (solange ihr nicht gegen mich spielt)!

Hallo Welt – der Ketzer spricht

Mein erster Blogeintrag und gleich mal so ne „Wall of Words“ – ich entschuldige mich schon mal im Voraus… und nun holt euch einen Kaffee und rückt die Lesebrille zurecht. Ein TLDR gibts nicht.

Hallo liebe Leserschaft,

eigentlich wollte ich diesen Blog mit einem Beitrag darüber beginnen, wie ich mir den Neuaufbau / Umbau / das Projekt (ich weiß noch nicht wie ich es nennen soll) mit meinen World Eaters vorstelle, aber in meinen drei Wochen Urlaub las ich dann „drüben“ bei den Jungs und Mädels von Bell of Lost Souls einige Gerüchte über die Zukunft von Warhammer 40k.

Nun bin ich niemand der sagt: „Bäääh, was neues… alles scheiße!“ (hey, ich habe sogar AoS unvoreingenommen angenommen!). Es gibt jedoch eine Sache, die mich etwas stutzig gemacht hat: Das Gerücht über Regeln und Modelle für Primarchen. Link

Unter uns gesagt: wenn die wirklich halbwegs hübsche Dämonenprimarchen raus bringen, dann gibt es eine große Wahrscheinlichkeit, dass ich vor dem GW Dealer stehen und „Shut up and take my money!“ rufen werde.

ABER: so cool ich es finde und so gespannt ich auf einen Dämonenprimarchen Angron bin – so viel Angst habe ich davor, dass GW das Ganze in den Sand setzt.

Warum? Nun…

Erstens: GWs Problem mit Fluff.

GW kann Geschichten erzählen, wenn man sie lässt – nur lässt man sie wohl nicht. Der Großteil der Romane aus der „Horus Heresy“ Reihe der Black Library sind ein wunderbares Beispiel dafür, wozu sie in der Lage sind. Sie sind – in meinen Augen – toll und vor allem in sich stimmig.

Was also ist meine Sorge?

Nun, ich erinnere mich an einen gewissen 13. Kreuzzug – damals im heißen Sommer 2003. 

Für alle die es nicht mehr wissen, nicht dabei waren oder das Geschehen verdrängt haben, hier meine (sehr) vereinfachte Darstellung des Ergebnisses:

  • Abaddon versagte mal wieder darin einen einzelnen Planeten einzunehmen.
  • Die Tau vergrößerten ihr Gebiet um nen ganzen Batzen.
  • Die Imperiale Navy trat allem und jedem in den Allerwertesten
  • Die Eldar, die so ziemlich die erfolgreichsten waren, verloren ihren größten Helden – Eldrad – an eine schwarze Festung.

Aber keine Bange… in den neueren Editionen wurde das Rad der Zeit zurück gedreht und all das fand nicht statt – oder zumindest noch nicht.

Klingt verwirrend? Ist es auch! Und das ist auch mein Problem mit der Aussicht darauf, dass GW die „Geschichte von 40k weiterschreibt“.

In meinen Alpträumen machen sie das ganze groß. So richtig GROSS. Und nun mit den (Dämonen)Primarchen noch größer. Ich sehe Abaddon im Thronraum des Imperators, wo er zusammen mit den anderen Primarchen die größte Schlägerei seit Bud Spencer und Terence Hill aufzieht. Es wird episch… es wird Armageddon (das biblische) meets Ragnarök meets Michael“make-it-bigger“ Bay…  und daran scheitert es. Es wird zu groß, zu sperrig und ich höre Tyraniden, Necrons, Tau, Eldar, Orks und was es sonst noch so da draußen gibt schreien: „Hey und was ist mit uns?“

GW kann die Geschichte von Warhammer 40k nicht nicht auf die epische Art weiter erzählen ohne Rücksicht auf die anderen Völker zu nehmen. Und dabei kommen dann so Sachen raus wie in einer anderen Sommerkampagne, in der ein gewisser Ork einem gewissen ewig Auserwählten ne Kopfnuss verpasste und dann feiernd davon ging, statt die Sache anständig zu einem Ende zu bringen.

Zweitens: GWs Problem mit dem Geldverdienen.

Eine wichtige Sache vorweg: ich werfe GW nicht vor, dass sie versuchen Geld zu verdienen! Und uns sollte allen bewusst sein, dass sie ein Unternehmen sind, das versucht unser Geld in deren Kassen zu befördern. Unternehmen machen sowas… aber zurück zum Thema.

Es begab sich im Jahre 1999 – es kann auch 2000 gewesen sein – da unterhielt sich der Ketzer mit einem anderen Spieler aus seinem Club. Wir hatten es von GW und der Entwicklung der Story (weil damals bereits ein Gerücht kursierte, dass sich die Ultramarines ihr eigenes Imperium aufbauen… hey, wer hat da „Imperium Secundus“gehustet?) und wir stießen dabei auf die Frage: werden wir jemals Regeln und Modelle für Primarchen sehen – oder besser gesagt wiedersehen, denn es gab ja schon mal welche.

Das Ende vom Lied war, dass wir der Meinung waren erst wieder Primarchen zu sehen, wenn GW Geld braucht und/oder Warhammer 40k beerdigt wird. Was von beidem tritt denn nun ein? Wenn man sich GWs Zahlen ansieht, dann brauchen sie Geld! Dringend! Andererseits kochen die Gerüchte über die neue Edition ja auch gerade hoch und ein bisschen mulmig wird mir schon bei der Vorstellung, dass es bei Warhammer 40k einen Bruch gibt, der ähnlich wie der in AoS ist – was dem ersten Problem geschuldet ist. Werden sie die Figuren nun also auf Teufel komm raus einführen wollen und uns Spieler echt hanebüchene Geschichten schlucken lassen, weil sie Geld in die Kassen spülen müssen?

Drittens: GWs Problem mit den Regeln. 

Taugen die Regeln nicht, dann wird das Modell nicht gekauft. Fertig! (wisst ihr noch wie die Terminatoren zu ihrem 5+ Rettungswurf kamen?) Wenn sie also (Dämonen)Primarchen verkaufen wollen, dann müssen sie dafür sorgen, dass die Spieler sagen: „Ja ich brauch son Ding. Und zwar nicht nur eins!“. Also werden sie die Jungs so dicke machen, dass sie nen Bloodthirster im Armdrücken besiegen können, während sie sich die Haare machen und ihre iTunes Playlist sortieren. (Und das kann echt lästig sein – selbst für nen Primarchen.)

Auch wenn es zum Fluff passt – ja, es sind Halbgötter und ja zumindest Sanguinius hat sich mal mit nem Bloodthirster gemessen und zumindest das Rematch gewonnen – ich hab halt die Befürchtung, dass die so richtige I-Win-Auswahlen werden. Ähnlich dem Knight derzeit…

Okay Ketzer, was willst du uns eigentlich nun sagen? Warum erzählst nicht nicht deiner Black Legion und deinen Überlegungen, Plänen oder was-auch-immer?

Ein Wort: Zukunftsfähigkeit.

Soll ich mir jetzt echt noch die Arbeit machen, nur um festzustellen, dass GWs Zwänge dazu geführt haben, dass das Warhammer 40k Universum nicht mehr der Ort sein soll in dem ich meine Armee ins, bzw. übers Feld schieben will?

Ich tendiere zu einer gewissen… hm… nennen wir es Fatalität. Wenn GW mir ein Warhammer 41.000 anbietet, muss ich es ja nicht annehmen. Es gibt ältere Editionen. Genau wie bei AoS.

Andererseits gibt es ja auch noch Warhammer 30.000 und ich hab ne „Betrayal at Calth“ Box…

Das bloße Gerücht, ein wenig Kopfkino und lebenserfahrener Pragmatismus (sprich: Pessimismus) reichten also aus um mich nochmal ins Grübeln zu bringen.

Nachdem ich meine Gedanken nun mal in die WeltWeite Warteschleife posaunt habe, habe ich hoffentlich den Kopf frei und kann mein Hobby wieder irgendwie fortführen.

Und das nächste Mal geht es dann auch um Modelle. Versprochen!