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Bloodbowl Long Time League – Part III

Dritter Spieltag der Bloodbowl Long Time League.
Diesmal müssen die Wadentester gegen die fauligen Gebeine eines Nurgleteams treten.

Der Spielbericht

Im Team gab es eine Änderung. Mit N’Bulle Kante kam der erste Bull Centaur ins Team. Dafür wurde Sebastien Heuler aufgrund von Erfolglosigkeit aufgefr… freigestellt.

Das Spiel selbst fand bei perfektem Wetter für Bloodbowl in einem Luxusstadion statt. Die reichliche Ausstattung (und der exquisite Wein) lockte den Zauberer „Horatio X“ an – der in den Farben der Nurgle Nuggets im VIP Bereich Platz nahm.

1. Halbzeit

Die Wadentester hatten die erste Offensive. Der Ball kam nahe der Mittellinie runter. Dort prügelten die Zwerge die Nurglehanhänger runter, nahmen den Ball auf und machten sich auf, die rechte Flanke herunterzulaufen.
Im Gegenzug mussten die Nurgle Nuggets nicht nur mit den prügelnden Zwergen zurechtkommen, sondern auch noch auf ihre Nurgle Bestie verzichten, die durch den ganzen Trubel um sie herum so verwirrt war, dass sie erstmal eine Weile dumm durch die Gegend glotzte.
Auf den Rängen wurde es Horatio X wohl zu einseitig, denn der Magier zielte mit einem Feuerball auf Jonathan Bah, der mit dem Ball in der Hand um sein Leben lief. Der Wein im VIP Bereich war aber wohl nicht nur vorzüglich, sondern auch etwas hinderlich, wenn es um die Zielfähigkeiten ging. Der Feuerball verfehlte den Hobgoblin nur knapp.
Die Explosion brachte aber Leben in die Nuggets – und der Nugle Warrior mit der Nummer 7 schlug Marcel Umspitzer mit einem satten Rückhandschlag vom Feld.
Doch das konnte den Touchdown für die Wadentester auch nicht mehr verhindern.

Offensive des Nurgleteams – wüste Schlägerei

Der Offensive der Nuggets begegneten die Chaoszwerge mit einer perfekten Defensive, die von den Nuggets aber aufgebrochen wurde, als einer der Rotter es durch die Rüstung eines Chaoszwergs schaffte und diesen mit dem Gesicht nach unten in den Dreck beförderte.
Nun (manche sagen auch endlich) wurde es auch den Wadentester zu bunt und Harry Bane schlug einen der Chaoskrieger KO. Jerome Boahpeng war von diesem Zug so inspiriert, dass er ihn an einem der Rotter ausprobiere und diesen ebenfalls KO schlug.
Bis zur Halbzeit entwickelte sich damit eine veritable Prügelei, bei der es nicht mehr um den Ball zu gehen schien.
Auf Seiten der Wadentester wurde Javier Martifetz KO geschlagen. Übler erwischte es Jerome Boahpeng, der nach einem üblen Spear durch einen Krieger mit einer schweren Verletzung vom Feld getragen wurde.
Den Wadentester gelang es 2 Krieger und sogar die Nuglebestie KO zu prügeln. So sorgten sie zum Ende der ersten Halbzeit für eine solide Überzahl auf dem Feld.

2. Halbzeit

Die Halbzeitpause war für die Rotters nicht lang genug, denn 2 Krieger und die Bestie waren noch nicht wieder zu Bewusstsein gekommen, als der Schiedsrichter die 2. Halbzeit anpfiff.
Der Kick der Wadentester landete auf der rechten Flanke und durch die Unterzahl gelang es N’Bulle Kante auf der Seite durchzubrechen und gleich Druck auf den Ball aufzubauen.
Horatio X sah was das für die Nuggets bedeutete und versuchte dem Team mit einem weiteren Feuerball zu Hilfe zu kommen, aber da er seinen Weinkonsum nicht zurückgefahren hatte, landete dieser Zauber deutlich daneben.
Der Pestigor versuchte einen Block gegen den Centaur und ging gegen den stärkeren Gegner zu Boden. Dieser war zwar stark, aber kaum fähig den Ball aufzunehmen.
Das Schauspiel wiederholte sich 2 Drives lang. Es gelang den Nuggets nicht Unterstützung für den armen Pestigor heranzubringen, der wieder und wieder gegen Kante anlief, nur um von diesem abgeschmettert zu werden.
Im 5 Drive der zweiten Halbzeit, passierte schließlich, was sich die ganze Zeit über angedeutet hatte.
N’Bulle Kante gelang endlich die Ballaufnahme und der Touchdown zur Vorentscheidung.
Der Rest der zweiten Halbzeit artete wieder in eine Schlägerei aus, obwohl Kante tatsächlich die Chance bekam seinen 2. Touchdown des Tages zu erzielen.
Allerdings gelang dem Pestigor diesmal ein Unterzahlblock, der verhinderte, dass der Bull Centaur den Ball kontrollieren konnte.
Javier Martifetz ließ sich ebenfalls zu einem Unterzahlblock hinreißen, der, sehr zur Überraschung aller beteiligter, dafür sorgte, dass einer der Krieger schwer verletzt vom Feld getragen werden musste.
Der Rest war ein relativ ereignisloses Herumgeschubse, das zwar für einiges an Gejohle bei den Fans sorgte, aber keinerlei Konsequenzen nach sich zog.

Das sagen die Trainer

„Was für ein verrücktes Spiel!“ – das war der Grundtenor der beiden Trainer.
Der Coach der Nurgle Nuggets trug die Niederlage mit einer gelassenen Heiterkeit, die Großväterchen Nurgle sicher gefallen hätte.

Die Wadentester hatten diesmal nicht nur für Touchdowns sondern auch für Verletzte gesorgt und damit eine Forderung von Coach Ketzer umgesetzt.
Boahpengs schwere Verletzung trübte ein wenig die Freude über den Sieg und momentan sieht es so aus, als ob der Hobgoblin kein weiteres Spiel mehr für die Wadentester machen würde.

Bloodbowl Long Time League – Part II

Weiter geht es mit der Bloodbowl Long Time League vom Kainskind.

Der zweite Spieltag steht an und das Team der Wadentester United muss diesmal gegen Bonecrushers ran – ein Chaos Pact Team mit 3 Big Guys.

Der Spielbericht

Mein Team ist personell unverändert – alle 12 Spieler haben das letzte Spiel überlebt nur Sebastien Heuler muss aufgrund seiner erlittenen Verletzung aussetzen.

Jonathan Bah hat sich im letzten Spiel ein Level-up verdient und bekam die Fähigkeit „Sure Hands“, die ihm sicher noch helfen wird.

1. Halbzeit

Zu perfektem Bloodbowl Wetter pilgerten 16000 Fans ins Stadion und auch an diesem Spieltag waren die Fans der Wadentester in der Überzahl.

Die Bonecrushers gewannen den Cointoss und entschieden sich für die Offensive.

Beim Kickoff offenbarte sich das brillante Coaching der Bonecrushers, welches ihnen für diese Halbzeit einen zusätzlichen Re-Roll einbrachte. Der Abschlag der Wadentester landete weit in der Hälfte der Bonecrusher, auf deren linker Flanke.

Dort sorgte der Spieler mit der Nummer 3 gleich mal für Action. Honka Handschuh beförderte einen der Hobgoblins mit dem Gesicht voran in den Dreck des Spielfelds und sorgte so gleich mal für einen Vorteil für die Chaos Reneganten. Allerdings schien der Oger, Harmann Hackebeil, von dem ganzen Gewusel vor ihm zu verwirrt zu sein um auf die Aufforderung, doch einen der Chaoszwerge vor ihm zu vermöbeln, zu reagieren.

Richtig schlecht machte es aber Bob Würger. Der Marauder mit der Nummer 4 versuchte einen der Chaoszwerge umzuhauen, wurde aber von diesem ausgekontert und KO geschlagen.

Ähnlich holprig war der Start der Wadentester. Der Minotaurus, Harry Bane, wäre bei seinem Blitz gegen den Minotaurus der Bonecrusher beinahe selbst zu Boden gegangen und nur ein beherztes coaching (das tatsächlich wirkte) verhinderte, einen unschönen Turnover für die Wadentester.

Leon Gorefetzer, der gerade noch Bob Würger KO geschlagen hatte, bewegte sich auf die bedrohte Seite der Wadentester um dort für Verstärkung zu sorgen.

Dort wurde die Situation immer bedrohlicher, denn Honka Handschuh sorgte gleich im 2. Drive für die zweite durchbrochene Rüstung. Dieses Mal landete Marco Reis benommen am Boden.

Das Blatt wendet sich!

Marcel Umspitzer gelang einen Gegner so zu treffen, dass dieser nur noch vom Platz getragen werden konnte.

Im Gegenzug versuchten der Troll und der Renegade Ork der Bonecrushers Harry Bane zu faulen, der zuvor nach einem Tackel nicht wieder auf die Beine gekommen war. Der Schiedsrichter schaute zwar nicht hin, aber die Rüstung des Minotauren hielt – auch wenn sie bedenklich knirschte.

Nun waren es die Bonecrusher, die plötzlich in Bedrängnis gerieten. Die Wadentester schafften es zwar eine numerische Überlegenheit um den Ballträger herum zu erzeugen, aber die Anwesenheit des Ogers bereitete Coach Ketzer doch einiges Kopfzerbrechen.

Am Ende des 6. Drives war es dann ein Chainpush, der die Entscheidung zugunsten der Wadentester brachte.

Mit einem „Zeit für Helden“, beorderte Coach Ketzer Maximilian Flöpp ins Getümmel, wo dieser nach 2 Go-for-its einen Block ohne Unterstützung gegen den Renegade Elfen der Bonecrushers durchzog. Dieser gelang und Flöpp drückte den Elfen ins Getümmel. Dadurch wurde einer der Marauders aus der Tacklezone geschoben und Jonathan Bah gelang nach einem einfachen Dodge die Ballaufnahme und der Touchdown.

Die euphorischen Fans der Wadentester sorgten beim Kick-off für einen weiteren Re-Roll für ihr Team.

Die Bonecrusher mussten den Drive mit gleich 3 Mann weniger beginnen, da neben ihrem verletzen Marauder noch 2 weitere Spieler nach einem KO noch nicht wieder aufgewacht waren.

Der Coach der Bonecrushers befahl den Spielzug „Fliegende Goblins“ und stellte entsprechend auf. Allerdings scheiterte der Spielzug bereits bei der Ballaufnahme und sorgte für einen frühen Turnover. Dies nutzten die Chaoszwerge um sofort wieder Druck aufzubauen. Es gelang den Bonecrushers nicht mal im Ansatz sich zu befreien und die Folge war der 2. Touchdown der Wadentester nach einem weiteren Turnover durch einen verpatzten Block. Den Punkt erzielte Maximilian Flöpp, der nach seiner erfolgreichen Heldentat wohl noch „on fire“ war.

Erneut gingen die Wadentester also mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeit.

2. Halbzeit

Auf den Rängen herrschte eine solche Euphorie, dass die randalierenden feiernden Fans den Wiederanpfiff der Partie völlig übertönten. Erst mit Beginn des 2. Drives bekamen die Spieler mit, dass das Match wieder lief und die Bonecrushers traten das Spielgerät in die Hälfte der Wadentester.

Die 2. Halbzeit begann genau wie die 1. – Harry Bane verpatzte seinen Blitz. Dieses Mal, griff Coach Ketzer aber nicht ein sondern sah zu, wie sich die beiden Minotauren gegenseitig zu Boden beförderten.

Der Kick der Bonecrushers war kurz von der Touchdownlinie der Wadentester runtergekommen und Hobgoblins machten sich daran ihn zu sichern und nach vorne zu tragen.

Die Offensive der Chaoszwerge wurde ruhig und kontrolliert vorgetragen. Trotz der Versuche der Bonecrushers, gelang es ihnen nicht das vorrücken der Wadentester zu verhinden. Erschwert wurde dem Coach diese Aufgabe auch noch durch seine eigenen Big Guys, die immer wieder dumm durch die Gegend glotzten oder ihre Gegner anmuhten, statt das zu tun, was sie sollten.

Es gelang den Bonecrushern nochmal Druck auf die Hobgoblins aufzubauen, die in ihre Hälfte eindrangen. Ein Handoff von Bah an Boahpeng sorgte jedoch dafür, dass der Hobgoblin durchbrechen und im 7. Drive das 3:0 erzielen konnte.

Das Spiel war damit entschieden und der Coach der Bonecrushers versuchte noch das Beste aus der Situation zu machen und ließ seine Spieler das Passen üben.

Das sagen die Trainer

Der Coch der Bonecrushers war sichtlich unzufrieden. Er haderte mit den frühen Ausfällen und dem Unvermögen seiner Big Guys das zu tun, was er von ihnen erwartete.

Das Gegenprogramm sollte eigentlich Coach Ketzer darstellen, der nach zwei Spielen mit insgesamt 6:0 Touchdowns zufrieden sein sollte. „Meine Mannschaft spielt zwar gut, aber ich vermisse noch den letzten Biss.“, gab dieser aber zur Überraschung aller zu Protokoll. „Das hier ist Bloodbowl, bei Khorne! Wo bleiben die abgerissenen Gliedmaßen? Als nächstes steht ein Spiel gegen die Nugles Nuggets an. Da kommen wir mit „gut spielen“ nicht weit. Einige Spieler müssen sich mal klar machen, dass sie hier nicht in einem Elfenteam spielen!“

Bloodbowl Long Time League – Part I

Seid gegrüßt, Freunde des einzig wahren Ballsports!

Zur Zeit findet eine Langzeitliga meines örtlichen Plastikfigurendealers statt und ich mische mit.
Diesmal waren auch nicht-GW-Figuren erlaubt und damit hatte ich eine Motiviation meine Chaoszwerge fertig zu bemalen.
Ich präsentiere euch die Mannschaft von Wadentester United:

Ähnlichkeiten mit echten Personen sind natürlich fast zufällig.

Mein erstes Spiel fand gegen die Goblin Mannschaft der Infected Mushrooms statt.

Der Spielbericht

Im Stadion der Infected Mushrooms warteten 20.000 Goblinfans auf das Spiel – nur um festzustellen, dass die Wadentester mit sage und schreibe 80.000 Fans in ihr Stadion einfielen.
Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden sogar noch mehrere Fans am Betreten des Stadions gehindert. Bei ihnen sollen verdächtige Gegenstände gefunden worden sein. In den (noch stehenden) Kneipen um das Stadion herum, flüstern einige hinter vorgehaltender Hand, dass diese Fans Teile eines Flugabwehrsystems ins Stadion schmuggeln wollten. Diese kuriose Theorie deckt sich mit dem bekannten fliegender-Goblin-Trauma des Coaches der Wadentester.

Die Mushrooms gewannen in der Zwischenzeit den Münzwurf um den ersten Drive und entschieden sich auch erstmal in die Offensive zu gehen.

1. Halbzeit

Nachdem beide Mannschaften Aufstellung bezogen hatten und der Ball in der Luft war, artete die Choreographie der Fans in eine ausgewachsene Pitch Invasion aus.
Als sich der Staub legte, standen nur noch 4 Goblins auf der Seite der Mushrooms. Beide Trolle und der Fanatic befanden sich unter den Opfern der gewaltbereiten enthusiastischen Fans. Letzerer musste sogar bewusstlos vom Feld getragen werden.
Auf der Seite der Wadentester hatte es den Minotaurus Harry Bane erwischt, der in einer konzentrierten Aktion der Mushroom Fans zu Boden gebracht wurde.

Keiner Seite blieb Zeit sich am Leid des jeweiligen Gegners zu ergötzen – obwohl einige neutrale Beobachter schwören, dass sie von der Trainerbank der Wadentester ein manisches Kichern vernahmen. Die Goblins machten sich daran, den Ball mit Jump’n’Runna Joe, dem Pogoer der Mushrooms, zu sichern.

Hack’n’Slasha Harry, um den die Fans der Wadentester bei der Pitch Invasion einen Bogen gemacht hatten, entschloss sich, etwas gegen die Überzahl der Chaoszwerge zu tun und schwang seine Kettensäge gegen Marcel Umspitzer. Der Chaoszwerge ging zu Boden und nur seinem Dickschädel war es zu verdanken, dass er auf dem Feld bleiben konnte. Im Gegenzug wurde der vor Spielfreude sprühende Looney von einem der Chaoszwerge k.o. gehauen.

Ihre Überzahl auf dem Feld ausnutzend, nahmen die Wadentester die verbliebenen, noch stehenden Gegner in enge Manndeckung. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich, denn die Goblins versagten beim Versuch sich von den Gegnern zu lösen. Ein weiterer Goblin wurde bewusstlos vom Spielfeld getragen, aber auch die Anhänger der Infected Mushrooms hatten Grund zur Schadenfreude, als einer der Hobgoblins beim Versuch sich aus der Tacklezone eines Trolls zu lösen, mit der Nase voran im Rasen landete.

Beiden Trolle der Mushrooms erwiesen sich als Aktivposten im Spiel der Goblins. Sie brachten zuverlässig Spieler der Wadentester zu Boden – sogar, wenn sie einmal nicht angebrüllt wurden.

Unfaire Spielweise? – Es ist Bloodbowl!

Bomb’a’man Bob machte kichernd eine seiner Bomben bereit, um Jump’n’Runna Joe den Weg zum Touchdown freizusprengen. Dummerweise wurde der ungenaue Pass des Goblins von Leon Gorefetzer abgefangen! (Ja, ein Zwerg macht einen Intercept – mit 2 Tackelzonen!) Der Chaoszwerg jubelte aber nur bis ihm dämmerte, dass die brennende Lunte nichts Gutes bedeuten konnte. Sein Versuch die Bombe Richtung Jump’n’Runna Joe weiterzuwerfen scheiterte kläglich und die Bombe fiel ihm vor die Füße. Eine kleine Explosion später lag Leon Gorefetzer mit dem Gesicht im Dreck. Der Jubel der Mushroom Fans verstummte aber abrupt. Beide Trolle und ein weiterer Goblin waren ebenfalls von der Explosion erfasst und zu Boden geworfen worden.

Die Wadentester entschlossen sich nun mal besser Ernst zu machen, bevor die Goblins weitere unschöne Überraschungen hervorzauberten. Mit einem schnellen Spielzug im vierten Drive erzielte Jonathan Bah den ersten Touchdown des Spiels, nachdem man Jump’n’Runna Joe erfolgreich vom Ball getrennt hatte.

Bestechung? Ein unschönes Wort für eine goldene Brücke.

Als die Infected Mushrooms wieder aufs Feld marschierten, um Aufstellung zu beziehen, tauchte am Spielfeldrand plötzlich ein herrenloser Sack Gold auf. Der Fanatic Mosh Pit Pete betrat just in dem Moment unschuldig pfeifend das Spielfeld, als der Schiedsrichter mit dem Konfiszieren eben jenes Goldes beschäftigt war. So konnte der Fanatic seine (kaum) versteckte Waffe erneut aufs Spielfeld bringen.
Wer sie nicht übersah, war Leon Gorefetzer, der Bekanntschaft mit dem unangenehmerem Ende der Waffe machte, aber dank seines Dickschädels auf dem Feld verblieb. Der Fanatic versuchte auch noch Harry Bane umzusemmeln, aber er wirbelte nur an dem staunenden Minotaurus vorbei.
Dieser schaffte es im Gegenzug den Fanatic auf die Hörner zu nehmen – sehr zu seinem Ärger überlebte der Fanatic aber und wurde nur bewusstlos geprügelt.

Die Versuche der Goblins den Ball in Richtung Touchdownzone der Wadentester zu bekommen sahen gar nicht mal so schlecht aus. Auf beiden Seiten brachen die Goblins durch und rannten um ihr Leben. Jump’n’Runna Joe warf einen Pass auf den Goblin, der in der Nähe der linken Außenlinie der Chaoszwerge entlang rannte. Zum Erstaunen aller kam der Pass an und wurde sogar gefangen.
Mats Brummels gelang es nur im Vollsprint den enteilten Goblin zu Boden zu reißen.
Die Hobgoblins schwärmten wieder aus um einen Konter zu starten, doch der Pass von Jerome Boahpeng scheiterte kläglich.
Erst im zweiten Versuch gelang es Jonathan Bah den Ball auf Javier Marifetz zu passen, der im letzten Drive der ersten Halbzeit den zweiten Touchdown für die Wadentester erzielte.

2. Halbzeit

Mit einer konfortablen 2:0 Führung in der Hinterhand zogen die Chaoszwerge genüsslich ihr Offensivspiel gegen die sechs Goblins und den einen Troll auf, die nach der Halbzeit bei Bewusstsein / spielfähig / nicht des Feldes verwiesen waren.

Besonders aktiv zeigte sich erneut Jump’n’Runna Joe, der todesmutig über die Spieler der Wadentester hinwegsprang um an den ballführenden Hobgoblin zu kommen. Dass er mit dem Gesicht im Dreck landete störte das Jubeln auf den Rängen über die wahnwitzige Aktion nur unwesentlich.

Aus einer sicheren Abwehr heraus versuchten die Hobgoblins noch ein paar Bonuspunkte durch Passspiel abzugreifen, aber sie scheiterten kläglich. Im Gegenzug schafften es die verbliebenen Goblins nicht, an den Ball zu kommen.

Jerome Boahpeng rannte mit dem Ball bis runter an die Touchdownlinie. Dort provozierte der Hobgoblin die Fans beider Seiten immer wieder mit angedeuteten Touchdowns, die er im letzten Moment wieder abbrach, um die Uhr weiter herunterlaufen zu lassen. „Bester Nachbar“ Sprechchöre schallten von Rängen und die Mushrooms schafften es erst im 6. Drive der 2. Halbzeit genug Druck auf den Hobgoblin aufzubauen, um ihn zum Touchdown zu bringen.

Spielerische Überlegenheit

In der Zwischenzeit schaffte es Mats Brummels einen der Goblins vom Feld zu treten während Harry Bane es auch in mehreren Anläufen nicht hinbekam einen der Goblins vom Feld zu befördern. Eine Tatsache, die auf den Rängen für einigen Spott sorgte. Coach Ketzer wies in geradezu darwinistischer Weisheit darauf hin, dass die verbliebenden Goblins eindeutig die zähsten des Teams sein mussten.
Besser als Harry Bane machte es Tre Bucheta, der Troll der Mushrooms. Er ließ seine Fans nochmal jubeln, indem er Sebastien Heuler per Choke Slam so tief in den Rasen rammte, dass Coach Ketzer für einen Moment der Meinung war, dass es besser wäre den Hobgoblin in dem Krater zu belassen und selbigen einfach mit Erde aufzufüllen. Der Mannschaftsarzt Quacksalber der Wadentester versicherte dem Coach aber, dass Heuler wieder einsatzfähig sein würde. Man müsse nur alles wieder reingestopfen, zusammen tackern und etwas warten, bis die wichtigsten Dinge wieder zusammengewachsen waren. Die medizinische Abteilung ist zuversichtlich, dass das beim übernächsten Spiel der Fall sein würde.

Mats Brummels, erreichte nun Betriebstemperatur. Er nahm Rache und beförderte einen Goblin mit einem eleganten Tritt gegen den Kopf in die Krankenstation.

Mit einem 0:3 Rückstand, Unterzahl und einem letzten Drive zur Verfügung verstanden nun auch langsam die Goblins, dass das Spiel verloren war. Sie versuchten noch ein paar Schönheitspunkte durch ein Passspiel zu erschleichen, aber das wollte nun auch nicht mehr gelingen.

Nach dem Spiel wurden von angeblich unabhängigen Experten Jump’n’Runna Joe und Jonathan Bah zum MVP der jeweiligen Mannschaft gewählt – danach waren besagte Experten aber nicht mehr auffindbar.

Das sagen die Trainer

Der Trainer der Infected Mushrooms haderte vor allem mit dem Publikum. „Eine Pitch Invasion ist zwar schön anzusehen und wir danken den Fans für diese beeindruckende Choreografie, aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse erwies sich die Unentschlossenheit unserer Ordner im Stadion als Eigentor. Von da ab war es sehr schwer, mit einer derart dezimierten Truppe noch Druck aufzubauen.“
Coach Ketzer sah das naturgemäß anders. „Ich lade einige unserer Fans zum nächsten Mannschaftstraining ein. Einige der Taktiken, die bei der Pitch Invasion angewendet wurden, waren sehr beeindrucken. Besonders die Art und Weise, wie die beiden Trolle zu Boden gebracht wurden, sollten wir in unser Playbook aufnehmen. Unzufrieden ist heute nur der Priester des Khorne, für den zu wenig Blut floss und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Wenn es gegen Goblins geht erwarte ich ein paar abgerissene Schädel mehr!“

No Guts – No Glory! Ein Abstecher zum Bloodbowl

Der Titel verrät ja schon alles. Dieses mal geht es um Bloodbowl!

Die Vorgeschichte

Derzeit findet in meiner Umgebung ein kleines Bloodbowl Turnier statt. Leider hatte ich etwas Pech mit meinen Gegnern. Zwei von ihnen traten nicht an und somit landete ich kampflos in der dritten Runde. Na gut…

Aufgrund der Anforderung des Turnierveranstalters, nur GW Modelle verwenden zu dürfen, spiele ich ein Chaos Team, welches ich mir aus ein paar umgebauten Chaos Space Marines und Bloodlettern gebaut habe.

Die CSMs sind natürlich die Chaos Krieger und die Bloodletter ergeben einen hübschen Tiermenschen Ersatz. Ich hatte nichts anderes zur Hand, als wir damals in unserem Club unsere Bloodbowl Ligen aufzogen und ich es mir in den Kopf gesetzt hatte ein Chaos Team zu spielen.
Sei es wie es ist: hier eine kurz Vorstellung meiner Mannschaft – der zweiten Mannschaft der Ophingia Touchdowners.
[stellt euch an dieser Stelle eine fetzige Einmarschmusik vor. ;)]

Im Turnierspiel traf ich nun also auf das Orkteam der Doomhammerjaws. Hier ein Spielbericht:

Das Spiel

Bei schönem Bloodbowl Wetter fanden 100000 Zuschauer den Weg ins Stadion. Allerdings mussten die Orks feststellen, dass mehr als doppelt so viele Chaos Anhänger in dem Stadion waren.

Die Touchdowners gewannen den Cointoss und entschieden sich für die Offensive.

Die Orks nahmen also eine defensive Aufstellung ein und harrten dem Ansturm der Chaoten. Allerdings eskalierte in der angeheizten Atmosphäre der Trash Talk zwischen den beiden Mannschaften und der Anpfiff ging in einem allgemeinen Gepöbel unter.

Nachdem der erste Drive also benötigt wurde um die Spieler wieder voneinander zu lösen, kickten die Orks den Ball an die Touchdownlinie der Touchdowners.

Die Chaoten schafften sich ein Übergewicht an der LoS, während im eigenen Hinterland Seagul den Ball aufnehmen in aller Ruhe in Richtung der linken Flanke tragen konnte. Die Orks schafften es im Gegenzug nicht der Chaoswalze Paroli zu bieten. Ein weiterer Ork blieb erstmal benommen am Boden liegen, nachdem er und einer der Chaoskrieger ihre Köpfe zusammenschlugen und beide zu Boden gingen.

Die Touchdowners schoben an der linken Flanke einen der Orks vom Feld und in den Pulk ihrer Fans. Mit einem heldenhaften Einsatz, schafften es die Fans der Jaws ihren Spieler zumindest KO zu bergen, bevor die Chaosanhänger irgendwelche dunklen Rituale durchführen konnten.
Weitere Versuche der Orks den Touchdowners Paroli zu bieten blieben fruchtlos und man sah sogar Ork Blitzer, die aus den Tackelzones ihrer Gegenspieler raussprangen.

Dass das vielleicht sogar eine gute Idee war, zeigte sich, als die Tochdowners einen weiteren Ork vom Feld und in die Fans schoben. Eine weitere Grünhaut wurde so von den Fans KO geprügelt.

Im Angesicht der numerischen Überlegenheit der Chaoten griff der Coach der Orks zu einer neuen Taktik – Fouls! Also trat einer der Orks gleich mal beherzt zu – kam allerdings nicht durch die Rüstung des Lineman. Coach Ketzers Reklamation beim Schiri verhallte ungehört.

Die Spieler auf dem Feld ließen sich davon nicht beeindrucken. Auf der dezimierten linken Flanke übergab Seagul nach einem Lauf den Ball an Mr. D, der diesen sicher in Empfang nahm und sich in Richtung Endzone der Jaws auf machte.

Die Orks ließen einen ihrer Blitzer sprinten um den durchgebrochenen Chaoten abzufangen. Dieser kam noch in Kontakt mit dem Ballträger der Touchdowners aber für ein (un)gesundes Tackel war er zu weit weg.

Die muntere Prügelei an der Mittellinie wurde durch einem zu Boden sinkenden Ork beendet, der feststellen musste, dass sein Schädel nicht so hart war, wie der von No’Riss.

Nun hatten die Touchdowners leichtes Spiel. Der Ballträger wurde freigeblitzt und Mr. D erzielte den Touchdown, bevor er sich von den Fans in der Nordkurve feiern ließ.

Es war Zeit für die Orks in die Offensive zu gehen – es blieben noch drei Drives bis zur Halbzeit.
Leider mussten die Grünhäute feststellen, dass sie in der Unterzahl waren. Einer der Orks, den die Fans verprügelt hatten, war noch nicht wieder aufgewacht.

Beim Kick-Off stürmten einige Fans das Feld und knöpften sich den Schiri vor, der zuvor das Foul übersehen hatte.

An der LoS prügelten die Schwarzorks voller Elan die Reihe der Chaoskrieger um. Nur Willes blieb auf den Beinen, wurde aber zurück gedrängt. Allerdings scheiterte einer der Orks beim Versuch den Ball aufzunehmen jämmerlich und im Gegenzug zeigten die Touchdowners wenig Verständnis für die Probleme des Ballaufhebens.

Auf der rechten Seite, auf der nun der Ball vor einem Ork lag, brachen die Lineman der Touchdowners durch und machten gleich mal mächtig Druck, während auf der linken Seite Stall’on in Position für einen Touchdown sprintete.

Beeindruckt durch den Druck, den die Chaoten aufbauten, griffen die Orks auf bewährte Taktiken zurück: Eine wilde Prügelei entstand in deren Folge die Orks zu einem weiteren Foul kamen. Diesmal traten gleich 4 Spieler auf einen am Boden liegenden Touchdowner ein und ließen ihn benommen zurück. Der Ersatz Schiri war wohl noch nicht auf dem Feld und so blieb der einzige Pfiff den die Fans zu hören bekamen, der zur Halbzeit.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit wiederholte sich das Bild. Die Orks räumten die Chaoskrieger an der LoS ab – wieder blieb nur Willes stehen. Allerdings klappte diesmal die Ballaufnahme des kurz gekickten Balls und die Orks bauten einen Cage um den Ballträger.

Die Chaoten juckte das wenig um immer wieder wurde der Ballträger von blitzenden Lineman bedroht und auch zu Fall gebracht.

Von den aufdringlichen Spielern der Touchdowners zunehmend genervt, traten die Orks erneut auf einen am Boden liegenden Spieler ein. Diesmal sah es der Schiri und Pfiff – ein Pfiff der vom vierten Offiziellen aber zurück genommen wurde. Angeblich ging das Foul von dem am Boden liegenden Spieler aus, der in voller Absicht versuchte die Stollen des Orks mit seinem Gesicht zu beschädigen. Nach diesem Urteil verschwand der vierte Offizielle in einem verdächtig neu aussehendem roten Streitwagen.

Um den Ball entstand nun eine wilde Prügelei und eine Aufnahme gelang nur unter einem strengen Blick des Trainers der Orks. An der LoS musste erneut ein Schwarzork feststellen, dass No’Riss einen verdammt harten Schädel hatte. Beim ersten Versuch den Chaoskrieger zu Boden zu bringen, sah es so aus, als ob beide zu Boden gehen würden. Der Coach griff von außen ein, aber das Ergebnis blieb das gleiche. Der Ork blieb benommen liegen, aber No’Riss musste KO vom Feld getragen werden.

Ermutigt von der Tatsache, dass auch Chaos Krieger verwundbar waren, prügelten sich die Orks eine Gasse, durch die der Ballträger in Richtung Endzone der Touchdowners sprintete. Ein Sprint der vom nachsetzenden Mr. D mit einem satten Tackle gestoppt wurde. Der Ork rappelte sich nochmal auf und versuchte zum Ball zu gelangen, allerdings scheiterte er daran, aus der Schlagdistanz von Mr. D zu kommen und ging erneut zu Boden.

Nun konnte Mr. D den Ball aufnehmen und wieder nach vorn tragen. In der Mitte räumte Seagul einen Schwarzork so nachhaltig ab, dass dieser für den Rest seiner Karriere noch ungeschickter sein würde.

Im letzten Drive warf Mr. D einen schönen Pass auf Chun, der den Ball elegant aus der Luft pflückte und mit dem Schlusspfiff den Touchdown zum 2:0 erzielte.

Nach dem Match war Coach Ketzer sichtlich zufrieden.

„Gegen Orks zu spielen ist immer eine Herausforderung. Man weiß nie was einen erwartet. Sie können Prügeln, aber wenn ein paar Goblins oder gar ein Troll und ein Goblin dabei sind, wird es unschön. Zum Glück haben sich die Schädel meiner Spieler heute als härter erwiesen. Einen besonderen Dank möchte ich noch unseren Fans aussprechen. Nicht nur, dass sie zahlreich erschienen sind, sondern auch für die handfeste Unterstützung. Es ist ein wenig Schade, dass die Orks die in der Tribüne landeten nicht gleich den Chaosgöttern geopfert wurden, aber vielleicht das nächste mal.“