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Mustert die Legion (Teil 3)

Hm. Vielleicht sollte ich den Titel des Beitrags noch editieren. So wie es aussieht, bin ich von einer Legion ungefähr so weit entfernt wie die Bundesregierung von einem brauchbaren Klimaschutz.

Aber warum bekomme ich es nicht hin die Modelle wie am Fließband zu bemalen?

Doch der Reihe nach.

Im Juli letzten Jahres (!) wollte ich bei einer Challenge des örtlichen GWs mitmachen. Das Ziel: 250 Punkte pro Monat zu bemalen.

Ich habe es nicht einen einzigen Monat geschafft – und das obwohl ich es echt versucht habe. Vorgenommen hatte ich mir im ersten Monat: einen Chaos Lord mit Plasmapistole und Chainaxe, 4 Berserker mit Chainsaw / Chainaxe, einen Berserker Champion mit Powerfist / Chainsword und ein Rhino Transporter.

Geschafft habe ich… den Lord (hier Destroyer genannt. Entliehen aus Kill Team Elites), den Champion und einen weiteren Berserker.

Das hat mich ziemlich frustriert muss ich sagen und ich stürzte mich sehr dankbar auf die Ablenkung, die mir Kill Team und Bloodbowl bot.

Nun habe ich mich mal dazu gezwungen zumindest die Infanterie fertig zu bemalen.

So. Wenn ihr nur fertige Modelle sehen wolltet, könnt ihr an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wenn ihr ein wenig tiefer in den Kaninchenbau vordringen wollt, dann lest weiter über meine Theorie, warum das bei mir so langsam voran geht. Denn das sind tatsächlich Dinge, über die man sich beim Recess Shading wunderbar Gedanken machen kann.

Meine Arbeitshypothese: Es ist mein Stil, das Farbschema und das Modell.

Klar Ketzer… die Tatsache, dass du so langsam bist, ist also, zusammengefasst, die Tatsache, dass du ein Modell bemalst.

Gut, so kann man das verstehen, also muss ich etwas ins Detail.

Mein Stil

Der Stil, mit dem ich diese Modelle bemale ist der gleiche der in den Bemalvideos von Duncan, Peachy und Nick propagiert wird. Base, Shade, Layer, Highlight. Im Prinzip ist das der ‚eavy Metal Stil. An dieser Stelle nochmal deutlich: Stil! Nicht Qualität!

Und was ist der ‚eavy Metal Stil?

  • Edge Highlighting. Jede Ecke und jede Kante wird mit einem Highlight hervorgehoben. Und da wo es keine Kante gibt, wird manchmal eine eingefügt. (Mach ich z.B. auch an den Schulterpanzern. Die dünne, hellblaue Linie?)
  • Layering. Die einzelnen Farbschichten werden per Layering aufgetragen. Es findet kein bis wenig blending statt.
  • Clean. Die Einheiten sehen meistens sehr sauber aus. Starkes Weathering ist eher ungewöhnlich für diesen Stil.
  • Kein OSL (Object Source Lighting). Das Licht scheint von überall zu kommen

Der Stil ist jetzt von Haus aus schon mal nicht für seine Geschwindigkeit bekannt. Er setzt auf starke Kontraste, wie Blacklining, Recess Shading und Edge Highlighting. Das ist aufwendig und führt mich direkt zum zweiten Punkt

Mein Farbschema

Eigentlich könnte ich mich selbst schlagen. Da hab ich mir so viele Gedanken darüber gemacht, warum ich mit dem Black Legion Farbschema nicht glücklich wurde. Ich kam zum Ergebnis: es ist das schwarze Farbschema. Schwarz ist einfach sau schwer zu malen – und was mach ich? ich wende mich der nächsten Nicht-Farbe zu: weiß. Die mir die gleichen Probleme wie schwarz beschert – nur halt in heller.

Egal… was bremst mich da aus? Es ist das Recess-Shading. Bei vielen anderen Farben sorgt das Shading eher für einen Übergang von der Farbe zum Schatten und wenn man da nicht ganz so genau ist, dann ist das jetzt nicht die große Dramatik.

Auf Weiß sieht man aber diese kleinen Fehler und Unsauberkeiten und das bedeutet ich muss nacharbeiten, wenn ich irgendwo was versaut habe. Und wie gut funktioniert das mit weißer Farbe auf schwarzer? Eben.

Das Model

Die Modelle sind zum Teil alt und ich kann nicht sagen, dass sie gut gealtert sind. (Die Berserker sind irgendwas zwischen 20 und 25 Jahre alt!) Dazu kam das Gefühl bereits 100 Mal diese Modelle bemalt zu haben.

Das alles drohte mir den Spaß am Bemalen zu nehmen.

Das es anders geht fiel mir an vielen anderen Modellen auf, die ich „so nebenbei“ bemalt habe. Zum Beispiel die Death Guard Marines, die umgebauten Modelle, die Bloodbowl Modelle – und ja, sogar die Primaris Marines für Kill Team.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Shadowspear hat mir neue Chaos Space Marines beschert. Ich habe die zu Berserkern umgebaut und werde sie demnächst bemalen. Ich hoffe schwer, dass mir diese Modelle mehr Spaß machen, als die alten Berserker.

Darüber hinaus befolge ich ein paar Tipps, die ich so im Internet von professionellen Bemalern aufgeschnappt habe.

Ich werde die Zahl meiner „Projekte“ auf 2 begrenzen. Momentan habe ich zu viel Ablenkung auf meinem Tisch.

Bei dem einen oder anderen Projekt werde ich versuchen mir Herausforderungen zu setzen. Sei es mal ein kleiner Freehand, oder ein besonderer Farbverlauf… solche Sachen.

Ich hoffe, dass ich damit öfters mal etwas mit Farbe posten kann.

Bunt und in Farbe

Heute gibt es von mir nur ein kurzes Update.

Ich komme kaum zum Malen und wenn, dann ist es so warm, dass ich es nicht lange durchhalte, bevor ich zerfließe.

Trotzdem wollte ich euch ein paar Sachen zeigen.

Da wäre zum einen mein Umbau von Lord Felthius. Ich hatte den Rohling ja bereits in einem älteren Post mal vorgeführt und auch schon angekündigt, dass es etwas länger dauern wird, bis er bemalt ist. Hier mal der Rohbau – zur Erinnerung wovon ich rede:

Was den Umbau angeht: werft einen Blick in den Originalpost…

Es hat wirklich etwas länger gedauert, da ich etwas mit der Farbkombo gekämpft habe. Mal gefiel mir die Innenseite des Umhangs nicht, dann war er zu „flashy“, zu wenig „flashy“ und so weiter. Schließlich entschied ich mich von dem GW Farbschema etwas Abstand zu nehmen und dann kam das hier heraus:

Angemessen widerlich? Ich hoffe doch.

Den Knaben habe ich noch fertig gestellt, bevor die neuen Contrastfarben heraus kamen. Und auch wenn ich sicherlich keine Referenz bin, auf die man sich berufen sollte, wollte ich ein paar Worte dazu sagen.

Einige bezeichnen sie als „glorifizierte Shades“.

Ich sage dazu: Pfff… selbst wenn ich sie darauf reduziere muss ich sagen: sie funktionieren. Es sind keine klassischen Shades. Man kann sie als solche nutzen, oder man kann kreativ werden und noch ganz andere Dinge anstellen, als nur zu Shaden. Ich bin SEHR gespannt was die Community da alles erfinden wird. Ich habe schon Leute gesehen, die mit den Contrast Farben non-metallic-metal gemalt haben.

Unterm Strich finde sie eine ganz nützliche Ergänzung für die Farbpalette. Und man kann sie auch „nur“ dazu nutzen um Dinge schnell zu bemalen.

Mit den neuen Farben habe ich drei Bloodreavers angemalt. Naja gut, ein paar „klassische“ Farben kamen auch noch zum Einsatz – aber zu 90% sind das Contrast Farben. Es ging – verglichen zu meiner sonstigen Malgeschwindigkeit – rasend schnell. Ich muss mal wühlen, ob ich nicht noch sieben weitere habe, denn es sind ganz passende Kultisten, oder?

Der zweite Teil ist immer besser! – Part I

siehe Terminator 2 …

Hä? Was hat das mit diesem Blog zu tun? Und überhaupt… was war in deinem Kaffee, Ketzer? – Milch und Zucker hoffe ich und ich beziehe mich mit diesem Titel auf das Update des Codex Chaos Space Marines und später noch auf Vigilus brennt!. Dem zweiten Teil der Vigilus Bücher.

Ich musste diesen Post auf 2 Teile aufspalten – zum einen weil es thematisch passt wie Energiefaust auf Auge und zum anderen muss ich gestehen, dass das ganze ein bisschen lang wurde.

Außerdem muss ich euch noch ein Bild von meinem Alpha Legionär nachreichen – dieses mal ganz ohne Photoshop (außer zum Zurechtschneiden)

Ich habe leider keine passenden Decals gefunden und nach einigen Trockenübungen habe ich mich zu einem Freehand entschieden. Ist jetzt sicher nicht mega spektakulär, aber ich finde es ist gut geworden.

Back to topic.

Für den Fall dass ihr die letzten Tage/Woche unter nem Stein verbracht habt: GW hat den Codex neu rausgebracht und ein paar Änderungen vorgenommen.

Und Änderungen sind doch immer was tolles.

Mit diesem neuen Schinken hat man endlich alle Punktkosten wieder übersichtlich in einem Buch und auch die Powerlevel einiger Einheiten wurden angepasst – falls ihr damit spielt.

Die coolste Neuerung in meinen Augen ist eigentlich etwas, was sowas von überfällig war – Chaos Space Marines haben endlich ihre Thunderhammer aus der Prä-Heresy Ära gefunden. (Ich hatte mich ja schon mal gefragt, was mit den Dingern passiert ist.)

Ich kann Chaoslords in Power Armour (keine Terminatoren) endlich mit diesen Waffen ausstatten – und nicht nur die. Theoretisch könnte man ganze Einheiten an Chosen mit Thunderhammers ausstatten – für die Hammer-Fetischisten ein absoluter Traum. Und alle anderen bekommen mit der Waffe Zugang zu einem Item, das quasi eine E-Faust mit einem fixem Schadenswert von 3 ist. Muss ich noch ein Bild zeichnen?

Bleiben wir bei der Ausrüstung und schauen wir mal staunend auf die Rotorcannon Reaper Chaincannon – eine Art Heavy Bolter auf Steroiden. Kürzere Reichweite aber mehr als 2,5 mal so viel Schuss! (2,6666… mal so viel um genau zu sein) Kostet zwar auch doppelt so viel wie der Heavy Bolter aber dafür bietet das Ding fast genug Dakka für einen Ork.

… oder Alien 2 …

(okay, der heißt eigentlich Aliens ohne die 2 aber mit dem s für den Plural)

Es gibt aber nicht nur neues Bling-Bling für uns Chaoten. Es gibt sogar neue Jungs, die das neue Bling-Bling aufs Schlachtfeld tragen können.

Als erstes sei hier mal der neue Lord-Discordant genannt. Das ist die Anwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen Warpsmith die Medikamente gebe, die sich sich der durchschnittliche Tour-de-France Fahrer reinpfeift, ihn dann auf eine unheilige Mischung aus dämonischem Reittier und Läufer setze.

Das Modell hat bei einigen Betrachtern wohl für einen Evilgasm gesorgt und diese Leute stellen interessante Dinge an um dieses Modell irgendwie in ihre Armee zu quetschen, denn nüchtern betrachtet finde ich den Kollegen recht speziell.

Dazu gibt es einen Master of Executions – eine HQ Auswahl, bei der der Name Programm ist. Das Modell ist… Geschmacksache, aber die Regeln sind nicht zu verachten. Eine absolute Maschine, wenn man gegen Armeen mit vielen Charaktermodellen spielt und sich an das ABC der World Eater hält. (Always Be Charging)

… oder Zurück in die Zukunft 2 …

Die größten Änderungen der altbekannten Einheiten haben wahrscheinlich die Havocs durchgemacht. Sie haben nun eine Toughness von 5 und gelten immer als stationär, wenn sie ihre schweren Waffen abfeuern. Und der Champion trägt nun von Haus aus eine Spezialwaffe. Eine Einheit besteht immer nur aus 5 Mann – man kann keine zusätzlichen „Ablativlebenspunkte“ in From von zusätzlichen Havocs dazu kaufen, denen man Bolter und Nahkampfwaffe mitgibt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die neuen Regeln für die Havocs echt gefallen. 4 von denen mit Heavy Bolter und nem Champ mit Flamer ist echt eine Option. Wenn man ein paar Punkte über hat und mehr ballern will, dann gibt man denen 4 Reaper Chaincannons mit denen sie eine Bedrohungsweite von satten 30″ haben. Blobs? Welche Blobs?

Dazu kommen die Einheiten aus Shadowspear – also der Master of Possession, die Greater Possessed, sowie der Venomcrawler.

… oder Der Pate 2 …

und dann gibt es da ja noch Vigilus brennt!. Das Buch ist der 2. Teil (und passt daher wunderbar zum Artikel) zu dem Buch Vigilus kämpft und beschreibt die Invasion Abbaddons.

In dem Buch gibt es einige hübsche Regeln, Artefarkte und Strategems, die vor allem Spieler der Black Legion ansprechen dürften. Zusätzlich gibt es diese Dinge auch noch für die bekannteren/beliebteren Renegate Chapters. Red Corsairs seien hier besonders genannt.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu all dem gibt es noch Regeln für Special Detachments. Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber mir persönlich gefallen die Regeln für den Host Raptorial wirklich hervorragend, da sie die Raptoren, die bisher eher ein Nischendasein fristeten zu einer interessanten Option machen.

… oder Mad Max 2 …

Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall ist es (passend zum Schatten) der Dark Apostel. Dem haben sie dunkle (ha!) Gebete verpasst. (Hey, hab ich nicht schon mal über sowas geschrieben?)

Das klingt zwar irgendwie cool, ist aber ein mehr oder weniger versteckter Nerf. Zwar hat er immer noch ein Gebet, dass den gleichen Effekt hat wie seine Aura, nur kostet er jetzt deutlich mehr und es gelingt nur auf die 3+ also nur noch in 2/3 aller Fälle. Oder um es noch deutlicher zu machen: die alte Aura, die er füher dauerhaft hatte, zündet jetzt nur noch mit 66% Wahrscheinlichkeit. Es gibt die Möglichkeit dem Apostel für ein paar Punkte mehr 2 Ministranten zu spendiert. Die steigern die Effektivität immerhin auf eine 2+ / 1/6 / 83% Wahrscheinlickeit, aber so wie ich das verstehe, muss ich dann noch 2 zusätzliche Plätze im Rhino frei halten. Wobei man noch dazu sagen muss, dass er innerhalb eines Transporters keine Gebete wirken kann. Das schränkt seine Brauchbarkeit für mich irgendwie ein.

… oder Matrix 2 – hm. nein, moment, da stimmt was nicht …

Keine Fortsetzung, ohne Verwirrung! Hierfür sind die Obliterators zuständig.
Das ganze fing an im Index Chaos, wo die Jungs 65 Punkte kosteten und ziemlich… durchschnittlich waren.
Dann wurden sie besser und billiger. In Shadowspear bekam man Obliterators präsentiert, die wohl immer fleißig ihr Gemüse gegessen hatten aber 115 Punkte kosten (für einen von denen!)
Codex Chaos Space Marines II bringt das ganze jetzt zusammen – buchstäblich. Die aufgepumpten Obliterators aus Shadowspear zum Preis der alten Jungs… das April FAQ hat das korrigiert und wieder auf 115 Punkte gesetzt.

Und jetzt komme ich nochmal zurück zu Vigilus brennt!.

Es ist – ja…, also es ist – wie soll ich sagen?

In meinen Augen ist es ein Paradebeispiel dafür, dass GW es nicht schafft, seinen Fluff anständig fortzuführen! Es ist sogar so schlimm, dass ich sagen muss, dieses Buch hat mich genervt!

Der Bereich mit den Regeln ist ja schön und gut, aber so einen mutlosen Fluff wie die Invasion der Black Legion hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich fasse es mal so zusammen wie ich es verstanden habe:

An dieser Stelle eine dicke Spoilerwarnung!

Da ist ein Planet, der von Orks überfallen wird. Das wiederum löst einen Aufstand durch Genestealers aus und das wiederum ruft die Space Wolfs auf den Plan, die Eldar mischen sich ein, woraufhin die Ultramarines ein Wörtchen mitreden. Roboute Guilliman stampft wie ein trotziges Kind auf und sagt: Vigilus darf nicht fallen. Daraufhin lässt sich Marneus Calgar zum Primaris aufwerten und schwingt sich zum Oberbefehlshaber der wilden Schulhofschlägerei auf. Dann bemerkt man, dass sich zusätzlich zu dem ganzen Tohuwabohu auch noch ein paar Chaos Space Marines auf dem Planeten eingerichtet haben. Und deren Obermotz macht ernst und sagt: in 80 Tagen kommt Papa Abaddon und der sackt den Planeten ein!

Soweit Teil 1.

wie von Forgeworld – nur anders

Moin zusammen, der Ketzer schreibt mal wieder (was jetzt nicht SO überraschend sein dürfte auf dieser Seite.)

Ich hatte ja bereits angedeutet, dass ich mich mit einem Forgeworld Modell beschäftigt habe. Es war ein Modell, das schon sehr lange meinen Shelf-of-Shame zierte: Lord Zhufor the Impaler – meiner bescheidenen Meinung nach das beste Modell, das bisher für die World Eaters raus kam. (Ja, besser als Angron oder Khârn the Bloody)

Man könnte sich nun fragen: hey, wenn du so auf dieses Modell abfährst, warum schmückte es dann nur deinen Maltisch?

Dazu kann ich nur sagen: Ha… wenn es wenigstens die ganze Zeit meinen Maltisch geschmückt hätte. Die Wahrheit war viel finsterer: Ich habe das Ding in einen Karton gepackt wo ich es nicht mehr sehen musste.

Klingt paradox? Ist es vielleicht auch, aber lasst mich erklären:
Das Modell war nicht mein erstes Forgeworld Model. Das war ein Cybot (Ja, die hießen damals noch Cybot und ich nenne sie auch nachwievor so!) Ich wusste also was mich mit Resin erwartet, trotzdem hat mich der Klumpen echt fertig gemacht.

Zum einen war er nicht sonderlich sauber gegossen. Am hinteren Bein und an den Füßen waren z.B. dermaßen viel Gussreste, dass ich Probleme hatte zu unterscheiden, wo das Modell aufhörte und wo der Gussrest anfing. Aber das war nur ein Teil dessen was es mir echt schwer machte an dem Modell zu arbeiten. Die erste Farbschicht, die ich über die schwarze Grundierung auftrug, war rot – weil Berserker ja rot sind… und das Originalbild ja auch. Wer bin ich, dass ich das anders malen könnte? Und soll ich euch was sagen? Es sah sch… lecht aus. Der Detailreichtum des Modells schüchterte mich mit meinen bescheidenen Malkünsten zusätzlich ein – und so landete es erstmal in einer dunklen Box.

Mit der 8. Edition bekam der gute (ha!) Lord Zhufor neue Regeln. Regeln die mir echt gut gefielen und so zog ich das Modell nochmal aus der Vergessenheit heraus und nahm mir ganz fest vor, das Thema zu einem guten Ende zu bringen.

Entfärben (funktioniert hervorragend mit handelsüblichem Sterillium) und neu Grundieren war nicht der Aufwand. Schwierig wurde es danach – das Entfernen der restlichen Gußgrate war etwas für Fortgeschrittene. Zum Teil musste ich auch wieder mit Green Stuff ausbessern, weil ich in der Vergangenheit beim Entfernen wohl übereifrig war.
Und danach das Malen. Von unten nach oben. Erst das eine Bein, dann das andere und so weiter…

Das Ergebnis? Ich bin sehr zufrieden, aber seht selbst.

Ich habe es gewagt das Modell in einer anderen Farbe als „Berseker Rot“ zu bemalen. Bei dem Base hab ich ein wenig experimentiert. Ich wollte einen härteren Kontrast zu dem hellen weiß und gold/bronze Ton, der das Modell dominiert. Also versuchte ich mich an einem Marmoreffekt, den ich abschließend mit einem glänzenden Finish versiegelte. Ich hoffe, dass so der Eindruck entsteht, dass das Modell auf den Überresten eines zerstörten Marmorblocks steht. Vielleicht war das mal ein imperiales Heiligtum?

Wenn ihr genau hinseht, bemerkt ihr vielleicht, dass ich ein paar Sachen weggelassen habe. So fehlt zum einen ein Paar Ketten mit Schädel an der Faust und zum anderen das Trophäengestänge mit den Überresten des Kommisars.

Die Ketten und Schädel ließ ich weg, da ich sie nicht mehr hatte. Vielleicht irgendwo in den Niederungen meiner Bitzbox… aber ehrlich gesagt vermisse ich dieses Detail nicht.
Die Trophäe mit dem Kommissar hingegen ließ ich bewusst weg.
Warum?

Ein Wort: Verhältnismäßigkeit.

Auch wenn ich einsehe, dass es einen genetisch aufgepeppelten Supersoldaten in einer taktischen Cybotrüstung, wahrscheinlich nicht wirklich juckt, ob er ein paar Kilo mehr oder weniger durch die Gegend schleppt, so finde es doch sehr unwürdig für einen Champion des Khorne sich mit den Überresten eines normalen Menschen zu schmücken. Kommissar hin oder her – das ist doch kein würdiger Gegner mit dem man sich brüsten kann. Das ist ein Sterblicher – kein Space Marine Chapter Master oder sowas.

Da verwende ich das Teil doch lieber dazu um mal einen Missionsmarker zu basteln.

Zwar büßt die Figur damit etwas an Höhe ein, aber dafür hab ich sie ja auch auf etwas gestellt.

Was kommt jetzt als nächstes? Nun, ich beteilige mich an einer Challenge meines örtlichen GW Ladens: 250 Punkte pro Monat bis zu einer 1000 Punkte Armee.

Ich fand die Idee ganz witzig. Mal sehen, ob ich durchhalte. Chaos Space Marines sind zum Glück punktetechnisch nicht grad billig – es sollte sich also in Grenzen halten, was den Malaufwand angeht und nun kann ich endlich ein paar Sachen bemalen, die ich schon länger bemalen wollte. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten.

a World Eater Legion Tactical Sergeant / Aspiring Champion

Mustert die Legion! (Teil 2)

Ein neues Jahr und immer noch viele Modelle, die es zu bemalen gilt. Fangen wir also an. Wie ich zuletzt schon schrieb habe ich 2 HQ Auswahlen zur Verfügung, die darauf brennen ein paar Jungs durch die Gegend zu scheuchen. (Und Schädel zu sammeln)

Ich fange bei der Armee mit etwas sehr Ungewöhnlichem an: Taktische Trupps der Chaos Space Marines.

Aber moment, Ketzer! Du willst doch World Eaters spielen. Und alle World Eaters sind Berserker! – Jaja, trotzdem fange ich mit taktischen Trupps an, denn ich brauche eine nicht ganz unwichtige Sache: Einheiten, die im Fahrwasser meiner vorstürmenden Hauptarmee Missionsziele kontrollieren und das sollen keine Kultisten sein.

Wahrscheinlich werde ich früher oder später eine oder zwei Einheiten Kultisten bemalen, aber ich will es ganz ehrlich sagen: Ich spiel hier nach dem Codex Heretic Astartes – Chaos Space Marines und nicht Codex Kulstisten. Also sollte meine Standardauswahl auch Chaos Space Marines beinhalten.

Ja gut, und Berserker. Aber die kommen später.

Fangen wir mit den „Object Grabbern“ an.

Eigentlich hätte ich jetzt gern 3 Blöcke aus jeweils 10 (oder mehr) Chaos Space Marines hingestellt. 3 Dinge sprechen aber dagegen:

erstens: Ich bin viel zu langsam um jetzt schon 30 (oder mehr) Chaos Space Marines bemalt zu haben.

zweitens: ich würde durchdrehen, wenn ich 30 (oder mehr) Chaos Space Marines am Stück bemalen würde, ohne zwischendurch irgendwas anderes mit Farbe zu bekleckern

drittens: warum um alles in der Welt sollte ich 10 Mann Trupps (oder größeres) überhaupt nehmen?

Ein kurzer Ausflug in den Codex

Die Kombination aus dem Bedürfnis, nützliche Command Points (CP) horten zu wollen und der Tatsache, dass Chaos Space Marines (CSM) nicht so billig wie Imperiale Garde oder Kultisten (seufz) sind, ist schon mal ein Grund für den sogenannten MSU (Many Small Units / Multible Small Unit) Spam.

Der nächste Grund ist für mich: welche Vorteile hätte ich denn von großen CSM Blobs. Die einzigen, die mir jetzt in den Sinn kommen, wären:

  • eine kleine Einheit ist zu schnell ausgelöscht.
  • eine größere Einheit stellt eine größere Gefahr dar. (Mehr Attacken, mehr Schüsse, mehr Durchhaltevermögen, mehr nutzen, wenn man mal Strategems nutzt)

Okay, das sind valide Punkte. Aber sind die auch gültig für Einheiten, die nicht die Hauptgefahr meiner Armee darstellen?

Ich glaube, dass die kleinen taktischen Trupps gleich mehrere Rollen erfüllen können:

  • Object Grabber
  • günstige CP Beschaffer
  • Bubble Wrap und Raumabeckung gegen nervige Schocktruppen / Infiltratoren
  • Spezialwaffen ins Feld zu führen, ohne gleich High Prio Ziel zu sein.

Große Einheiten haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber für den Anfang wollte ich schnelle (Mal)Erfolge, die auch einen gewissen Nutzen haben. Daher habe ich mich für die kleinen Einheiten entschieden.

Zurück zu den Modellen

Das waren meine Hintergedanken, als ich also anfing einige Modelle aus der Betrayl at Calth Box und einigen ehemaligen Black Legion Einheiten zu bemalen. Hier die Ergebnisse:

Aus den ehemals schwarzen Legionären habe ich mal einen 6 Mann Trupp gebaut. Mein Hintergedanke war: man kann sie als 5 Mann Trupp mit Melter (mit oder ohne Champion mit E-Klaue), als reinen 5 Mann Nahkampf Trupp ohne Spezialwaffe aber mit Champion mit E-Klaue oder eben als 6 Mann Nahkampftrupp mit zusätzlichem Melter aufstellen.

Ganz schön vielseitig für so nen kleinen Trupp, was?

Der Champion bekam eine Energieklaue aus der Betrayl at Calth Box, weil ich die zum einen einfach mal verwenden wollte und weil ich wissen wollte, wie kompatibel diese mit den alten CSM Bausätzen ist. Außerdem verleiht er dem Trupp ein bisschen mehr Bums im Nahkampf.

Ein Melter, zum einen, weil ich schon ein Modell dafür hatte und zum anderen, weil ich einen gehörigen Respekt vor feindlichen Fahrzeugen habe und etwas haben wollte um diese Dinge zu bedrohen.

Natürlich bekam dieser Trupp (wie auch die anderen) ein Mal des Khorne.

Kommen wir zu den Jungs in MK IV Rüstung, die ja auch für 30k (naturgemäß) passend sind.

Der Champion von „Trupp 2“ bekam von mir eine goldene Helmverzierung verpasst und der Helmschmuck wurde zum Iro gedreht, um eine Brücke zu dem Exalted Champion, den ich im vorherigen Beitrag gezeigt habe, zu schlagen.

Beide Trupps bekamen jeweils einen Rakenwerfer spendiert, den ich für eine sehr vielseitige Waffe halte, die sowohl gegen leichte Infanterie, als auch gegen Fahrzeuge oder schwere Infanterie einsetzbar ist. Und der Zuckerguss auf dem Raketenwerfer-Kuchen ist die Möglichkeit die Gefechtsoption „Flugabwehrrakete“ einzusetzen um etwas gegen diese nervigen Flieger zu haben.

Da ein Trupp mit schwerer Waffe dazu neigt einem Nahkampf aus dem Weg zu gehen und die Trupps von ihrer Rolle her auch eher im hinteren Bereich des Schlachtfeld zu finden sind, fand ich Bolter ganz angemessen.

Wenn es sein muss, kann ich den Trupp natürlich auch als einen einzelnen 10 Mann Trupp mit 2 Raketenwerfern aufstellen.

Ich habe das Gefühl, dass diese 3 Bilder auch irgendwie ein Problem der großen Infanterie Blöcke visualisieren: Man kann mit 2 kleinen 5-Mann-Trupps die gleiche Mannstärke, mit der gleichen Feuerkraft zu den gleichen Punktkosten aufstellen und braucht nur noch eine weitere Einheit (und 2 HQ Auswahlen, die das Teure an dem Ganzen sind) um ein Battalion Detachment auszufüllen und die begehrten 3 CPs zu kassieren. Und man bekommt sogar einen zusätzlichen Aspiring Champion obendrauf im Vergleich zum 10 Mann Trupp.

Für 30k muss ich nochmal 2 weitere Standardjungs bemalen um die Rakenwerfer zu ersetzen und somit auf einen taktischen Trupp mit Vexilla und zusätzlicher Nahkampfwaffe aus der Zeit der Horus Heresy zu kommen.

World Eaters Praetor / Chaos Lord - Conversion of Praetor Tribune

Mustert die Legion! (Teil 1)

Heute soll es zur Abwechslung mal wieder um Modelle gehen.

Tatsächlich hab ich in den letzten Wochen ein paar Figuren bemalt bekommen. Dass ich nicht gleich einen „Hurra, seht her!“ Post abgelassen habe, lag zu einem gewissen Teil auch daran, dass ich darauf hingewiesen wurde, dass die Bilder, die ich von meinen Modellen gemacht habe, eher… suboptimal waren.

Ich hoffe, die neuen Bilder sind etwas besser. Der Zeitaufwand die Bilder zu machen, zu bearbeiten und zurechtzuschneiden, ist momentan noch größer als ich gedacht hatte, aber ich lerne dazu – daher würde ich mich über Feedback freuen.

Fangen wir mit dem an, was für mich eine Armee der Chaos Space Marines ausmacht.

Das sind sicherlich auch Chaos Space Marines und Terminatoren, aber vor allem sind es die Anführer dieser Armee. Mehr noch als bei ihren loyalen Gegenstücken sind es die Generäle, die eine Chaos Armee definieren, denn es waren schon immer die Bösewichte, die es den Protagonisten überhaupt erst ermöglicht haben, zu Helden zu werden.

Stellt euch doch mal James Bond ohne Goldfinger vor („No, Mr Bond, I expect you to die!“). Oder „Das Schweigen der Lämmer“ ohne Hannibal („Ich genoss seine Leber mit Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti“) Lector.

Die Liste kann man noch ein wenig fortführen, aber ich erspare euch das an der Stelle. Es soll ja auch nur zeigen, dass es einen angemessenen Bösewichts braucht.

Bei den Chaos Space Marines gibt es auch ikonische Bösewichte. Abaddon, Khârn, usw.

Die limitierenden Faktoren für die Erschaffung eines Bösewichtes sind für mich:

  • die Auswahl der Modelle
  • meine eigene (Un)Fähigkeit zu richtig kreativen Umbauten.

Daher muss ich auf das zurückgreifen, was es quasi von der Stange gibt.

Ich möchte mich nicht zu sehr beschweren, denn die Auswahl,  die sich einem bietet, ist da schon recht groß.

Beispielsweise hat Forgeworld da mal was rausgebracht:

Und lustigerweise haben sie ihn schon in den Farben der World Eater bemalt:

Einige Leute im Internet kritisieren vor allem den Kopf des Modells als unpassend und geht man vom Fluff der World Eater aus, glaube ich, irgendwo mal gelesen zu haben, dass sie sich einerseits ihre Köpfe kahl rasierten und andererseits, dass sie den Helm aufbehielten.

Der Bursche da hat weder ne Glatze noch trägt er den Helm, aber sein Gesicht (das mich an irgendwen erinnert) ist sehr passend für einen World Eater. Was mich persönlich mehr störte war die Waffe, die nicht so richtig zu meiner Vorstellung passte. Sie wirkte so… filigran? subtil? Ich weiß nicht genau was mich da stört, aber es passt eher zu einem Thousand Son. Wäre es nur eine Axt gewesen…

Egal, eine falsche Waffe ist nichts, was ein scharfes Messer und etwas Klebstoff nicht korrigieren können.

Nachdem die Hemmung, so ein Modell zu beschädigen dann endlich überwunden und die Farbe rangeklatscht war, kam das hier dabei raus:

Streitflegel statt Klinge – ich fand, das war eine angemessene Waffe für einen Praetor / Lord der World Eaters. Der Teil mit Kette und Kugel stammt aus dem Bausatz für die Chaosbarbaren. Die Parierstange der ursprünglichen Klinge ließ ich dran. Ich finde damit sieht die Waffe etwas exotischer aus.

Im 30k Setting wäre das regeltechnisch ein Thunderhammer. In 40k…

Eigentlich wüsste ich gern mal, wie es so abläuft, wenn Space Marines abtrünnig werden. Kommt da der Chapter Master an und sagt: „Werft die Thunderhammer, die Sturmschilde, die Gravguns und so weiter in die Land Raider Varianten, parkt diese zusammen mit den Razorbacks und Dreadnought Varianten und den Drop Pods in einem alten Frachter und lenkt diesen in die Sonne. Wir laufen über zum Chaos!“?

Sogar im Codex Heretic Astartes ist ein Bild von einem Iron Warror Lord zu sehen, der einen Tunderhammer trägt. Regeltechnisch aber…

Egal, sei es drum.

Back to topic

In 40k habe ich 2 Optionen den Burschen aufzustellen.

Variante 1: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit 2 Lightning Claws.

Variante 2: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit der „Black Mace“

Ich persönlich bevorzuge die erste Variante mit den Lightning Claws, da ich das eine Artefarkt, für das ich nichts zahlen muss, eigentlich fest vergeben habe. Als Word Eater Spieler ist das natürlich das Brass Collar of Borghaster, solange ich nichts anderes bekomme, was diese ganzen Smite-Caster etwas unterdrückt.

But wait – there’s more!

Wo ich gerade dabei war Dr. Frankenstein-mäßig die Waffen von Modellen zu bearbeiten…

Ich hatte da noch dieses Modell von Kutha Sedd aus der Betrayal at Calth Box und ich wollte etwas damit machen. Ursprünglich hatte ich schon mal den Umhang mit Farbe bedacht, um an diesem meine Bemaltechnik von Stoff auszuprobieren. Dann dachte ich mir aber: Hey, wenn ich den Umhang schon so weit habe, dann kann ich den Rest auch noch machen. Und bei der Gelegenheit habe ich mich auch um diesen Streitkolben gekümmert.

Die Mischung aus Glefe und Schwert wirkt exotisch genug um von einem Anführer der Legion geschwungen zu werden, deren Primarch im Prinzip ein Gladiator war. Die Klinge stammt von irgendwas von den Stormcast Eternals. Ich glaube, es waren die Prosecutor, genau weiß ich es nicht, da ich sie aus ner fremden Bitsbox gefischt hatte.

Außerdem habe ich den Helmschmuck um 90° gedreht, da mir die ursprüngliche Ausrichtung als viel zu unpraktisch für einen Nahkämpfer erschien. Dazu kommt, dass der Helm des Forgeworld Khârns ebenfalls den „Iro“ aufweist, wenn auch mit deutlich kürzerem Haarbusch.

Zu Zeiten der Horus Heresy würde ich ihn als Consul aufstellen. Ein Champion / Centurion / Delegatus mit Plasmapistole und meisterhaften Energieschwert, während er 10.000 Jahre später als Exalted Champion mit ähnlicher Bewaffnung (Schwert/Plasmapistole) auftritt.

Das wären schon mal 2 HQ Einheiten, die man sogar für beide Spielsysteme benutzen kann. Die eher dezenten Umbauten finde ich gut gelungen, wenn ich mir hier mal selbst auf die Schulter klopfen darf.

Als nächstes brauchen wir etwas was die beiden auch rumkommandieren können.

Alles neu macht die 8. Edition

Hier war es recht still in den letzten Wochen. Hatte der Ketzer nix zu meckern? Hat er Besuch von der Inquisition bekommen? Nein, ich muss euch enttäuschen, ich wurde nicht „erleuchtet“. Vielmehr waren es die gewaltigen Schatten, die die aufkommende 8. Edition vorauswarf, die mich ein wenig verharren ließen. Ich war drauf und dran ein wenig Fan-Fiction zu meinen Jungs zu schreiben. (Hey – weg mit den Mistgabeln, so schlecht wird das nicht!) Dann sah ich die Karte der zerrissenen Galaxie und dachte: „Oh… okay, da passiert was!“ 

Nun wollte ich nicht, dass mein geschreibsel frontal mit dem von GW gesetzten Fluff kollidiert – oder zumindest nicht mehr als absolut nötig. Also habe ich die Story auf Halde gelegt. 

Über die Regeln und Neuigkeiten die so durchsickerten wollte ich nichts schreiben, weil ich dachte: na mal sehen was der Kontext ist. 

Neue Modelle habe ich kaum zu zeigen. Ich habe ein paar Chaos Space Marines auf andere Bases gesetzt (keine „grüne Wiese“ Bases mehr) und magere 2 oder 3 Figuren fertig bekommen. Die Bilder reiche ich nach. 

Das Finalspiel von Bloodbowl hab ich sang und klanglos verloren. Ich hatte mir Notizen gemacht, aber die müssen meine Wellensittiche zerrupft haben, denn ich finde sie nicht mehr. 

Okay Ketzer, du warst also zu faul zum schreiben. Schon verstanden. Nun ist die 8. Edition aber schon 2 Wochen draußen und du schreibst erst heute was? Was ist deine Entschuldigung?

The Good

Ich wollte nicht über etwas schreiben, was ich noch nicht gespielt hatte. Gut, ich habe immer noch kein richtiges tiefgehendes Spiel gemacht, aber ein paar Dinge habe ich bereits festgestellt. 

  1. Teufel auch, spielt sich das Spiel schnell!
  2. Bye, bye Formationen. Ich werde euch vermissen. NICHT!
  3. Die Regeln sind erstaunlich harmonisch. Keine Diskussionen, ob man nun in Front oder in der Seite eines Fahrzeugs steht. Die Flieger wurden vernünftig angepasst. 
  4. Ich kann diesen nervigen Land Raider sogar mit meinen Buttermessern platt machen!
  5. Achte auf deine Sonderregeln!

Also alles gut in der finsteren Zukunft des 41. Jahrtausends? 

Von den Grundregeln her, kann ich nur in den Chor derer einstimmen, die ein Loblied auf diese 8. Edition singen. Nein, ehrlich! Ich finde das klasse, was sie da zurecht gezimmert haben. Die Story von Warhammer 40.000 geht sogar weiter, ohne dass es das befürchtete Gemurkse wird. 

Gut, es gibt ein paar Dinge, die mir unrund vorkommen: da wäre die Sache mit den Re-Rolls, die VOR den Modifiern gemacht werden (Gewöhnungssache) und Plasmawaffen, die (im Overcharge Modus) bei einer 1 das komplette Fahrzeug töten. (Ich denke, dass das noch abgeschwächt wird.)

The Bad

Aber: (!!!)

Mal im ernst, liebes neues Games Workshop, eure Art des Sadismus würde auch Slaanesh einen Schauder über den Rücken laufen lassen. 

Ich meine, ihr bringt 2012 einen Codex „Chaos Space Marines“ raus, der quasi „Dead on Arrival“ war. Gut, der fliegende Truthahn des Chaos aka. Heldrake war ne Zeitlang gefürchtet, aber den habt ihr dann auch in Grund und Boden generft und euch dann 4 Jahre die Ohren zugehalten und das Gejammer, das aus der Ecke der Chaosanhänger kam, ignoriert und lieber nochmal Codizes für alles andere veröffentlicht, ob nötig oder nicht… 

Liebe Leser, wenn ihr glaubt, dass das bereits das Perfide an der Sache war, die GW da abgezogen hat, dann irrt ihr euch. Das war nämlich nur der Auftakt!

Ende 2016 veröffentlichen sie nämlich endlich das, wonach die gebeutelten Chaosanhängern so lange gelechzt haben: Die Codexergänzung „Traitor Legions“! Endlich machte es wieder Sinn seine stacheligen Jungs ins Feld zu führen. Für…

nicht!

mal!

6!

Monate!!!

Dann nämlich kam die 8. Edition um die Ecke gewackelt und macht alles obsolet.

Versteht mich nicht falsch. Ich trauere den Formationen in keinster weise nach. Das ist nicht das, worum es mir geht. Was bei mir für erhöhten Blutdruck sorgt, ist Folgendes: Schaut euch doch mal bitte die Regeln für die „World Eaters“ an! 2 Doppelseiten! In Worten: zwei! Doppelseiten! Eine davon mit alt bekanntem Fluff-bla-bla. Eine mit den „Sonderregeln“, die schlicht und ergreifend keiner weiteren Erwähnung wert sind und neben den beiden Bildern eh kaum auffallen, sowie 2 Datenblätter… eins für Khârn und eins für die Berserker, die bereits weiter vorne erwähnt werden, nur diesmal mit dem Symbol für Standardauswahlen.

That's all Folks!

Keine besonderen Waffen, die Angron selbst noch geschwungen hat. Keine besonderen Einheiten. (*hust* Kultterminatoren, Red Butchers, Rampagers *hust*)

Und als ob das noch nicht ärgerlich genug wäre, haben wir noch etwas, was mich schon früher angekäst hat: Kein Schutz vor PSI Kräften! Ehrlich, wieso?

Jetzt kommt mir nicht mit „Die PSI-Phase ist doch eh nicht mehr so mächtig wie sie mal war“. Es gibt da draußen in der Welt-Weiten-Warteschleife Überlegungen zu reinen Smite-Listen. SO schlecht kann es also nicht sein.

Ihr merkt schon, die Stimmung bei mir drohte zu kippen. Das Mantra „irgendwann kommt ein neuer Codex“ hatte man sich als Chaosanhänger bereits in den letzten 4 Jahren vorgebetet – nur um dann so herbe enttäuscht zu werden. Jetzt sollte das wieder so losgehen? Oder soll ich einfach ne andere Legion spielen?

The Ugly Manufacturer.

Die Rettung meiner Stimmung kam aus einer etwas unerwarteten Richtung: Forgeworld!

Die Jungs, die so teure Resinklumpen herstellen (und die ich durch die Bank weg fast alle geil finde!) haben natürlich auch einen Codex für das Zeug herausgebracht, den sie so über die Jahre hinweg herausgebracht haben. 

Unter den Datenblättern findet sich u.a. der Eintrag für Lord Zhufor (ein absolut geiles Model!) und der Knabe kann etwas, was ihn für mich quasi zum Auto-Include macht: er kann bannen. Nicht selbst casten, aber bannen, denn Khorne wacht über seinen treuen Diener. 

Das erinnert mich an meine Gedanken, die ich mir mal über die Priester Khornes gemacht hatte. 

Gut, er gehört der Fraktion „Skulltaker“ an, statt World Eaters, aber ich bin sicher, meine Mitspieler werden nicht auf die Barrikaden gehen, wenn ich das Modell Weiß-Blau bemale.

Die Verräterlegionen sind wieder da!

Bumm! Da sind sie! Am Samstag dem 10.12. hat GW uns Chaosanhängern ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Ein eigener Codex Eine neue Codex Ergänzung, die uns Chaosjüngern endlich wieder das geben soll, worauf wir seit zig Jahren warten: Regeln für die Verräterlegionen!

Bevor ich mich der Euphorie hingebe, will ich ein paar Sätze über die negativen Dinge loswerden. Bedenkt dabei bitte, dass ich aus der Sicht eines World Eater Spielers auf die Sache schaue. Und für diesen steht nicht viel neues in dem Codex. Das meiste davon ist bisher verteilt über diverse andere Codices. Die Formationen stammen zum größten Teil aus den Büchern: Black Legion, Traitor’s Hate oder Wrath of Magnus. Die neuen Regeln für die Thousand Sons finden sich ebenfalls in Wrath of Magnus. Und die Regeln für die Formationen hätte man auch mit etwas gesundem Menschenverstand aus Traitor’s Hate ableiten können – wie gesagt: aus der Sicht eines World Eater Spielers.

Es gibt nicht wenige Leute die sagen, dass ein „aber“ in einem Satz alles vorangestellte irrelevant macht. Ich stimme dem zu.

ABER:

Games Workshop hat mit diesem Codex dieser Codex Ergänzung sehr viel richtig gemacht. Eine DER Hauptschwächen des Codex Chaos war für mich immer die Standardauswahl – die Chaos Space Marines. Sie sind im Verhältnis zu teuer und zu fragil wenn es um den Moralwert ging. Die Lösung für das Problem war in meinen Augen schon immer die Option „Veteranen des langen Kriegs“ und die Legionäre der World Eaters (wie auch andere) bekommen diese Option nun kostenlos – und sie verleiht ihnen noch weitere Boni. Gut, alles muss das Mal des Khorne kaufen und bekommt es nicht kostenlos ans Revert geheftet weil die Einheit 8 Mann stark ist und ich habe weder Cult-Terminatoren, noch Red Butchers noch Rampagers (die letzten beiden sind Forgeworld Einheiten für 30k) und auch keinen Zugriff auf tolles Zeug aus den Zeiten des großen Kreuzzugs (was haben die eigentlich mit den Sachen angestellt?), dafür aber solide und dennoch fluffige Regeln, eigene Begabungen für den Kriegsherren und sogar eigene Artefakte, die es mir erlauben Chaos Space Marines in den Farben der World Eaters auf die Platte zu stellen.

Und die Farben meiner World Eaters sind weiß und blau!

Tut mir leid, lieber Leser, aber mir fiel kein besserer Übergang ein.

Was ich sagen will: Ich will auch in der Finsternis der fernen Zukunft die Farben der Pre-Heresy ins Feld führen. Erwähnte ich ja bereits.

Und ich werde mir sogar etwas ausdenken, warum das so ist.

Aber das gibt es dann das nächste mal…

Dömonenprimarch Magnus der Rote

Sie kommen! Von einem Dämonenprimarch und Auserkorenen.

Die Gerüchte waren also wahr. Die Primarchen kommen. Und als erster kehrt sogar ein Dämonenprimarch zurück. Seit ein paar Tagen sind die ersten Bilder raus:

Sie zeigen Magnus den Roten in seiner Dämonenprinzen-Form.

Hm. Was soll man davon halten? Einerseits cool, andererseits… nein, ich weiß nicht was mich stört. Vielleicht weil ich im ersten Augenblick dachte: naja, ein etwas humanoider und massiverer Herrscher des Wandels. Vielleicht begeistere ich mich auch nicht ganz so sehr für den Knaben, weil er der falschen Gottheit angehört.

Insgesamt finde ich das Modell, nach allem was man sehen kann, aber schon verdammt cool – auch wenn ich es mir wohl eher nicht zulegen werde.

Was bedeutet das Modell dann für mich, dass ich nen Eintrag darüber schreibe?

Erstens: Ich schreibe gern. Also: duh!

Zweitens: Es gibt ein wenig die Richtung vor, in die die neuen Dämonenprimarchen wohl gehen werden. Für Angron erwarte ich also eine unheilige Kreuzung aus He-Man (wo sogar noch die Muskeln Muskeln haben) und einem Bloodthirster. Eine Idee, die wohl auch schon andere Modellbauer hatten, die mehr Talent im Umbauen von Modellen haben als ich je haben werde. Besonders erwähnen möchte ich hier KrautScientist, dessen Blog ich regelmäßig lese und bewundere (und auch schon die eine oder andere Idee geklaut entliehen habe). Seine Interpretation des Primarchen der 12. Legion solltet ihr euch ansehen: KrautScientists Angron

Drittens: Hier hole ich etwas die Kristallkugel raus. Schaut euch nochmal das Bild der Verpackung von Magnus an. Was steht da ganz oben über dem Namen des Modells? Da steht „Thousand Sons“! Wie, das ist nichts besonderes? Natürlich gehört er zu den Thousand Sons. Er ist ihr Primarch. Jaja. ABER: Bei anderen Boxen steht da an der Stelle die Fraktion / Armee, der er zugehört. Und da steht nicht: „Daemons of Chaos / Tzeentch“ oder „Chaos Space Marines“ da steht klipp und klar die Legion! Heißt das, dass GW uns endlich mit Regeln für die Legionen beschenkt? Ich bin gespannt!

Und außerdem…

Außerdem wollte ich euch einen kurzen Einblick geben, wie weit ich mit meinem Killteam gekommen bin. Die kurze Antwort: nicht sehr weit.

Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich ein langsamer Maler bin und zuletzt hatte ich mich mit einem Modell aus der AoS Box verkünstelt:

Waaaas? Der Ketzer spielt AoS? Das ist … Ketzerei? Ja, also genau das, was ich dürfte. Aber in dem Fall: nein, ich spiele (noch) kein AoS – ich verwende die Modelle für Spiele nach den Regeln von „The 9th Age“. (Siehe hier). Ich erwähne dieses Community-Made Project hier aber ausdrücklich schon mal, da ich später nochmal auf ein paar Ideen zurück kommen möchte, die aus dem System kommen.

Zurück zu „Grim Dark“

Nichtsdestotrotz habe ich in den vergangenen Wochen ein paar Modelle bemalt. Da wären 2 Auserkorene aus der Dark Vengeance Box. Die Modelle sind wirklich schön modelliert, dynamisch und individuell. Ursprünglich hatte ich vor sie für das Kill Team zu bemalen, aber ihre Ausrüstung passt nicht. Leider scheue ich davor zurück sie auseinander zu nehmen, da ich die „original“ Modelle schon gern im Schrank haben möchte, bevor ich sie mit meinem eher begrenzen Umbautalent verschandel. Vielleicht komm ich ja nochmal an ne Ladung von denen ran. Die „Kollegen“, die ihr da unten seht, werden wohl mal Truppen Champions bzw. Apostel oder ganz was anderes…

Zusätzlich kommen noch 2 „Rank and File“ Marines. Eigentlich sollten beide für die Auserkorenen zurecht gemacht werden, der Melter Heini braucht aber noch etwas Zuwendung. Meiner Meinung nach fehlt da noch n bissel Lametta für nen Auserkorenen. Ich werde wohl einen anderen zum Melta-Boy für meine Auserkorenen basteln. Der zweite Marine gefällt mir ganz gut für die Rolle eines Auserkorenen, der kein Speziallist ist.

Eine Sache noch

Übrigens, für den Fall dass ihr euch über den Grasteppich auf den Bases wundert: Ich stelle mir vor, dass der Trupp tief hinter den feindlichen Linien operiert. Also in einer Gegend, die noch nicht zu Schlacke zerbombt wurde – daher der Grasteppich. War das ne Ausrede um meine mangelhaften Basegestaltungsfähigkeiten zu vertuschen?

Ein Wort: ja.

Aber keine ganz schlechte, oder? Nein? Na gut, ich gelobe Besserung.

Quo Vadis? – Eine Historie der ketzerischen Bemalung

Na, klingt das nicht episch?

Wohin gehe ich… nun dazu müsste ich vielleicht auch sagen woher ich komme.

Die Anfangszeit

Meine ersten Warhammer Spiele hab ich noch unter der 2. Edition gemacht, mit Modellen die mir jemand stellte. So richtig eingestiegen bin ich dann mit der 3. Edition und dem erscheinen des Codex Chaos Space Marines.

Zu dem Zeitpunkt kaufte ich auch meine ersten Modelle und setzte sie zusammen. Ich konnte auf ein paar Jahre Erfahrung im Zusammenbau und Bemalen von Flugzeugmodellen zurück schauen. Das Zusammensetzen stellte mich also nicht vor Herausforderungen. Das Bemalen hingegen… Ich musste mich erstmal von meinen ganzen Revell Farben verabschieden und stieg auf GW Farben um. Zugegeben: das Hinzufügen von Farbe auf die Zinnminis bedeutete mir damals nicht viel. 3 Farben drauf und fertig – Pinselgröße ist doch egal.

Entsprechend sah das ganze dann auch aus. Zum Glück habe ich aus der Zeit keine Bilder mehr von meinen Modellen.

Im Club – der damals noch Warhammer Club Freiburg hieß – hatten wir aber einige richtig schöne Armeen. So schön, dass ich mich dann doch mal genötigt sah n bissel mehr zu machen.

Davon wiederum gibt es Bilder, aber macht euch keine großen Hoffnungen: ich will sie hier nur zeigen um einen gewissen… Prozess bei mir aufzuzeigen. Sie sehen immer noch eher „spontan Netzhautkrebs verursachend“ aus. Keine Highlights, kein Wash, nichts… gar nichts.

Uah… das war auch für mich hart. Danke dass ihr die Seite nicht gleich geschlossen habt, oder falls doch, dass ihr wieder zurück gekehrt seid.

Irgendwann entdeckte ich die Vorteile von Washes und spielte damit rum.

Okay, zwischen den Modellen auf den beiden Bildern lagen nochmal n paar Monate/Jahre, aber man kann schon erkennen, dass sich meine Bemaltechniken weiter entwickelt haben. Bei den Besessenen erkennt man sogar Highlights.

Stagnation

Allerdings stieß ich bei der Black Legion auf ein Problem: Die Rüstungen sind schwarz. Gut, wer konnte das denn ahnen, bei einer Legion die das Wörtchen „Black“ im Namen trägt! Ich hatte mich damals ganz bewusst für die Black Legion entschieden, zum einen weil ich dachte Abbaddon wäre n cooler Charakter, der im Gegensatz zu Ahriman, Doomrider, Kharn und anderen Charakteren tatsächlich was auf die Kette bekommt (Ihr könnt jetzt wieder aufhören mich auszulachen.) und zum anderen war das Farbschema so schön einfach. Schwarz, Silber, ein Tupfer Rot, fertig.

Und das wurde zunehmend zu einem Problem. Das einfache Farbschema limitierte auch die Möglichkeiten sich da ein wenig weiterzuentwickeln.

Das letzte Modell, das ich in den Farben der Black Legion bemalte war ein Vindicator. Ich nahm mir vor, bei dem Modell alles reinzupacken, was ich konnte. Erwartet jetzt bitte nicht allzuviel…

Klar könnte man an dem Ding noch das eine oder andere machen, aber es zeigte mir vor allem eins: Selbst mit Highlighten der Kanten, mit Schichten, mit ganz passablen Glaseffekten – Es blieb immer irgendwie ein schwarzer Blob.

Die Zukunft

So ging das nicht weiter. Abbaddon wurde auch nicht begabter und das Black Legion Supplement war auch nur eine jämmerliche Entschuldigung dafür, dass er 12 Kreuzzüge in den Sand gesetzt hat. Und eigentlich auch den 13.

Also: Andere Legionen haben auch hübsche Hintergrundgeschichten.

Und was lag für den Ketzer näher als DIE Ketzer des 40k Universums: Die Word Bearers. Ich schnappte mir diesen richtig coolen Terminator Lord Plastikbausatz und zimmerte mit einen Chaos Hexer zusammen, den ich dann auch in den Farben der Word Bearers bemalte. Auch hier gab ich mir wieder etwas mehr Mühe:

Rot ist immer noch keine einfache Farbe, aber besser als Schwarz und wenn ich diesen Manni mit den schwarzen Blobbs vom Beginn des Artikels vergleiche, dann liegen da Welten dazwischen. Gut… ich weiß, dass das nicht gegen professionelle Maler anstinken kann, aber für meine Vitrine reicht das erstmal.

Der aufmerksame Leser, wird jedoch festgestellt haben, dass ich nicht vorhabe eine Word Bearers Liste aufzubauen, warum eigentlich nicht?

Die Antwort ist einfach: Fluff.

Ich finde eine Bande von genetisch veränderten Supersoldaten, in schwerer Panzerung, für die Gewalt nicht eine – sondern DIE Lösung ist irgendwie Sympathisch. Und nein, ich frage mich nicht, was das über mich aussagt.

Da ich in der Zwischenzeit ein paar Blood Bowl Teams bemalt hatte, deren Primärfarbe ebenfalls Rot war (die zeig ich vielleicht an anderer Stelle), brauchte ich eine Abwechslung um mich ein wenig bei Laune zu halten. Aber Khorne ist nun mal Rot und Bronze, höre ich euch schreien. Ja, aber ich bin der Ketzer hier: Ich darf das.

Denn es war nicht immer Rot und Bronze. Die World Eaters, die wir heute nur noch in Rot und Bronze kennen, sahen nicht immer so aus. Zu Beginn der Horus Heresy  hatten die ein Weiß/Blaues Farbschema. Und DAS war ja wohl mal was völlig anderes.

Also nahm ich mir 2 Chaos Space Marines (Okay, ein Marine und ein Berserker) die noch nicht mit schwarz traktiert waren und probierte mal rum.

Das Ergebnis? Seht selbst:

Ich finde die sind so schlecht nicht geworden. Und das ist es, wo ich hin will!

Die ganz alten Modelle werde ich wohl in eine Box packen wo sie dem Sehnerv nicht mehr unmittelbar schaden können. Ein paar Plastikmarines bekommen wohl eine Altbausanierung in den Farben der World Eaters. Ob ich daraus ne komplette 40k Armee mache, wird die Zeit zeigen. Erstmal baue ich mir ne kleine Truppe für Kill Team Matches auf. Das wird mich ne weile beschäftigt halten, da ich da die eine oder andere Idee habe… Die Jungs aus der Betrayl at Calth Box werden wohl auf jeden Fall zu ner kompletten Armee für 30k ausgebaut.