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Der zweite Teil ist immer besser! – Part II

öhm… Bad Boys 2 – verdammt…

80 Tage später kommt also ER. Der große! Der Böse! Der Erfolgreiche… na gut wir wollen mal nicht übertreiben. Also Ezekyle Abaddon kommt nach Vigilus. Bei seinem stilvollem Auftritt hilft ihm sein altes Schlachtschiff der Gloriana-Klasse – die Vengeful Spirit. Merkt euch bitte dieses Detail, das ist wichtig.

Da die Vengeful Spirit im Fluff anscheinend zu so einer Art Super-Duper-Nonplusultra Schlachtschiff aufgewertet wurde schaffen es die imperialen Verteidiger nicht, die anrückende Chaosflotte aufzuhalten – achja und nebenbei wird Marneus Calgar von einem Slaanesh Dämonen ein Herz durchbohrt und die Kehle herausgerissen.

Das reicht aber selbstverständlich nicht um einen Primaris Space Marines von seinem Format zu töten und gefühlt am nächsten Tag steht er wieder als Anführer der freien Welt – Verzeihung… des Imperiums auf Vigilus da. Nur seine Stimme klingt n bissel rauer. Aber wer von uns kennt das nicht… dieses Halskratzen, nachdem man sich eine neue Kehle zulegen musste.

Die Chaoten gehen zu einer geheimen Basis, die sich in einem der auffälligsten Merkmale des ganzen Planeten „verbirgt“ (true Story!), in der ein paar gefallene Dark Angles auf einer Superwaffe sitzen (und zwar seit Jahrhunderten). Diese generiert ein schwarzes Loch zwischen Vigilus und seinem Mond.

Nebenbei werden ein paar unnütze Reneganten Space Marines auf ein geheimes Lager des Adeptus Mechanicus losgelassen und anschließend zusammen mit dem Lager selbst atomisiert und zwar von Abbaddon, bzw. der Vengeful Spirit – denn Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Marneus „Sexy-Voice“ Calgar aber ficht das alles nicht an. Er mischt ein paar Eldar auf, verbrüdert sich mit denen – in dem er ihnen beim Powwow von seinem Treffen mit den Ynnari erzählt und zieht sie auf seine Seite. Ich vermute ja, dass ihm das nur gelang, weil während dem Meeting irgendwas geraucht wurde, was sowohl Eldar als auch Space Marine glücklich machte – den Rest erledigte seine neue Schlafzimmerstimme.

Kurz danach verschwinden einige – eigentlich nicht ganz unwichtige – Verbündete von Calgar. Pikanterweise sind das alles Leute, auf die die neuen, spitzohrigen Verbündeten einen Hass hatten, aber ein Schelm wer böses dabei denkt. Und ein Ketzer wer da parallelen zwischen Marneus und Ezekyle sieht. Stichwort: Verbündete sind ja nur unnützer Ballast.

Die Eldar bringen ihre eigene Superwaffe mit zur Party und Marneus läd Adaddon zum Kaffeeklatsch mit Watschen ein. Die beiden geben sich aufs Maul, Eze bekommt ne Faust in seine Horus-Cos-Play Fresse, einen Schlag gegen seine Terminatorrüstung und im Gegenzug tötet er fast Calgar.

Jap. Nur fast.

Denn gerade als er Calgar den Rest geben will, kommt Haarken an und petzt einen Angriff auf die Vengeful Spirit, die deswegen gleich fliehen will.

An dieser Stelle hauen wir mal kurz die Pause rein, denn ich will schnell sagen, was da passiert ist. Die Geheimwaffe der Eldar war nämlich ein Stealthschiff, und dass hat man mit imperialen (!) Vortex Raketen beladen und in das Schiffchen von Abbaddon gelenkt. Lassen wir das mal für einen Moment so stehen.

Statt nun also einfach schnell mit Drach’nyen zuzustechen oder ein paar Boltschüsse zu bemühen und damit Papa Schlumpf endültig zu erledigen, schrumpft Abbaddons angeblich überragender strategischer und taktischer Intellekt auf 4 Worte zusammen. Hier für euch ganz exklusiv und nur auf dieser Seite: Die Gedanken Abbaddons in diesem Moment:

Mit genau diesen Worten im Kopf verschwindet Abbaddon also schneller als das letzte Fläschchen Plastikkleber während einer Bastelsession, lässt dabei Calgar lebend zurück und vernichtet bei seiner Flucht auch noch versehentlich ein Drittel seiner Flotte, was dem Imperium ermöglicht Vigilus zurückzuerobern.

Highlander 2! – nein, okay, ich gebe auf.

Puh… okay, das artete etwas aus. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich mich, während ich diese Geschichte las, schwer an meine schlimmsten Befürchtungen aus meinem ALLER ERSTEN POST in diesem Blog erinnert fühlte.

Ich verstehe etwas wie Vigilus eigentlich als Versuch die Geschichte weiterzuführen. Etwas, das man zuletzt mit den Gathering Storm Büchern hinbekommen hat.
Vigilus brennt! hingegen fühlt sich so an, als wolle es gar nichts ändern.
GW hat Marneus Calgar und Abbaddon jeweils eine neue Figur spendiert, also konnte man keinen der beiden sterben lassen. Okay, das schränkt den Handlungsrahmen ein wenig ein und mir war klar, dass die Geschichte BESTENFALLS in einem Patt enden würde. Aber ich hatte zumindest die Hoffnung, dass sie es ein wenig subtiler darstellen würden.

Ein Beispiel gefällig?

Sieg Imperium (grober Entwurf):

Abbaddon treibt die Klaue des Horus durch beide Herzen von Calgar und tötet ihn. Das Duell hat Abbaddon aber so viel Aufmerksamkeit gekostet, dass die Ultramarines ihn einkreisen konnten – er flieht um nicht getötet zu werden und muss kurz darauf auch aus dem System fliehen, weil Guilliman mit Verstärkung anrückt.
Guilliman hat Cawl dabei, der den Leichnam von Calgar birgt und ihn mit irgendwelchem Tech-Hokuspokus wiederbelebt.

Sieg Chaos:

Abbaddon schaut mit einem grausamen lachen auf den zerschmetterten Körper seines Feindes. Ein feines Lächeln umspielt seine Lippen. „Gut gespielt, Marneus, gut gespielt. Aber es spielt keine Rolle. Denn das hier wird dein heiliges Terra auch nicht retten.“
Der selbst ernannte Warmaster des Chaos trat lachend von seinem geschlagenen Gegner zurück und verschwand in einem Lichtblitz.
Viele Lichtjahre entfernt begab sich der Planetenkiller über Sangua Terra in Schussposition.

So. Bumm. Sache erledigt.

Tatsächlich wird die Sache mit dem Planetenkiller über Sangua Terra angedeutet. Aber eben nur das – eine Andeutung. Keine endgültige Sache. Gut, man kann jetzt sagen, dass meine Zeilen es auch nur andeuten. Aber es ist definitiv mehr als „Die Astrophaten haben Albträume von einem Schiff dass sich Sangua Terra nähert und das der Planetenkiller sein könnte“ – Gähn!

Der Unterschied besteht außerdem darin, dass in meiner Variante Abbaddon als Sieger darsteht, da ihm die Eroberung Vigilus völlig egal war. Vigilus war nur dazu da um Kräfte zu binden und sein wahres Angriffsziel zu verschleiern. Das würde doch irgendwie mehr nach einem genialen strategischen Schachzug klingen als das was GW da hingebuttert hat.

So wie die Geschichte geschrieben steht, liest sich das einfach nur als hätten wir es hier mit einem typischen Dienstag im Leben von Failbaddon dem Armlosen zu tun.

Man versagt trotz:

  • einer Superwaffe, die ein schwarzes Loch generiert (und allein über diesen Punkt könnte ich noch einen ganzen Artikel schreiben, denn das war so komplett Hanebüchen umgesetzt)
  • einem schier unaufhaltbaren Schlachtschiff aus einer Zeit wo alles besser und aus Holz war.
  • einer verdammten Flotte im Orbit die einfach alles in Schutt und Asche bombardieren könnte.
  • numerischer Überlegenheit.
  • Verteidigern, die von allen Seiten belagert und erschöpft waren.

Das soll also der große Warmaster des Chaos sein? Horus Erbe? Der große, böse Junge vor dem alle Angst haben? Lächerlich!

Nein, GW. Da habt ihr nur diesen Versager wieder auferstehen lassen, der 13 Anläufe gebraucht hat um einen einzigen Planeten zu erobern – trotz der Macht der Verräterlegionen, Sterblichen und Dämonen im Hintergrund – und es am Ende immer noch nicht geschafft hat, weil ihm schließlich nichts besseres einfiel, als mit kaputten Spielzeug um sich zu werfen und alles kaputt zu machen, weil er seinen Willen nicht haben konnte.

Der zweite Teil ist immer besser! – Part I

siehe Terminator 2 …

Hä? Was hat das mit diesem Blog zu tun? Und überhaupt… was war in deinem Kaffee, Ketzer? – Milch und Zucker hoffe ich und ich beziehe mich mit diesem Titel auf das Update des Codex Chaos Space Marines und später noch auf Vigilus brennt!. Dem zweiten Teil der Vigilus Bücher.

Ich musste diesen Post auf 2 Teile aufspalten – zum einen weil es thematisch passt wie Energiefaust auf Auge und zum anderen muss ich gestehen, dass das ganze ein bisschen lang wurde.

Außerdem muss ich euch noch ein Bild von meinem Alpha Legionär nachreichen – dieses mal ganz ohne Photoshop (außer zum Zurechtschneiden)

Ich habe leider keine passenden Decals gefunden und nach einigen Trockenübungen habe ich mich zu einem Freehand entschieden. Ist jetzt sicher nicht mega spektakulär, aber ich finde es ist gut geworden.

Back to topic.

Für den Fall dass ihr die letzten Tage/Woche unter nem Stein verbracht habt: GW hat den Codex neu rausgebracht und ein paar Änderungen vorgenommen.

Und Änderungen sind doch immer was tolles.

Mit diesem neuen Schinken hat man endlich alle Punktkosten wieder übersichtlich in einem Buch und auch die Powerlevel einiger Einheiten wurden angepasst – falls ihr damit spielt.

Die coolste Neuerung in meinen Augen ist eigentlich etwas, was sowas von überfällig war – Chaos Space Marines haben endlich ihre Thunderhammer aus der Prä-Heresy Ära gefunden. (Ich hatte mich ja schon mal gefragt, was mit den Dingern passiert ist.)

Ich kann Chaoslords in Power Armour (keine Terminatoren) endlich mit diesen Waffen ausstatten – und nicht nur die. Theoretisch könnte man ganze Einheiten an Chosen mit Thunderhammers ausstatten – für die Hammer-Fetischisten ein absoluter Traum. Und alle anderen bekommen mit der Waffe Zugang zu einem Item, das quasi eine E-Faust mit einem fixem Schadenswert von 3 ist. Muss ich noch ein Bild zeichnen?

Bleiben wir bei der Ausrüstung und schauen wir mal staunend auf die Rotorcannon Reaper Chaincannon – eine Art Heavy Bolter auf Steroiden. Kürzere Reichweite aber mehr als 2,5 mal so viel Schuss! (2,6666… mal so viel um genau zu sein) Kostet zwar auch doppelt so viel wie der Heavy Bolter aber dafür bietet das Ding fast genug Dakka für einen Ork.

… oder Alien 2 …

(okay, der heißt eigentlich Aliens ohne die 2 aber mit dem s für den Plural)

Es gibt aber nicht nur neues Bling-Bling für uns Chaoten. Es gibt sogar neue Jungs, die das neue Bling-Bling aufs Schlachtfeld tragen können.

Als erstes sei hier mal der neue Lord-Discordant genannt. Das ist die Anwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einen Warpsmith die Medikamente gebe, die sich sich der durchschnittliche Tour-de-France Fahrer reinpfeift, ihn dann auf eine unheilige Mischung aus dämonischem Reittier und Läufer setze.

Das Modell hat bei einigen Betrachtern wohl für einen Evilgasm gesorgt und diese Leute stellen interessante Dinge an um dieses Modell irgendwie in ihre Armee zu quetschen, denn nüchtern betrachtet finde ich den Kollegen recht speziell.

Dazu gibt es einen Master of Executions – eine HQ Auswahl, bei der der Name Programm ist. Das Modell ist… Geschmacksache, aber die Regeln sind nicht zu verachten. Eine absolute Maschine, wenn man gegen Armeen mit vielen Charaktermodellen spielt und sich an das ABC der World Eater hält. (Always Be Charging)

… oder Zurück in die Zukunft 2 …

Die größten Änderungen der altbekannten Einheiten haben wahrscheinlich die Havocs durchgemacht. Sie haben nun eine Toughness von 5 und gelten immer als stationär, wenn sie ihre schweren Waffen abfeuern. Und der Champion trägt nun von Haus aus eine Spezialwaffe. Eine Einheit besteht immer nur aus 5 Mann – man kann keine zusätzlichen „Ablativlebenspunkte“ in From von zusätzlichen Havocs dazu kaufen, denen man Bolter und Nahkampfwaffe mitgibt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die neuen Regeln für die Havocs echt gefallen. 4 von denen mit Heavy Bolter und nem Champ mit Flamer ist echt eine Option. Wenn man ein paar Punkte über hat und mehr ballern will, dann gibt man denen 4 Reaper Chaincannons mit denen sie eine Bedrohungsweite von satten 30″ haben. Blobs? Welche Blobs?

Dazu kommen die Einheiten aus Shadowspear – also der Master of Possession, die Greater Possessed, sowie der Venomcrawler.

… oder Der Pate 2 …

und dann gibt es da ja noch Vigilus brennt!. Das Buch ist der 2. Teil (und passt daher wunderbar zum Artikel) zu dem Buch Vigilus kämpft und beschreibt die Invasion Abbaddons.

In dem Buch gibt es einige hübsche Regeln, Artefarkte und Strategems, die vor allem Spieler der Black Legion ansprechen dürften. Zusätzlich gibt es diese Dinge auch noch für die bekannteren/beliebteren Renegate Chapters. Red Corsairs seien hier besonders genannt.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu all dem gibt es noch Regeln für Special Detachments. Ich will da gar nicht so ins Detail gehen, aber mir persönlich gefallen die Regeln für den Host Raptorial wirklich hervorragend, da sie die Raptoren, die bisher eher ein Nischendasein fristeten zu einer interessanten Option machen.

… oder Mad Max 2 …

Wo Licht ist, ist auch Schatten. In diesem Fall ist es (passend zum Schatten) der Dark Apostel. Dem haben sie dunkle (ha!) Gebete verpasst. (Hey, hab ich nicht schon mal über sowas geschrieben?)

Das klingt zwar irgendwie cool, ist aber ein mehr oder weniger versteckter Nerf. Zwar hat er immer noch ein Gebet, dass den gleichen Effekt hat wie seine Aura, nur kostet er jetzt deutlich mehr und es gelingt nur auf die 3+ also nur noch in 2/3 aller Fälle. Oder um es noch deutlicher zu machen: die alte Aura, die er füher dauerhaft hatte, zündet jetzt nur noch mit 66% Wahrscheinlichkeit. Es gibt die Möglichkeit dem Apostel für ein paar Punkte mehr 2 Ministranten zu spendiert. Die steigern die Effektivität immerhin auf eine 2+ / 1/6 / 83% Wahrscheinlickeit, aber so wie ich das verstehe, muss ich dann noch 2 zusätzliche Plätze im Rhino frei halten. Wobei man noch dazu sagen muss, dass er innerhalb eines Transporters keine Gebete wirken kann. Das schränkt seine Brauchbarkeit für mich irgendwie ein.

… oder Matrix 2 – hm. nein, moment, da stimmt was nicht …

Keine Fortsetzung, ohne Verwirrung! Hierfür sind die Obliterators zuständig.
Das ganze fing an im Index Chaos, wo die Jungs 65 Punkte kosteten und ziemlich… durchschnittlich waren.
Dann wurden sie besser und billiger. In Shadowspear bekam man Obliterators präsentiert, die wohl immer fleißig ihr Gemüse gegessen hatten aber 115 Punkte kosten (für einen von denen!)
Codex Chaos Space Marines II bringt das ganze jetzt zusammen – buchstäblich. Die aufgepumpten Obliterators aus Shadowspear zum Preis der alten Jungs… das April FAQ hat das korrigiert und wieder auf 115 Punkte gesetzt.

Und jetzt komme ich nochmal zurück zu Vigilus brennt!.

Es ist – ja…, also es ist – wie soll ich sagen?

In meinen Augen ist es ein Paradebeispiel dafür, dass GW es nicht schafft, seinen Fluff anständig fortzuführen! Es ist sogar so schlimm, dass ich sagen muss, dieses Buch hat mich genervt!

Der Bereich mit den Regeln ist ja schön und gut, aber so einen mutlosen Fluff wie die Invasion der Black Legion hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Ich fasse es mal so zusammen wie ich es verstanden habe:

An dieser Stelle eine dicke Spoilerwarnung!

Da ist ein Planet, der von Orks überfallen wird. Das wiederum löst einen Aufstand durch Genestealers aus und das wiederum ruft die Space Wolfs auf den Plan, die Eldar mischen sich ein, woraufhin die Ultramarines ein Wörtchen mitreden. Roboute Guilliman stampft wie ein trotziges Kind auf und sagt: Vigilus darf nicht fallen. Daraufhin lässt sich Marneus Calgar zum Primaris aufwerten und schwingt sich zum Oberbefehlshaber der wilden Schulhofschlägerei auf. Dann bemerkt man, dass sich zusätzlich zu dem ganzen Tohuwabohu auch noch ein paar Chaos Space Marines auf dem Planeten eingerichtet haben. Und deren Obermotz macht ernst und sagt: in 80 Tagen kommt Papa Abaddon und der sackt den Planeten ein!

Soweit Teil 1.

Die Verräterlegionen sind wieder da!

Bumm! Da sind sie! Am Samstag dem 10.12. hat GW uns Chaosanhängern ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Ein eigener Codex Eine neue Codex Ergänzung, die uns Chaosjüngern endlich wieder das geben soll, worauf wir seit zig Jahren warten: Regeln für die Verräterlegionen!

Bevor ich mich der Euphorie hingebe, will ich ein paar Sätze über die negativen Dinge loswerden. Bedenkt dabei bitte, dass ich aus der Sicht eines World Eater Spielers auf die Sache schaue. Und für diesen steht nicht viel neues in dem Codex. Das meiste davon ist bisher verteilt über diverse andere Codices. Die Formationen stammen zum größten Teil aus den Büchern: Black Legion, Traitor’s Hate oder Wrath of Magnus. Die neuen Regeln für die Thousand Sons finden sich ebenfalls in Wrath of Magnus. Und die Regeln für die Formationen hätte man auch mit etwas gesundem Menschenverstand aus Traitor’s Hate ableiten können – wie gesagt: aus der Sicht eines World Eater Spielers.

Es gibt nicht wenige Leute die sagen, dass ein „aber“ in einem Satz alles vorangestellte irrelevant macht. Ich stimme dem zu.

ABER:

Games Workshop hat mit diesem Codex dieser Codex Ergänzung sehr viel richtig gemacht. Eine DER Hauptschwächen des Codex Chaos war für mich immer die Standardauswahl – die Chaos Space Marines. Sie sind im Verhältnis zu teuer und zu fragil wenn es um den Moralwert ging. Die Lösung für das Problem war in meinen Augen schon immer die Option „Veteranen des langen Kriegs“ und die Legionäre der World Eaters (wie auch andere) bekommen diese Option nun kostenlos – und sie verleiht ihnen noch weitere Boni. Gut, alles muss das Mal des Khorne kaufen und bekommt es nicht kostenlos ans Revert geheftet weil die Einheit 8 Mann stark ist und ich habe weder Cult-Terminatoren, noch Red Butchers noch Rampagers (die letzten beiden sind Forgeworld Einheiten für 30k) und auch keinen Zugriff auf tolles Zeug aus den Zeiten des großen Kreuzzugs (was haben die eigentlich mit den Sachen angestellt?), dafür aber solide und dennoch fluffige Regeln, eigene Begabungen für den Kriegsherren und sogar eigene Artefakte, die es mir erlauben Chaos Space Marines in den Farben der World Eaters auf die Platte zu stellen.

Und die Farben meiner World Eaters sind weiß und blau!

Tut mir leid, lieber Leser, aber mir fiel kein besserer Übergang ein.

Was ich sagen will: Ich will auch in der Finsternis der fernen Zukunft die Farben der Pre-Heresy ins Feld führen. Erwähnte ich ja bereits.

Und ich werde mir sogar etwas ausdenken, warum das so ist.

Aber das gibt es dann das nächste mal…