Bloodbowl Long Time League – Part II

Weiter geht es mit der Bloodbowl Long Time League vom Kainskind.

Der zweite Spieltag steht an und das Team der Wadentester United muss diesmal gegen Bonecrushers ran – ein Chaos Pact Team mit 3 Big Guys.

Der Spielbericht

Mein Team ist personell unverändert – alle 12 Spieler haben das letzte Spiel überlebt nur Sebastien Heuler muss aufgrund seiner erlittenen Verletzung aussetzen.

Jonathan Bah hat sich im letzten Spiel ein Level-up verdient und bekam die Fähigkeit „Sure Hands“, die ihm sicher noch helfen wird.

1. Halbzeit

Zu perfektem Bloodbowl Wetter pilgerten 16000 Fans ins Stadion und auch an diesem Spieltag waren die Fans der Wadentester in der Überzahl.

Die Bonecrushers gewannen den Cointoss und entschieden sich für die Offensive.

Beim Kickoff offenbarte sich das brillante Coaching der Bonecrushers, welches ihnen für diese Halbzeit einen zusätzlichen Re-Roll einbrachte. Der Abschlag der Wadentester landete weit in der Hälfte der Bonecrusher, auf deren linker Flanke.

Dort sorgte der Spieler mit der Nummer 3 gleich mal für Action. Honka Handschuh beförderte einen der Hobgoblins mit dem Gesicht voran in den Dreck des Spielfelds und sorgte so gleich mal für einen Vorteil für die Chaos Reneganten. Allerdings schien der Oger, Harmann Hackebeil, von dem ganzen Gewusel vor ihm zu verwirrt zu sein um auf die Aufforderung, doch einen der Chaoszwerge vor ihm zu vermöbeln, zu reagieren.

Richtig schlecht machte es aber Bob Würger. Der Marauder mit der Nummer 4 versuchte einen der Chaoszwerge umzuhauen, wurde aber von diesem ausgekontert und KO geschlagen.

Ähnlich holprig war der Start der Wadentester. Der Minotaurus, Harry Bane, wäre bei seinem Blitz gegen den Minotaurus der Bonecrusher beinahe selbst zu Boden gegangen und nur ein beherztes coaching (das tatsächlich wirkte) verhinderte, einen unschönen Turnover für die Wadentester.

Leon Gorefetzer, der gerade noch Bob Würger KO geschlagen hatte, bewegte sich auf die bedrohte Seite der Wadentester um dort für Verstärkung zu sorgen.

Dort wurde die Situation immer bedrohlicher, denn Honka Handschuh sorgte gleich im 2. Drive für die zweite durchbrochene Rüstung. Dieses Mal landete Marco Reis benommen am Boden.

Das Blatt wendet sich!

Marcel Umspitzer gelang einen Gegner so zu treffen, dass dieser nur noch vom Platz getragen werden konnte.

Im Gegenzug versuchten der Troll und der Renegade Ork der Bonecrushers Harry Bane zu faulen, der zuvor nach einem Tackel nicht wieder auf die Beine gekommen war. Der Schiedsrichter schaute zwar nicht hin, aber die Rüstung des Minotauren hielt – auch wenn sie bedenklich knirschte.

Nun waren es die Bonecrusher, die plötzlich in Bedrängnis gerieten. Die Wadentester schafften es zwar eine numerische Überlegenheit um den Ballträger herum zu erzeugen, aber die Anwesenheit des Ogers bereitete Coach Ketzer doch einiges Kopfzerbrechen.

Am Ende des 6. Drives war es dann ein Chainpush, der die Entscheidung zugunsten der Wadentester brachte.

Mit einem „Zeit für Helden“, beorderte Coach Ketzer Maximilian Flöpp ins Getümmel, wo dieser nach 2 Go-for-its einen Block ohne Unterstützung gegen den Renegade Elfen der Bonecrushers durchzog. Dieser gelang und Flöpp drückte den Elfen ins Getümmel. Dadurch wurde einer der Marauders aus der Tacklezone geschoben und Jonathan Bah gelang nach einem einfachen Dodge die Ballaufnahme und der Touchdown.

Die euphorischen Fans der Wadentester sorgten beim Kick-off für einen weiteren Re-Roll für ihr Team.

Die Bonecrusher mussten den Drive mit gleich 3 Mann weniger beginnen, da neben ihrem verletzen Marauder noch 2 weitere Spieler nach einem KO noch nicht wieder aufgewacht waren.

Der Coach der Bonecrushers befahl den Spielzug „Fliegende Goblins“ und stellte entsprechend auf. Allerdings scheiterte der Spielzug bereits bei der Ballaufnahme und sorgte für einen frühen Turnover. Dies nutzten die Chaoszwerge um sofort wieder Druck aufzubauen. Es gelang den Bonecrushers nicht mal im Ansatz sich zu befreien und die Folge war der 2. Touchdown der Wadentester nach einem weiteren Turnover durch einen verpatzten Block. Den Punkt erzielte Maximilian Flöpp, der nach seiner erfolgreichen Heldentat wohl noch „on fire“ war.

Erneut gingen die Wadentester also mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeit.

2. Halbzeit

Auf den Rängen herrschte eine solche Euphorie, dass die randalierenden feiernden Fans den Wiederanpfiff der Partie völlig übertönten. Erst mit Beginn des 2. Drives bekamen die Spieler mit, dass das Match wieder lief und die Bonecrushers traten das Spielgerät in die Hälfte der Wadentester.

Die 2. Halbzeit begann genau wie die 1. – Harry Bane verpatzte seinen Blitz. Dieses Mal, griff Coach Ketzer aber nicht ein sondern sah zu, wie sich die beiden Minotauren gegenseitig zu Boden beförderten.

Der Kick der Bonecrushers war kurz von der Touchdownlinie der Wadentester runtergekommen und Hobgoblins machten sich daran ihn zu sichern und nach vorne zu tragen.

Die Offensive der Chaoszwerge wurde ruhig und kontrolliert vorgetragen. Trotz der Versuche der Bonecrushers, gelang es ihnen nicht das vorrücken der Wadentester zu verhinden. Erschwert wurde dem Coach diese Aufgabe auch noch durch seine eigenen Big Guys, die immer wieder dumm durch die Gegend glotzten oder ihre Gegner anmuhten, statt das zu tun, was sie sollten.

Es gelang den Bonecrushern nochmal Druck auf die Hobgoblins aufzubauen, die in ihre Hälfte eindrangen. Ein Handoff von Bah an Boahpeng sorgte jedoch dafür, dass der Hobgoblin durchbrechen und im 7. Drive das 3:0 erzielen konnte.

Das Spiel war damit entschieden und der Coach der Bonecrushers versuchte noch das Beste aus der Situation zu machen und ließ seine Spieler das Passen üben.

Das sagen die Trainer

Der Coch der Bonecrushers war sichtlich unzufrieden. Er haderte mit den frühen Ausfällen und dem Unvermögen seiner Big Guys das zu tun, was er von ihnen erwartete.

Das Gegenprogramm sollte eigentlich Coach Ketzer darstellen, der nach zwei Spielen mit insgesamt 6:0 Touchdowns zufrieden sein sollte. „Meine Mannschaft spielt zwar gut, aber ich vermisse noch den letzten Biss.“, gab dieser aber zur Überraschung aller zu Protokoll. „Das hier ist Bloodbowl, bei Khorne! Wo bleiben die abgerissenen Gliedmaßen? Als nächstes steht ein Spiel gegen die Nugles Nuggets an. Da kommen wir mit „gut spielen“ nicht weit. Einige Spieler müssen sich mal klar machen, dass sie hier nicht in einem Elfenteam spielen!“

Bloodbowl Long Time League – Part I

Seid gegrüßt, Freunde des einzig wahren Ballsports!

Zur Zeit findet eine Langzeitliga meines örtlichen Plastikfigurendealers statt und ich mische mit.
Diesmal waren auch nicht-GW-Figuren erlaubt und damit hatte ich eine Motiviation meine Chaoszwerge fertig zu bemalen.
Ich präsentiere euch die Mannschaft von Wadentester United:

Ähnlichkeiten mit echten Personen sind natürlich fast zufällig.

Mein erstes Spiel fand gegen die Goblin Mannschaft der Infected Mushrooms statt.

Der Spielbericht

Im Stadion der Infected Mushrooms warteten 20.000 Goblinfans auf das Spiel – nur um festzustellen, dass die Wadentester mit sage und schreibe 80.000 Fans in ihr Stadion einfielen.
Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden sogar noch mehrere Fans am Betreten des Stadions gehindert. Bei ihnen sollen verdächtige Gegenstände gefunden worden sein. In den (noch stehenden) Kneipen um das Stadion herum, flüstern einige hinter vorgehaltender Hand, dass diese Fans Teile eines Flugabwehrsystems ins Stadion schmuggeln wollten. Diese kuriose Theorie deckt sich mit dem bekannten fliegender-Goblin-Trauma des Coaches der Wadentester.

Die Mushrooms gewannen in der Zwischenzeit den Münzwurf um den ersten Drive und entschieden sich auch erstmal in die Offensive zu gehen.

1. Halbzeit

Nachdem beide Mannschaften Aufstellung bezogen hatten und der Ball in der Luft war, artete die Choreographie der Fans in eine ausgewachsene Pitch Invasion aus.
Als sich der Staub legte, standen nur noch 4 Goblins auf der Seite der Mushrooms. Beide Trolle und der Fanatic befanden sich unter den Opfern der gewaltbereiten enthusiastischen Fans. Letzerer musste sogar bewusstlos vom Feld getragen werden.
Auf der Seite der Wadentester hatte es den Minotaurus Harry Bane erwischt, der in einer konzentrierten Aktion der Mushroom Fans zu Boden gebracht wurde.

Keiner Seite blieb Zeit sich am Leid des jeweiligen Gegners zu ergötzen – obwohl einige neutrale Beobachter schwören, dass sie von der Trainerbank der Wadentester ein manisches Kichern vernahmen. Die Goblins machten sich daran, den Ball mit Jump’n’Runna Joe, dem Pogoer der Mushrooms, zu sichern.

Hack’n’Slasha Harry, um den die Fans der Wadentester bei der Pitch Invasion einen Bogen gemacht hatten, entschloss sich, etwas gegen die Überzahl der Chaoszwerge zu tun und schwang seine Kettensäge gegen Marcel Umspitzer. Der Chaoszwerge ging zu Boden und nur seinem Dickschädel war es zu verdanken, dass er auf dem Feld bleiben konnte. Im Gegenzug wurde der vor Spielfreude sprühende Looney von einem der Chaoszwerge k.o. gehauen.

Ihre Überzahl auf dem Feld ausnutzend, nahmen die Wadentester die verbliebenen, noch stehenden Gegner in enge Manndeckung. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich, denn die Goblins versagten beim Versuch sich von den Gegnern zu lösen. Ein weiterer Goblin wurde bewusstlos vom Spielfeld getragen, aber auch die Anhänger der Infected Mushrooms hatten Grund zur Schadenfreude, als einer der Hobgoblins beim Versuch sich aus der Tacklezone eines Trolls zu lösen, mit der Nase voran im Rasen landete.

Beiden Trolle der Mushrooms erwiesen sich als Aktivposten im Spiel der Goblins. Sie brachten zuverlässig Spieler der Wadentester zu Boden – sogar, wenn sie einmal nicht angebrüllt wurden.

Unfaire Spielweise? – Es ist Bloodbowl!

Bomb’a’man Bob machte kichernd eine seiner Bomben bereit, um Jump’n’Runna Joe den Weg zum Touchdown freizusprengen. Dummerweise wurde der ungenaue Pass des Goblins von Leon Gorefetzer abgefangen! (Ja, ein Zwerg macht einen Intercept – mit 2 Tackelzonen!) Der Chaoszwerg jubelte aber nur bis ihm dämmerte, dass die brennende Lunte nichts Gutes bedeuten konnte. Sein Versuch die Bombe Richtung Jump’n’Runna Joe weiterzuwerfen scheiterte kläglich und die Bombe fiel ihm vor die Füße. Eine kleine Explosion später lag Leon Gorefetzer mit dem Gesicht im Dreck. Der Jubel der Mushroom Fans verstummte aber abrupt. Beide Trolle und ein weiterer Goblin waren ebenfalls von der Explosion erfasst und zu Boden geworfen worden.

Die Wadentester entschlossen sich nun mal besser Ernst zu machen, bevor die Goblins weitere unschöne Überraschungen hervorzauberten. Mit einem schnellen Spielzug im vierten Drive erzielte Jonathan Bah den ersten Touchdown des Spiels, nachdem man Jump’n’Runna Joe erfolgreich vom Ball getrennt hatte.

Bestechung? Ein unschönes Wort für eine goldene Brücke.

Als die Infected Mushrooms wieder aufs Feld marschierten, um Aufstellung zu beziehen, tauchte am Spielfeldrand plötzlich ein herrenloser Sack Gold auf. Der Fanatic Mosh Pit Pete betrat just in dem Moment unschuldig pfeifend das Spielfeld, als der Schiedsrichter mit dem Konfiszieren eben jenes Goldes beschäftigt war. So konnte der Fanatic seine (kaum) versteckte Waffe erneut aufs Spielfeld bringen.
Wer sie nicht übersah, war Leon Gorefetzer, der Bekanntschaft mit dem unangenehmerem Ende der Waffe machte, aber dank seines Dickschädels auf dem Feld verblieb. Der Fanatic versuchte auch noch Harry Bane umzusemmeln, aber er wirbelte nur an dem staunenden Minotaurus vorbei.
Dieser schaffte es im Gegenzug den Fanatic auf die Hörner zu nehmen – sehr zu seinem Ärger überlebte der Fanatic aber und wurde nur bewusstlos geprügelt.

Die Versuche der Goblins den Ball in Richtung Touchdownzone der Wadentester zu bekommen sahen gar nicht mal so schlecht aus. Auf beiden Seiten brachen die Goblins durch und rannten um ihr Leben. Jump’n’Runna Joe warf einen Pass auf den Goblin, der in der Nähe der linken Außenlinie der Chaoszwerge entlang rannte. Zum Erstaunen aller kam der Pass an und wurde sogar gefangen.
Mats Brummels gelang es nur im Vollsprint den enteilten Goblin zu Boden zu reißen.
Die Hobgoblins schwärmten wieder aus um einen Konter zu starten, doch der Pass von Jerome Boahpeng scheiterte kläglich.
Erst im zweiten Versuch gelang es Jonathan Bah den Ball auf Javier Marifetz zu passen, der im letzten Drive der ersten Halbzeit den zweiten Touchdown für die Wadentester erzielte.

2. Halbzeit

Mit einer konfortablen 2:0 Führung in der Hinterhand zogen die Chaoszwerge genüsslich ihr Offensivspiel gegen die sechs Goblins und den einen Troll auf, die nach der Halbzeit bei Bewusstsein / spielfähig / nicht des Feldes verwiesen waren.

Besonders aktiv zeigte sich erneut Jump’n’Runna Joe, der todesmutig über die Spieler der Wadentester hinwegsprang um an den ballführenden Hobgoblin zu kommen. Dass er mit dem Gesicht im Dreck landete störte das Jubeln auf den Rängen über die wahnwitzige Aktion nur unwesentlich.

Aus einer sicheren Abwehr heraus versuchten die Hobgoblins noch ein paar Bonuspunkte durch Passspiel abzugreifen, aber sie scheiterten kläglich. Im Gegenzug schafften es die verbliebenen Goblins nicht, an den Ball zu kommen.

Jerome Boahpeng rannte mit dem Ball bis runter an die Touchdownlinie. Dort provozierte der Hobgoblin die Fans beider Seiten immer wieder mit angedeuteten Touchdowns, die er im letzten Moment wieder abbrach, um die Uhr weiter herunterlaufen zu lassen. „Bester Nachbar“ Sprechchöre schallten von Rängen und die Mushrooms schafften es erst im 6. Drive der 2. Halbzeit genug Druck auf den Hobgoblin aufzubauen, um ihn zum Touchdown zu bringen.

Spielerische Überlegenheit

In der Zwischenzeit schaffte es Mats Brummels einen der Goblins vom Feld zu treten während Harry Bane es auch in mehreren Anläufen nicht hinbekam einen der Goblins vom Feld zu befördern. Eine Tatsache, die auf den Rängen für einigen Spott sorgte. Coach Ketzer wies in geradezu darwinistischer Weisheit darauf hin, dass die verbliebenden Goblins eindeutig die zähsten des Teams sein mussten.
Besser als Harry Bane machte es Tre Bucheta, der Troll der Mushrooms. Er ließ seine Fans nochmal jubeln, indem er Sebastien Heuler per Choke Slam so tief in den Rasen rammte, dass Coach Ketzer für einen Moment der Meinung war, dass es besser wäre den Hobgoblin in dem Krater zu belassen und selbigen einfach mit Erde aufzufüllen. Der Mannschaftsarzt Quacksalber der Wadentester versicherte dem Coach aber, dass Heuler wieder einsatzfähig sein würde. Man müsse nur alles wieder reingestopfen, zusammen tackern und etwas warten, bis die wichtigsten Dinge wieder zusammengewachsen waren. Die medizinische Abteilung ist zuversichtlich, dass das beim übernächsten Spiel der Fall sein würde.

Mats Brummels, erreichte nun Betriebstemperatur. Er nahm Rache und beförderte einen Goblin mit einem eleganten Tritt gegen den Kopf in die Krankenstation.

Mit einem 0:3 Rückstand, Unterzahl und einem letzten Drive zur Verfügung verstanden nun auch langsam die Goblins, dass das Spiel verloren war. Sie versuchten noch ein paar Schönheitspunkte durch ein Passspiel zu erschleichen, aber das wollte nun auch nicht mehr gelingen.

Nach dem Spiel wurden von angeblich unabhängigen Experten Jump’n’Runna Joe und Jonathan Bah zum MVP der jeweiligen Mannschaft gewählt – danach waren besagte Experten aber nicht mehr auffindbar.

Das sagen die Trainer

Der Trainer der Infected Mushrooms haderte vor allem mit dem Publikum. „Eine Pitch Invasion ist zwar schön anzusehen und wir danken den Fans für diese beeindruckende Choreografie, aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse erwies sich die Unentschlossenheit unserer Ordner im Stadion als Eigentor. Von da ab war es sehr schwer, mit einer derart dezimierten Truppe noch Druck aufzubauen.“
Coach Ketzer sah das naturgemäß anders. „Ich lade einige unserer Fans zum nächsten Mannschaftstraining ein. Einige der Taktiken, die bei der Pitch Invasion angewendet wurden, waren sehr beeindrucken. Besonders die Art und Weise, wie die beiden Trolle zu Boden gebracht wurden, sollten wir in unser Playbook aufnehmen. Unzufrieden ist heute nur der Priester des Khorne, für den zu wenig Blut floss und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Wenn es gegen Goblins geht erwarte ich ein paar abgerissene Schädel mehr!“

Alpha Legion und Beta Blödsinn

Wow. Der erste Blogbeitrag in diesem Jahr und gleich 2 Themen über die ich mich genötigt sehe zu schreiben. Ich fange mal mit dem Negativen an, um mit dem Positiven abschließen zu können. So gebe ich dem geneigten Leser auch ein gutes Gefühl zum Abschluss.

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber GW hat ein paar Beta Regeln für Warhammer 40k rausgebracht – das ist nicht das erste Mal, aber dieses Mal kann ich nicht anders und muss mir an den Kopf greifen.

Für alle, die nicht wissen wovon ich rede:

Bolter-Beta

Das sind die aktuellen Beta Regeln für Bolter und je länger ich darüber nachdenke, desto unverständlicher werden sie für mich.

Ich höre euch sagen: „Also gut, Ketzerlein, nimm dir einen Kaffee und erzähle dem Inquisitor was dich plagt“? Gerne doch, den Kaffee bitte mit Milch und Zucker.

Ich spiele Chaos Space Marines (World Eaters um genau zu sein, falls ihr es noch nicht wusstet) also rede ich auch nur darüber. Mag sein, dass für die Anhänger des falschen Imperators und für andere Legionen andere Maßstäbe gelten, bzw. es da andere Schmerzen mit den Regeln gibt, aber darüber sollen sich bitte andere auslassen. Zunächsteinmal frage mich ernsthaft, was GW mit dieser Regel erreichen will. Im White Dwarf schrieben sie zu dem Thema, dass sie damit Einheiten stärken wollen, die sonst nicht so sehr berücksichtigt werden.

Über welche Einheiten reden wir hier also?

Chaos Space Marines

Als erstes kommen mir da die völlig gewöhnlichen Chaos Space Marines in den Sinn. Für alle, die sich fragen, wen ich meine: das ist die andere Standardauswahl im Codex Chaos Space Marines. Nein, nicht die Cultisten – die anderen! Doch doch, da gibt es noch einen weiteren Eintrag, schaut nochmal nach.

Was im Namen von Khornes Magengeschwür sollen die Standard Chaos Space Marines mit dieser Regel anfangen? Sie können 2 mal schießen – toll. Auch außerhalb der halben Reichweite – noch toller. Wenn sie stehen bleiben – äh… wa? Und das ganze für 65 Punkte (für 5 Marines mit 5 Lebenspunkten und 5 Modellen), während ich für 50 Punkte 10 Cultists (mit 10 Lebenspunkten und 10 Modellen) bekomme, die genauso viele Schüsse auf lange Reichweite raushauen können – und doppelt so viele auf kurze Reichweite. (Okay, nur mit Stärke 3 und nur auf die 4+, aber das macht den Kohl auch nicht mehr Fett). Ich bin nicht beeindruckt.

Was sind denn Space Marines – egal ob loyal oder chaotisch? Schocktruppen!
Die krachen mit Drop Pods direkt in die Gulaschkanone der gegnerischen Armee, stürmen vorwärts (d.h. sie bewegen sich!) und verpassen dem Gegner mehrere neue Körperöffnungen.
Und GW liefert mir eine Regel, die mir nur dann hilft, wenn ich alles statisch lasse???

Egal. Ich hab Khorne Berserker. Die sind auch Standardauswahlen für meine World Eaters.

Chosen

In einem Forum las ich von einem der meinte: „Aber Chosen könnten davon profitieren. Geben wir ihnen Combibolter und Chainaxes und freuen uns über bessere Khorne Berserker.“

Ich hätte da ein Rhino voller Berserker, die da ein paar Worte dazu zu schlagen zu sagen hätten.

Sie führen an, dass sie:

  • nicht zu Fuß gehen
  • selbst wenn sie zu Fuß gehen würden, (weil man ihnen ihr Rhino weggesprengt hat) niemals stationär bleiben würden um zu ballern
  • Bolter für Pussys und Slaaneshanbeter sind
  • genausoviele Punkte kosten, wie ein Chosen mit Combibolter und Kettenaxt
  • zwei mal pro Runde kämpfen können
  • RAAAAAAAAAAAAH! Blut für den Blutgott!

*hust* Also weiter im Text.

Terminatoren

Ja, die Jungs profitieren tatsächlich. Warum? Weil sie immer als stationär gelten, wenn sie ihre Bolter abfeuern. Das macht einen Unterschied – wenn man sie denn tatsächlich übers Schlachtfeld spazieren lässt.

Was macht man aber mit Terminatoren? Man stopft sie in einen Land Raider oder man teleportiert sie als Schocktruppe mitten in die Gegner rein. Egal wie, sie werden wohl eher auf kurze Distanz losballern und da bringt ihnen diese blöde Regel – richtig – gar nix.

Die Reaper Autocannon, die ich zwar optisch ganz cool finde, aber sonst eher „Meh!“ ist, wird damit übrigens noch weiter entwertet. Der Combi-Bolter haut nun schließlich die gleiche Anzahl an Schuss raus. (Mit weniger Stärke und weniger Durchschlag, aber dem gleichen Schaden. Für 10 Punkte weniger.)

Dreadn… Helbrutes

Jup, man kann denen Combibolter geben. Sogar 2, wenn man auf 2 Nahkampfwaffen setzt.
Jup, sie gelten immer als Stationär.
Jup, es ist kompletter Schwachsinn.
Entweder will ich mit den Boxen-auf-Stelzen nämlich schnell in den Nahkampf (und sprinte daher statt zu schießen) oder ich habe sowieso überzeugendere Geschütze ans Chassis geschweißt als das Erbsengewehr. Ein Bolterschuss oder zwei von nem Helbrute… ich glaube nicht, dass das kriegsentscheidend ist.

Seuchenmarines

Joa, das sind doch die Jungs, die sowieso auf kurze Reichweite am effektivsten sind, oder? Nuff said.

Noise Marines

Wenn ihr die mit Boltern aufstellt, habt ihr möglichweise den Eintrag für Sonic Blaster und Blastmaster übersehen?

Rubric Marines

Woah! Now you are talking.

Die finden die Regel toll. Aber wieso? Weil ihre Bolter von Haus aus besser sind. -2 auf Rüstung? Autsch! Noch heftiger als die Staubteufel des Tzeentch sind nun übrigens die Scarab Cult Terminators. Und da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht, was man hier noch an Buffs durch Psi- und Strategem-Schweinereien draufsetzen kann. Nur wie bei allen anderen Kulteinheiten gilt: Was hab ich als World Eater Spieler davon? Nüscht!

Bikes

Gleiches Problem wie bei Terminatoren. Man gibt denen ja in der Regel Spezialwaffen wie Melter, Flamer, Plasmawerfer und will möglichst nah ran. Vielleicht profitieren sie eine Runde davon, aber das wars dann auch schon.

Havocs

Sie bleiben meistens stationär, aber wieviele Bolter oder Kombibolter habt ihr in den Trupps?

Fahrzeuge

Land Raider, Vindicator, Predator… ja is ja alles nett. 2 Schuss mehr für 2 Punkte pro Modell. Kann man machen, wenn man die Punkte über hat.

Am nettesten finde ich noch die Rhinos mit zusätzlichem Kombibolter und Havok Raketenwerfer. Das ist etwa die gleiche Feuerkraft die ein 5 Mann Chaos Space Marine Trupp mit schwerem Bolter aufbringen kann – für lächerliche 80 Punkte (bei Toughness 7 und 10 Lebenspunkten – von der Transportfähigkeit ganz zu schweigen)

Alles in allem also:

Sorry, das ist mir einfach zu wenig. Momentan ist ein Teil der Community vielleicht gerade etwas in Euphorie verfallen und kommt mit ungewöhnlichen Ideen ums Eck, z.B. 10 Biker nur mit Kombiboltern und Mal des Slaanesh, damit mal 2x schießen kann. Das hat schon vorher funktioniert, nur dass man halt n bissel näher ran gefahren ist. Faktisch hat das „damals“ wohl schon kaum jemand gemacht. Der Feld-, Wald- und Wiesenbolter ist dank einem Rüstungswurfmodifikator von 0 einfach zu schwach – daran ändert auch nichts, dass er auf lange Reichweite nun genausooft schießen kann wie auf kurze Distanz. Deswegen lässt wohl kaum jemand zugunsten der Chaos Space Marines die Cultists im Schrank.

Mein Urteil in einem Wort: Unterwältigend.

GW wollte eine Antwort von den Spielern. Ich habe das Angebot angenommen und denen was dazu geschrieben. Sie wollten es so.

So, kommen wir zu erfreulicheren Dingen.

Ich habe mal wieder ein Modell bemalt*: Mein erstes Mitglied für das Kill Team Alpharius.

Ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, in welchen Farben ich die Alpha Legion bemalen soll. Das metallisch blaue Farbschema, das Forgeworld zum Teil verwendet bekommt man ohne Airbrush und Tints kaum hin. Außerdem sieht das Schema zwar cool aus, aber für ein Einsatzteam, das hinter feindlichen Linien operiert, war mir das zu auffällig.

Das Blau mit den grünen Rändern, das unter anderem im Codex verwendet wurde war mir zu… plump? unpassend? Ich weiß nicht was das richtige Wort ist, es gefällt mir einfach nicht. Der Kantenakzent ist zu hart und überhaupt.

Nach einigem rumprobieren kam ich schließlich zu diesem Schema hier:

Ich muss unbedingt mal schauen, ob ich nicht noch irgendwelche Abziehbilder für die Schulterpanzer habe – die sehen noch etwas plump aus. Und ich traue mir nicht zu, das Legionszeichen per Freehand draufzuklatschen.

Das Bild muss sowieso nochmal gemacht werden. Ich habe beim Zuschneiden der Bilder festgestellt, dass ich noch eine Orientierungslinie auf dem Brustpanzer hatte, die nicht übermalt wurde. Ich habe es mittlerweile zwar nachgeholt, für den Blog war ich aber mal so frei und habe mit einem Bildbearbeitungstool die Linie entfernt.

Ihr werdet den Anblick also nochmal ertragen müssen.

*Naja gut, es waren mehr als dieses eine. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

Kill Team - Alpharius Complete

Kill Team – Alpharius

Seit ich den Roman „Legion“ von Dan Abnett gelesen hatte, konnte ich ein gewisses Bedürfnis ein Alpha Legion Team aufzustellen nicht leugnen. Aber keine ganze Armee. Zum einen scheint das zur Zeit sowieso jeder zu machen – oder habt ihr in letzter Zeit keine infiltrierende Alpha Legion Berserker und/oder Kultisten gesehen? (Das ist eine Fangfrage, denn natürlich habt ihr das nicht… Es gibt keine ja auch keine solche Legion! – die freundliche Inquisition ]I[ ) Und zum anderen hänge ich noch an meinen World Eaters.

Dann kam (schon wieder) das Regelwerk für „Kill Team“ raus. Im Gegensatz zum alten „Kill Team“ (über das ich hier geschrieben habe) hat sich bei der neuen Version n bissel was geändert. Unter anderem hat man nun die Möglichkeit aus seinen Standardauswahlen das Team zusammenzustellen.

Für Chaoten bedeutet das mal wieder: Standard Chaos Space Marines (keine Kulteinheiten, sofern du nicht Death Guard oder Thousand Sons spielst) und Kultisten. Über das Kanonenfutter die sterblichen Diener des Chaos habe ich ja schon mehrfach mit den Augen gerollt – ich versuche aber mal etwas Fluffiges zusammenzustellen.

Die Theorie

Angeführt wird das Kill Team – selbstverständlich – von einem Chaos Space Marine Champion. Nennen wir ihn… Alpharius. (Natürlich, wie auch sonst)

Die Spezialisten sollten ebenfalls Chaos Space Marines sein – die Vorstellung, dass ein Feld-, Wald- und Wiesenkultist in einem Bereich spezialisierter ist als ein Space Marine ist einfach … falsch.

Also nehmen wir 3 weitere Chaos Space Marines und überlegen uns, was könnten das für Figuren sein. Denken wir also Hollywood.

Übersetzt in Modelle bedeutet das, …

Wenn ich schon nur so ne kleine Truppe zusammen stelle, dann will ich da auch n bissel was Besonderes haben. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich seit einiger Zeit die Primaris Modelle, die die Loyalisten aufs Feld stellen können, bewundere.

Dafür gibt es 2 Gründe:

  1. die Größe der Figuren, die den „True Scale“ Marines recht nahe kommt. Wenn ich diese für das Kill Team verwenden würde, würden sie diese jämmerlichen Kustisten deutlich überragen.
  2. die schlichte Eleganz der Modelle. Kein Schnickschnack – aber auch nicht völlig schmucklos mit Anlehnung an das MK IV Rüstungsdesign.

Ich bekam über ein bekanntes Onlineauktionshaus meine Finger an ein paar Figuren und zückte das Bastelmesser.

Ich habe versucht die „andere Loyalität“ der Space Marines hervorzuheben. Das ging bei diesen Modellen ganz einfach: Adler an Brust und ggf. noch am Bolter entfernen und fertig. Schwieriger wurde es, sie ein bisschen in die Chaos Ecke zu rücken und dabei nur auf die Dinge zurückzugreifen, die meine Bits-Box hergab, denn in der Fantasie hätte man noch mehr machen können.

Das Ergebnis

Nachdem ich bei einem Anführer jetzt nicht sooooo viel Auswahl habe, beschloss ich nur, ihn nicht mit Nahkampfwaffen auszustatten. Ein Bolter mit Zielfernrohr war doch schon ein guter Anfang. Für das Chaos Feeling bekam er einen Anhänger an den Schulterpanzer und ein Backpack aus dem Chaos Space Marine Gussrahmen. Sah aber noch nicht beeindruckend genug aus. Also machte ich den Bolter ein wenig „barbarischer“. Ein Gurtmagazin und ein Bajonett später war ich zufrieden.

Als nächstes wollte ich einen Scharfschützen, denn ein hinterhältiger Sniper ist doch perfekt für eine Legion wie die 20. Zuerst wollte ich ihm eine schwere Waffe geben, entschied mich dann aber doch für den Plasmawerfer. Für das Chaos Feeling montierte ich 2 Schädel mit Ketten an das Rückenmodul.

Den schweren Bolter gab ich stattdessen einem Sprengstoffexperten. Mir gefiel die Idee, dass der Kerl mit der schweren Waffe auch einen Hang dazu hat, Dinge in die Luft zu jagen. Für das Chaos-Bling sorgt der Lendenschurz eines Chaos Terminator Generals. Das Dakka wird präsentiert durch einen schweren Bolter aus der Betrayl at Calth Box. Genau wie die Granate.

Einer fehlt noch…

Und als letztes… hm. Ein Veteran? Oder doch die offensichtliche Kombo „schwerer Bolter/Experte für schwere Waffen“? Dafür einen Sprengstoff-Heini mit Bolter?

Nein, nein, nein. Denkt größer! Ich will einen Chaos Space Marine, der in den Jahrtausenden des langen Krieges irgendwann mal eine falsche Entscheidung getroffen hatte (okay, eine mehr als die anderen) und vollständig dem Wahnsinn anheimgefallen ist. Ich will den durchgeknallten Schlächter, der nur im Team geduldet wird, weil er gut in dem ist, was er tut (und sich niemand traut ihm zu sagen, dass er raus ist).

Auftritt des Zeloten. Ein Chaos Space Marine mit Boltpistole/Kettenschwert und – weil ich’s kann – mit Mal des Khorne. Damit ist er der einzige der 4, der einem Gott geweiht ist. Der Rest rennt ohne Mal durch die Gegend – es ist schließlich die Alpha Legion. Die wissen wahrscheinlich nicht mal mehr selbst auf welcher Seite sie eigentlich stehen.

Ja, er ist wahnsinnig. Ja, er ist Khorne verfallen. Aber er ist immer noch Mitglied der Alpha Legion und Teil eines Teams das hinter den feindlichen Linien operiert. Also konnte ich es nicht übertreiben, mit Bunny-Ear-Helmen, Stacheln und mehr Schädel als manche Leute Haare auf dem Kopf haben. Ich denke den Spagat habe ich hinbekommen.

Das sollte der Kern meines Killteams sein. Eine kleine Einheit weit hinter den feindlichen Linien, mit dem Auftrag Chaos und Terror zu verbreiten.

Die menschlichen Opferga … Die Kultisten.

Die Alpha Legion, so wie sie in dem Roman dargestellt wurde, greift sehr intensiv auf „akquirierte“ Verbündete zurück. Dafür nehme ich die Kultisten.

Für diese dachte ich mir: Endlich eine Gelegenheit die hübschen Forge World Renegades zu verbauen. Falsch gedacht. Die Oberkörper passten hinten und vorne nicht mit den Armen der Cadianern zusammen – obwohl sie das tun sollten. Ich habe 10 dieser Modelle durchprobiert und nur 2 gefunden, bei denen die Arme halbwegs passten. Schon wieder Pech mit Forgeworld… Einigermaßen frustriert stattete ich noch 2 mit Nahkampfwaffen aus, plünderte bei den Kultisten aus der Dark Vengance Box und den Rest baute ich aus den Genestealer Kult Killteam aus der Box zusammen.

Herausgekommen ist ein „bunter Haufen“ von zusammengewürfelten Rüstungsdesigns, der zur Anwerbungsmethodik der Alpha Legion passt: Wenn du was kannst, dann nehmen wir dich in unsere Reihen auf. Egal, wo du vorher warst.

Ich hätte gern 2 oder sogar 3 Kultisten Champions in das Team aufgenommen um zu zeigen, dass die Truppen aus zwei verschiedenen Kulten zusammen gezogen wurde. Leider lassen das die Standardregeln nicht zu. Also nahm ich einen Champion und 2 weitere normale Kultisten, gab ihnen Nahkampfwaffen und Mal des Khorne. Das sollten die fanatischsten Jünger des Kultes sein.

Ich hatte noch 4 weitere „Normalos“ und die Option 2 weitere Gunner anzuheuern. Die „Normalos“ rüstete ich auch genau so aus: Autogun und fertig. Die beiden Gunner hingegen, gehen mit einem Heavy Stubber und einen Flammenwerfer aus dem Haus.

Tatsächlich bin ich noch am überlegen, ob ich nicht komplett auf die Genestealercult Modelle gehen soll. Die machen schon was her. Andererseits mag ich den zusammengewürfelten Look.

Hier nochmal das komplette Team in all seiner noch-nicht-bemalten Pracht. Über das bemalen jammere ich dann ein anderes Mal.

wie von Forgeworld – nur anders

Moin zusammen, der Ketzer schreibt mal wieder (was jetzt nicht SO überraschend sein dürfte auf dieser Seite.)

Ich hatte ja bereits angedeutet, dass ich mich mit einem Forgeworld Modell beschäftigt habe. Es war ein Modell, das schon sehr lange meinen Shelf-of-Shame zierte: Lord Zhufor the Impaler – meiner bescheidenen Meinung nach das beste Modell, das bisher für die World Eaters raus kam. (Ja, besser als Angron oder Khârn the Bloody)

Man könnte sich nun fragen: hey, wenn du so auf dieses Modell abfährst, warum schmückte es dann nur deinen Maltisch?

Dazu kann ich nur sagen: Ha… wenn es wenigstens die ganze Zeit meinen Maltisch geschmückt hätte. Die Wahrheit war viel finsterer: Ich habe das Ding in einen Karton gepackt wo ich es nicht mehr sehen musste.

Klingt paradox? Ist es vielleicht auch, aber lasst mich erklären:
Das Modell war nicht mein erstes Forgeworld Model. Das war ein Cybot (Ja, die hießen damals noch Cybot und ich nenne sie auch nachwievor so!) Ich wusste also was mich mit Resin erwartet, trotzdem hat mich der Klumpen echt fertig gemacht.

Zum einen war er nicht sonderlich sauber gegossen. Am hinteren Bein und an den Füßen waren z.B. dermaßen viel Gussreste, dass ich Probleme hatte zu unterscheiden, wo das Modell aufhörte und wo der Gussrest anfing. Aber das war nur ein Teil dessen was es mir echt schwer machte an dem Modell zu arbeiten. Die erste Farbschicht, die ich über die schwarze Grundierung auftrug, war rot – weil Berserker ja rot sind… und das Originalbild ja auch. Wer bin ich, dass ich das anders malen könnte? Und soll ich euch was sagen? Es sah sch… lecht aus. Der Detailreichtum des Modells schüchterte mich mit meinen bescheidenen Malkünsten zusätzlich ein – und so landete es erstmal in einer dunklen Box.

Mit der 8. Edition bekam der gute (ha!) Lord Zhufor neue Regeln. Regeln die mir echt gut gefielen und so zog ich das Modell nochmal aus der Vergessenheit heraus und nahm mir ganz fest vor, das Thema zu einem guten Ende zu bringen.

Entfärben (funktioniert hervorragend mit handelsüblichem Sterillium) und neu Grundieren war nicht der Aufwand. Schwierig wurde es danach – das Entfernen der restlichen Gußgrate war etwas für Fortgeschrittene. Zum Teil musste ich auch wieder mit Green Stuff ausbessern, weil ich in der Vergangenheit beim Entfernen wohl übereifrig war.
Und danach das Malen. Von unten nach oben. Erst das eine Bein, dann das andere und so weiter…

Das Ergebnis? Ich bin sehr zufrieden, aber seht selbst.

Ich habe es gewagt das Modell in einer anderen Farbe als „Berseker Rot“ zu bemalen. Bei dem Base hab ich ein wenig experimentiert. Ich wollte einen härteren Kontrast zu dem hellen weiß und gold/bronze Ton, der das Modell dominiert. Also versuchte ich mich an einem Marmoreffekt, den ich abschließend mit einem glänzenden Finish versiegelte. Ich hoffe, dass so der Eindruck entsteht, dass das Modell auf den Überresten eines zerstörten Marmorblocks steht. Vielleicht war das mal ein imperiales Heiligtum?

Wenn ihr genau hinseht, bemerkt ihr vielleicht, dass ich ein paar Sachen weggelassen habe. So fehlt zum einen ein Paar Ketten mit Schädel an der Faust und zum anderen das Trophäengestänge mit den Überresten des Kommisars.

Die Ketten und Schädel ließ ich weg, da ich sie nicht mehr hatte. Vielleicht irgendwo in den Niederungen meiner Bitzbox… aber ehrlich gesagt vermisse ich dieses Detail nicht.
Die Trophäe mit dem Kommissar hingegen ließ ich bewusst weg.
Warum?

Ein Wort: Verhältnismäßigkeit.

Auch wenn ich einsehe, dass es einen genetisch aufgepeppelten Supersoldaten in einer taktischen Cybotrüstung, wahrscheinlich nicht wirklich juckt, ob er ein paar Kilo mehr oder weniger durch die Gegend schleppt, so finde es doch sehr unwürdig für einen Champion des Khorne sich mit den Überresten eines normalen Menschen zu schmücken. Kommissar hin oder her – das ist doch kein würdiger Gegner mit dem man sich brüsten kann. Das ist ein Sterblicher – kein Space Marine Chapter Master oder sowas.

Da verwende ich das Teil doch lieber dazu um mal einen Missionsmarker zu basteln.

Zwar büßt die Figur damit etwas an Höhe ein, aber dafür hab ich sie ja auch auf etwas gestellt.

Was kommt jetzt als nächstes? Nun, ich beteilige mich an einer Challenge meines örtlichen GW Ladens: 250 Punkte pro Monat bis zu einer 1000 Punkte Armee.

Ich fand die Idee ganz witzig. Mal sehen, ob ich durchhalte. Chaos Space Marines sind zum Glück punktetechnisch nicht grad billig – es sollte sich also in Grenzen halten, was den Malaufwand angeht und nun kann ich endlich ein paar Sachen bemalen, die ich schon länger bemalen wollte. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten.

Quick and Dirty – aber vor allem: Dirty!

So, und wer jetzt an einen Song von Christina Aguilera aus dem Jahre 2002 denkt: Browser schließen und sich selbst mit einem Netzwerkkabel geißeln, bis der Ohrwurm weg ist.

Die Inquisition dankt für Ihre freundliche Mithilfe.

Hier geht es um die wichtigen Dinge im Leben: hartes, fummeliges Bemalen von kleinen Figuren, nicht um halbnackte Frauen, die zu hirnzermarternder Musik tanzen, verdammt nochmal.

Nachdem das geklärt ist, kommen wir nochmal zurück zur Überschrift. Nachdem ich ein Forgeworld Modell bemalt hatte, was schon seit Jahren auf seine Fertigstellung wartete (dazu komme ich aber erst im nächsten Blogeintrag) hatte ich das dringende Bedürfnis wirklich was anderes zu machen. Wie schon erwähnt hatte ich mir ein paar Easy-2-Build Modelle der Death Guard zugelegt. (daher Dirty – falls ihr es immer noch nicht gerafft habt!)

Als erstes widmete ich mich den 3 Seuchenmarines – und war ziemlich überrascht.

Games Workshop sollte diese Kits nicht einfach nur „Easy-2-Build“ nennen, sondern vielleicht sogar „Easy-2-Paint“. Ich weiß nicht wie es anderen ergeht, die sich diesen Modellen annehmen und vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade noch ein detailverliebtes Forgeworld Modell in den Malfingern hatte, aber diese Modelle waren wirklich vergleichsweise einfach zu bemalen.

Ja, da musste ich doch tatsächlich bei Standardtruppen ein Bild von der Rückseite schießen. Das liegt zwar auch an der MK III Rüstung, die diese Jungs ins Feld tragen, aber eben nicht nur. Denn man muss zugeben: Easy-2-Build heißt nicht, dass die Modelle eine miese Qualität haben. MK III hin oder her – GW hätte es sich wirklich einfacher machen können. Dass sie es nicht getan haben, hat mich angenehm überrascht. Ich hatte eher sowas wie die Dark Angles Standard-Marines aus der Dark Vengeance Box erwartet – schlicht, schnörkellos und unauffällig. Ich habe in einigen Foren gelesen, dass ein paar Leute wohl Probleme mit der Qualität des Plastiks hatten. Da war die Rede von „spröde“, „bricht leicht“ und so weiter.

Daher ein Wort zu der Frage, ob ich Probleme mit der Qualität hatte: Nein!

Ich weiß, dass ich bei der Bemalung sorgfältiger hätte sein können, ein paar Kantenakzente sauberer und deutlicher setzen sollte und so weiter… aber ich wollte mich da wirklich nicht verausgaben. Quasi eine Lockerungsübung.

Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr auf irgendwelchen einschlägigen Seiten unterwegs seid und euch die bemalten Modelle von anderen Leuten anseht. Da gibt es dann immer „that guy“, der ein monstermäßiges Modell präsentiert: umgebaut, in ‚eavy Metal Qualität bemalt und einem Kinnladen-herunterklapp-Faktor von 11. Und darunter schreibt er dann: „Weiß nicht so recht… is ganz OK geworden… nix für die Vitrine… Tabletop Qualität halt“

Ich bin wirklich nicht „that guy“. Deswegen darf ich hoffentlich sagen: ich hab die 3 Marines in Tabletop-Qualität bemalt. In die Vitrine kommt bei mir aber eh alles… schon mal allein damit es nicht zustaubt. (Zumindest, sobald ich wieder eine Vitrine habe.)

Und sonst so?

Wie auch immer. Ich muss sagen, ich bin ein bissel angefixt von dem einfachen, aber doch ganz effektivem Farbschema mit dem ich die Death Guard da bepinselt habe. Aus der besagten Dark Vengeance Box hab ich unter anderem noch einen Dreadnaught Hellbrute, mit dem ich bisher nicht wusste was ich mit ihm anstellen soll, da mir diese Verschmelzung aus Kampfläufer und überwucherndem Fleisch nicht so recht für meine World Eaters gefallen wollte. Für die Death Guard hingegen könnte das ganz passend sein. Ich werd den wohl mal mit dem Farbschema bepinseln.

Aber fürchtet euch nicht (ha!) – an meine World Eaters habe ich natürlich in den vergangenen Wochen auch gedacht. Ich habe zwar nicht viel gemalt, aber dafür umso mehr gebastelt und mein Shelf of Shame mit zusammen gebauten, grundierten Figuren befüllt. Nun muss ich „nur noch“ mal wieder malen…

Gesichtsgrätsche des Nurgle

Im letzten Beitrag hab ich ja schon angedeutet, dass ich ab und an auch mal was anderes bemalen muss und nicht stumpf 100 World Eaters am Stück bemalen kann. (Wie machen das nur andere Leute? Ich bewundere eure Bemalausdauer!)

Als kleines „Zwischenprojekt“ habe ich mir ein paar „Easy to Build“ Death Guard Marines zugelegt und zwar die Plague Marines und Lord Felthius und seine Tainted Cohort.

Moment Ketzer, Nurgle?

Ja, der Gott der Krankheiten und des Verfalls ist ein großzügiger Gott, der seine Anhänger (und den Rest auch) nur allzugerne mit seinen „Segnungen“ beschenkt.

Ob man es will oder nicht, plötzlich hat man eine Seuche an der Backe, gegen die eine ausgewachsene Männergrippe einfach nicht anstinken kann. Und dann kann man sich es halt aussuchen: Sich daran erfreuen und Nurgle für seine Segnung danken oder Antibiotika futtern wie Smarties – wobei die Smarties wahrscheinlich ähnlich gut wirken, aber das ist eine andere Geschichte. Das Ergebnis ist das gleiche in der finsteren und fernen Zukunft: deine Seele kannste vergessen.

Aber Nurgle ist auch ein fröhlicher Gott. Er leidet nicht unter cholerischen Wutanfällen wie Khorne, der verkopften Humorlosigkeit eines Tzeentch oder … was auch immer Slaaneshs Problem ist.

Geht was schief? Einmal milde lächeln, vielleicht noch ein großväterliches Lachen und weiter geht’s. Als Gott der Krankheiten weiß er ja, wie schlecht Stress und Ärger für die Gesundheit sind.

Ich vermute (lies: Ich hoffe inständig), dass Games Workshop einfach nur vor hatte, die fröhliche Unbekümmertheit des Nurgle auf seine Anhänger zu transportieren.

Denn, wenn das nicht ihr Plan war, dann möchte ich bei Khornes zorngeschwillter Pulsader wissen, was DAS hier ist:

Ja, das hier ist derzeit das einzige Modell eines Lord of Contagion außerhalb der Grundbox, aber das meine ich nicht.

Ich meine das Gesicht des Modells! (Falls ihr es Anhand des Titels dieses Beitrags nicht eh schon erraten habt). Im Ernst Leute, was haben die Designer bei GW da bitte geraucht? Und wie tief hat da das Quality Management geschlafen?

Für den Preis ist das ein echt nettes Modell – bis auf den Schädel und damit meine ich das Ding da zwischen seinen Schultern! Als ich das Modell das erste mal sah schossen mir 2 Gedanken durch den Kopf.

  1. Ich hoffe, dass das nur ein unglückliches Foto ist.
  2. Das hier:

Mittlerweile gibt es ein paar schön bemalte Versionen dieses Modells im Internet. Respekt, Leute, dass ihr das durchgezogen habt.

Für mich war der Erwerb dieses Modells und seiner Begleitung aber eher sowas wie Katastrophentourismus. Ich MUSSTE einfach sehen, ob es wirklich so schlimm ist. Und was soll ich sagen? Es ist schlimm! Zum Glück (und ich hatte mich vorher extra mit Bildern des Gußrahmens rückversichert) war es recht einfach den Kopf des Modells zu entfernen und gegen etwas anderes zu ersetzen.

Der schwierigste Teil war für mich zu entscheiden, was ich als Ersatz nehme. Diese Modelle sind groß. Bei Gelegenheit möchte ich mal ein paar Bilder machen um zu zeigen WIE groß sie sind. Leider wirkten viele Köpfe daher etwas verloren, passten nicht in diese recht spezielle Form der Cataphractii Rüstung oder waren einfach nicht „Nurgelig“ genug.

Meine Lösung war dann dies hier:

Der Kopf stammt aus dem Terminatorgußrahmen – der einzige Kopf ohne Helm darin. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Der Kopf passt größentechnisch, sieht chaotisch genug aus und gibt dem Modell irgendwie ein anderes Flair. Er schaut nicht mehr in die Ferne, sondern auf das Ding in seiner Hand. Es wirkt dadurch auf mich in sich geschlossener und ein wenig arroganter oder erhabener.

Es wird ein wenig dauern, bis ich da Farbe dran geklatscht habe, aber sobald ich das durch habe, werde ich euch natürlich über das Endergebnis informieren.

a World Eater Legion Tactical Sergeant / Aspiring Champion

Mustert die Legion! (Teil 2)

Ein neues Jahr und immer noch viele Modelle, die es zu bemalen gilt. Fangen wir also an. Wie ich zuletzt schon schrieb habe ich 2 HQ Auswahlen zur Verfügung, die darauf brennen ein paar Jungs durch die Gegend zu scheuchen. (Und Schädel zu sammeln)

Ich fange bei der Armee mit etwas sehr Ungewöhnlichem an: Taktische Trupps der Chaos Space Marines.

Aber moment, Ketzer! Du willst doch World Eaters spielen. Und alle World Eaters sind Berserker! – Jaja, trotzdem fange ich mit taktischen Trupps an, denn ich brauche eine nicht ganz unwichtige Sache: Einheiten, die im Fahrwasser meiner vorstürmenden Hauptarmee Missionsziele kontrollieren und das sollen keine Kultisten sein.

Wahrscheinlich werde ich früher oder später eine oder zwei Einheiten Kultisten bemalen, aber ich will es ganz ehrlich sagen: Ich spiel hier nach dem Codex Heretic Astartes – Chaos Space Marines und nicht Codex Kulstisten. Also sollte meine Standardauswahl auch Chaos Space Marines beinhalten.

Ja gut, und Berserker. Aber die kommen später.

Fangen wir mit den „Object Grabbern“ an.

Eigentlich hätte ich jetzt gern 3 Blöcke aus jeweils 10 (oder mehr) Chaos Space Marines hingestellt. 3 Dinge sprechen aber dagegen:

erstens: Ich bin viel zu langsam um jetzt schon 30 (oder mehr) Chaos Space Marines bemalt zu haben.

zweitens: ich würde durchdrehen, wenn ich 30 (oder mehr) Chaos Space Marines am Stück bemalen würde, ohne zwischendurch irgendwas anderes mit Farbe zu bekleckern

drittens: warum um alles in der Welt sollte ich 10 Mann Trupps (oder größeres) überhaupt nehmen?

Ein kurzer Ausflug in den Codex

Die Kombination aus dem Bedürfnis, nützliche Command Points (CP) horten zu wollen und der Tatsache, dass Chaos Space Marines (CSM) nicht so billig wie Imperiale Garde oder Kultisten (seufz) sind, ist schon mal ein Grund für den sogenannten MSU (Many Small Units / Multible Small Unit) Spam.

Der nächste Grund ist für mich: welche Vorteile hätte ich denn von großen CSM Blobs. Die einzigen, die mir jetzt in den Sinn kommen, wären:

  • eine kleine Einheit ist zu schnell ausgelöscht.
  • eine größere Einheit stellt eine größere Gefahr dar. (Mehr Attacken, mehr Schüsse, mehr Durchhaltevermögen, mehr nutzen, wenn man mal Strategems nutzt)

Okay, das sind valide Punkte. Aber sind die auch gültig für Einheiten, die nicht die Hauptgefahr meiner Armee darstellen?

Ich glaube, dass die kleinen taktischen Trupps gleich mehrere Rollen erfüllen können:

  • Object Grabber
  • günstige CP Beschaffer
  • Bubble Wrap und Raumabeckung gegen nervige Schocktruppen / Infiltratoren
  • Spezialwaffen ins Feld zu führen, ohne gleich High Prio Ziel zu sein.

Große Einheiten haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung, aber für den Anfang wollte ich schnelle (Mal)Erfolge, die auch einen gewissen Nutzen haben. Daher habe ich mich für die kleinen Einheiten entschieden.

Zurück zu den Modellen

Das waren meine Hintergedanken, als ich also anfing einige Modelle aus der Betrayl at Calth Box und einigen ehemaligen Black Legion Einheiten zu bemalen. Hier die Ergebnisse:

Aus den ehemals schwarzen Legionären habe ich mal einen 6 Mann Trupp gebaut. Mein Hintergedanke war: man kann sie als 5 Mann Trupp mit Melter (mit oder ohne Champion mit E-Klaue), als reinen 5 Mann Nahkampf Trupp ohne Spezialwaffe aber mit Champion mit E-Klaue oder eben als 6 Mann Nahkampftrupp mit zusätzlichem Melter aufstellen.

Ganz schön vielseitig für so nen kleinen Trupp, was?

Der Champion bekam eine Energieklaue aus der Betrayl at Calth Box, weil ich die zum einen einfach mal verwenden wollte und weil ich wissen wollte, wie kompatibel diese mit den alten CSM Bausätzen ist. Außerdem verleiht er dem Trupp ein bisschen mehr Bums im Nahkampf.

Ein Melter, zum einen, weil ich schon ein Modell dafür hatte und zum anderen, weil ich einen gehörigen Respekt vor feindlichen Fahrzeugen habe und etwas haben wollte um diese Dinge zu bedrohen.

Natürlich bekam dieser Trupp (wie auch die anderen) ein Mal des Khorne.

Kommen wir zu den Jungs in MK IV Rüstung, die ja auch für 30k (naturgemäß) passend sind.

Der Champion von „Trupp 2“ bekam von mir eine goldene Helmverzierung verpasst und der Helmschmuck wurde zum Iro gedreht, um eine Brücke zu dem Exalted Champion, den ich im vorherigen Beitrag gezeigt habe, zu schlagen.

Beide Trupps bekamen jeweils einen Rakenwerfer spendiert, den ich für eine sehr vielseitige Waffe halte, die sowohl gegen leichte Infanterie, als auch gegen Fahrzeuge oder schwere Infanterie einsetzbar ist. Und der Zuckerguss auf dem Raketenwerfer-Kuchen ist die Möglichkeit die Gefechtsoption „Flugabwehrrakete“ einzusetzen um etwas gegen diese nervigen Flieger zu haben.

Da ein Trupp mit schwerer Waffe dazu neigt einem Nahkampf aus dem Weg zu gehen und die Trupps von ihrer Rolle her auch eher im hinteren Bereich des Schlachtfeld zu finden sind, fand ich Bolter ganz angemessen.

Wenn es sein muss, kann ich den Trupp natürlich auch als einen einzelnen 10 Mann Trupp mit 2 Raketenwerfern aufstellen.

Ich habe das Gefühl, dass diese 3 Bilder auch irgendwie ein Problem der großen Infanterie Blöcke visualisieren: Man kann mit 2 kleinen 5-Mann-Trupps die gleiche Mannstärke, mit der gleichen Feuerkraft zu den gleichen Punktkosten aufstellen und braucht nur noch eine weitere Einheit (und 2 HQ Auswahlen, die das Teure an dem Ganzen sind) um ein Battalion Detachment auszufüllen und die begehrten 3 CPs zu kassieren. Und man bekommt sogar einen zusätzlichen Aspiring Champion obendrauf im Vergleich zum 10 Mann Trupp.

Für 30k muss ich nochmal 2 weitere Standardjungs bemalen um die Rakenwerfer zu ersetzen und somit auf einen taktischen Trupp mit Vexilla und zusätzlicher Nahkampfwaffe aus der Zeit der Horus Heresy zu kommen.

World Eaters Praetor / Chaos Lord - Conversion of Praetor Tribune

Mustert die Legion! (Teil 1)

Heute soll es zur Abwechslung mal wieder um Modelle gehen.

Tatsächlich hab ich in den letzten Wochen ein paar Figuren bemalt bekommen. Dass ich nicht gleich einen „Hurra, seht her!“ Post abgelassen habe, lag zu einem gewissen Teil auch daran, dass ich darauf hingewiesen wurde, dass die Bilder, die ich von meinen Modellen gemacht habe, eher… suboptimal waren.

Ich hoffe, die neuen Bilder sind etwas besser. Der Zeitaufwand die Bilder zu machen, zu bearbeiten und zurechtzuschneiden, ist momentan noch größer als ich gedacht hatte, aber ich lerne dazu – daher würde ich mich über Feedback freuen.

Fangen wir mit dem an, was für mich eine Armee der Chaos Space Marines ausmacht.

Das sind sicherlich auch Chaos Space Marines und Terminatoren, aber vor allem sind es die Anführer dieser Armee. Mehr noch als bei ihren loyalen Gegenstücken sind es die Generäle, die eine Chaos Armee definieren, denn es waren schon immer die Bösewichte, die es den Protagonisten überhaupt erst ermöglicht haben, zu Helden zu werden.

Stellt euch doch mal James Bond ohne Goldfinger vor („No, Mr Bond, I expect you to die!“). Oder „Das Schweigen der Lämmer“ ohne Hannibal („Ich genoss seine Leber mit Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti“) Lector.

Die Liste kann man noch ein wenig fortführen, aber ich erspare euch das an der Stelle. Es soll ja auch nur zeigen, dass es einen angemessenen Bösewichts braucht.

Bei den Chaos Space Marines gibt es auch ikonische Bösewichte. Abaddon, Khârn, usw.

Die limitierenden Faktoren für die Erschaffung eines Bösewichtes sind für mich:

  • die Auswahl der Modelle
  • meine eigene (Un)Fähigkeit zu richtig kreativen Umbauten.

Daher muss ich auf das zurückgreifen, was es quasi von der Stange gibt.

Ich möchte mich nicht zu sehr beschweren, denn die Auswahl,  die sich einem bietet, ist da schon recht groß.

Beispielsweise hat Forgeworld da mal was rausgebracht:

Und lustigerweise haben sie ihn schon in den Farben der World Eater bemalt:

Einige Leute im Internet kritisieren vor allem den Kopf des Modells als unpassend und geht man vom Fluff der World Eater aus, glaube ich, irgendwo mal gelesen zu haben, dass sie sich einerseits ihre Köpfe kahl rasierten und andererseits, dass sie den Helm aufbehielten.

Der Bursche da hat weder ne Glatze noch trägt er den Helm, aber sein Gesicht (das mich an irgendwen erinnert) ist sehr passend für einen World Eater. Was mich persönlich mehr störte war die Waffe, die nicht so richtig zu meiner Vorstellung passte. Sie wirkte so… filigran? subtil? Ich weiß nicht genau was mich da stört, aber es passt eher zu einem Thousand Son. Wäre es nur eine Axt gewesen…

Egal, eine falsche Waffe ist nichts, was ein scharfes Messer und etwas Klebstoff nicht korrigieren können.

Nachdem die Hemmung, so ein Modell zu beschädigen dann endlich überwunden und die Farbe rangeklatscht war, kam das hier dabei raus:

Streitflegel statt Klinge – ich fand, das war eine angemessene Waffe für einen Praetor / Lord der World Eaters. Der Teil mit Kette und Kugel stammt aus dem Bausatz für die Chaosbarbaren. Die Parierstange der ursprünglichen Klinge ließ ich dran. Ich finde damit sieht die Waffe etwas exotischer aus.

Im 30k Setting wäre das regeltechnisch ein Thunderhammer. In 40k…

Eigentlich wüsste ich gern mal, wie es so abläuft, wenn Space Marines abtrünnig werden. Kommt da der Chapter Master an und sagt: „Werft die Thunderhammer, die Sturmschilde, die Gravguns und so weiter in die Land Raider Varianten, parkt diese zusammen mit den Razorbacks und Dreadnought Varianten und den Drop Pods in einem alten Frachter und lenkt diesen in die Sonne. Wir laufen über zum Chaos!“?

Sogar im Codex Heretic Astartes ist ein Bild von einem Iron Warror Lord zu sehen, der einen Tunderhammer trägt. Regeltechnisch aber…

Egal, sei es drum.

Back to topic

In 40k habe ich 2 Optionen den Burschen aufzustellen.

Variante 1: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit 2 Lightning Claws.

Variante 2: Chaos Lord in Terminatorrüstung mit der „Black Mace“

Ich persönlich bevorzuge die erste Variante mit den Lightning Claws, da ich das eine Artefarkt, für das ich nichts zahlen muss, eigentlich fest vergeben habe. Als Word Eater Spieler ist das natürlich das Brass Collar of Borghaster, solange ich nichts anderes bekomme, was diese ganzen Smite-Caster etwas unterdrückt.

But wait – there’s more!

Wo ich gerade dabei war Dr. Frankenstein-mäßig die Waffen von Modellen zu bearbeiten…

Ich hatte da noch dieses Modell von Kutha Sedd aus der Betrayal at Calth Box und ich wollte etwas damit machen. Ursprünglich hatte ich schon mal den Umhang mit Farbe bedacht, um an diesem meine Bemaltechnik von Stoff auszuprobieren. Dann dachte ich mir aber: Hey, wenn ich den Umhang schon so weit habe, dann kann ich den Rest auch noch machen. Und bei der Gelegenheit habe ich mich auch um diesen Streitkolben gekümmert.

Die Mischung aus Glefe und Schwert wirkt exotisch genug um von einem Anführer der Legion geschwungen zu werden, deren Primarch im Prinzip ein Gladiator war. Die Klinge stammt von irgendwas von den Stormcast Eternals. Ich glaube, es waren die Prosecutor, genau weiß ich es nicht, da ich sie aus ner fremden Bitsbox gefischt hatte.

Außerdem habe ich den Helmschmuck um 90° gedreht, da mir die ursprüngliche Ausrichtung als viel zu unpraktisch für einen Nahkämpfer erschien. Dazu kommt, dass der Helm des Forgeworld Khârns ebenfalls den „Iro“ aufweist, wenn auch mit deutlich kürzerem Haarbusch.

Zu Zeiten der Horus Heresy würde ich ihn als Consul aufstellen. Ein Champion / Centurion / Delegatus mit Plasmapistole und meisterhaften Energieschwert, während er 10.000 Jahre später als Exalted Champion mit ähnlicher Bewaffnung (Schwert/Plasmapistole) auftritt.

Das wären schon mal 2 HQ Einheiten, die man sogar für beide Spielsysteme benutzen kann. Die eher dezenten Umbauten finde ich gut gelungen, wenn ich mir hier mal selbst auf die Schulter klopfen darf.

Als nächstes brauchen wir etwas was die beiden auch rumkommandieren können.

Alles neu macht die 8. Edition

Hier war es recht still in den letzten Wochen. Hatte der Ketzer nix zu meckern? Hat er Besuch von der Inquisition bekommen? Nein, ich muss euch enttäuschen, ich wurde nicht „erleuchtet“. Vielmehr waren es die gewaltigen Schatten, die die aufkommende 8. Edition vorauswarf, die mich ein wenig verharren ließen. Ich war drauf und dran ein wenig Fan-Fiction zu meinen Jungs zu schreiben. (Hey – weg mit den Mistgabeln, so schlecht wird das nicht!) Dann sah ich die Karte der zerrissenen Galaxie und dachte: „Oh… okay, da passiert was!“ 

Nun wollte ich nicht, dass mein geschreibsel frontal mit dem von GW gesetzten Fluff kollidiert – oder zumindest nicht mehr als absolut nötig. Also habe ich die Story auf Halde gelegt. 

Über die Regeln und Neuigkeiten die so durchsickerten wollte ich nichts schreiben, weil ich dachte: na mal sehen was der Kontext ist. 

Neue Modelle habe ich kaum zu zeigen. Ich habe ein paar Chaos Space Marines auf andere Bases gesetzt (keine „grüne Wiese“ Bases mehr) und magere 2 oder 3 Figuren fertig bekommen. Die Bilder reiche ich nach. 

Das Finalspiel von Bloodbowl hab ich sang und klanglos verloren. Ich hatte mir Notizen gemacht, aber die müssen meine Wellensittiche zerrupft haben, denn ich finde sie nicht mehr. 

Okay Ketzer, du warst also zu faul zum schreiben. Schon verstanden. Nun ist die 8. Edition aber schon 2 Wochen draußen und du schreibst erst heute was? Was ist deine Entschuldigung?

The Good

Ich wollte nicht über etwas schreiben, was ich noch nicht gespielt hatte. Gut, ich habe immer noch kein richtiges tiefgehendes Spiel gemacht, aber ein paar Dinge habe ich bereits festgestellt. 

  1. Teufel auch, spielt sich das Spiel schnell!
  2. Bye, bye Formationen. Ich werde euch vermissen. NICHT!
  3. Die Regeln sind erstaunlich harmonisch. Keine Diskussionen, ob man nun in Front oder in der Seite eines Fahrzeugs steht. Die Flieger wurden vernünftig angepasst. 
  4. Ich kann diesen nervigen Land Raider sogar mit meinen Buttermessern platt machen!
  5. Achte auf deine Sonderregeln!

Also alles gut in der finsteren Zukunft des 41. Jahrtausends? 

Von den Grundregeln her, kann ich nur in den Chor derer einstimmen, die ein Loblied auf diese 8. Edition singen. Nein, ehrlich! Ich finde das klasse, was sie da zurecht gezimmert haben. Die Story von Warhammer 40.000 geht sogar weiter, ohne dass es das befürchtete Gemurkse wird. 

Gut, es gibt ein paar Dinge, die mir unrund vorkommen: da wäre die Sache mit den Re-Rolls, die VOR den Modifiern gemacht werden (Gewöhnungssache) und Plasmawaffen, die (im Overcharge Modus) bei einer 1 das komplette Fahrzeug töten. (Ich denke, dass das noch abgeschwächt wird.)

The Bad

Aber: (!!!)

Mal im ernst, liebes neues Games Workshop, eure Art des Sadismus würde auch Slaanesh einen Schauder über den Rücken laufen lassen. 

Ich meine, ihr bringt 2012 einen Codex „Chaos Space Marines“ raus, der quasi „Dead on Arrival“ war. Gut, der fliegende Truthahn des Chaos aka. Heldrake war ne Zeitlang gefürchtet, aber den habt ihr dann auch in Grund und Boden generft und euch dann 4 Jahre die Ohren zugehalten und das Gejammer, das aus der Ecke der Chaosanhänger kam, ignoriert und lieber nochmal Codizes für alles andere veröffentlicht, ob nötig oder nicht… 

Liebe Leser, wenn ihr glaubt, dass das bereits das Perfide an der Sache war, die GW da abgezogen hat, dann irrt ihr euch. Das war nämlich nur der Auftakt!

Ende 2016 veröffentlichen sie nämlich endlich das, wonach die gebeutelten Chaosanhängern so lange gelechzt haben: Die Codexergänzung „Traitor Legions“! Endlich machte es wieder Sinn seine stacheligen Jungs ins Feld zu führen. Für…

nicht!

mal!

6!

Monate!!!

Dann nämlich kam die 8. Edition um die Ecke gewackelt und macht alles obsolet.

Versteht mich nicht falsch. Ich trauere den Formationen in keinster weise nach. Das ist nicht das, worum es mir geht. Was bei mir für erhöhten Blutdruck sorgt, ist Folgendes: Schaut euch doch mal bitte die Regeln für die „World Eaters“ an! 2 Doppelseiten! In Worten: zwei! Doppelseiten! Eine davon mit alt bekanntem Fluff-bla-bla. Eine mit den „Sonderregeln“, die schlicht und ergreifend keiner weiteren Erwähnung wert sind und neben den beiden Bildern eh kaum auffallen, sowie 2 Datenblätter… eins für Khârn und eins für die Berserker, die bereits weiter vorne erwähnt werden, nur diesmal mit dem Symbol für Standardauswahlen.

That's all Folks!

Keine besonderen Waffen, die Angron selbst noch geschwungen hat. Keine besonderen Einheiten. (*hust* Kultterminatoren, Red Butchers, Rampagers *hust*)

Und als ob das noch nicht ärgerlich genug wäre, haben wir noch etwas, was mich schon früher angekäst hat: Kein Schutz vor PSI Kräften! Ehrlich, wieso?

Jetzt kommt mir nicht mit „Die PSI-Phase ist doch eh nicht mehr so mächtig wie sie mal war“. Es gibt da draußen in der Welt-Weiten-Warteschleife Überlegungen zu reinen Smite-Listen. SO schlecht kann es also nicht sein.

Ihr merkt schon, die Stimmung bei mir drohte zu kippen. Das Mantra „irgendwann kommt ein neuer Codex“ hatte man sich als Chaosanhänger bereits in den letzten 4 Jahren vorgebetet – nur um dann so herbe enttäuscht zu werden. Jetzt sollte das wieder so losgehen? Oder soll ich einfach ne andere Legion spielen?

The Ugly Manufacturer.

Die Rettung meiner Stimmung kam aus einer etwas unerwarteten Richtung: Forgeworld!

Die Jungs, die so teure Resinklumpen herstellen (und die ich durch die Bank weg fast alle geil finde!) haben natürlich auch einen Codex für das Zeug herausgebracht, den sie so über die Jahre hinweg herausgebracht haben. 

Unter den Datenblättern findet sich u.a. der Eintrag für Lord Zhufor (ein absolut geiles Model!) und der Knabe kann etwas, was ihn für mich quasi zum Auto-Include macht: er kann bannen. Nicht selbst casten, aber bannen, denn Khorne wacht über seinen treuen Diener. 

Das erinnert mich an meine Gedanken, die ich mir mal über die Priester Khornes gemacht hatte. 

Gut, er gehört der Fraktion „Skulltaker“ an, statt World Eaters, aber ich bin sicher, meine Mitspieler werden nicht auf die Barrikaden gehen, wenn ich das Modell Weiß-Blau bemale.