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Quo Vadis? – Eine Historie der ketzerischen Bemalung

Na, klingt das nicht episch?

Wohin gehe ich… nun dazu müsste ich vielleicht auch sagen woher ich komme.

Die Anfangszeit

Meine ersten Warhammer Spiele hab ich noch unter der 2. Edition gemacht, mit Modellen die mir jemand stellte. So richtig eingestiegen bin ich dann mit der 3. Edition und dem erscheinen des Codex Chaos Space Marines.

Zu dem Zeitpunkt kaufte ich auch meine ersten Modelle und setzte sie zusammen. Ich konnte auf ein paar Jahre Erfahrung im Zusammenbau und Bemalen von Flugzeugmodellen zurück schauen. Das Zusammensetzen stellte mich also nicht vor Herausforderungen. Das Bemalen hingegen… Ich musste mich erstmal von meinen ganzen Revell Farben verabschieden und stieg auf GW Farben um. Zugegeben: das Hinzufügen von Farbe auf die Zinnminis bedeutete mir damals nicht viel. 3 Farben drauf und fertig – Pinselgröße ist doch egal.

Entsprechend sah das ganze dann auch aus. Zum Glück habe ich aus der Zeit keine Bilder mehr von meinen Modellen.

Im Club – der damals noch Warhammer Club Freiburg hieß – hatten wir aber einige richtig schöne Armeen. So schön, dass ich mich dann doch mal genötigt sah n bissel mehr zu machen.

Davon wiederum gibt es Bilder, aber macht euch keine großen Hoffnungen: ich will sie hier nur zeigen um einen gewissen… Prozess bei mir aufzuzeigen. Sie sehen immer noch eher „spontan Netzhautkrebs verursachend“ aus. Keine Highlights, kein Wash, nichts… gar nichts.

Uah… das war auch für mich hart. Danke dass ihr die Seite nicht gleich geschlossen habt, oder falls doch, dass ihr wieder zurück gekehrt seid.

Irgendwann entdeckte ich die Vorteile von Washes und spielte damit rum.

Okay, zwischen den Modellen auf den beiden Bildern lagen nochmal n paar Monate/Jahre, aber man kann schon erkennen, dass sich meine Bemaltechniken weiter entwickelt haben. Bei den Besessenen erkennt man sogar Highlights.

Stagnation

Allerdings stieß ich bei der Black Legion auf ein Problem: Die Rüstungen sind schwarz. Gut, wer konnte das denn ahnen, bei einer Legion die das Wörtchen „Black“ im Namen trägt! Ich hatte mich damals ganz bewusst für die Black Legion entschieden, zum einen weil ich dachte Abbaddon wäre n cooler Charakter, der im Gegensatz zu Ahriman, Doomrider, Kharn und anderen Charakteren tatsächlich was auf die Kette bekommt (Ihr könnt jetzt wieder aufhören mich auszulachen.) und zum anderen war das Farbschema so schön einfach. Schwarz, Silber, ein Tupfer Rot, fertig.

Und das wurde zunehmend zu einem Problem. Das einfache Farbschema limitierte auch die Möglichkeiten sich da ein wenig weiterzuentwickeln.

Das letzte Modell, das ich in den Farben der Black Legion bemalte war ein Vindicator. Ich nahm mir vor, bei dem Modell alles reinzupacken, was ich konnte. Erwartet jetzt bitte nicht allzuviel…

Klar könnte man an dem Ding noch das eine oder andere machen, aber es zeigte mir vor allem eins: Selbst mit Highlighten der Kanten, mit Schichten, mit ganz passablen Glaseffekten – Es blieb immer irgendwie ein schwarzer Blob.

Die Zukunft

So ging das nicht weiter. Abbaddon wurde auch nicht begabter und das Black Legion Supplement war auch nur eine jämmerliche Entschuldigung dafür, dass er 12 Kreuzzüge in den Sand gesetzt hat. Und eigentlich auch den 13.

Also: Andere Legionen haben auch hübsche Hintergrundgeschichten.

Und was lag für den Ketzer näher als DIE Ketzer des 40k Universums: Die Word Bearers. Ich schnappte mir diesen richtig coolen Terminator Lord Plastikbausatz und zimmerte mit einen Chaos Hexer zusammen, den ich dann auch in den Farben der Word Bearers bemalte. Auch hier gab ich mir wieder etwas mehr Mühe:

Rot ist immer noch keine einfache Farbe, aber besser als Schwarz und wenn ich diesen Manni mit den schwarzen Blobbs vom Beginn des Artikels vergleiche, dann liegen da Welten dazwischen. Gut… ich weiß, dass das nicht gegen professionelle Maler anstinken kann, aber für meine Vitrine reicht das erstmal.

Der aufmerksame Leser, wird jedoch festgestellt haben, dass ich nicht vorhabe eine Word Bearers Liste aufzubauen, warum eigentlich nicht?

Die Antwort ist einfach: Fluff.

Ich finde eine Bande von genetisch veränderten Supersoldaten, in schwerer Panzerung, für die Gewalt nicht eine – sondern DIE Lösung ist irgendwie Sympathisch. Und nein, ich frage mich nicht, was das über mich aussagt.

Da ich in der Zwischenzeit ein paar Blood Bowl Teams bemalt hatte, deren Primärfarbe ebenfalls Rot war (die zeig ich vielleicht an anderer Stelle), brauchte ich eine Abwechslung um mich ein wenig bei Laune zu halten. Aber Khorne ist nun mal Rot und Bronze, höre ich euch schreien. Ja, aber ich bin der Ketzer hier: Ich darf das.

Denn es war nicht immer Rot und Bronze. Die World Eaters, die wir heute nur noch in Rot und Bronze kennen, sahen nicht immer so aus. Zu Beginn der Horus Heresy  hatten die ein Weiß/Blaues Farbschema. Und DAS war ja wohl mal was völlig anderes.

Also nahm ich mir 2 Chaos Space Marines (Okay, ein Marine und ein Berserker) die noch nicht mit schwarz traktiert waren und probierte mal rum.

Das Ergebnis? Seht selbst:

Ich finde die sind so schlecht nicht geworden. Und das ist es, wo ich hin will!

Die ganz alten Modelle werde ich wohl in eine Box packen wo sie dem Sehnerv nicht mehr unmittelbar schaden können. Ein paar Plastikmarines bekommen wohl eine Altbausanierung in den Farben der World Eaters. Ob ich daraus ne komplette 40k Armee mache, wird die Zeit zeigen. Erstmal baue ich mir ne kleine Truppe für Kill Team Matches auf. Das wird mich ne weile beschäftigt halten, da ich da die eine oder andere Idee habe… Die Jungs aus der Betrayl at Calth Box werden wohl auf jeden Fall zu ner kompletten Armee für 30k ausgebaut.