Archiv der Kategorie: Hintergrund

Der zweite Teil ist immer besser! – Part II

öhm… Bad Boys 2 – verdammt…

80 Tage später kommt also ER. Der große! Der Böse! Der Erfolgreiche… na gut wir wollen mal nicht übertreiben. Also Ezekyle Abaddon kommt nach Vigilus. Bei seinem stilvollem Auftritt hilft ihm sein altes Schlachtschiff der Gloriana-Klasse – die Vengeful Spirit. Merkt euch bitte dieses Detail, das ist wichtig.

Da die Vengeful Spirit im Fluff anscheinend zu so einer Art Super-Duper-Nonplusultra Schlachtschiff aufgewertet wurde schaffen es die imperialen Verteidiger nicht, die anrückende Chaosflotte aufzuhalten – achja und nebenbei wird Marneus Calgar von einem Slaanesh Dämonen ein Herz durchbohrt und die Kehle herausgerissen.

Das reicht aber selbstverständlich nicht um einen Primaris Space Marines von seinem Format zu töten und gefühlt am nächsten Tag steht er wieder als Anführer der freien Welt – Verzeihung… des Imperiums auf Vigilus da. Nur seine Stimme klingt n bissel rauer. Aber wer von uns kennt das nicht… dieses Halskratzen, nachdem man sich eine neue Kehle zulegen musste.

Die Chaoten gehen zu einer geheimen Basis, die sich in einem der auffälligsten Merkmale des ganzen Planeten „verbirgt“ (true Story!), in der ein paar gefallene Dark Angles auf einer Superwaffe sitzen (und zwar seit Jahrhunderten). Diese generiert ein schwarzes Loch zwischen Vigilus und seinem Mond.

Nebenbei werden ein paar unnütze Reneganten Space Marines auf ein geheimes Lager des Adeptus Mechanicus losgelassen und anschließend zusammen mit dem Lager selbst atomisiert und zwar von Abbaddon, bzw. der Vengeful Spirit – denn Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Marneus „Sexy-Voice“ Calgar aber ficht das alles nicht an. Er mischt ein paar Eldar auf, verbrüdert sich mit denen – in dem er ihnen beim Powwow von seinem Treffen mit den Ynnari erzählt und zieht sie auf seine Seite. Ich vermute ja, dass ihm das nur gelang, weil während dem Meeting irgendwas geraucht wurde, was sowohl Eldar als auch Space Marine glücklich machte – den Rest erledigte seine neue Schlafzimmerstimme.

Kurz danach verschwinden einige – eigentlich nicht ganz unwichtige – Verbündete von Calgar. Pikanterweise sind das alles Leute, auf die die neuen, spitzohrigen Verbündeten einen Hass hatten, aber ein Schelm wer böses dabei denkt. Und ein Ketzer wer da parallelen zwischen Marneus und Ezekyle sieht. Stichwort: Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Die Eldar bringen ihre eigene Superwaffe mit zur Party und Marneus läd Adaddon zum Kaffeeklatsch mit Watschen ein. Die beiden geben sich aufs Maul, Eze bekommt ne Faust in seine Horus-Cos-Play Fresse, einen Schlag gegen seine Terminatorrüstung und im Gegenzug tötet er fast Calgar.

Jap. Nur fast.

Denn gerade als er Calgar den Rest geben will, kommt Haarken an und petzt einen Angriff auf die Vengeful Spirit, die deswegen gleich fliehen will.

An dieser Stelle hauen wir mal kurz die Pause rein, denn ich will schnell sagen, was da passiert ist. Die Geheimwaffe der Eldar war nämlich ein Stealthschiff, und dass hat man mit imperialen (!) Vortex Raketen beladen und in das Schiffchen von Abbaddon gelenkt. Lassen wir das mal für einen Moment so stehen.

Statt nun also einfach schnell mit Drach’nyen zuzustechen oder ein paar Boltschüsse zu bemühen und damit Papa Schlumpf endültig zu erledigen, schrumpft Abbaddons angeblich überragender strategischer und taktischer Intellekt auf 4 Worte zusammen. Hier für euch ganz exklusiv und nur auf dieser Seite: Die Gedanken Abbaddons in diesem Moment:

Mit genau diesen Worten im Kopf verschwindet Abbaddon also schneller als das letzte Fläschchen Plastikkleber während einer Bastelsession, lässt dabei Calgar lebend zurück und vernichtet bei seiner Flucht auch noch versehentlich ein Drittel seiner Flotte, was dem Imperium ermöglicht Vigilus zurückzuerobern.

Highlander 2! – nein, okay, ich gebe auf.

Puh… okay, das artete etwas aus. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich mich, während ich diese Geschichte las, schwer an meine schlimmsten Befürchtungen aus meinem ALLER ERSTEN POST in diesem Blog erinnert fühlte.

Ich verstehe etwas wie Vigilus eigentlich als Versuch die Geschichte weiterzuführen. Etwas, das man zuletzt mit den Gathering Storm Büchern hinbekommen hat.
Vigilus brennt! hingegen fühlt sich so an, als wolle es gar nichts ändern.
GW hat Marneus Calgar und Abbaddon jeweils eine neue Figur spendiert, also konnte man keinen der beiden sterben lassen. Okay, das schränkt den Handlungsrahmen ein wenig ein und mir war klar, dass die Geschichte BESTENFALLS in einem Patt enden würde. Aber ich hatte zumindest die Hoffnung, dass sie es ein wenig subtiler darstellen würden.

Ein Beispiel gefällig?

Sieg Imperium (grober Entwurf):

Abbaddon treibt die Klaue des Horus durch beide Herzen von Calgar und tötet ihn. Das Duell hat Abbaddon aber so viel Aufmerksamkeit gekostet, dass die Ultramarines ihn einkreisen konnten – er flieht um nicht getötet zu werden und muss kurz darauf auch aus dem System fliehen, weil Guilliman mit Verstärkung anrückt.
Guilliman hat Cawl dabei, der den Leichnam von Calgar birgt und ihn mit irgendwelchem Tech-Hokuspokus wiederbelebt.

Sieg Chaos:

Abbaddon schaut mit einem grausamen lachen auf den zerschmetterten Körper seines Feindes. Ein feines Lächeln umspielt seine Lippen. „Gut gespielt, Marneus, gut gespielt. Aber es spielt keine Rolle. Denn das hier wird dein heiliges Terra auch nicht retten.“
Der selbst ernannte Warmaster des Chaos trat lachend von seinem geschlagenen Gegner zurück und verschwand in einem Lichtblitz.
Viele Lichtjahre entfernt begab sich der Planetenkiller über Sangua Terra in Schussposition.

So. Bumm. Sache erledigt.

Tatsächlich wird die Sache mit dem Planetenkiller über Sangua Terra angedeutet. Aber eben nur das – eine Andeutung. Keine endgültige Sache. Gut, man kann jetzt sagen, dass meine Zeilen es auch nur andeuten. Aber es ist definitiv mehr als „Die Astrophaten haben Albträume von einem Schiff dass sich Sangua Terra nähert und das der Planetenkiller sein könnte“ – Gähn!

Der Unterschied besteht außerdem darin, dass in meiner Variante Abbaddon als Sieger darsteht, da ihm die Eroberung Vigilus völlig egal war. Vigilus war nur dazu da um Kräfte zu binden und sein wahres Angriffsziel zu verschleiern. Das würde doch irgendwie mehr nach einem genialen strategischen Schachzug klingen als das was GW da hingebuttert hat.

So wie die Geschichte geschrieben steht, liest sich das einfach nur als hätten wir es hier mit einem typischen Dienstag im Leben von Failbaddon dem Armlosen zu tun.

Man versagt trotz:

  • einer Superwaffe, die ein schwarzes Loch generiert (und allein über diesen Punkt könnte ich noch einen ganzen Artikel schreiben, denn das war so komplett Hanebüchen umgesetzt)
  • einem schier unaufhaltbaren Schlachtschiff aus einer Zeit wo alles besser und aus Holz war.
  • einer verdammten Flotte im Orbit die einfach alles in Schutt und Asche bombardieren könnte.
  • numerischer Überlegenheit.
  • Verteidigern, die von allen Seiten belagert und erschöpft waren.

Das soll also der große Warmaster des Chaos sein? Horus Erbe? Der große, böse Junge vor dem alle Angst haben? Lächerlich!

Nein, GW. Da habt ihr nur diesen Versager wieder auferstehen lassen, der 13 Anläufe gebraucht hat um einen einzigen Planeten zu erobern – trotz der Macht der Verräterlegionen, Sterblichen und Dämonen im Hintergrund – und es am Ende immer noch nicht geschafft hat, weil ihm schließlich nichts besseres einfiel, als mit kaputten Spielzeug um sich zu werfen und alles kaputt zu machen, weil er seinen Willen nicht haben konnte.

Der zweite Teil ist immer besser! – Part I

siehe Terminator 2 …

Hä? Was hat das mit diesem Blog zu tun? Und überhaupt… was war in deinem Kaffee, Ketzer? – Milch und Zucker hoffe ich und ich beziehe mich mit diesem Titel auf das Update des Codex Chaos Space Marines und später noch auf Vigilus brennt!. Dem zweiten Teil der Vigilus Bücher.

Ich musste diesen Post auf 2 Teile aufspalten – zum einen weil es thematisch passt wie Energiefaust auf Auge und zum anderen muss ich gestehen, dass das ganze ein bisschen lang wurde.

Außerdem muss ich euch noch ein Bild von meinem Alpha Legionär nachreichen – dieses mal ganz ohne Photoshop (außer zum Zurechtschneiden)

Ich habe leider keine passenden Decals gefunden und nach einigen Trockenübungen habe ich mich zu einem Freehand entschieden. Ist jetzt sicher nicht mega spektakulär, aber ich finde es ist gut geworden.

Back to topic.

Für den Fall dass ihr die letzten Tage/Woche unter nem Stein verbracht habt: GW hat den Codex neu rausgebracht und ein paar Änderungen vorgenommen.

Und Änderungen sind doch immer was tolles.

Mit diesem neuen Schinken hat man endlich alle Punktkosten wieder übersichtlich in einem Buch und auch die Powerlevel einiger Einheiten wurden angepasst – falls ihr damit spielt.

Die coolste Neuerung in meinen Augen ist eigentlich etwas, was sowas von überfällig war – Chaos Space Marines haben endlich ihre Thunderhammer aus der Prä-Heresy Ära gefunden. (Ich hatte mich ja schon mal gefragt, was mit den Dingern passiert ist.)

Ich kann Chaoslords in Power Armour (keine Terminatoren) endlich mit diesen Waffen ausstatten – und nicht nur die. Theoretisch könnte man ganze Einheiten an Chosen mit Thunderhammers ausstatten – für die Hammer-Fetischisten ein absoluter Traum. Und alle anderen bekommen mit der Waffe Zugang zu einem Item, das quasi eine E-Faust mit einem fixem Schadenswert von 3 ist. Muss ich noch ein Bild zeichnen?

Bleiben wir bei der Ausrüstung und schauen wir mal staunend auf die Rotorcannon Reaper Chaincannon – eine Art Heavy Bolter auf Steroiden. Kürzere Reichweite aber mehr als 2,5 mal so viel Schuss! (2,6666… mal so viel um genau zu sein) Kostet zwar auch doppelt so viel wie der Heavy Bolter aber dafür bietet das Ding fast genug Dakka für einen Ork.

… oder Alien 2 …

(okay, der heißt eigentlich Aliens ohne die 2 aber mit dem s für den Plural)

Es gibt aber nicht nur neues Bling-Bling für uns Chaoten. Es gibt sogar neue Jungs, die das neue Bling-Bling aufs Schlachtfeld tragen können.

Als erstes sei hier mal der neue Lord-Discordant genannt. Das ist die Anwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen Warpsmith die Medikamente gebe, die sich sich der durchschnittliche Tour-de-France Fahrer reinpfeift, ihn dann auf eine unheilige Mischung aus dämonischem Reittier und Läufer setze.

Das Modell hat bei einigen Betrachtern wohl für einen Evilgasm gesorgt und diese Leute stellen interessante Dinge an um dieses Modell irgendwie in ihre Armee zu quetschen, denn nüchtern betrachtet finde ich den Kollegen recht speziell.

Dazu gibt es einen Master of Executions – eine HQ Auswahl, bei der der Name Programm ist. Das Modell ist… Geschmacksache, aber die Regeln sind nicht zu verachten. Eine absolute Maschine, wenn man gegen Armeen mit vielen Charaktermodellen spielt und sich an das ABC der World Eater hält. (Always Be Charging)

… oder Zurück in die Zukunft 2 …

Die größten Änderungen der altbekannten Einheiten haben wahrscheinlich die Havocs durchgemacht. Sie haben nun eine Toughness von 5 und gelten immer als stationär, wenn sie ihre schweren Waffen abfeuern. Und der Champion trägt nun von Haus aus eine Spezialwaffe. Eine Einheit besteht immer nur aus 5 Mann – man kann keine zusätzlichen „Ablativlebenspunkte“ in From von zusätzlichen Havocs dazu kaufen, denen man Bolter und Nahkampfwaffe mitgibt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die neuen Regeln für die Havocs echt gefallen. 4 von denen mit Heavy Bolter und nem Champ mit Flamer ist echt eine Option. Wenn man ein paar Punkte über hat und mehr ballern will, dann gibt man denen 4 Reaper Chaincannons mit denen sie eine Bedrohungsweite von satten 30″ haben. Blobs? Welche Blobs?

Dazu kommen die Einheiten aus Shadowspear – also der Master of Possession, die Greater Possessed, sowie der Venomcrawler.

… oder Der Pate 2 …

und dann gibt es da ja noch Vigilus brennt!. Das Buch ist der 2. Teil (und passt daher wunderbar zum Artikel) zu dem Buch Vigilus kämpft und beschreibt die Invasion Abbaddons.

In dem Buch gibt es einige hübsche Regeln, Artefarkte und Strategems, die vor allem Spieler der Black Legion ansprechen dürften. Zusätzlich gibt es diese Dinge auch noch für die bekannteren/beliebteren Renegate Chapters. Red Corsairs seien hier besonders genannt.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu all dem gibt es noch Regeln für Special Detachments. Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber mir persönlich gefallen die Regeln für den Host Raptorial wirklich hervorragend, da sie die Raptoren, die bisher eher ein Nischendasein fristeten zu einer interessanten Option machen.

… oder Mad Max 2 …

Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall ist es (passend zum Schatten) der Dark Apostel. Dem haben sie dunkle (ha!) Gebete verpasst. (Hey, hab ich nicht schon mal über sowas geschrieben?)

Das klingt zwar irgendwie cool, ist aber ein mehr oder weniger versteckter Nerf. Zwar hat er immer noch ein Gebet, dass den gleichen Effekt hat wie seine Aura, nur kostet er jetzt deutlich mehr und es gelingt nur auf die 3+ also nur noch in 2/3 aller Fälle. Oder um es noch deutlicher zu machen: die alte Aura, die er füher dauerhaft hatte, zündet jetzt nur noch mit 66% Wahrscheinlichkeit. Es gibt die Möglichkeit dem Apostel für ein paar Punkte mehr 2 Ministranten zu spendiert. Die steigern die Effektivität immerhin auf eine 2+ / 1/6 / 83% Wahrscheinlickeit, aber so wie ich das verstehe, muss ich dann noch 2 zusätzliche Plätze im Rhino frei halten. Wobei man noch dazu sagen muss, dass er innerhalb eines Transporters keine Gebete wirken kann. Das schränkt seine Brauchbarkeit für mich irgendwie ein.

… oder Matrix 2 – hm. nein, moment, da stimmt was nicht …

Keine Fortsetzung, ohne Verwirrung! Hierfür sind die Obliterators zuständig.
Das ganze fing an im Index Chaos, wo die Jungs 65 Punkte kosteten und ziemlich… durchschnittlich waren.
Dann wurden sie besser und billiger. In Shadowspear bekam man Obliterators präsentiert, die wohl immer fleißig ihr Gemüse gegessen hatten aber 115 Punkte kosten (für einen von denen!)
Codex Chaos Space Marines II bringt das ganze jetzt zusammen – buchstäblich. Die aufgepumpten Obliterators aus Shadowspear zum Preis der alten Jungs… das April FAQ hat das korrigiert und wieder auf 115 Punkte gesetzt.

Und jetzt komme ich nochmal zurück zu Vigilus brennt!.

Es ist – ja…, also es ist – wie soll ich sagen?

In meinen Augen ist es ein Paradebeispiel dafür, dass GW es nicht schafft, seinen Fluff anständig fortzuführen! Es ist sogar so schlimm, dass ich sagen muss, dieses Buch hat mich genervt!

Der Bereich mit den Regeln ist ja schön und gut, aber so einen mutlosen Fluff wie die Invasion der Black Legion hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich fasse es mal so zusammen wie ich es verstanden habe:

An dieser Stelle eine dicke Spoilerwarnung!

Da ist ein Planet, der von Orks überfallen wird. Das wiederum löst einen Aufstand durch Genestealers aus und das wiederum ruft die Space Wolfs auf den Plan, die Eldar mischen sich ein, woraufhin die Ultramarines ein Wörtchen mitreden. Roboute Guilliman stampft wie ein trotziges Kind auf und sagt: Vigilus darf nicht fallen. Daraufhin lässt sich Marneus Calgar zum Primaris aufwerten und schwingt sich zum Oberbefehlshaber der wilden Schulhofschlägerei auf. Dann bemerkt man, dass sich zusätzlich zu dem ganzen Tohuwabohu auch noch ein paar Chaos Space Marines auf dem Planeten eingerichtet haben. Und deren Obermotz macht ernst und sagt: in 80 Tagen kommt Papa Abaddon und der sackt den Planeten ein!

Soweit Teil 1.

Kill Team - Alpharius Complete

Kill Team – Alpharius

Seit ich den Roman „Legion“ von Dan Abnett gelesen hatte, konnte ich ein gewisses Bedürfnis ein Alpha Legion Team aufzustellen nicht leugnen. Aber keine ganze Armee. Zum einen scheint das zur Zeit sowieso jeder zu machen – oder habt ihr in letzter Zeit keine infiltrierende Alpha Legion Berserker und/oder Kultisten gesehen? (Das ist eine Fangfrage, denn natürlich habt ihr das nicht… Es gibt keine ja auch keine solche Legion! – die freundliche Inquisition ]I[ ) Und zum anderen hänge ich noch an meinen World Eaters.

Dann kam (schon wieder) das Regelwerk für „Kill Team“ raus. Im Gegensatz zum alten „Kill Team“ (über das ich hier geschrieben habe) hat sich bei der neuen Version n bissel was geändert. Unter anderem hat man nun die Möglichkeit aus seinen Standardauswahlen das Team zusammenzustellen.

Für Chaoten bedeutet das mal wieder: Standard Chaos Space Marines (keine Kulteinheiten, sofern du nicht Death Guard oder Thousand Sons spielst) und Kultisten. Über das Kanonenfutter die sterblichen Diener des Chaos habe ich ja schon mehrfach mit den Augen gerollt – ich versuche aber mal etwas Fluffiges zusammenzustellen.

Die Theorie

Angeführt wird das Kill Team – selbstverständlich – von einem Chaos Space Marine Champion. Nennen wir ihn… Alpharius. (Natürlich, wie auch sonst)

Die Spezialisten sollten ebenfalls Chaos Space Marines sein – die Vorstellung, dass ein Feld-, Wald- und Wiesenkultist in einem Bereich spezialisierter ist als ein Space Marine ist einfach … falsch.

Also nehmen wir 3 weitere Chaos Space Marines und überlegen uns, was könnten das für Figuren sein. Denken wir also Hollywood.

Übersetzt in Modelle bedeutet das, …

Wenn ich schon nur so ne kleine Truppe zusammen stelle, dann will ich da auch n bissel was Besonderes haben. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich seit einiger Zeit die Primaris Modelle, die die Loyalisten aufs Feld stellen können, bewundere.

Dafür gibt es 2 Gründe:

  1. die Größe der Figuren, die den „True Scale“ Marines recht nahe kommt. Wenn ich diese für das Kill Team verwenden würde, würden sie diese jämmerlichen Kustisten deutlich überragen.
  2. die schlichte Eleganz der Modelle. Kein Schnickschnack – aber auch nicht völlig schmucklos mit Anlehnung an das MK IV Rüstungsdesign.

Ich bekam über ein bekanntes Onlineauktionshaus meine Finger an ein paar Figuren und zückte das Bastelmesser.

Ich habe versucht die „andere Loyalität“ der Space Marines hervorzuheben. Das ging bei diesen Modellen ganz einfach: Adler an Brust und ggf. noch am Bolter entfernen und fertig. Schwieriger wurde es, sie ein bisschen in die Chaos Ecke zu rücken und dabei nur auf die Dinge zurückzugreifen, die meine Bits-Box hergab, denn in der Fantasie hätte man noch mehr machen können.

Das Ergebnis

Nachdem ich bei einem Anführer jetzt nicht sooooo viel Auswahl habe, beschloss ich nur, ihn nicht mit Nahkampfwaffen auszustatten. Ein Bolter mit Zielfernrohr war doch schon ein guter Anfang. Für das Chaos Feeling bekam er einen Anhänger an den Schulterpanzer und ein Backpack aus dem Chaos Space Marine Gussrahmen. Sah aber noch nicht beeindruckend genug aus. Also machte ich den Bolter ein wenig „barbarischer“. Ein Gurtmagazin und ein Bajonett später war ich zufrieden.

Als nächstes wollte ich einen Scharfschützen, denn ein hinterhältiger Sniper ist doch perfekt für eine Legion wie die 20. Zuerst wollte ich ihm eine schwere Waffe geben, entschied mich dann aber doch für den Plasmawerfer. Für das Chaos Feeling montierte ich 2 Schädel mit Ketten an das Rückenmodul.

Den schweren Bolter gab ich stattdessen einem Sprengstoffexperten. Mir gefiel die Idee, dass der Kerl mit der schweren Waffe auch einen Hang dazu hat, Dinge in die Luft zu jagen. Für das Chaos-Bling sorgt der Lendenschurz eines Chaos Terminator Generals. Das Dakka wird präsentiert durch einen schweren Bolter aus der Betrayl at Calth Box. Genau wie die Granate.

Einer fehlt noch…

Und als letztes… hm. Ein Veteran? Oder doch die offensichtliche Kombo „schwerer Bolter/Experte für schwere Waffen“? Dafür einen Sprengstoff-Heini mit Bolter?

Nein, nein, nein. Denkt größer! Ich will einen Chaos Space Marine, der in den Jahrtausenden des langen Krieges irgendwann mal eine falsche Entscheidung getroffen hatte (okay, eine mehr als die anderen) und vollständig dem Wahnsinn anheimgefallen ist. Ich will den durchgeknallten Schlächter, der nur im Team geduldet wird, weil er gut in dem ist, was er tut (und sich niemand traut ihm zu sagen, dass er raus ist).

Auftritt des Zeloten. Ein Chaos Space Marine mit Boltpistole/Kettenschwert und – weil ich’s kann – mit Mal des Khorne. Damit ist er der einzige der 4, der einem Gott geweiht ist. Der Rest rennt ohne Mal durch die Gegend – es ist schließlich die Alpha Legion. Die wissen wahrscheinlich nicht mal mehr selbst auf welcher Seite sie eigentlich stehen.

Ja, er ist wahnsinnig. Ja, er ist Khorne verfallen. Aber er ist immer noch Mitglied der Alpha Legion und Teil eines Teams das hinter den feindlichen Linien operiert. Also konnte ich es nicht übertreiben, mit Bunny-Ear-Helmen, Stacheln und mehr Schädel als manche Leute Haare auf dem Kopf haben. Ich denke den Spagat habe ich hinbekommen.

Das sollte der Kern meines Killteams sein. Eine kleine Einheit weit hinter den feindlichen Linien, mit dem Auftrag Chaos und Terror zu verbreiten.

Die menschlichen Opferga … Die Kultisten.

Die Alpha Legion, so wie sie in dem Roman dargestellt wurde, greift sehr intensiv auf „akquirierte“ Verbündete zurück. Dafür nehme ich die Kultisten.

Für diese dachte ich mir: Endlich eine Gelegenheit die hübschen Forge World Renegades zu verbauen. Falsch gedacht. Die Oberkörper passten hinten und vorne nicht mit den Armen der Cadianern zusammen – obwohl sie das tun sollten. Ich habe 10 dieser Modelle durchprobiert und nur 2 gefunden, bei denen die Arme halbwegs passten. Schon wieder Pech mit Forgeworld… Einigermaßen frustriert stattete ich noch 2 mit Nahkampfwaffen aus, plünderte bei den Kultisten aus der Dark Vengance Box und den Rest baute ich aus den Genestealer Kult Killteam aus der Box zusammen.

Herausgekommen ist ein „bunter Haufen“ von zusammengewürfelten Rüstungsdesigns, der zur Anwerbungsmethodik der Alpha Legion passt: Wenn du was kannst, dann nehmen wir dich in unsere Reihen auf. Egal, wo du vorher warst.

Ich hätte gern 2 oder sogar 3 Kultisten Champions in das Team aufgenommen um zu zeigen, dass die Truppen aus zwei verschiedenen Kulten zusammen gezogen wurde. Leider lassen das die Standardregeln nicht zu. Also nahm ich einen Champion und 2 weitere normale Kultisten, gab ihnen Nahkampfwaffen und Mal des Khorne. Das sollten die fanatischsten Jünger des Kultes sein.

Ich hatte noch 4 weitere „Normalos“ und die Option 2 weitere Gunner anzuheuern. Die „Normalos“ rüstete ich auch genau so aus: Autogun und fertig. Die beiden Gunner hingegen, gehen mit einem Heavy Stubber und einen Flammenwerfer aus dem Haus.

Tatsächlich bin ich noch am überlegen, ob ich nicht komplett auf die Genestealercult Modelle gehen soll. Die machen schon was her. Andererseits mag ich den zusammengewürfelten Look.

Hier nochmal das komplette Team in all seiner noch-nicht-bemalten Pracht. Über das bemalen jammere ich dann ein anderes Mal.

No Guts – No Glory! Ein Abstecher zum Bloodbowl

Der Titel verrät ja schon alles. Dieses mal geht es um Bloodbowl!

Die Vorgeschichte

Derzeit findet in meiner Umgebung ein kleines Bloodbowl Turnier statt. Leider hatte ich etwas Pech mit meinen Gegnern. Zwei von ihnen traten nicht an und somit landete ich kampflos in der dritten Runde. Na gut…

Aufgrund der Anforderung des Turnierveranstalters, nur GW Modelle verwenden zu dürfen, spiele ich ein Chaos Team, welches ich mir aus ein paar umgebauten Chaos Space Marines und Bloodlettern gebaut habe.

Die CSMs sind natürlich die Chaos Krieger und die Bloodletter ergeben einen hübschen Tiermenschen Ersatz. Ich hatte nichts anderes zur Hand, als wir damals in unserem Club unsere Bloodbowl Ligen aufzogen und ich es mir in den Kopf gesetzt hatte ein Chaos Team zu spielen.
Sei es wie es ist: hier eine kurz Vorstellung meiner Mannschaft – der zweiten Mannschaft der Ophingia Touchdowners.
[stellt euch an dieser Stelle eine fetzige Einmarschmusik vor. ;)]

Im Turnierspiel traf ich nun also auf das Orkteam der Doomhammerjaws. Hier ein Spielbericht:

Das Spiel

Bei schönem Bloodbowl Wetter fanden 100000 Zuschauer den Weg ins Stadion. Allerdings mussten die Orks feststellen, dass mehr als doppelt so viele Chaos Anhänger in dem Stadion waren.

Die Touchdowners gewannen den Cointoss und entschieden sich für die Offensive.

Die Orks nahmen also eine defensive Aufstellung ein und harrten dem Ansturm der Chaoten. Allerdings eskalierte in der angeheizten Atmosphäre der Trash Talk zwischen den beiden Mannschaften und der Anpfiff ging in einem allgemeinen Gepöbel unter.

Nachdem der erste Drive also benötigt wurde um die Spieler wieder voneinander zu lösen, kickten die Orks den Ball an die Touchdownlinie der Touchdowners.

Die Chaoten schafften sich ein Übergewicht an der LoS, während im eigenen Hinterland Seagul den Ball aufnehmen in aller Ruhe in Richtung der linken Flanke tragen konnte. Die Orks schafften es im Gegenzug nicht der Chaoswalze Paroli zu bieten. Ein weiterer Ork blieb erstmal benommen am Boden liegen, nachdem er und einer der Chaoskrieger ihre Köpfe zusammenschlugen und beide zu Boden gingen.

Die Touchdowners schoben an der linken Flanke einen der Orks vom Feld und in den Pulk ihrer Fans. Mit einem heldenhaften Einsatz, schafften es die Fans der Jaws ihren Spieler zumindest KO zu bergen, bevor die Chaosanhänger irgendwelche dunklen Rituale durchführen konnten.
Weitere Versuche der Orks den Touchdowners Paroli zu bieten blieben fruchtlos und man sah sogar Ork Blitzer, die aus den Tackelzones ihrer Gegenspieler raussprangen.

Dass das vielleicht sogar eine gute Idee war, zeigte sich, als die Tochdowners einen weiteren Ork vom Feld und in die Fans schoben. Eine weitere Grünhaut wurde so von den Fans KO geprügelt.

Im Angesicht der numerischen Überlegenheit der Chaoten griff der Coach der Orks zu einer neuen Taktik – Fouls! Also trat einer der Orks gleich mal beherzt zu – kam allerdings nicht durch die Rüstung des Lineman. Coach Ketzers Reklamation beim Schiri verhallte ungehört.

Die Spieler auf dem Feld ließen sich davon nicht beeindrucken. Auf der dezimierten linken Flanke übergab Seagul nach einem Lauf den Ball an Mr. D, der diesen sicher in Empfang nahm und sich in Richtung Endzone der Jaws auf machte.

Die Orks ließen einen ihrer Blitzer sprinten um den durchgebrochenen Chaoten abzufangen. Dieser kam noch in Kontakt mit dem Ballträger der Touchdowners aber für ein (un)gesundes Tackel war er zu weit weg.

Die muntere Prügelei an der Mittellinie wurde durch einem zu Boden sinkenden Ork beendet, der feststellen musste, dass sein Schädel nicht so hart war, wie der von No’Riss.

Nun hatten die Touchdowners leichtes Spiel. Der Ballträger wurde freigeblitzt und Mr. D erzielte den Touchdown, bevor er sich von den Fans in der Nordkurve feiern ließ.

Es war Zeit für die Orks in die Offensive zu gehen – es blieben noch drei Drives bis zur Halbzeit.
Leider mussten die Grünhäute feststellen, dass sie in der Unterzahl waren. Einer der Orks, den die Fans verprügelt hatten, war noch nicht wieder aufgewacht.

Beim Kick-Off stürmten einige Fans das Feld und knöpften sich den Schiri vor, der zuvor das Foul übersehen hatte.

An der LoS prügelten die Schwarzorks voller Elan die Reihe der Chaoskrieger um. Nur Willes blieb auf den Beinen, wurde aber zurück gedrängt. Allerdings scheiterte einer der Orks beim Versuch den Ball aufzunehmen jämmerlich und im Gegenzug zeigten die Touchdowners wenig Verständnis für die Probleme des Ballaufhebens.

Auf der rechten Seite, auf der nun der Ball vor einem Ork lag, brachen die Lineman der Touchdowners durch und machten gleich mal mächtig Druck, während auf der linken Seite Stall’on in Position für einen Touchdown sprintete.

Beeindruckt durch den Druck, den die Chaoten aufbauten, griffen die Orks auf bewährte Taktiken zurück: Eine wilde Prügelei entstand in deren Folge die Orks zu einem weiteren Foul kamen. Diesmal traten gleich 4 Spieler auf einen am Boden liegenden Touchdowner ein und ließen ihn benommen zurück. Der Ersatz Schiri war wohl noch nicht auf dem Feld und so blieb der einzige Pfiff den die Fans zu hören bekamen, der zur Halbzeit.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit wiederholte sich das Bild. Die Orks räumten die Chaoskrieger an der LoS ab – wieder blieb nur Willes stehen. Allerdings klappte diesmal die Ballaufnahme des kurz gekickten Balls und die Orks bauten einen Cage um den Ballträger.

Die Chaoten juckte das wenig um immer wieder wurde der Ballträger von blitzenden Lineman bedroht und auch zu Fall gebracht.

Von den aufdringlichen Spielern der Touchdowners zunehmend genervt, traten die Orks erneut auf einen am Boden liegenden Spieler ein. Diesmal sah es der Schiri und Pfiff – ein Pfiff der vom vierten Offiziellen aber zurück genommen wurde. Angeblich ging das Foul von dem am Boden liegenden Spieler aus, der in voller Absicht versuchte die Stollen des Orks mit seinem Gesicht zu beschädigen. Nach diesem Urteil verschwand der vierte Offizielle in einem verdächtig neu aussehendem roten Streitwagen.

Um den Ball entstand nun eine wilde Prügelei und eine Aufnahme gelang nur unter einem strengen Blick des Trainers der Orks. An der LoS musste erneut ein Schwarzork feststellen, dass No’Riss einen verdammt harten Schädel hatte. Beim ersten Versuch den Chaoskrieger zu Boden zu bringen, sah es so aus, als ob beide zu Boden gehen würden. Der Coach griff von außen ein, aber das Ergebnis blieb das gleiche. Der Ork blieb benommen liegen, aber No’Riss musste KO vom Feld getragen werden.

Ermutigt von der Tatsache, dass auch Chaos Krieger verwundbar waren, prügelten sich die Orks eine Gasse, durch die der Ballträger in Richtung Endzone der Touchdowners sprintete. Ein Sprint der vom nachsetzenden Mr. D mit einem satten Tackle gestoppt wurde. Der Ork rappelte sich nochmal auf und versuchte zum Ball zu gelangen, allerdings scheiterte er daran, aus der Schlagdistanz von Mr. D zu kommen und ging erneut zu Boden.

Nun konnte Mr. D den Ball aufnehmen und wieder nach vorn tragen. In der Mitte räumte Seagul einen Schwarzork so nachhaltig ab, dass dieser für den Rest seiner Karriere noch ungeschickter sein würde.

Im letzten Drive warf Mr. D einen schönen Pass auf Chun, der den Ball elegant aus der Luft pflückte und mit dem Schlusspfiff den Touchdown zum 2:0 erzielte.

Nach dem Match war Coach Ketzer sichtlich zufrieden.

„Gegen Orks zu spielen ist immer eine Herausforderung. Man weiß nie was einen erwartet. Sie können Prügeln, aber wenn ein paar Goblins oder gar ein Troll und ein Goblin dabei sind, wird es unschön. Zum Glück haben sich die Schädel meiner Spieler heute als härter erwiesen. Einen besonderen Dank möchte ich noch unseren Fans aussprechen. Nicht nur, dass sie zahlreich erschienen sind, sondern auch für die handfeste Unterstützung. Es ist ein wenig Schade, dass die Orks die in der Tribüne landeten nicht gleich den Chaosgöttern geopfert wurden, aber vielleicht das nächste mal.“

Die Verräterlegionen sind wieder da!

Bumm! Da sind sie! Am Samstag dem 10.12. hat GW uns Chaosanhängern ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Ein eigener Codex Eine neue Codex Ergänzung, die uns Chaosjüngern endlich wieder das geben soll, worauf wir seit zig Jahren warten: Regeln für die Verräterlegionen!

Bevor ich mich der Euphorie hingebe, will ich ein paar Sätze über die negativen Dinge loswerden. Bedenkt dabei bitte, dass ich aus der Sicht eines World Eater Spielers auf die Sache schaue. Und für diesen steht nicht viel neues in dem Codex. Das meiste davon ist bisher verteilt über diverse andere Codices. Die Formationen stammen zum größten Teil aus den Büchern: Black Legion, Traitor’s Hate oder Wrath of Magnus. Die neuen Regeln für die Thousand Sons finden sich ebenfalls in Wrath of Magnus. Und die Regeln für die Formationen hätte man auch mit etwas gesundem Menschenverstand aus Traitor’s Hate ableiten können – wie gesagt: aus der Sicht eines World Eater Spielers.

Es gibt nicht wenige Leute die sagen, dass ein „aber“ in einem Satz alles vorangestellte irrelevant macht. Ich stimme dem zu.

ABER:

Games Workshop hat mit diesem Codex dieser Codex Ergänzung sehr viel richtig gemacht. Eine DER Hauptschwächen des Codex Chaos war für mich immer die Standardauswahl – die Chaos Space Marines. Sie sind im Verhältnis zu teuer und zu fragil wenn es um den Moralwert ging. Die Lösung für das Problem war in meinen Augen schon immer die Option „Veteranen des langen Kriegs“ und die Legionäre der World Eaters (wie auch andere) bekommen diese Option nun kostenlos – und sie verleiht ihnen noch weitere Boni. Gut, alles muss das Mal des Khorne kaufen und bekommt es nicht kostenlos ans Revert geheftet weil die Einheit 8 Mann stark ist und ich habe weder Cult-Terminatoren, noch Red Butchers noch Rampagers (die letzten beiden sind Forgeworld Einheiten für 30k) und auch keinen Zugriff auf tolles Zeug aus den Zeiten des großen Kreuzzugs (was haben die eigentlich mit den Sachen angestellt?), dafür aber solide und dennoch fluffige Regeln, eigene Begabungen für den Kriegsherren und sogar eigene Artefakte, die es mir erlauben Chaos Space Marines in den Farben der World Eaters auf die Platte zu stellen.

Und die Farben meiner World Eaters sind weiß und blau!

Tut mir leid, lieber Leser, aber mir fiel kein besserer Übergang ein.

Was ich sagen will: Ich will auch in der Finsternis der fernen Zukunft die Farben der Pre-Heresy ins Feld führen. Erwähnte ich ja bereits.

Und ich werde mir sogar etwas ausdenken, warum das so ist.

Aber das gibt es dann das nächste mal…

Hallo Welt – der Ketzer spricht

Mein erster Blogeintrag und gleich mal so ne „Wall of Words“ – ich entschuldige mich schon mal im Voraus… und nun holt euch einen Kaffee und rückt die Lesebrille zurecht. Ein TLDR gibts nicht.

Hallo liebe Leserschaft,

eigentlich wollte ich diesen Blog mit einem Beitrag darüber beginnen, wie ich mir den Neuaufbau / Umbau / das Projekt (ich weiß noch nicht wie ich es nennen soll) mit meinen World Eaters vorstelle, aber in meinen drei Wochen Urlaub las ich dann „drüben“ bei den Jungs und Mädels von Bell of Lost Souls einige Gerüchte über die Zukunft von Warhammer 40k.

Nun bin ich niemand der sagt: „Bäääh, was neues… alles scheiße!“ (hey, ich habe sogar AoS unvoreingenommen angenommen!). Es gibt jedoch eine Sache, die mich etwas stutzig gemacht hat: Das Gerücht über Regeln und Modelle für Primarchen. Link

Unter uns gesagt: wenn die wirklich halbwegs hübsche Dämonenprimarchen raus bringen, dann gibt es eine große Wahrscheinlichkeit, dass ich vor dem GW Dealer stehen und „Shut up and take my money!“ rufen werde.

ABER: so cool ich es finde und so gespannt ich auf einen Dämonenprimarchen Angron bin – so viel Angst habe ich davor, dass GW das Ganze in den Sand setzt.

Warum? Nun…

Erstens: GWs Problem mit Fluff.

GW kann Geschichten erzählen, wenn man sie lässt – nur lässt man sie wohl nicht. Der Großteil der Romane aus der „Horus Heresy“ Reihe der Black Library sind ein wunderbares Beispiel dafür, wozu sie in der Lage sind. Sie sind – in meinen Augen – toll und vor allem in sich stimmig.

Was also ist meine Sorge?

Nun, ich erinnere mich an einen gewissen 13. Kreuzzug – damals im heißen Sommer 2003. 

Für alle die es nicht mehr wissen, nicht dabei waren oder das Geschehen verdrängt haben, hier meine (sehr) vereinfachte Darstellung des Ergebnisses:

  • Abaddon versagte mal wieder darin einen einzelnen Planeten einzunehmen.
  • Die Tau vergrößerten ihr Gebiet um nen ganzen Batzen.
  • Die Imperiale Navy trat allem und jedem in den Allerwertesten
  • Die Eldar, die so ziemlich die erfolgreichsten waren, verloren ihren größten Helden – Eldrad – an eine schwarze Festung.

Aber keine Bange… in den neueren Editionen wurde das Rad der Zeit zurück gedreht und all das fand nicht statt – oder zumindest noch nicht.

Klingt verwirrend? Ist es auch! Und das ist auch mein Problem mit der Aussicht darauf, dass GW die „Geschichte von 40k weiterschreibt“.

In meinen Alpträumen machen sie das ganze groß. So richtig GROSS. Und nun mit den (Dämonen)Primarchen noch größer. Ich sehe Abaddon im Thronraum des Imperators, wo er zusammen mit den anderen Primarchen die größte Schlägerei seit Bud Spencer und Terence Hill aufzieht. Es wird episch… es wird Armageddon (das biblische) meets Ragnarök meets Michael“make-it-bigger“ Bay…  und daran scheitert es. Es wird zu groß, zu sperrig und ich höre Tyraniden, Necrons, Tau, Eldar, Orks und was es sonst noch so da draußen gibt schreien: „Hey und was ist mit uns?“

GW kann die Geschichte von Warhammer 40k nicht nicht auf die epische Art weiter erzählen ohne Rücksicht auf die anderen Völker zu nehmen. Und dabei kommen dann so Sachen raus wie in einer anderen Sommerkampagne, in der ein gewisser Ork einem gewissen ewig Auserwählten ne Kopfnuss verpasste und dann feiernd davon ging, statt die Sache anständig zu einem Ende zu bringen.

Zweitens: GWs Problem mit dem Geldverdienen.

Eine wichtige Sache vorweg: ich werfe GW nicht vor, dass sie versuchen Geld zu verdienen! Und uns sollte allen bewusst sein, dass sie ein Unternehmen sind, das versucht unser Geld in deren Kassen zu befördern. Unternehmen machen sowas… aber zurück zum Thema.

Es begab sich im Jahre 1999 – es kann auch 2000 gewesen sein – da unterhielt sich der Ketzer mit einem anderen Spieler aus seinem Club. Wir hatten es von GW und der Entwicklung der Story (weil damals bereits ein Gerücht kursierte, dass sich die Ultramarines ihr eigenes Imperium aufbauen… hey, wer hat da „Imperium Secundus“gehustet?) und wir stießen dabei auf die Frage: werden wir jemals Regeln und Modelle für Primarchen sehen – oder besser gesagt wiedersehen, denn es gab ja schon mal welche.

Das Ende vom Lied war, dass wir der Meinung waren erst wieder Primarchen zu sehen, wenn GW Geld braucht und/oder Warhammer 40k beerdigt wird. Was von beidem tritt denn nun ein? Wenn man sich GWs Zahlen ansieht, dann brauchen sie Geld! Dringend! Andererseits kochen die Gerüchte über die neue Edition ja auch gerade hoch und ein bisschen mulmig wird mir schon bei der Vorstellung, dass es bei Warhammer 40k einen Bruch gibt, der ähnlich wie der in AoS ist – was dem ersten Problem geschuldet ist. Werden sie die Figuren nun also auf Teufel komm raus einführen wollen und uns Spieler echt hanebüchene Geschichten schlucken lassen, weil sie Geld in die Kassen spülen müssen?

Drittens: GWs Problem mit den Regeln. 

Taugen die Regeln nicht, dann wird das Modell nicht gekauft. Fertig! (wisst ihr noch wie die Terminatoren zu ihrem 5+ Rettungswurf kamen?) Wenn sie also (Dämonen)Primarchen verkaufen wollen, dann müssen sie dafür sorgen, dass die Spieler sagen: „Ja ich brauch son Ding. Und zwar nicht nur eins!“. Also werden sie die Jungs so dicke machen, dass sie nen Bloodthirster im Armdrücken besiegen können, während sie sich die Haare machen und ihre iTunes Playlist sortieren. (Und das kann echt lästig sein – selbst für nen Primarchen.)

Auch wenn es zum Fluff passt – ja, es sind Halbgötter und ja zumindest Sanguinius hat sich mal mit nem Bloodthirster gemessen und zumindest das Rematch gewonnen – ich hab halt die Befürchtung, dass die so richtige I-Win-Auswahlen werden. Ähnlich dem Knight derzeit…

Okay Ketzer, was willst du uns eigentlich nun sagen? Warum erzählst nicht nicht deiner Black Legion und deinen Überlegungen, Plänen oder was-auch-immer?

Ein Wort: Zukunftsfähigkeit.

Soll ich mir jetzt echt noch die Arbeit machen, nur um festzustellen, dass GWs Zwänge dazu geführt haben, dass das Warhammer 40k Universum nicht mehr der Ort sein soll in dem ich meine Armee ins, bzw. übers Feld schieben will?

Ich tendiere zu einer gewissen… hm… nennen wir es Fatalität. Wenn GW mir ein Warhammer 41.000 anbietet, muss ich es ja nicht annehmen. Es gibt ältere Editionen. Genau wie bei AoS.

Andererseits gibt es ja auch noch Warhammer 30.000 und ich hab ne „Betrayal at Calth“ Box…

Das bloße Gerücht, ein wenig Kopfkino und lebenserfahrener Pragmatismus (sprich: Pessimismus) reichten also aus um mich nochmal ins Grübeln zu bringen.

Nachdem ich meine Gedanken nun mal in die WeltWeite Warteschleife posaunt habe, habe ich hoffentlich den Kopf frei und kann mein Hobby wieder irgendwie fortführen.

Und das nächste Mal geht es dann auch um Modelle. Versprochen!